Ivan Aleksandrovic Goncharov Ivan Aleksandrovič Gončarov (1812–1891)
Ivan Aleksandrovič Gončarov Roman • Oblomow Erstdruck in: Otetschestvennye zapiski, Petersburg 1859. Hier nach der Übers. v. Clara Brauner, Zürich: Manesse Verlag, 1960.
Ivan Aleksandrovič Gončarov Oblomow (Oblomov)
Paul Alexandritsch B... an Simon Nikolaitsch W... Dorf M ..., 6 ... ... Seltsam, dieser scharfe, säuerliche, modrige Geruch wirkt mächtig auf meine Phantasie; nicht gerade unangenehm, im Gegenteil; ... ... Farbe dieser jungen Frau etwas trüb geworden, indes ihren Augen der sanfte, sinnige Ausdruck, wie ihren Lippen das ...
... Auf seiner Reise nach den fernen Gouvernements nahm Alexei Alexandrowitsch in Moskau drei Tage Aufenthalt. Am Tage nach seiner Ankunft ... ... bei der Gasetnü-Gasse, wo stets ein großes Gedränge von Kutschen und Droschken ist, hörte Alexei Alexandrowitsch auf einmal seinen Namen von einer ...
17 Während Alexei Alexandrowitsch nach dem Hotel zurückfuhr, wo sein ... ... gefühlvollem Tonfall. »Weil Alexei, ich meine Alexei Alexandrowitsch (welch ein sonderbares, schreckliches Zusammentreffen, daß sie ... ... ich verstehe alles und sehe alles.« Alexei Alexandrowitschs runzliges Gesicht hatte einen Ausdruck qualvollen Leides angenommen; er ergriff ihre Hand ...
... Stepan Arkadjewitsch, der seine Fassung wiedergewonnen hatte. »Sie fühlt sich erdrückt, tatsächlich erdrückt durch deine Großmut. Wenn sie diesen Brief liest, wird ... ... würde. Tief eingeprägt hatte sich ihm ein Gedanke, den Darja Alexandrowna ihm gegenüber in Moskau ausgesprochen hatte: daß er, wenn er ...
... ? Was heißt das: ›durchfallen‹? Das ist ein häßlicher Ausdruck, ein gemeiner Ausdruck.« »Das ist ... ein Schulausdruck.« »Na ja, ein Schulausdruck! Ein häßlicher Ausdruck! Sie beabsichtigen, wie es scheint, morgen in lauter ... ... der Patient befinde sich jedenfalls in Gefahr. Warja und Nina Alexandrowna wichen nicht von dem Kranken; Ganja war ...
Biographie Ivan Aleksandrovic Goncharov 1812 Ivan Aleksandrovič Gončarov (auch schriftlich Gontsharov) wird in Simbirsk (jetzt Ulyanovsk) als Sohn ... ... in Sankt Petersburg arbeitet, trifft er den Dichter Apollon Maikov und seinen Bruder Baldrian, der Gončarov in seinen ...
4 Er fand Darja Alexandrowna in der Nachtjacke, die Flechten ... ... , an zu schreien. Darja Alexandrowna horchte auf, und ihre Miene wurde plötzlich milder. Es schien, ... ... eine schreckliche Lage! Und in welcher gewöhnlichen Weise sie schrie! Was für Ausdrücke!‹ sagte er zu sich selbst in ...
... kehrte Ljewin in sein Hotel zurück. Sein Bruder, Darja Alexandrowna und Stepan Arkadjewitsch, alle bereits in voller Festkleidung, warteten schon ... ... segnen. Es war jetzt keine Zeit mehr zu verlieren. Darja Alexandrowna mußte noch einmal nach ihrer Wohnung fahren ... ... etwas spöttischen Lächeln und küßte ihn dreimal. Das gleiche tat dann auch Darja Alexandrowna und fuhr darauf schleunigst ab, ...
... Das Wartezimmer des berühmten Petersburger Rechtsanwaltes war gefüllt, als Alexei Alexandrowitsch es betrat. Drei Klientinnen, eine alte Dame, eine junge Dame und ... ... Geheimnisse zu bewahren. Aber wenn Sie die ausdrückliche Versicherung wünschen ...« Alexei Alexandrowitsch blickte ihm ins Gesicht und sah, ... ... in den Hauptzügen bekannt sind«, fuhr Alexei Alexandrowitsch fort, »so würde ich doch wünschen, die Formen genauer ...
