Meine Zunge wird heiß und beredt für dich Warm von der Sonne geründet ist dein Leib ... ... für dich und machen anderen Platz, die dich sehen wollen. Meine Zunge wird heiß und beredt für dich wie der eiserne Hammer der Glocke.
Wenn die Wolken sich heiß den Liebeshof machen Ein lechzend Gewitter durch den Nachmittag strich Und ... ... im Liebeskampf, Umbrüllten sich Wolken mit dumpfem Gestampf. Wenn die Wolken sich heiß den Liebeshof machen, Sitzt grell der Tod in ihrem Lachen. Jetzt atmet ...
9. Clorinda fühlet allgemach/ wie lieblich der Herr/dahero sie lieber sterben/ ... ... Angst/ Hunger/ oder Blösse/ oder Gefahr. 1. So bald der heiß-hungrige Bär/ Den lieblichen Honig vernimmt/ Umb selben (wie tölpisch ...
Mein Gemüt brennt heiß wie Kohle Mein Gemüt brennt heiß wie Kohle. Könnt ich's doch durch Verse kühlen! Ach, ich berst fast von Gefühlen, doch mir fehlen die Symbole. Weltschmerz, banne meine Nöte! Weltschmerz, den ...
72. Was er weiß, macht ihn heiß Viele lange Jahr' es währt, Daß ein Tag den andern lehrt. Wird der jüngste Tag zu heiß, Ist's von Allem, was er weiß.
... Unter dem siebenfeurigen Bogen. Ihm fiel die Sternschnuppe heiß in die Stirn, Ein Feuer kränzt ihn, von Sternen gefallen. ... ... Wachtel, Die Nachtigall weinte am dritten mit ihm. Ihm fiel eine Sternschnuppe heiß in die Stirn, Ein Feuer kränzt ihn, von Sternen ... ... die Brüder nur sieben. Die Sternschnuppe fiel ihm heiß in die Stirn, Nun spricht er Feuer, von ...
Erkenntniß Daß ich dich liebe tief und heiß, Das hab' ich oft empfunden, Wenn deiner Nähe Zauberkreis Glückathmend mich umwunden; Wenn mich dein Arm so fest umschlang, Dein Wort in seiner Süße Zu meinem tiefsten Herzen drang ...
... schauen, Den ich so tief, so heiß geliebt! Es ist nicht Schmerz, daß nun zerrissen Das ... ... erfuhr! Ich fühl' es: zwischen mich und Jeden, Den heiß die Sehnsucht zu mir reißt, Drängt sich mit höhnisch bittern Reden ...
Saint Privat Heiß war der Augusttag: heißer doch Entbrannte das Ringen der Mordschlacht noch, Der grimmigen Schlacht, die dort geschah Auf den kahlen Hügeln von Saint Privat Und den Steilweg hinan von Sainte Marie. Untreffbar, unsichtbar liegen sie, Die Franzosen, ...
Lebensfahrt Der Nordwind streichelt die Wellen, Die Grünwasser sinken und schwellen, Die Sonne prallt goldig und heiß Auf unsern lautjubelnden Kreis. Mit Mädchen, vollblütig wie Rosen, Starkarmige Frohburschen kosen, Wein, Lachen und lauter Gesang ...
Eulenspiegel Wenn wir uns auf der Straße sehen, Reißt's ... ... seh' im Brande deiner Wangen, In deiner Augen Demutsglut Bejahung auf mein heiß Verlangen, Und doch fehlt mir der Werbemut. Vom Baume der ...
Dem Verlornen Wie heiß auch oft mit Sehnsuchtswehen Dein Bild die Seele mir durchzieht; Ich hab dich nimmermehr gesehen Seit jenem Tage, der uns schied. Noch lebt er fort in meinem Herzen Der finstre, sonnenlose Tag, Wo ...
Triebkrieg Augen blitzen Dein Blick knallt auf Heiß Läuft das Bluten über mich Und Tränket Rinnen See. Du blitzst und blitzest. Lebenskräfte Lodern Moder wahnet um Und Stickt Und Stickt. ...
An M. Der du meine Wege mit mir gehst, ... ... spürst, Meine Schlechtigkeiten duldest und verstehst – –. Weißt du wohl, wie heiß du oft mich rührst? Wenn ich tot bin, darfst du gar ...
In der Schonung Rings ist es kahl und leer geworden, ... ... gespenstisch da, Die Krähe krächzt zu den Akkorden Des nassen Winds ihr heis'res Krah. Ich schick das Auge auf die Suche: An ...
Das Blut Wie ein Kranker, den das Fieber Heiß gemacht und aufgeregt, Sich herüber und hinüber Auf die andre Seite legt – So die Welt. Vor Haß und Hader Hat sie niemals noch geruht. Immerfort durch jede ...
Wanderlied Wie weit der Weg! Im tiefen Tale glänzt ... ... weit der Weg! Im hohen Weltall glüht Der großen Sonnen Glück so heiß. Wie weit der Weg! In tollen Köpfen kreist Die Schöpferkraft ...
Amaryllis Das Atelier ist heiß. Draußen, drunten die andere Welt Klopft ihre Teppiche, schreit und bellt. Der Maler, der das wußte, er weiß Es jetzt nicht mehr. Die Zeit steht still. Der Pinsel zecht, läuft, zecht, ...
Maiensegen Die Maiennacht ist hell und heiß, In Flammen steht der heilige Kreis, Ein Dreieck hin, ein Dreieck her, Die liegen über Kreuz und Quer. Es bebt das Laub am Lindenbaum, Es träumt der Väter hohen Traum; Das ...
Jagd im Winter Der Himmel grau, die Erde weiß, ... ... Ihr Lächeln den Fluren genommen. Mag zagen, wer will, mir wallet es heiß, Ich nenne willkommen dich, blinkendes Eis, Dich, starrender Winter, ...
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1889 erscheint unter dem Pseudonym Bjarne F. Holmsen diese erste gemeinsame Arbeit der beiden Freunde Arno Holz und Johannes Schlaf, die 1888 gemeinsame Wohnung bezogen hatten. Der Titelerzählung sind die kürzeren Texte »Der erste Schultag«, der den Schrecken eines Schulanfängers vor seinem gewalttätigen Lehrer beschreibt, und »Ein Tod«, der die letze Nacht eines Duellanten schildert, vorangestellt. »Papa Hamlet«, die mit Abstand wirkungsmächtigste Erzählung, beschreibt das Schiksal eines tobsüchtigen Schmierenschauspielers, der sein Kind tötet während er volltrunken in Hamletzitaten seine Jämmerlichkeit beklagt. Die Erzählung gilt als bahnbrechendes Paradebeispiel naturalistischer Dichtung.
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Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Michael Holzinger hat für den zweiten Band sieben weitere Meistererzählungen ausgewählt.
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