66 Als sie endlich an einem Vorfrühlingsabend in dem etwas kahlen, doch sehr ordentlich gehaltenen Zimmer der Alservorstadt, das er bewohnte, die Seine wurde, hatte sie weniger das Gefühl einer lang ersehnten Erfüllung als das Bewußtsein einer endlich eingelösten Verpflichtung; und es war das ...
Die 66. Histori sagt, wie Ulenspiegel einem Pfüffentreiger zu Lüneburgk ein groß Schalckheit thet. Zu Lünenburg wont ein Pfeiffentreier und der waz ein Lantfarer gewesen und was mit dem Lotterholtz umbgeloffen. Da saß er zu Bier, und Ulenspiegel kam in daz Gelach und het ...
Nr. 66. Drachenschwanz. Ein preußischer Soldat aus Wernigerode kam nach Flandern. Im Quartier wurde er gefragt, wo er her sei. Er sagte: ich bin am Blocksberge zu Hause. Da sagte Jemand: Nun, in Drübeck ist ein Pfeiler, daran steht mein ...
66. An Lyde 1779. Sieh mich an und lächle, Süße! Gieb mir deine Hand, und küsse Deinen Trauten! Rot und blaß Wallet zärtliches Verlangen Zitternd über meine Wangen, Und die Wimpern sind mir naß. Meine ...
66. An meinen Vater Von einem Reisenden. In wärmeren Gegenden näher der Sonne Am Ufer des vielentscheidenden Rheins, Umschwärmt von aller Thorheit und Wonne Leichterer Sitten, und feurigen Weins, Denk ich in die beschneiten Gefilde Ach! der Einfalt und ...
LXVI. Brief Rosenthal den 23ten Oktober. Theuerster Gatte! – Zwei Briefe erhielt ich gestern, und zwei heute. – Wie kömmt es, daß Du den Sonntag vorbeistreichen ließest, ohne an mich zu schreiben? – Jesus Maria! – dachte ich mir, was ist das ...
66. Theophania an Junia Marcella. Nicäa, im Jänner 303. Auch in den trübsten Stunden meines Lebens war es mein eifrigstes Bestreben, mein Herz mit den Fügungen der Vorsicht zufrieden zu sprechen, und mich ihnen unbedingt in Allem zu unterwerfen. So erhielt ich ...
[66.] Wer vß misßt hymel / erd / vnd mer Vnd dar jnn sůcht lust / freüd / vnd ler Der lůg / das er dem narren wer von erfarung aller land Ich halt den ouch nit ...
66. Die heilige Bilhilde Zu Hochheim am Main saß ein Geschlecht edler Franken, und noch gewahrte man in neuern Zeiten beim Ziehbrunnen allda Reste ihres Burgsitzes. Das war zu den Zeiten Chlodowigs, des Frankenkönigs. Dieses Geschlechtes einer hieß Iberich, dem ward ein Töchterlein geboren ...
66. Der Ausschluß Ausschließt ... sich selbst von Deutschland, wahrlich, zu loben Ist der Entschluß; er beweist, daß es sich redlich geprüft.
66. Der listige Soldat. Zwei Soldaten standen auf Wache vor Königs Schlosse und im Gespräche wünschte sich der Eine General zu sein, der Andere aber wünschte sich zu der Prinzessin. Das hörte der König am Fenster des Schlosses, ließ also am andern Tage die ...
LXVI. 1 Ein Psalmlied / vor zu singen. JAuchzet Gott alle Lande / 2 Lobsinget zu ehren seinem Namen / rhümet jn herrlich. 3 Sprecht zu Gott / wie wünderlich sind deine Werck? Es wird deinen Feinden ...
Psalm 66 1 Ein Psalmlied, vorzusingen. Jauchzet Gott, alle Lande! 2 Lobsinget zu Ehren seinem Namen; rühmet ihn herrlich! 3 Sprechet zu Gott: »Wie wunderbar sind deine Werke! es wird deinen Feinden ...
66. Häsichenbraut. Et was ene Frou mit ener Toachter in änen schöhnen Goarten mit Koal; dahin kam än Häsichen und froaß zo Wenterszit allen Koal. Da seit de Frou zur Toachter »gäh in den Goarten und jags Häsichen.« Seits Mäken zum Häsichen »schu! ...
66. Nachgesang für die Enkel 28. Dezember 1800. Der uns das Lied gesungen hat, Der war ein frommer Singer. Er ging der alten Meister Pfad, Ein unverdroßner Jünger: Stets eingedenk des späten Ruhms, Genannt zu ...
66. De richtige Grund Hett all sin'n Grund hir up de Welt, Du möst dor man nah fragen. Wer an en Pfiffkopp Fragen stellt, De ward ok nich bedragen; So'n Pfiffkopp weit för allens Rat, Hett ...
66. Des Nixes Beine Eine Wehmutter, bürtig von Eschätz, eine halbe Meile von Querfurt, erzählte, zu Mitternacht sei in Merseburg ein Weib vor ein Balbierhaus gekommen, der nahe am Wasser gewohnet, und habe dem Fenster hineingeschrien: die Wehemutter solle doch herausgehen, welches ...
LXVI. Wer ausmißt Himmel, Erd' und Meere Und darin sucht Lust, Freud' und Lehre, Der schau', daß er dem Narren wehre. Ein Narr mißt mit einem Zirkel die auf den Boden gezeichnete, im Weltmeer schwimmende Erdscheibe aus. Ein ...
LXVI. 1 SO spricht der HERR / Der Himel ist mein Stuel / vnd die Erde meine fusbanck / Was ists denn fur ein Haus / das jr mir bawen wollet? Oder welchs ist die Stet / da ich rugen sol? 2 ...
Jesaja 66 1 So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meine Fußbank; was ist's denn für ein Haus, daß ihr mir bauen wollt, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen soll? ...
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Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.
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