Die schwäbische Dichterschule »Wohin soll den Fuß ich lenken, ich, ein fremder Wandersmann, Daß ich eure Dichterschule, gute Schwaben, finden kann?« Fremder Wanderer! o gerne will ich solches sagen dir: Geh durch diese lichte Matten in das dunkle Waldrevier, ...
Die schwäbische Tafelrunde Altes Manuscript. 1500-1550. Neun Schwaben giengen über Land, Zu einer Dornenhecken, Alda der Jokel stille stand, Thät Abentheuer schmecken. Es schlief ein Haas ganz starr im Gras, Die Ohren thät er ...
Schwäbische Pfarrhäuser
Schwäbische Nachtigall Eine Amsel im Gebüsch, Und ein Liebchen roth und frisch, Und ein blauer Himmel d'rüber, Ist mir auf der Welt nichts lieber. Wunnigliche zarte Maid, In der holden Maienzeit, Küssen wollen wir und kosen ...
Die schwäbische Sündfluth 1
Schwäbische Kunde Als Kaiser Rotbart lobesam Zum heil'gen Land gezogen kam, Da mußt' er mit dem frommen Heer Durch ein Gebirge, wüst und leer. Daselbst erhub sich große Not, Viel Steine gab's und wenig Brot, ...
3. Vermischte schwäbische Sagen
867. Der schwäbische Herkules. ( Mittermaier's ) Sagenbuch 1850, S. 57. Im Dorfe Bächingen lebte im vorigen Jahrhundert ein überaus starker Mann. Vieles erzählt man sich beim Lampenscheine der winterlichen Spinnstube von seinen Thaten. Einmal war er in einem würtembergischen ...
Die schwäbische Bauernhochzeit. Ein Gemälde im Stile der niederländischen Schule. Vor der Kirche ist schon Groß und Klein versammelt, neugierige Leutchen (der Verfasser darunter), um den Brautzug, der so eben herauskommt, gemächlich anzusehen. Die Musikanten, zwei Fideln sammt Brummbaß, eröffnen ...
Schwäbische Magister in Rom 1. Kommt nur alle herbei! Es ziehn süddeutsche Magister Jetzt in Menge nach Rom, wie ins Collegium ein. Das ist ein Reisen, und das ist ein Kurs! Ein halb Dutzend nun hat sich Wochenlang von Bier und ...
64. Der schwäbische Diogenes. 1 Im edlen, schönen Schwabenland, Da gibt es Helden allerhand; Doch von den Abenteurern allen Will Einer uns zu meist gefallen: Der Röhrle. Er diente als gemeiner Mann Treu ...
65. Der schwäbische Sonn- und Mondfang. Vor langen, undenklichen Zeiten ist es in Schwabenland geschehen, daß die von Munderkingen die Sonne und den Mond haben fangen wollen. »Ihr wisset, Bürgermeister und Gerichtsmänner« – redete der Schultheiß die versammelten Väter an – »wie ...
Ein Polnische bruck / Ein Behmischer mönch /Ein Schwäbische Nonn / Ein Osterreichischer kriegsman / Welsche andacht / vnn der Teutschen fasten gelten ein bonen. Es ist ein böser vogel / der jm selbs in sein näst hofiert. Böse vögel singen böß gesang. Es ...
Hermann Kurz Der Sonnenwirt Eine Schwäbische Volksgeschichte
Wilhelm Waiblinger, der mit fünfundzwanzig Jahren dahingegangene, an der Pyramide des Cestius schlafende schwäbische Romantiker, ist ein Vergessener. Kaum erwähnen ihn die Literaturgeschichten, diese literarischen Friedhöfe, in denen so wenig Unterschied zwischen wirklich erstorbener und weiterlebender Dichtung gemacht zu werden pflegt. Was Waiblinger geschrieben, ist ...
I Von vieler Burgen Walle Des Bundes Fahnen wehn ... ... Verspricht noch Wehr und Trutz. G. Schwab Der Schwäbische Bund war mit Macht in Württemberg eingedrungen, von Tag zu Tag gewann er ...
Wasserscheide Obwohl ich mich bei meinen Eltern zu Hause fühlte und eine Schwärmerei hatte für schwäbische Landschaft, regte sich zuweilen ein Bangen, für das ich keine andere Deutung wußte als das Wort Heimweh. Ich sehnte mich nach den Spielplätzen meiner Magdeburger Zeit, nach engen ...
Einflußreiche neue Freunde Wieder kam der Fasching mit wilden Festen und Bällen. Da war der Schwäbische Ball, auf dem Kathi und wir Künstler alle in echten Trachten erschienen. Seele hatte von ihrem Mann noch wertvolle Kostüme für mich. Dann folgten der Russenball, der Presseball, ...
949. Trillpetritsch, Drallepatsch und Elbertrötsch Von selbigen drei schönen Namen, ... ... oben stehen, weiß man so eigentlich nicht, wer sie geführt hat; es sind schwäbische Scherznamen, denn in Schwaben gibt es viel Scherzlust und echte Gemütlichkeit, und mehr ...
610. Aussätzige Nachkommen. Schwäbische Alb. Bei Christi Kreuzigung lief ein Weib vorbei, die sagte: man soll Christus die Nägel stumpf schlagen; Alle, welche von ihr abstammen, sind aussätzig, sie selbst war aussätzig.
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Im Jahre 1758 kämpft die Nonne Marguerite Delamarre in einem aufsehenerregenden Prozeß um die Aufhebung ihres Gelübdes. Diderot und sein Freund Friedrich Melchior Grimm sind von dem Vorgang fasziniert und fingieren einen Brief der vermeintlich geflohenen Nonne an ihren gemeinsamen Freund, den Marquis de Croismare, in dem sie ihn um Hilfe bittet. Aus dem makaberen Scherz entsteht 1760 Diderots Roman "La religieuse", den er zu Lebzeiten allerdings nicht veröffentlicht. Erst nach einer 1792 anonym erschienenen Übersetzung ins Deutsche erscheint 1796 der Text im französischen Original, zwölf Jahre nach Diderots Tod. Die zeitgenössische Rezeption war erwartungsgemäß turbulent. Noch in Meyers Konversations-Lexikon von 1906 wird der "Naturalismus" des Romans als "empörend" empfunden. Die Aufführung der weitgehend werkgetreuen Verfilmung von 1966 wurde zunächst verboten.
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Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.
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