Philipp von Zesen Adriatische Rosemund
Achtunddreißigstes Kapitel. Eines Tages kam Julian von dem reizenden Gute ... ... aus seinem Herzen. Sein Mund nahm den Ausdruck stark übertriebener Geringschätzung an. »Jean Jacques Rousseau«, antwortete ... ... Er stand eine kleine Weile drei Schritte vor ihr, ohne durch die Menge dringen zu können, und lächelte ...
Achtunddreißigstes Kapitel. Mein Bruder, sagte mein Onkel Toby, thut es aus Princip. – Im Schooß der Familie – natürlich, sagte Dr. Slop. – Pah! rief mein Vater, es lohnt sich nicht, davon ...
Achtunddreißigstes Kapitel. Es war, sagte mein Onkel Toby, für mich und den Korporal ohne Zweifel ein großes Glück, daß wir während der ganzen achtundzwanzig Tage, daß die Ruhr in unserem Lager wüthete, ein heftiges Fieber mit einem so rasenden Durste hatten; denn sonst ...
Alessandro Manzoni Die Verlobten (I promessi sposi)
Ivan Aleksandrovič Gončarov Oblomow (Oblomov)
... freilich, solch ein Eheakrobat!? Dr. Bäumler wälzte sich zur Seite, drehte die Glühbirne ab und ... ... zur Gemeinde. Diese opferten auch ihr Geld für sinnlose Quadrate und Dreiecke, worunter stand »Bild«. Wehe dem, der lachte. ... ... Entschluß. Sie schnellte vom Diwan hoch, drang auf den Doktor ein und zerdrückte ihm beide Augengläser bei der ...
... verlorene Winkel im Fluß mit den zwei Holzstücken, die sich verdrossen umeinander drehen. Auch in das kommerzienrätliche ... ... »Nur ein junges Mädchen, Herr Doktor.« Immer drei der niedrigen Stufen auf einmal nehmend, hastete ... ... – Gott sei Dank! – dafür aber drei Söhne in drei verschiedenen Kadettenanstalten, was denn auch eine Welt von ...
... Stirn legte, verbunden mit einem durchdringenden, klaren Blick, gaben ihm einen Ausdruck von ungewöhnlicher Strenge. Nur ... ... werden, damit sie nicht nach drei Monaten einander überdrüssig sind. Und dann die Uebrigen! warum sollen die ... ... meinem Freund Feldern gesagt: »ich begehrte kein andres Glück, als ein foudroyantes, das mich gerade im Mittelpunkt meines Wesens ...
... in Gegenwart aller Gäste. Anstatt drüber zu lachen, machte mich's verdrießlich, er zog aber ungeheuer fix ... ... Draisine probierte, eine Bank mit Rädern, die Herr von Drais drauf sitzend mit Händen und Füßen fortbewegt. Die Hofdame ... ... zur häuslichen Glückseligkeit beitragen. Ich wundre mich, daß Du so wenig Anteil dran nimmst. Grüße Sophie ...
... Michael Beer, der die Schmach der Unterdrückung auch sehr lebhaft fühlte, den es drängte, die Ungerechtigkeit darzustellen, machte ... ... bis jetzt kein Beispiel, daß irgend eine Unterdrückung aufgehoben worden wäre, weil der Unterdrücker in großmüthiger Laune sagte: ... ... wäre. Sagen Sie dem Hypochondristen das noch einmal, Fräulein, meinte Erlau, so glaubt er es und ...
... seine Frau von der Straße nimmt, was geht das mich an? Wenn Adrian Singleton den Namen seines Freundes auf einen Wechsel schreibt, bin ich sein ... ... lag in jedem Wort, das er sprach. Er stampfte in seiner knabenhaften, dreisten Art auf den Boden. Er empfand eine ...
