... Kirche über, wurde Kardinal, gest. 1472 zu Ravenna. = B. verteidigt den Platon , soweit dessen Lehren denen des Christentums nicht widersprechen, ohne (wie andere » Platoniker « der Renaissance) den Aristoteles zu schmähen. SCHRIFTEN: Adversus calumniatorem Platonis, 1469, 1503 ...
... , Prof. in Prag. M. ist Anhänger Brentanos und schätzt wie dieser den Aristoteles sehr. Die Philosophie beruht auf (deskriptiver) Psychologie ... ... wenn es kein reales Sein ist. Der Existenzbegriff gehört zu den » aorista d.h. zu den Prädikaten, welche sowohl Realem als ...
... 1623 in Clermont, zeigte schon als Kind ein außerordentliches mathematisches Talent, wie er denn später auf dem Gebiete der Mathematik wie auf dem der Physik Bedeutendes leistete ... ... betonen. Er ist keineswegs Skeptiker im gewöhnlichen Sinne des Wortes, denn innerhalb der Erfahrung anerkennt er die Möglichkeit ...
... zu bestimmen, sofern sich dieselben aus den Gesetzen des Denkens entwickeln lassen«. Die metaphysische Lehre H.s ... ... Naturgesetze beziehen sich auf die möglichen Wahrnehmungen der Beziehungen zwischen den psychischen Vorgängen, welche ihre eigene Gesetzlichkeit haben. Zwischen beiden Reihen ... ... ; Kausalität besteht nur innerhalb jeder Reihe. Der Panpsychismus besteht zu Recht, denn wir dürfen annehmen, daß das, ...
... geb. 1864, Prof. in London. = H. hat zuerst unter den modernen englischen Philosophen der Neuzeit ein eigenes Werk über Erkenntnistheorie verfaßt. Er ist ein Gegner Greens, vertritt einen empiristischen Idealismus (ähnlich wie Mill u. a.) und nimmt an, daß in der Wahrnehmung ...
... B. erörtert in seinen evolutionistisch - sozialpsychologischen Arbeiten wichtige Begriffe, wie den der Nachahmung, der »Projektion« des Ichs, der »organischen« Selektion ... ... « des Verstandesstandpunktes überwindet. Gegenüber den Gegensätzen: Subjekt – Objekt, Geist – Körper usw., welche die Reflexion ... ... durch die »Real Logic«, welche die »Genetic Logic« ergänzt. – Über den Begriff des »Realitätskoëffizienten« ...
Isaak von Stella (Stellensis) , Abt von Stella (bei Poitiers) in den Jahren 1147-1169, verfaßte Schriften mystischer Richtung, lehrt ähnlich wie die Grafen von St. Victor . Vgl. NOACK, Philos.-geschichtliches Lexikon ...
... Widerspruch zwischen subjektiven und objektiven Gedanken und den Problemen daraus beschäftigt. Ihre Aufgabe ist es, »jene Widersprüche auszugleichen, die ... ... , in der Psychologie anderseits ergeben«. Sie zerfällt in »Semasiologie« (Lehre von den Denkinhalten) und »Alethologie« (Lehre von den Denkwerten). Die »Weltanschauungslehre« ...
Quesnay, François , 1694-1774, Prof. der Chirurgie. = Q. ist der Hauptvertreter des »Physiokratismus«, jener Richtung, welche den Nachdruck auf die Landwirtschaft legt und (wie dann A. Smith) die Freiheit der industriellen Tätigkeit verlangt (»Laisser faire, ...
... , die nur als Ideal absolut sein kann. Der Anspruch auf Wahrheit, den die individuell gefällten Urteile machen, muß sich erst bewähren, dann erst entstehen ... ... göttliche Persönlichkeit steht, deren Wesen die unveränderliche Tätigkeit ( energeia akinêsias , wie Aristoteles sagt) ist. Gottes aktiv- ...
... Feder Herausgeber der »Philos. Bibliothek« (1788-91). = M. gehört zu den aufklärerischen Philosophen, welche die Psychologie als Grundlage der Philosophie betrachten. Wie Feder bekämpft er die Lehre von den angeborenen Begriffen (auch ein Gegner Kants ist er), nimmt aber angeborene Triebe ...
Alkmaion aus Kroton , Zeitgenosse und Schüler des Pythagoras, Arzt und Philosoph. = A. führt die pythagoreische Lehre von den Gegensätzen weiter. Die Seele hat, wie er zuerst lehrt, ihren Sitz im Gehirn, sie bewegt sich ewig. Die ...
Cocceji, Heinrich v. , 1644-1719. = Wie sein Sohn Samuel v. C. (1679-1755) führt er das Naturrecht auf den göttlichen Willen zurück. SCHRIFTEN: Juris publici prudentia, 1695. – Anatomia iuris ...
... in Italien als Gesandter, gest. 1900. = Positivistisch-phänomenologischer Standpunkt (ähnlich wie Mach, Pearson u.a.). Der Raum ist ein Abstraktionsgebilde, etwas Gedankliches; empirisch ist an ihm nur die begrenzte Ausdehnung. Den Dogmatismus der (im engeren Sinne) mechanistischen Naturauffassung bekämpft S., ebenso die ...
Darjes (Daries), Joachim Georg , geb. 1714 ... ... d. Oder, gest. 1792. = Eklektiker, teilweise Gegner Chr. Wolffs (gegen den Determinismus, gegen die prästabilierte Harmonie usw.), ähnlich wie Crusius. Die Monaden betrachtet er als ausgedehnt. SCHRIFTEN: Introductio in artem ...
Balmes, Jaime Luciano , geb. 1810 zu Vieh (Spanien), gest. 1848. = B. bekämpft sowohl den französischen Sensualismus wie die idealistische Spekulation Hegels u. a. und nimmt (mit gewisser Selbständigkeit) einen ...
Avicebron (Avencebrol) . Der von den Scholastikern so genannte ... ... göttlichen Willen . Er nimmt (wie schon Plotin) an, daß (mit Ausnahme Gottes) alles Seiende ( ... ... durch die Bewegung verbunden. Die Materie existiert nur durch die Form, denn die Existenz rührt von der Form her; daher bewegt sich die ...
... innere Verknüpfung (connexion). Das Plus, den inneren Zusammenhang, das »Durch«, die notwendige Verknüpfung legen wir selbst ... ... ein propter hoc, welches letztere nichts objektiv Erfahrbares ist. Der »Glaube«, auf den sich H. beruft, ist ein lebhaftes, intensives Überzeugungsgefühl, das sich an ... ... ein subjektiv-psychologischer. Gegeben sind nur »Perzeptionen« (Wahrnehmungsinhalte) in bestimmter Verbindung (wie nach Berkeley). Die ...
... , aber dies berechtigt nicht (wie etwa nach F. Mauthner) zur Skepsis, denn »das problem-formulierende Leistungsvermögen der Sprache leicht nicht wesentlich weiter als ihre ... ... erhellt werden muß. Die Metaphysik bestimmt B. als die Lehre von den allgemeinsten Begriffen und Verhältnissen des Idealen und ...
... und Naturgesetzen des normalen Verlaufs der Bewußtseinserscheinungen, welche im menschlich-tierischen Organismus mit den Vorgängen des Lebens und der ... ... dem Voluntarismus nahe stehen, etwa wie Ribot). Die Theorie der psychophysischen Wechselwirkung widerspricht den Tatsachen wie den methodischen Grundforderungen des Naturerkennens. Psychisches und Physiologisches sind in Wahrheit nur ...
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1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.
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