[Abschied/ ach du herbes Wort] A-bschied/ ach du herbes Wort/ Welches meinen Sinn bestreitet/ Und an einen fremden Ort Von Lisillens Schos mich leitet/ Wie verhaßt ist mir die Zung/ Auff der du geworden jung. B ...
255. Hüte dich, daß nicht die Zecher dich der Nüchternheit ... ... – das mögst du wissen – nimmer, magst du trinken oder nicht, Wenn vorherbestimmt zur Hölle, gehst du in den Himmel ein!
233. Bevor dereinst aus dem Paradiesesfluß Den Becher mir füllen wird der himmlische Schenke, Wollt ihr, daß ich an Weinentsagung denke? Das wäre wider Gottes Vorherbeschluß.
285. Umschlinge, jedes Erdengrams vergessen, Ein schönes Weib, schlank wie Zypressen, Eh wieder dich, wie dir vorherbestimmt, In ihren Arm die Erde nimmt.
Verzeiht Hab' ich Euch gekränkt, beleidigt, Zugefügt Euch herbes Leid, O verzeiht! Ach die namenlosen Schmerzen, Die da fressen tief im Herzen, Machen böse oft mein Wort; Bitter fliegt's und höhnend fort, Trifft ...
XXI So ist das meine nicht wie jenes Lied Das angemalte schönheit treibt zum klang · Das gar zur zier den himmel herbeschied Und jedes Schön als eignes Schön besang. Mit stolzem gleichnis macht ...
Das Verbrennen alter Zeit Wenn der Mensch, ein faulend Aas, ... ... : Der müde Schläfer Ruht nun süß im Erdenschoß! Ich doch sage: herbes Los! Und die Leiche, die ins Meer Man gesenket, treibt ...
Das Wiedersehen Du heimatliches Tal, Mir wird so wohl und ... ... mir gegrüßt! Noch grünen deine Reben, Womit du oft versüßt Ein herbes Menschenleben; Viel Herbste schwanden dir, Die deine Trauben reiften, ...
An die Alpen Alpen! Alpen! unvergeßlich seid Meinem Herzen ihr in allen Tagen; Bergend vor der Welt ein herbes Leid, Hab ich es zu euch hinaufgetragen. Für das Unglück ...
Liebe ohne Heimat Sonnett Meine Liebe, lange wie die ... ... In den Zweigen einer Götterlaube. Armes Täubchen! Hart getäuschter Glaube! Herbes Schicksal, dem kein andres gleicht! Ihre Heimat, kaum dem Blick gezeigt, ...
Der Rabe Einst in dunkler Mittnachtstunde, als ich in entschwundner Kunde ... ... und geschoren, sprich, was hast du hier verloren? Niemand hat dich herbeschworen aus dem Land der Nacht hervor. Tu mir kund, wie heißt ...
Kantate, aufgegeben von Herrn Ewald zu Offenbach über den Spruch: »Wer ... ... Süsse Thränen thauen nieder, Aufgeregt vom Geist der Lieder, Und des Lebens herbes Bild entflieht! Erste Stimme. Malend das Heilige, malend das ...
XXIX. Aspasia. (1836.) Zuweilen kehrt vor meinen Geist ... ... Nacht in Wintersmitte: Doch gnügt es mir als Trost und Rache für Mein herbes Menschenloos, daß hier im Grase Ich müßig, unbeweglich hingestreckt, Luft, Erd ...
Sechstes Buch O sonderbares Loos des Bürgers dieser Welt! Bald wildem Grame ... ... , Und flüstert, flehnden Blicks, mit sanftgedämpftem Ton: Persephone, vom Schicksal herbeschieden, Erschein' ich scheu vor dir mit demuthsvollem Blick. In deiner ...
I. An Italien. (1818. 1 ) ... ... Euch junge Seelen fort in die Gefahr, O welche Lieb' in euer herbes Loos! Und wo, ihr Söhne, blieb Das Todesgrauen, daß ihr ...
XXXIV. Der Ginster oder Die Blume der Wüste. (Gedichtet 1834 ... ... . Ob deines kindischen Lallens schmeicheln dir Die Geister, denen dich ihr herbes Schicksal Zum Vater gab, obwohl sie Auch manchmal hinterm Rücken Dein spotten ...
XXII. Erinnerungen. (1831.) Ihr schönen Siebensterne, nimmer glaubt' ich, Daß ich euch wieder so begrüßen würde, Hoch über meines Vaters Garten funkelnd, ... ... allen lieblichen Gefühlen, allem Süßen, Trüben, Theuren, Was mich bewegt, ein herbes Angedenken!
Selbstqual O zwingt mich nicht, mit herbem Wort, Mit ... ... Als einst ein böser Menschenmund Es zürnend ausgesprochen. Wenn ich ein herbes Wort euch sag' In ungezähmtem Grimme, Trifft wie ein blut'ger ...
Venus Izt liebt die gantze welt! des Titans glut wird mächtig ... ... hyacinth/ Wo die crystallen-bach aus hellen klippen rinnt/ Voll lust sein herbes leid darinnen zu bespiegeln. Indessen feuchtet dort mit den bethauten flügeln Der ...
... Himmel unsre Trübsal, All unser Herzeleid und herbes Müh'n Zu seiner Muße Kurzweil auserkoren? Kein Dasein voller Plagen, ... ... Den Spruch der Nachwelt. Feiger Pöbel kann Mit Klag' und Weihgeschenk mein herbes Grab Nicht sänft'gen. Unaufhaltsam Verschlimmert sich die Zeit. Bei trägen ...
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