29. Büssen Auff finstres folget Licht; auff Nächte folgen Tage; Wie kummts, daß nimmer Ruh sich finden wil auff Plage? Wie kummts, daß nimmer Reu sich finden wil auff Sünden? So würde sich das Heil auff Straffe leichtlich finden.
[Du fastest/ grosser Gott/ den Apffel-Biß zu büssen] Du fastest/ grosser Gott/ den Apffel-Biß zu büssen/ Laß mich den Trost darvon versucht zur Frucht genüssen.
[Ulysses kan er nur sein Ithaca begrüssen] Ulysses kan er nur sein Ithaca begrüssen/ Will willig diese Lust mit eignem Tode büssen.
33. Soldaten Brot und Wasser gibt man Sündern, die am Galgen sollen büssen; Waren Krieger dann noch ärger, die es offte musten missen?
55. Judas-Kuß Wer mich grüst mit Judas-Küssen, Mag nach seinem Willen grüssen, Wird wie Judas ehstes büssen.
57. Gewissen Wo du Lust zur Wollust hast, kanstu sie nicht besser büssen, Als wann du dir legest zu ein schön Mägdchen, das Gewissen.
100. Von einer Fürstin Alles, was heilsam, was löblich ... ... Was sich selbst herrlich und witzig bekennet, Kumme mit Eile, den Fehler zu büssen, Lege der Fürstin sich nieder zun Füssen. Alles, was gläntzet, ...
[Ich lege dir mein Haubt zu deinen Füssen] Ich lege dir mein Haubt zu deinen Füssen: Bestraffe mich/ ich will gedultig büssen/ Wofern dein Recht für schuldig kan erkennen Den/ der da liebt/ ...
136. Pater-Noster-Körner Wann man Pater-noster hätte von den zarten Jungfer-Küssen, Wär viel beten keine Straffe; ieder würde wollen büssen.
45. Poeterey Wer durch tichten Ruhm wil haben, kan ihn nissen; Wer durch tichten Lust wil haben, kan sie büssen; Wer da dencket reich zu werden durch das tichten, Tichtet ihme, ...
43. Wissenschafft auß Bernhardo Theils sucht man Wissenschaft nur bloß zu schlechtem wissen, Und dieses dient dahin den Fürwitz nur zu büssen; Theils sucht man Wisssenschafft, damit man sey geehrt, Und dieses thun ...
32. Am Sontage Quasi modo geniti Wer seiner Sünden Schuld durch eignes Werck kan büssen, Darff von Vergebung nichts in Christus Namen wissen. Ein solcher bringt es weit; er muß in Himmel ein, Dieweil er ihm kan selbst sein eigner Christus seyn. ...
93. Der Hencker und das Gewissen Den Hencker scheut fast iederman, fast niemand sein Gewissen, Da jener doch nur Augenschuld, diß Hertzensschuld macht büssen.
Hulda Romanze So sanft, wie das Veilchen dem ... ... Band, Die treuste der Frauen zu kränken mit Schmach: Hier sollt ihr es büssen im öden Gemach; Nur wenn ihr gehorsam und fleissig bemüht, Die ...
De Floth De Ostsee is je'n Pohl: Awer ... ... de Stęweln schœlen. Wi lepen langs den natten Sand In Drav, de Büssen inne Hand, Man jümmer langs de flacksten Stellen! Man jümmer vœrwärts ...
Peter Kunrad De Summerabend lockt Herr Paster rut. He stoppt ... ... ' em vuller Thran. Dat ganze Dörp weer vull Gottlof un Freid. De Büssen knappen, Abends gev dat Danz, Un Allens hœg sik an de smucke ...
Melpomene oder Trauer- vnd Klaggedichte/Vber das vnschuldigste vnd bitterste Leiden vnd Sterben ... ... sonsten Schlangenlist das kluge Weib verhetzt: Da muß der rechte Baum des Lebens Christus büssen/ Und uns den sauren Biß auch wiederumb versüssen: Fahr fort Melpomene/ ...
An Charatinen B.N. Wie irret doch das rad der ... ... himmel ihm in höllen hat verkehrt/ Muß auch mit etwas mehr als schlechtem wasser büssen. Hier riß die traurigkeit aus den gesetzten dämmen/ Ich stieß mit ...
Fastenlied Linz im März 1787. Dorinde, sieh, ... ... empor. Gern wollt' ich mich, hätt' ich nur was zu büssen, Mit dir kasteyn: Doch, züchtige Vestalinn! mein Gewissen Ist ...
Venus Izt liebt die gantze welt! des Titans glut wird mächtig ... ... dir/ o königin! nicht wäre vorbewust/ Sie könten ärger nicht den stolzen frevel büssen/ Als daß sie deine gunst dein zucker müsten missen/ Wenn sie ...
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Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.
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