Der Fund An Lerse. Ein Enkel Theuts von modischem Gefühle, Ein Genius, mit Namen Legion, (Denn ihrer, Freund, sind nun in Deutschland viele) That einen Ritterzug nach Albion, Um, wie es Göthen einst gelungen, Die Muse Shakespeares auszuspähn Und des Kothurns Begeisterungen ...
... So gern er sie verlassen hätte; Denn laßt ein Weib schön wie Cytheren sein, Wenn sie die Blattern hat: so nimmt sie ... ... sie in die vollen Backen; Sie wehrt sich ganz bequem, bequem wie eine Braut, Und findet bald für gut, sich ...
Kotill Kotill, der, wie es vielen geht, Nicht ... ... nicht müßig bleiben wollte; Denn müßig gehn, wenn man's nicht recht versteht, Ist schwerer, ... ... Es ist ganz hübsch um so ein Rad, Denn man erspart sich viele Schritte. Der Mann ist nicht so ...
... – Bei Hofe? Was? bei Hofe gar? Wie kam er denn zu dieser Ehre? Ich wüßte nicht, was ein ... ... man doch itzt kaum in den Schulen liest. Was ist's denn nun mit zehn Racinen Und Molieren? Nichts ... ... genommen, Schlief einst bei Tag im Louvre ein. – Wie so? War er berauscht? Das ...
... »Mein schöner Herr, liegt Euch daran, So fett zu sein wie ich, nun, so verlaßt den Wald, In dem nur arme Schlucker ... ... »Nichts!« – »Wieso?« – »Ach, Kleinigkeiten!« – »Nun was denn?« – Drauf der Hund: »Das Halsband ...
... Recht des Stärkern ist am meisten wert. Hört, wie es diese Fabel lehrt. Ein Lämmchen löschte ... ... noch heute an der Mutter, Sire!« »So war's ein Bruder denn von dir.« »Ich habe keinen.« – »Nun, so war's aus deinem Bunde Ein andrer – wie ihr immer schimpflich von mir denkt, Ihr, eure Hirten, eure Hunde ...
... zu tun Und sich bei ihm in Gunst zu setzen. »Wie?« sprach er, »dieser kleine Hund Lebt mit dem Herrn im ... ... Mund, Und ich soll nur am Stock mich wetzen? Und was denn bringt ihn so in Gunst? Er gibt die Pfote ...
Demokritos und die Abderiten Wie hasse ich die Meinung des Gemeinen, Wie muß er mir doch klein ... ... Er kennt das Weltall, doch sich selber nicht. Wie mitteilsam ist er doch einst gewesen, Der jetzt nur mit sich selber ... ... hin, und das Geschick erkor Für die Begegnung den gerechten Augenblick. Denn Hippokrat traf ihn, von ...
... Diogenes ist grad so reich wie sie, Und jeder Geizhals lebt wie er so schlecht; ... ... aß und trank; Doch tat er dies nur wie im Traum, Denn sein Bewußtsein hatte keinen Raum Für etwas ... ... der Alte scharf, »Kommt denn das Gold so schnell, wie's geht? Ich rührte nie ...
... zerreißt mich fast!« »Was denn?« »Ich muß ein Ei gebären!« »Wie, ein Ei?« »Ja ... ... dumm.« Die junge Frau, der dieser Fall so neu Wie manches andre von den Ehedingen, Glaubt auch an diesen und verspricht ... ... Nacht Ein Ei zur Welt gebracht, Das ist so groß wie vier. Nur bitt ich Euch, ...
... mächtiger als ich Ist dieser Wolkenhauf, Denn er verdunkelt mich. Er sei von dir erkoren!« » ... ... Die Ratt, die Ratt erkoren! Das war ein Sprung, wie ihn die Liebe liebt. Beweise? Nun, ihr wißt, daß es ... ... – Sind alle gleicher Art; Verschiedenheit beruht In ihrer Konstitution allein: Wie diese handelt, das bestimmt, ...
... Weshalb kann man den Schlaf nicht käuflich haben, Wie man sich doch auch andre Gottesgaben, Zum Beispiel Speisen und Getränke, ... ... »Im Jahre?« fragt der Mann Und schaut so recht treuherzig drein; »Wie fängt man solche Rechnung an? Ich zähle nicht, wieviel ... ... mein Freund, so sag, Wieviel verdienst du denn am Tag?« »Bald mehr, bald weniger; das ...
... was geschehn: »Ich hatte wie spielend die Berge genommen, Die rings unser Reich umstehn, Und trottete wie eine junge Ratte dahin. Da sah ... ... es ist mit uns Mäusen verwandt, Denn Ohren hat es ganz ähnlich wie wir. Ich wollte es grüßen, ...
... Dem Schwammbeladenen gefiel das sehr; Und wie ein jedes Schaf das gleiche tut, Was ihm ein ... ... Ladung schwoll und schwoll, Und ruderte der Esel auch wie toll, Er kam nur immer tiefer in die Klemme. Der ... ... Tod – Doch irgendeiner kam und half ihm aus der Not. Wie meine Fabel euch erkennen läßt, ...
... Scherz zu fragen an: »Was wollt ihr denn für eines?« »Je nun, spricht Matz, ein wacker feines. ... ... es, Matz?« – »lch dachte; Wenn du's nicht weißt; wie soll ich's wissen?« » So werdet ihr den ... ... sein, Wir kauften eins das lebt? – Denn sieh, Ist's ihm nicht recht, so ...
... küsset Den schwarzen Saum an seinem Kleid. Wie, sprach der alte Sohn der Sünde: Erschrickst du nicht vor dem, ... ... Durch sie gewahr, daß du mir nahe bist.« – Wer bist du denn, du Mensch von Erde, Der Freund mich nennt? – ... ... Auf seinen Seitel drückt. Sein Angesicht Wirft Strahlen wie das Sonnenlicht. Theanors Geist hängt an der großen ...
... es euch behagt.« Sie essen, schlafen dann, Die Mutter wie die Kleinen. Der neue Tag bricht an, Von all den Freunden ... ... man keinen. Die Lerche fliegt, um sich nach Futter umzusehen, Und wie gewöhnlich kommt der Mann. Er spricht: »Das Korn hier sollte ...
Gretchen Wie, liebes Mädchen, so allein Versenkt in ... ... schön war Leonhard, Ein Fürst von Wuchs und Gange, Stark wie ein Baum, und dennoch zart, Und weiß und roth von ... ... Ihm jeden Sonntag weinen; Denn todt ist er. Ach wehe mir! Wann wird uns Gott ...
... Ich sah das Muster aller Ehen, Still, wie die stillste Sommernacht. O! daß sie ... ... Und der Gemahl kein Heiliger; Es hatte jedes seine Mängel. Denn niemand ist von allen leer. Doch sollte mich ein Spötter fragen, Wie diese Wunder möglich sind? Der lasse sich zur Antwort sagen: ...
... den Zeus, auch ihnen Hörner zu geben; denn Anfangs hatten die Ziegen keine Hörner. Überlegt es ... ... auf ihrer Bitte, und Zeus sprach: So habet denn Hörner! Und die Ziegen bekamen Hörner – und Bart! Denn Anfangs hatten die Ziegen auch keinen Bart. O wie schmerzte sie der häßliche Bart! Weit mehr, als sie die stolzen Hörner ...
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1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.
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