... Das war nun doch gar zu traurig, und Darja Alexandrowna beschloß, mit der Engländerin über den Fall Rücksprache ... ... den Knaben alte Jäckchen anziehen und den Wagen anspannen (und zwar zum Verdruß des Verwalters wieder mit dem Braunen in ... ... die ist nicht mit gebadet; sie ist erst drei Monate alt«, antwortete Darja Alexandrowna stolz. »Ei, sieh mal an ...
8 Nachdem Alexei Alexandrowitsch vom Meßgottesdienste zurückgekehrt war, hatte er ... ... du da nur!« rief er mit einem Ausdrucke schmerzlicher Betrübnis auf dem Gesichte. »Es ist so.« ... ... ich kann das nicht glauben, kann es schlechterdings nicht glauben ...« Alexei Alexandrowitsch setzte sich nun gleichfalls, da er fühlte, daß seine Worte nicht ...
8 Alexei Alexandrowitsch hatte nichts Auffälliges und Unschickliches darin gefunden, ... ... die der neu aufgetauchte Umstand falle. ›Somit‹, sagte Alexei Alexandrowitsch zu sich selbst, ›sind die Fragen nach ihren Gefühlen ... ... Alexei Alexandrowitsch stand da, bereit, seine Rede zu beginnen, drückte seine verschränkten Finger gegeneinander und wartete, ...
4 Nachdem Alexei Alexandrowitsch in seiner Haustür mit Wronski zusammengetroffen war ... ... Was Sie wünschen, ist Befriedigung der sinnlichen Leidenschaft ...« »Alexei Alexandrowitsch! Einen am Boden Liegenden zu schlagen, zeugt nicht nur von Mangel ... ... er so viel Leid dulch ... dulch ... dulchgemacht hat.« Alexei Alexandrowitsch sprach so schnell, daß er ...
33 Alexei Alexandrowitsch kehrte um vier Uhr aus dem Ministerium nach ... ... man einen solchen Menschen entschuldigen kann, wiewohl er dein Bruder ist«, bemerkte Alexei Alexandrowitsch in strengem Tone. Anna lächelte. Sie durchschaute, daß er das ... ... selbstzufriedenem Lächeln. Sie merkte, daß Alexei Alexandrowitsch ihr über diese Sache etwas mitteilen wollte, was ihm ...
... , haben Sie keine Angst, Darja Alexandrowna!« rief er der Mutter heiter lächelnd zu. »Es ist ganz unmöglich, ... ... dem Lande und im Verkehr mit den Kindern und der ihm sehr sympathischen Darja Alexandrowna kam Ljewin in jene, bei ihm nicht seltene, kindlich fröhliche Gemütsstimmung hinein, die Darja Alexandrowna an ihm ganz besonders gern hatte. ...
... das. Diese Lage war für alle drei qualvoll, und keiner von ihnen wäre imstande gewesen, auch nur ... ... eine zeitweilige, leidvolle Prüfung sei, die vorübergehen werde. Alexei Alexandrowitsch wartete darauf, daß diese Leidenschaft vergehen werde, wie ja alles in der ... ... Da waren Spazierfahrten mit Trabern und russische Pfannkuchen und Bärenjagden und Fahrten mit dem Dreigespann und Zigeunerkonzerte und Trinkgelage, bei ...
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»Fanni war noch jung und unschuldigen Herzens. Ich glaubte daher, sie würde an Gamiani nur mit Entsetzen und Abscheu zurückdenken. Ich überhäufte sie mit Liebe und Zärtlichkeit und erwies ihr verschwenderisch die süßesten und berauschendsten Liebkosungen. Zuweilen tötete ich sie fast in wollüstigen Entzückungen, in der Hoffnung, sie würde fortan von keiner anderen Leidenschaft mehr wissen wollen, als von jener natürlichen, die die beiden Geschlechter in den Wonnen der Sinne und der Seele vereint. Aber ach! ich täuschte mich. Fannis Phantasie war geweckt worden – und zur Höhe dieser Phantasie vermochten alle unsere Liebesfreuden sich nicht zu erheben. Nichts kam in Fannis Augen den Verzückungen ihrer Freundin gleich. Unsere glorreichsten Liebestaten schienen ihr kalte Liebkosungen im Vergleich mit den wilden Rasereien, die sie in jener verhängnisvollen Nacht kennen gelernt hatte.«
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