Die Waage »Du zählst die Stimmen: wäge sie, willst du nicht Des Ruhms ... ... Zähle zugleich denn die Widerhalle.« Der Blick ermüdet, der auf die Waage schaut. Wie säumts! wie viel der lastenden Zeit entschleicht, Bevor im ...
Zeichen der Waage Jetzo wäre der Ort, daß ihr die Waage beträtet, Aber dies Zeichen ward längst schon am Himmel vermißt.
Wir und Ihr, oder die Waage der Gerechtigkeit Ihr stammt von Mannus und von Teut; Von Teut und Mannus stammen wir; Ein Eichwald zog uns groß. Ihr überstürmtet Ost und West; Wir blieben heim im Vaterhaus, ...
Um Mitternacht Gelassen stieg die Nacht ans Land, Lehnt träumend an der Berge Wand, Ihr Auge sieht die goldne Waage nun Der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn; Und kecker rauschen ...
Die große Welt Die Waage gleicht der großen Welt Das Leichte steigt, das Schwere fällt.
An Denselben Ehmals wog in der Waage die Jamben ein komischer Dichter; Aber die deinigen sein unter die Kelter gelegt: Pressest du aus der gesamten unzähligen Summe nur Einen Neuen Gedanken heraus, werde die Summe verziehn.
Europäischer Tierkreis (11. Dezember 1831.) Eine Jungfrau hieß ... ... Heutzutage sieht sie freilich einer alten Jungfer Gleich. Halt o deutsches Volk die Waage , deiner selbst bewußt und frei, Zwischen wandelbarn Franzosen und der schnöden Mongolei ...
Natur und Kunst oder Saturn und Jupiter Du waltest hoch am Tag und es blühet dein Gesetz, du hältst die Waage, Saturnus Sohn! Und teilst die Los' und ruhest froh im ...
Ein andres Geh! gehorche meinen Winken, Nutze deine jungen Tage, Lerne zeitig klüger sein: Auf des Glückes großer Waage Steht die Zunge selten ein; Du mußt steigen oder sinken, ...
Lied/ Von dem Monat September/ in welchem man die Baum-Früchte pfleget ... ... weit von hohen Dingen/ etc. 1 Der Sonnen Lauf belangt die Waage/ das Regenwetter kömmt herbey; die Nächte gleichen nun dem Tage/ ...
Kantate zum fünfzigjährigen Jubiläum der Hochschule Zürich Das Urmaß aller Dinge ... ... Es liegt verwahrt in Schatzgewölben, Die kein vergänglich Auge schaut. Wir führen Waage, Stab und Uhr, Und was wir wägen, schwindet hin; Darum ...
Abend im Frühherbst Weit ausgegossen liegt das breite Land. Der Himmel taucht den Scheitel noch ins Licht, Doch seitlich hebt gelassen ... ... All Ding steht reif und rund und unbewegt Schwebend in sich gebannt wie eine Waage, Die Tod und Leben gleichgewichtig trägt.
Geburt der Venus An diesem Morgen nach der Nacht, die bang ... ... warm, leer und unverborgen, lag die Scham. Jetzt stand der Schultern rege Waage schon im Gleichgewichte auf dem graden Körper, der aus dem Becken ...
Hochzeitlied Mit einem blauen Kornblumenkranze Nicht weit vom Dorf ... ... schöne Tage Blühn in gedrängter Sternensaat, Entschieden liegt schon auf der Waage, Was dieses Paar vom Schicksal bat. Hast, Liebchen, du ...
Resignation Eine Phantasie Auch ich war in Arkadien geboren, ... ... Auf jenem Stern ging eine frohe Sage, Du thronest hier mit des Gerichtes Waage Und nennest dich Vergelterin. Hier – spricht man – warten Schrecken ...
Der Eroberer Dir, Eroberer, dir schwellet mein Busen auf, Dir ... ... Brust mir schwoll, in die Waag, donnernd wie fallende Himmel – reiße die Waage Tiefer, tiefer zur Höll hinab, Dann, dann ist auch mein ...
Die zehnte Elegie Daß ich dereinst, an dem Ausgang der grimmigen ... ... dem krönlichen Haupt, das für immer, schweigend, der Menschen Gesicht auf die Waage der Sterne gelegt. Nicht erfaßt es sein Blick, im Frühtod schwindelnd. ...
Hero und Leander Seht ihr dort die altergrauen Schlösser sich entgegen schauen, ... ... der Nächte Dankten sie betört dem Zeus. Und es gleichte schon die Waage An dem Himmel Nächt und Tage, Und die holde Jungfrau stand ...
Das menschliche Leben Menschen, Menschen! was ist euer Leben, ... ... ihnen weicht; Kaum verflossen etlich Freudentage, Sieh, so sinkt der Tugend Waage. Etlich Kämpfe – Tugend und Gewissen – Nur noch schwach bewegen ...
An Laura Freud' umblühe dich auf allen Wegen, Schöner ... ... , Wo der Richter unsre Thaten wägt. O dann töne Gottes ernste Waage Wonne dir, von jedem Misklang frei, Und der Freund an deinem ...
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Diese Blätter, welche ich unter den geheimen Papieren meiner Frau, Jukunde Haller, gefunden habe, lege ich der Welt vor Augen; nichts davon als die Ueberschriften der Kapitel ist mein Werk, das übrige alles ist aus der Feder meiner Schwiegermutter, der Himmel tröste sie, geflossen. – Wozu doch den Weibern die Kunst zu schreiben nutzen mag? Ihre Thorheiten und die Fehler ihrer Männer zu verewigen? – Ich bedaure meinen seligen Schwiegervater, er mag in guten Händen gewesen seyn! – Mir möchte meine Jukunde mit solchen Dingen kommen. Ein jeder nehme sich das Beste aus diesem Geschreibsel, so wie auch ich gethan habe.
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