Abendempfindung Wie die Tage nehmen ab! Dunkel wird's hier wie ein Grab, Abend glänzt, die Bäum am Fenster Funkeln, rauschen hin und her, Und die Schwalben, wie Gespenster Schiessen pfeilschnell kreutz und quer. In den Büchern ...
Abendlandschaft Goldner Schein Deckt den Hain, Mild beleuchtet Zauberschimmer Der umbüschten Waldburg Trümmer. Still und hehr Stralt das Meer; Heimwärts gleiten, sanft wie Schwäne, Fern am Eiland Fischerkähne. Silbersand Blinkt am Strand; ...
Abendschiffahrt Wenn von heiliger Kapelle Abendglocke fromm erschallet, Stiller dann das Schiff auch wallet Durch die himmelblaue Welle; Dann sinkt Schiffer betend nieder, Und wie von dem Himmel helle Blicken aus den Wogen wieder Mond und Sterne. ...
Der Abschiedsstrauß Roter Klee, weißer Klee, Mir tut das Herz vor ... ... Mägdelein, Fein's Liebchen mein, Dieweil ich von dir geh'. Vergißmeinnicht, du edle Zier, Ich reise fort und du bleibst hier; ...
Afrikareisender »... Meine Herren, was soll dieser ganze Zwist, Ob der Kongo gesund oder ungesund ist? Ich habe drei Jahre, von Krankheit verschont, Am grünen und schwarzen Graben gewohnt, Ich habe das Prachtstück unsrer Gossen, Die Panke, ...
Abendländisches Lied O der Seele nächtlicher Flügelschlag: Hirten gingen wir einst an dämmernden Wäldern hin Und es folgte das rote Wild, die grüne Blume und der lallende Quell Demutsvoll. O, der uralte Ton des Heimchens, Blut blühend am Opferstein Und der Schrei ...
Abendempfindung Wie süß im dämmerhellen Walde, Wenn Harzduft von den Bäumen trieft, Zu ruhen an der Bergeshalde, In alter Sänger Lied vertieft! Rings Stille, daß vom Lärm der Erde Kaum einen Ton dein Ohr vernimmt, Als das ...
Ueber das Evangelium am ersten Adventssonntage Matth. 21, 1. Auf, auf, ihr ... ... gibst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach; Du liebest unvergleichlich, Du jagst den Sündern nach; Drum wollen wir allein ...
Abschiedsmorgen Die ganze Nacht über Südweststurm, der alle Wellen auf die hohe ... ... der Gepäckwagen durch die Dünen ... und mit schweren Wasserstiefeln kommen die Fischer den Bretterweg herabgeklappert. Koffer, Kisten, Körbe werden über den Steg geschleift und in die ...
Abendlandschaft Der Hirt blast seine Weise, Von fern ein Schuß noch fällt, Die Wälder rauschen leise Und Ströme tief im Feld. Nur hinter jenem Hügel Noch spielt der Abendschein – O hätt ich, hätt ich Flügel, Zu ...
Neueste Schicksale eines abenteuerlichen Mannes Vorwort Nicht gar zu lange ist es ... ... aber in dem mit einer turbanähnlichen Krone bedeckten Wappenschilde ein kleiner, niedlicher geflügelter Esel. – Der Wirt des ... ... zur kürzlichen Nachricht. A. Tonelli, von armen Schneidereltern geboren, selbst zu dieser Profession erzogen aber Hohes im ...
Die Lerche 1811. Als man das achte Jahr zu Achtzehnhundert nach Christi Unsers Herrn Geburt zählte, zur Zeit, wo der Klang Geht der Sicheln ins Feld, da lag ich einsamen Schlummers Fern in dem Lande, wo Jo klinget zugleich mit dem ...
... Leben heiter glänzte. Gleichgiltig bald, bald heuchelnd spricht Ihr achselzuckendes Bedauern: Wie Schade, daß dieß Angesicht »So früh versehrt ... ... in deiner Näh' Ein schmerz- und freudenvolles Ahnen, Und dieß geheimnißreiche Weh, Wie Heimweh will es mich gemahnen.
... Die voll Hoffnung zuerst erwacht Achtzehnhundert vierzig und acht? Achtzehnhundert vierzig und acht, ... ... sich ans Werk der Befreiung gemacht Achtzehnhundert vierzig und acht? Achtzehnhundert vierzig und acht, Als ... ... Barhaupt grüßenden Cäsar gebracht Achtzehnhundert vierzig und acht? Achtzehnhundert siebzig und drei, ...
[Auf einen Becher] als Geschenk an einen Afrikareisenden Gott gab den Quell, Die Dankbarkeit den Becher.
... schon, Die goldne Heerde merkt' die Abschiedsstunde Und kehret heim vom dunkeln Thalesgrunde; Die Schatten zittern, die mein ... ... und Ströme schlägt, Die Harf' im dunkeln Heiligthum erklingen? Aus Wollustdämmrung will ein Bild sich ringen, Das in der tiefsten Brust mein Geist ...
Abschied Und als ich fortgezogen, Hab' ich in der letzten Nacht Der Straße, wo er wohnte, Eine Abschiedsvisite gemacht. Hab' angesehen die Steine, Die oft sein Fuß betritt ...
Wendekreislauf Nach einer Abschiedsvisite beim alten Herrn Geheimrath. Nehmen wir Geschehn für Leben, haben wir's nicht recht verstanden; Menschenleben ist das Leben so nur, wie wir es empfanden – ja, so schwärmt'ich seelentrunken. ...
Bundeslied vor der Schlacht Am Morgen des Gefechts bei Danneberg. Am 12. Mai 1813. Ahndungsgrauend, todesmutig Bricht der große Morgen an, Und die Sonne, kalt und blutig, Leuchtet unsrer blut'gen Bahn. In der nächsten Stunden Schoße ...
Ein fünfzehnter Oktober Vier Abendstimmungen am (53.) Geburtstag Friedrich Nietzsches
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