[22] Das »Ich« unterjocht und tötet: es arbeitet wie eine organische Zelle: es raubt und ist gewalttätig. Es will sich regenerieren – Schwangerschaft. Es will seinen Gott gebären und alle Menschheit ihm zu Füßen sehen. [768]
161 Jugend und Kritik . – Ein Buch kritisieren – das heißt ... ... keinen einzigen produktiven Gedanken desselben an sich herankommen lassen und sich, mit Händen und Füßen, seiner Haut wehren. Der Jüngling lebt gegen alles Neue, das er nicht ...
560 Gefahr in der Vielheit . – Mit einem Talente mehr steht man oft unsicherer, als mit einem weniger: wie der Tisch besser auf drei als auf vier Füßen steht.
248 Doppelsinn des Auges . – Wie das Gewässer zu deinen Füßen eine plötzliche schuppenhafte Erzitterung überläuft, so gibt es auch im menschlichen Auge solche plötzliche Unsicherheiten und Zweideutigkeiten, bei denen man sich fragt: ist's ein Schaudern? ist's ein Lächeln? ist's ...
51 Daß der Glaube unter Umständen selig macht, daß Seligkeit aus einer ... ... Rom und Griechenland, wurde niedergetreten (– ich sage nicht von was für Füßen –), warum? weil sie vornehmen, weil sie Männer-Instinkten ihre Entstehung verdankte, ...
41-50 41 – Und von nun an tauchte ein absurdes Problem ... ... noch hören, da gehet von dannen hinaus und schüttelt den Staub ab von euren Füßen, zu einem Zeugnis über sie. Ich sage euch: Wahrlich, es wird Sodom ...
Der Fall Wagner Ein Musikanten-Problem 1 Um dieser Schrift gerecht ... ... wehe mir! ich bin eine nuance –, die keinen esprit in den Füßen hat und nicht einmal gehen kann... Die Deutschen haben zuletzt gar keine Füße, ...
... ist leicht, alles Göttliche läuft auf zarten Füßen«: erster Satz meiner Ästhetik. Diese Musik ist böse, raffiniert, fatalistisch: ... ... Theatermensch hat, er hat auch dessen Verachtung der Welt, die er sich zu Füßen legt!... Man ist Schauspieler damit, daß man eine Einsicht vor dem ...
[6] Diese perspektivische Welt, diese Welt für das Auge, Getast ... ... . Das Auseinanderfallen, also die Ungewißheit ist dieser Zeit eigen: nichts steht auf festen Füßen und hartem Glauben an sich: man lebt für morgen, denn das Übermorgen ist ...
[19] Der moderne Künstler, in seiner Physiologie dem Hysterismus nächstverwandt ... ... ersten und unerläßlichsten Tugenden einer Kunst zugunsten von Nebenabsichten (als ancilla dramaturgica) mit Füßen getreten und verhöhnt werden. Was liegt an aller Erweiterung der Ausdrucksmittel, wenn das ...
Was den Deutschen abgeht 1 Unter Deutschen ist es heute nicht genug ... ... in jeder Form nicht von der vornehmen Erziehung abrechnen, Tanzen-können mit den Füßen, mit den Begriffen, mit den Worten: habe ich noch zu sagen ...
Warum ich so gute Bücher schreibe 1 Das eine bin ich, ... ... – Das Weib, je mehr Weib es ist, wehrt sich ja mit Händen und Füßen gegen Rechte überhaupt: der Naturzustand, der ewige Krieg zwischen den Geschlechtern gibt ...
44. An Richard Wagner Erlangen, Sonntag [11. September ... ... nächster Brief gilt Ihrer verehrten Frau Gemahlin, der ich meine innigsten Glückwünsche zu Füßen lege. Dem Täufling ein fröhliches Glückauf! Glückauf dem ganzen Tribschener Haus! Ihr ...
194. An Carl Fuchs Nizza, rue St. Francois de Paule ... ... Bentley bis Westphal als Geschichte eines Grundirrtums. Damals wehrte ich mich mit Händen und Füßen dagegen, daß z. B. ein deutscher Hexameter irgend etwas Verwandtes mit einem ...
201 Zukunft des Adels . – Die Gebärden der vornehmen Welt drücken ... ... er scheint nicht müde zu werden, wenn er stundenlang bei Hofe auf seinen Füßen steht, er richtet sein Haus nicht auf das Behagliche, sondern großräumig und würdevoll ...
3. Margarete Diese Jungfrau ist uns aus Goethes Faust bekannt geworden ... ... das habe ich ja auch nie verlangt. Meine Liebe legte sich dir demütig zu Füßen, mein Seufzer war ein Gebet, mein Kuß ein Opfer des Dankes, meine ...
Drittes Stück Schopenhauer als Erzieher 1 Jener Reisende, der viel Länder ... ... sind die Ärzte der modernen Menschheit, die selber so fest und gesund auf ihren Füßen stehen, daß sie einen andern noch halten und an der Hand führen könnten? ...
Viertes Stück Richard Wagner in Bayreuth 1 Damit ein Ereignis Größe ... ... erfunden oder erst geschaffen hätte: sie sind da und liegen eigentlich vor jedermanns Füßen: so wie immer das große Problem dem edlen Gesteine gleicht, über welches Tausende ...
1. Der Sumpf Wenn ein ungeheures Unglück über einen Menschen hereinbricht, ... ... Es gab von nun an kein Gesetz mehr, das die Urheber nicht selbst mit Füßen getreten hätten wie das über die Präsidentenwahl; keinen Tadel, den sie nicht lächelnd ...
Erster Vortrag (Gehalten am 16. Januar 1872) Meine verehrten Zuhörer, ... ... die dürftige Heide hin. Es war sehr still: durch die höheren Bäume zu unseren Füßen waren wir verhindert, nach dem Rhein zu in die Tiefe zu sehen. Um ...
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Im Jahre 1758 kämpft die Nonne Marguerite Delamarre in einem aufsehenerregenden Prozeß um die Aufhebung ihres Gelübdes. Diderot und sein Freund Friedrich Melchior Grimm sind von dem Vorgang fasziniert und fingieren einen Brief der vermeintlich geflohenen Nonne an ihren gemeinsamen Freund, den Marquis de Croismare, in dem sie ihn um Hilfe bittet. Aus dem makaberen Scherz entsteht 1760 Diderots Roman "La religieuse", den er zu Lebzeiten allerdings nicht veröffentlicht. Erst nach einer 1792 anonym erschienenen Übersetzung ins Deutsche erscheint 1796 der Text im französischen Original, zwölf Jahre nach Diderots Tod. Die zeitgenössische Rezeption war erwartungsgemäß turbulent. Noch in Meyers Konversations-Lexikon von 1906 wird der "Naturalismus" des Romans als "empörend" empfunden. Die Aufführung der weitgehend werkgetreuen Verfilmung von 1966 wurde zunächst verboten.
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