Dreiunddreißigster Gesang O Jungfrau Mutter, Tochter deines Sohnes, Demütigste und höchste der Erschaffnen, Vorherbestimmtes Ziel vom ew'gen Ratschluß. Du bist es, die die menschliche Natur So hoch geadelt, daß ihr eigner Schöpfer Es nicht verschmäht, in ihr Geschöpf zu werden ...
XXIX. Aspasia. (1836.) Zuweilen kehrt vor meinen Geist ... ... Nacht in Wintersmitte: Doch gnügt es mir als Trost und Rache für Mein herbes Menschenloos, daß hier im Grase Ich müßig, unbeweglich hingestreckt, Luft, Erd ...
I. An Italien. (1818. 1 ) ... ... Euch junge Seelen fort in die Gefahr, O welche Lieb' in euer herbes Loos! Und wo, ihr Söhne, blieb Das Todesgrauen, daß ihr ...
XXXIV. Der Ginster oder Die Blume der Wüste. (Gedichtet 1834 ... ... . Ob deines kindischen Lallens schmeicheln dir Die Geister, denen dich ihr herbes Schicksal Zum Vater gab, obwohl sie Auch manchmal hinterm Rücken Dein spotten ...
XXII. Erinnerungen. (1831.) Ihr schönen Siebensterne, nimmer glaubt' ich, Daß ich euch wieder so begrüßen würde, Hoch über meines Vaters Garten funkelnd, ... ... allen lieblichen Gefühlen, allem Süßen, Trüben, Theuren, Was mich bewegt, ein herbes Angedenken!
... Himmel unsre Trübsal, All unser Herzeleid und herbes Müh'n Zu seiner Muße Kurzweil auserkoren? Kein Dasein voller Plagen, ... ... Den Spruch der Nachwelt. Feiger Pöbel kann Mit Klag' und Weihgeschenk mein herbes Grab Nicht sänft'gen. Unaufhaltsam Verschlimmert sich die Zeit. Bei trägen ...
Siebentes Kapitel. Pater Cristoforo kam mit der Ruhe und Ueberlegung eines ... ... ich fühle, was in deinem Herzen vorgeht. Doch Geduld! Es ist ein dürres, herbes Wort für den, der nicht glaubt; aber du, Renzo! möchtest du Gott ...
Dreissigster Gesang 1. Wenn sich Vernunft vom Zorn ließ übermannen, ... ... von euch verziehen (Ich fleh' zu eurer Huld und mildem Sinn), Ließ herbes Weh Vernunft von mir entfliehen. Der große Schmerz riß mich zum Faseln hin ...
Dreiundvierzigster Gesang 1. Verruchter Geiz! O Hunger, zu erwerben! ... ... erst zu fragen – Und ohne daß sie nur ein Haar vergißt. Welch herbes Leid der Richter da getragen, Das zu beschreiben, kaum mir möglich ist: ...
Vierundvierzigster Gesang 1. In niedern Hütten, wo sich Nöte finden ... ... ernsten und in leichten Dingen Nur heuchlerische, falsche Worte spricht), So braucht ein herbes Los sie nur zu bringen, Vereint, an eine Stätte still und schlicht, ...
Zweiter Gesang Der Tag entfloh, das abendliche Dunkel Entnahm die ... ... und seines hohen Weltreich's. Denn beides war, die Wahrheit zu bekennen, Vorherbestimmt zum gottgeweihten Orte, Wo der Nachfolger Petri seinen Sitz hat. Auf jener ...
XVIII. Je seltsamer gestaltet Ein Wesen fremden Zonen wohnet inne, ... ... ihn entfliehet, Der Fleisch mehr an sich ziehet Als Stahl. O herbes Schicksal, unergründet! Daß ich bereits in Fleischeshülle sehe So süßem Wehe mich ...
Zehnte Geschichte Die Frau eines Arztes legt ihren Geliebten, der ... ... machen sich getraute, ihn in aller Stille zu beweinen und sich über ein so herbes Schicksal zu beklagen. Nach einiger Zeit aber bedachte sie, daß sie ihrem ...
Einundzwanzigster Gesang Die Augen hatt' ich und zugleich die Seele Dem ... ... ; Was aber schwer mir zu begreifen dünkt, Das ist, warum nur du vorherbestimmt wardst Zu solchem Amte vor so viel Genossen. – Es machte, eh ...
Zweiunddreißigster Gesang Das Lehramt übernahm freiwillig dieser Beschauer, noch versenkt in ... ... Durst und Hunger. Denn, was du siehst, durch ewiges Gesetz Ward es vorherbestimmt, darum entspricht es Genau einander, wie der Ring dem Finger. So ...
Achtzigstes Sonett. Cäsar, als in Egyptenland des bösen ... ... Schicksal machte, Inmitten all' der Jammernden er lachte, Verhehlend seines Unmuths herbes Wesen. So kommt es, daß ihr Fürchten und ihr Hoffen Die ...
Fünf und vierzigstes Sonett. Der edle Baum, dem treu ich angehangen ... ... in seinen Zweigen, Ließ blühn mein schwach Gemüth und wachsend steigen Sein herbes Weh, von Schattennacht umfangen. Drauf, als ich mich nicht wähnte hintergangen, ...
Zweyhundert drey und siebenzigstes Sonett. Mein frisches Blüthenalter schied so eben ... ... die theure Feindinn, im Gefühle Der Sicherheit, schon wandelte zum Spiele Mein herbes Weh ihr tugendliches Weben; Nah war die Zeit, wo Amor sich verbinden ...
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1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.
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