... Iris mit der bunten Schärpe brüstet, So ist's gescheiter, Den Mantel mitzunehmen als daheim zu lassen. »Unsichre Monde«, ... ... »Für jeden Fall geschützt hält sich der gute Mann,« So sprach der Wind, »er ahnt nicht, wie ich blasen kann. Kein ... ... ! Der Mann gab acht und ließ Den Wind sich nicht im Mantel fangen. Das schützte ...
... Der Esel macht sich drauf ans Grasen Und freut sich, daß er's günstig traf: Rings grünt ein schmackhaft frischer Rasen. Zwar fehlt die ... ... erwacht, Der gibt dir dann, was dir gehört.« Kaum ist's gesagt, stürzt aus dem Wald Ein Wolf, den auch ...
... sein Begehren, So übt er wohl noch beßre Streiche. Ich glaub's – und wäre ich nur dreister, So widerspräche ich dem Meister ... ... euch gern und oft Verführen von so ungewissen Dingen. Gar leicht ist's, euch in gleiche Not zu bringen, Da jeder glaubt ...
... Mein nächstes Mahl. Doch so muß ich mich plagen, Ob mir's durch List und Hinterlist gelingt, Dem großen Tier die Zähne ins Genick ... ... »Einen Abszeß am Fuß. Kannst du mich heilen, nun, so tu's.« »Es gibt kaum einen Teil, der so empfindlich ...
Der Wolf und der Storch Es schlingt der Wolf mit Gier. Als einst ein solches Tier Gelage hielt, geschah's zu seinem Todesschrecken, Daß ihm ein Knochen blieb in seiner Kehle stecken. ...
... Untergang verfallen! So schreien Jäger, Bauer, Hund vereint. Jupiter schwindelt's droben vom Geschrei. Bereits ist England ganz von Wölfen frei, Man ... ... ungebraten, auch die Mutter, die es säugt, Sowie der Vater, der's gezeugt!« Der Wolf sprach recht. Begehn wir je ...
Die Wölfe und die Schafe Nachdem die Wölfe tausend Jahr in ... ... gelegen Mit Schaf und Hirt, hat Frieden man geschlossen. Für beide Teile war's ein wahrer Segen, Den sie fortan in stillem Glück genossen; Denn wenn ...
... Das nicht das kleinste mir zuleid getan; Und hie und da geschah's, Daß ich sogar den Hirten aß. Ich will mich opfern, wenn es nötig ist. Doch scheint mir’s richtig, daß erst jedermann ermißt, Ob nicht noch schwerer wiegt sein ...
Die Sonne und die Frösche Als ein Tyrann einst Hochzeit hielt ... ... Pracht, Ertränkte froh das Volk sein Leid im Wein. Äsop nur hielt's für dumm und unbedacht, Bei solchem Feste so voll Lust zu sein. ...
... , Ach denkt nur, was geschehen! Doch redet's nicht herum, sonst tät's mir schlecht ergehen. Mein Mann hat heute Nacht Ein Ei ... ... Die andre klatscht natürlich gleich herum Und trägt's nach zehn verschiednen Seiten aus. Anstatt von einem ...
... die Feste; Und ließ er sich's auch viele Gänge kosten, Fand er doch wachsam stets das Federvolk auf ... ... ? Ich sage: nein! Bei allen Göttern, nein!« Und wie er's schwur, so ist's geschehen. Wenngleich das helle Mondenlicht Auch günstig ...
Der Bär und die zwei Gesellen Zwei Freunde, die in Geldverlegenheit ... ... Zwar hatten sie den Bären nur geschaut, Doch meinten sie, vom Fang sei's nicht mehr weit. Auch hatten sie dem Kürschner anvertraut, Daß solch ein ...
Der Esel, der Reliquien trägt Ein Esel, der Reliquien trug ... ... ihn verehre; Weihrauch und Lobgesänge nahm Er hin, als ob man's ihm beschere. Sprach einer, der dahinterkam: »Herr Langohr, laßt ...
Der Knabe und der Schulmeister Wie sinnlos Narren oftmals schwatzen, statt zu handeln, Das zeigt uns diese Fabel gut. Ein Junge, dem's gefiel, am Uferrand zu wandeln, Glitt in des Stromes tiefe Flut. ...
... wie ein Histörchen uns berichtet (Und ist's nicht wahr, so ist's doch gut erdichtet), Des Sultans Abgesandter ... ... kam es angeschnaubt – Unmöglich, daß ich's Euch beschreibe. Der Kopf schlüpft mühlos durch ... ... hinterher die Schwänze alle auch; Nichts hindert sie, leicht ist's vollbracht, Da eins dem andern Platz gemacht. ...
... ein Zu einem Braten, den sie hatte. Fettammern waren's, zart und fein. Auf einem Perserteppich prangte Die Tafel, überreich gedeckt. Was ihren Appetit anlangte – Gewiß hat's beiden wohlgeschmeckt. Ein Festmahl war es, ohne Frage, Nichts ...
Der kleine Fisch und der Fischer Das Fischlein wächst von Mond ... ... man wartend es verschont, So scheint mir das durchaus verkehrt; Denn wird man's jemals wiederfangen? Ein Karpfen war ins Netz gegangen, Noch klein und ...
... Kater Eine Taube trug der Iltis Ueber's Dach. Der Kater schreit: »Ei! ... ... Unschuldsmörder! Unerhörte Grausamkeit!« – »Schimpf nur, Heuchler!« gab's ihm jener Wieder, »wahrlich! 's steht dir gut. Klebt doch frisch an deiner Schnauze Erst ...
... besaß im Leben. Der Zaubrer tat's. Was kam heraus? Ein Mädchen, fünfzehn Jahre eben, ... ... Von droben tönt es nieder: »Nein, stärker ist der Wind, Er jagt mich nach Gefallen; Dem Boreas vor allen Gehört ... ... : »Auf, kommen wir zum Schluß, Und da es dich, o Wind, Doch einmal geben muß, ...
Der Büffel und der Auerochs Zum Auer sprach der Büffel: »Sag'! Ist nicht Bruder Mastochs, Für den der Bauer täglich ... ... , Als glücklich zu beneiden?« – »O ja! so lang ihm 's Messer Nicht in der Kehle sitzet!«
Buchempfehlung
Die beiden Schwestern Julchen und Lottchen werden umworben, die eine von dem reichen Damis, die andere liebt den armen Siegmund. Eine vorgetäuschte Erbschaft stellt die Beziehungen auf die Probe und zeigt, dass Edelmut und Wahrheit nicht mit Adel und Religion zu tun haben.
68 Seiten, 4.80 Euro
Buchempfehlung
Zwischen 1765 und 1785 geht ein Ruck durch die deutsche Literatur. Sehr junge Autoren lehnen sich auf gegen den belehrenden Charakter der - die damalige Geisteskultur beherrschenden - Aufklärung. Mit Fantasie und Gemütskraft stürmen und drängen sie gegen die Moralvorstellungen des Feudalsystems, setzen Gefühl vor Verstand und fordern die Selbstständigkeit des Originalgenies. Michael Holzinger hat sechs eindrucksvolle Erzählungen von wütenden, jungen Männern des 18. Jahrhunderts ausgewählt.
468 Seiten, 19.80 Euro