Das Pferd und der Esel Man muß einander helfen in der Welt; Denn, stirbt dein Nachbar, kann es leicht geschehen, Daß seine Last auf deinen Rücken fällt. Ein Esel mußte einst mit einem Pferde gehen, Das nichts als nur sein leichtes ...
... Die uns nicht anstehn, niemals zwingen; Denn einem Tölpel wird es nie gelingen, Als zierlicher Galan einherzuspringen. ... ... Mund, Und ich soll nur am Stock mich wetzen? Und was denn bringt ihn so in Gunst? Er gibt die Pfote – schöne ...
... fand und heimlich stahl. Da war denn nun mit einemmal Das Nest geleert. – O, ... ... mein Gold ist fort!« »Dein Gold? Wo war es denn?« – »Hier unter diesem Stein!« »Ja, sollte denn der Feind im Lande sein, ...
Der kleine Fisch und der Fischer Das Fischlein wächst von Mond ... ... Doch wenn man wartend es verschont, So scheint mir das durchaus verkehrt; Denn wird man's jemals wiederfangen? Ein Karpfen war ins Netz gegangen, ...
... , dreimal nein! Doch der Brahminen Volk behandelt Das Tier als Bruder; denn sie glauben fest, Daß unsre Seele, wenn sie ihren Herrn verläßt, ... ... rief der Gott darauf, »Noch mächtiger als ich Ist dieser Wolkenhauf, Denn er verdunkelt mich. Er sei von dir erkoren!« ...
... sie oft in Gunst, Der Fürst erfreut sich ihrer Kunst, Denn für die Schelme, Toren, Gecken Sind Narren wahre Vogelschrecken. ... ... nach, Zu finden, was der Narr versprach. Steht die Vernunft denn dafür gut, Was solch ein Narrenschädel tut? ...
Nänie Ihr schattichten Gebüsche Vernehmt mein Angstgeschrey! Auch ... ... Stimmt meinen Seufzern bey! Beweint in bittern Klagen Des Schicksals Tyranney: Denn, ach, kaum kann ichs sagen, Mein Baßglas ist entzwey.
Der Koch In eines Königs Küchenrathe War Veit bestallter Großvezier ... ... Bild im Staate; Doch gieng er in des Fürsten Gunst Ihm vor; denn in der seltnen Kunst, Die wälschen Hähne fett zu mästen, Glich ...
Der Fund An Lerse. Ein Enkel Theuts von modischem Gefühle, Ein Genius, mit Namen Legion, (Denn ihrer, Freund, sind nun in Deutschland viele) That einen Ritterzug nach Albion, Um, wie es Göthen einst gelungen, Die Muse ...
XXIII. Die Maus Eine philosophische Maus pries die gütige Natur, daß sie die Mäuse zu einem so vorzüglichen Gegenstande ihrer Erhaltung gemacht habe. Denn eine Hälfte von uns, sprach sie, erhielt von ihr Flügel, daß, wenn ...
Antikritik Ein Traum ist Gelons Theorie Der Staatskunst; sagt ihr, Menschen lassen Sich nicht in ihre Formen passen. Warum denn nicht? Er stümmelt sie.
Emil Emil, der seit geraumer Zeit, Den Klugen wohl ... ... nach dem Amte strebte, Ward einst von einem Freund gefragt: Warum er denn kein Amt noch hätte, Da doch die ganze Stadt so rühmlich von ...
Monime Durch schöner Glieder Reiz, durch Schönheit des Verstands Erwarb ... ... ihre Blicke, Mit Wollust sah er sie, beschämt wich er zurücke. Denn war Monime schön: so war ihr Herz zugleich An Unschuld, wie ihr ...
Elpin Ein Großer in Athen, der kein Verdienst besaß, ... ... doch den Ruhm zu haben, Als hätt' er wirklich große Gaben. Denn mancher, der, wenn ihn nicht die Geburt erhöht, Da stünde, wo ...
... Ziegen baten den Zeus, auch ihnen Hörner zu geben; denn Anfangs hatten die Ziegen keine Hörner. Überlegt ... ... Doch die Ziegen beharrten auf ihrer Bitte, und Zeus sprach: So habet denn Hörner! Und die Ziegen bekamen Hörner – und Bart! Denn Anfangs hatten die Ziegen auch keinen Bart. O wie schmerzte sie der ...
Der Derwisch Ein Derwisch fand in einem Wald Ein Kind ... ... er mit halberstarrter Zunge; Doch wohl dir, wohl dir, armes Kind! Denn deine Rabeneltern sind Vermuthlich Heiden. Welch Vergnügen Für mich, daß ich ...
Lisette Ein junges Weib, sie hieß Lisette; Dies Weibchen ... ... ihr Mann nicht von dem Bette, So gern er sie verlassen hätte; Denn laßt ein Weib schön wie Cytheren sein, Wenn sie die Blattern hat: ...
... Und doch nicht müßig bleiben wollte; Denn müßig gehn, wenn man's nicht recht versteht, Ist schwerer, ... ... man Vorteil hat. Es ist ganz hübsch um so ein Rad, Denn man erspart sich viele Schritte. Der Mann ist nicht so dumm, ...
Dorant Erschrocken kam Frontin zu seinem Freund Dorant. »Ach, liebster Freund, ist dir's denn nicht bekannt? Ich kann vor Zorn kein Glied mehr rühren! Bedenke die verfluchte List, Man strebt nach dem, was dir am liebsten ist: ...
Der Roßkäfer Von Helden, Schlachten, Abentheuern, Weißt du so viel uns vorzuleyern, Warst du denn immer vorne dran? So redete mit heisrem Blöcken Am Hof des Ritters Hadrian (Es war zur Zeit der armen Gecken) Der ...
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Der satirische Roman von Christoph Martin Wieland erscheint 1774 in Fortsetzung in der Zeitschrift »Der Teutsche Merkur«. Wielands Spott zielt auf die kleinbürgerliche Einfalt seiner Zeit. Den Text habe er in einer Stunde des Unmuts geschrieben »wie ich von meinem Mansardenfenster herab die ganze Welt voll Koth und Unrath erblickte und mich an ihr zu rächen entschloß.«
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