... ! Ist mir doch als wär ich schon drinn. Und schwör euch bey dem höchsten Geiß, daß wenn ... ... 's Vater vergöttern und mit unsterblichem Lob in den dritten Himmel erheben wollt, nichts weiter sprach als: Sonder Müh ... ... Choler daraus. Dann kommt es zu noch besserer Läutrung, in eine andre Werkstatt, das Herz, welches durch seine systolischen und diastolischen ...
... : Karpfen und Mohnpiehlen und 'ne nette Tanne und nur uns drei drum 'rum.« Lotte hätte für ihr ... ... wie die Frucht, die aus der kaum erschlossenen Blüte drängt. In Friedrichshagen suchten sie eine Gartenwirtschaft dicht am ... ... der geschnürten Taille und dem dreisten Mundwerk an. In ihrer schnoddrigen Art teilte das Mädchen Lotte mit, ...
... dringlichen Geschäften«, mit der Sophie sich für drei Tage entschuldigt hatte – drei Tage, in stumpfer Verborgenheit und schwerem ... ... Tür aufriß – helle Rufe von droben aus den Fenstern – Geräusche drinnen an der Haustür. – ... ... an. Die Männer und Frau Amster sprachen über die Politik draußen und drinnen, über die wirtschaftliche Lage und den Neubau der Fabrik. ...
... meinen morschen Nerven. Und sie – die Seele – drängt und drängt gegen die dünnen Wände, daß alles Blut ins Gehirn ... ... unheimlich das Waldweben. Allmählich wurden die Tannen niedriger, dichter, zuletzt ganz niedrig und dicht, gestrüppartig, ... ... sich erlaubte, zwischen den Heiligenscheinen der sozialistischen Drachentöter, die anstatt einem Drachen doch nur einem wehrlosen, wenn ...
... Der Vater hat uns ja an drastische Ausdrucksweise und Kraftworte gewöhnt. Adrians subtile Art, sich auszudrücken, ... ... allmählich mitteilsamer wurde, bestätigte er ausdrücklich meinen Eindruck. Hätte ich nicht gehalten, was ich auf dem Fest ... ... als ob ein Fremder sich bei mir eindrängen wollte. Wie Adrian zu meinem Journalisten steht? Er kann ihn ...
... Gehda war tot. Sie war ruhig eingeschlafen, auf dem Gesicht den verdrießlichen Ausdruck, den sie in der letzten Zeit hatte, weil ... ... Ein jeder gut verpackt und versiegelt, mit einer Adresse. Was drin ist, weiß keines von dem anderen ... ... und ihn auch nicht selbst adressieren. Hier ist er. Adressieren Sie ihn und geben Sie ihn auf ...
... völlig auszukosten, war ich denn auch drüben bei der dritten von euch drei lieben Jugendfreundinnen, Adolfine – bei ... ... und –« Eben hatte sich draußen in der Vorsaaltür ein Schlüssel gedreht, und ein Schritt erklang ... ... würden sich nur zwischen uns, zwischen Velten Andres und Helene Trotzendorff, drängen. Ich kann sie nicht wiedersehen, ...
Buchempfehlung
Die ersten beiden literarischen Veröffentlichungen Stifters sind noch voll romantischen Nachklanges. Im »Condor« will die Wienerin Cornelia zwei englischen Wissenschaftlern beweisen wozu Frauen fähig sind, indem sie sie auf einer Fahrt mit dem Ballon »Condor« begleitet - bedauerlicherweise wird sie dabei ohnmächtig. Über das »Haidedorf« schreibt Stifter in einem Brief an seinen Bruder: »Es war meine Mutter und mein Vater, die mir bei der Dichtung dieses Werkes vorschwebten, und alle Liebe, welche nur so treuherzig auf dem Lande, und unter armen Menschen zu finden ist..., alle diese Liebe liegt in der kleinen Erzählung.«
48 Seiten, 3.80 Euro
Buchempfehlung
Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.
434 Seiten, 19.80 Euro