[Schon naht der Herbst, o Gärtner! Auf den Wangen] Schon naht der Herbst, o Gärtner! Auf den Wangen Der Blätter zeigt sich seine fahle Spur; O Gärtner, horch der Bäume lautem Bangen, Und horch der stummen Klage auf der Flur! Die ...
... in Schiras (im heutigen Iran) verliert seinen Vater schon in früher Kindheit; in der Folge gerät die Familie schnell in Armut. ... ... einem Bäcker, während er gleichzeitig von einem Tuchhändler zum Dichten angeregt wird. Schon in jungen Jahren befaßt er sich intensiv mit persischer und arabischer ... ... Panegyriken (Lobreden) weisen darauf hin, dass er schon früh in enger Verbindung mit dem Hof der Muzaffariden ...
14. Geknetet ward der letzte Mensch schon aus dem ersten Erdenschlamme, Und anfangs schon das Reis gepflanzt, das später erst erwuchs zum Stamme; Am Schöpfungstag ward unsre Schuld ins große Rechnungsbuch geschrieben, Und ohne Nachsicht wird sie einst am jüngsten Tage ...
80. An Rubinenlippen schwelgend, in der Hand den Becher Wein, ... ... dem Schall der Tamburine sich der Lust der Erde weihn, Wohl ist schön das – aber dann erst, wenn du jedes Band zerrissen, Das dich ...
77. Die Welt, jüngst eine Hölle noch, zum Himmel ward sie nun, Und durch der Fluren Frühlingsgrün rinnt, hell wie Silberfäden, Der Paradiesesfluß dahin. Laßt mich in diesem Eden Mit einer Maid, wie Huris schön, auf weichem Rasen ruhn!
82. Sieh, wie der Rosen Knospenkleid zerrissen hat der Morgenwind! ... ... beginnt! Ruh zwischen diesen Rosen denn und denk, wie oft dem Erdenschoß Sie schon entstiegen und dann neu in ihn hinabgesunken sind.
35. Nimm den irdnen Krug, Geliebte, nimm den Becher in ... ... grünen Wiesen wandelnd an der Silberbäche Rand Denk, wie viele mondgesicht'ge Mädchen, schön wie du, mein Kind, Krüg' und Becher hundert Male schon vordem gewesen sind.
92. Nimm an, du wärst zum Ziel gelangt mit allem ... ... verronnen wäre dir das süße Leben – was alsdann? Ich setze, tausend Jahre schon nach Wunsche hättest du gelebt, Und weitre hundert wollte Gott noch Frist dir ...
36. Barmherzig und voll Huld ist Gott! für jede Schuld im Leben Hält er Verzeihung auch bereit; wenn heut ich in der Schenke In vollem Rausch des Weines tot zu Boden niedersänke, Schon morgen meinem modernden Gebein würd' er vergeben.
60. Was um den Erdenlauf dich grämst du immerdar? Du solltest lieber dich an Wein und Liebe laben! Denn sieh! das Kind, das heut die Mutter erst gebar, Im Erdenschoße liegt es morgen schon begraben.
62. Nun ist der Lenz geschwunden mit der Rose, Der Jugend schönes Buch zu Ende schon; Die Nachtigall mit ihrem Liedgekose Wo kam sie her? wohin ist sie entflohn?
148. In eines Weinwirts Hause tat an einen Greis ich jüngst ... ... ? sage!« Zur Antwort gab er: »Freund, trink Wein! gar viele gingen schon hinweg, Allein zurückgekehrt ist noch kein einz'ger bis zum heut'gen Tage ...
150. Weinhändler, sprich, wie mag nur feil dir sein ... ... gleich ihm kommt, einhandeln kannst du ja für ihn; Denn seit am Himmel Sonn' und Mond zuerst begannen ihre Fahrt, Ward Köstlicheres als der Wein auf ...
217. Mag der Saft der Reben immer schäumen mir in vollen Krügen, Mag zu Frauen, schön wie Huris, mir die Liebe nie versiegen! Zwar man sagt: »Befehlen wird dir Gott, auf all das zu verzichten;« Doch, beföhl' er es ...
153. Bringt einen Becher mir, so groß, daß man ihn ... ... hebe! Wenn man ihn auch nur zweimal leert, zum Rausch genügen muß es schon. Zuerst will ich von der Vernunft mich scheiden und der Religion, ...
272. Tag für Tag umstrickt von dieses Lebens läst'gen Banden ... ... Strahl des Lichts; Über unser Menschenschicksal, o wie lang, wie lang schon sinn' ich, Doch von dieser Welt wie jener immer noch begreif' ich ...
287. Ja, ich trinke Wein, und jeder, der Verstand ... ... , mein Zechen Wird mir nicht in Gottes Augen angerechnet als Verbrechen. Schon von Ewigkeit her wußte Gott, daß Wein ich trinken würde, Tränk' ich ...
157. Such dir Wein und Lautenschläger, such ein Mädchen huri-schön, Und, ins Grün am Bach gelagert, bei des Seitenspiels Getön Schwelg in Paradieseswonne, während du die Maid umfängst; Denk nicht ferner an die Hölle, denn erloschen ist sie längst! ...
196. Sei noch so schön ein Menschenbild, an Anmut und an Zierde reich, Sei wie die Tulpe sein Gesicht, sein hoher Wuchs zypressengleich, Nicht einer doch, so viel du fragst, kann Antwort geben dir zuletzt, Aus welchem Grund sein Bildner es ...
199. Dieses Schloß, in welchem Bahram froh den Becher oft ... ... Der auf Jagd der wilden Esel mit dem Fangstrick oft gegangen, O wie lang schon von des Todes Fangstrick ist er selbst gefangen!
Buchempfehlung
Albert Brachvogel zeichnet in seinem Trauerspiel den Weg des schönen Sohnes des Flussgottes nach, der von beiden Geschlechtern umworben und begehrt wird, doch in seiner Selbstliebe allein seinem Spiegelbild verfällt.
68 Seiten, 8.80 Euro
Buchempfehlung
Romantik! Das ist auch – aber eben nicht nur – eine Epoche. Wenn wir heute etwas romantisch finden oder nennen, schwingt darin die Sehnsucht und die Leidenschaft der jungen Autoren, die seit dem Ausklang des 18. Jahrhundert ihre Gefühlswelt gegen die von der Aufklärung geforderte Vernunft verteidigt haben. So sind vor 200 Jahren wundervolle Erzählungen entstanden. Sie handeln von der Suche nach einer verlorengegangenen Welt des Wunderbaren, sind melancholisch oder mythisch oder märchenhaft, jedenfalls aber romantisch - damals wie heute. Michael Holzinger hat für diese preiswerte Leseausgabe elf der schönsten romantischen Erzählungen ausgewählt.
442 Seiten, 16.80 Euro