Vier und dreyßigstes Sonett. Neun Tage schon vom hohen Söller siehet Und forscht Apoll mit eitler Mühewaltung Nach ihr, die einst ihn, sorglos der Erhaltung, Zu Seufzern trieb und Andre nun durchglühet. Er sucht und weiß es nicht, ob nah ...
Fünf und zwanzigstes Sonett. Schon stand der Liebe Stern in Ostens Zinnen, Der andre, gegen den in Zorn sich wandte Juno vordem, an Nordens fernem Rande, Ließ seine Strahlen hell und leuchtend rinnen; Vom Lager hob sich Mütterchen zum Spinnen, ...
... Sechs und zwanzigstes Sonett. Apollo, wenn noch lebt dein schön Verlangen, So dich entzündet an Thessaliens Wogen, Wenn blonden Haares, dem du einst gewogen, Du noch gedenkst, ob Jahre schon vergangen; Von träger Kält', Unwetters rauhem Bangen, Das wehrt, ...
Sechs und neunzigstes Sonett. Schon wälzt' hinab der Himmel siebzehn Jahre, Seit ich entzündet und nicht kann erkalten. Nur wenn mein Leiden ich mich vorgehalten, Mitten im Gluth ein Frösteln ich erfahre. Wahr ist der Spruch: »Eh wandeln ...
Acht und dreyßigstes Sonett. Ich sah, wie drin die Kraft sich schon verliere Der Geister, die von Euch ihr Seyn empfingen, Und weil aus anerschaffnem Triebe ringen Gegen den Tod alle der Erde Thiere, Ließ ich das Sehnen, so ich ...
Zweyhundert sieben und vierzigstes Sonett. Sie, meine theure Flamme, schön vor allen, Nach der sich freundlich hier der Himmel wandte. Mußte zu früh für mich zum Vaterlande, Empor zu ihrem gleichen Sterne wallen. Nun werd' ich wach, und seh ...
Zweyhundert zwey und fünfzigstes Sonett. Sie lebte schön mir drin, da zu entscheiden, Wie hohe Frau'n an niedrer Stätte walten; Nun bin ich, sterblich nicht, nein, todt zu halten, Sie aber selig durch ihr letztes Scheiden. Die ...
Zweyhundert sieben und zwanzigstes Sonett. Ach, schön Gesicht! ach, holden Blickes Neigen! Ach, anmuthreiches, stolz-erhab'nes Walten! Ach Wort, das rauhen Sinn konnt' umgestalten In Demuth und zum Tapfern schuf den Feigen! Ach süßes Lächeln mit dem ...
Biographie Carlo Goldoni 1707 25. Februar: Carlo Goldoni wird in Venedig geboren. Schon früh schreibt er die ersten Bühnenstücke, wird aber zunächst Advokat, Kanzleibeamter und Diplomat ...
Biographie Alessandro Manzoni 1785 7. März: ... ... Manzoni wird in Mailand geboren. In der Jugend ist er republikanisch-revolutionär geprägt. Schon früh hat er Kontakte mit den italienischen klassizistischen Literaten, die Manzoni zur Schriftstellerei ...
... Sanft nähert' sie dem leidenvollen Antlitz, Das schon erblichen war von Todeswehen, Und drückte Kuß um Kuß, ganz holde ... ... , die er noch in seiner hielt, Legt' er aufs Herz, drin schon die letzten Schläge Des Todes und der Liebe zitterten, ... ... ein Traum, Wie lang ich wähnte, – schon auf Erden darf Er Glück genießen! Jenen Tag ...
... Da, um die Zeit, wo leichter schon und süßer Der Schlummer uns die Wimpern überschattet, Stand plötzlich neben ... ... In feuchte Glut getaucht und mir im Halse Die Stimme stockt, wankt schon der Tag vorm Auge. Und sie darauf, in meine Augen zärtlich ...
... ich um meine schöne Jugend, um Der armen Tage Flor, der schon so früh Hinwelkt'; und manchen Abend, wenn ich traurig Auf meinem ... ... Sind sie verweht. Und welcher Sterbliche Weiß noch vom Unglück nichts, dem schon die holde Jahrszeit entschwunden, seine gute ...
... , geschmackvolle Redekunst erfordern, verfehlt er niemals, die schon in seiner Einleitung angebrachte anzuwenden. Indem er alsdann mit erstaunlicher ... ... es sein, daß sie dem Leser anders scheint, mir aber schien sie schön, wie ich sage, sehr schön. – Warum könnte man nicht, dachte ...
... .) Vorbei für immer wähnt' ich schon In meiner Jugend Blüte, Die einst die Brust durchglühte, ... ... Seligkeiten Genährt in seiner Brust? Die Schwalbe, die so frühe schon Am Fenstersims verborgen Zujubelte dem Morgen, Nicht hört' ich ...
... dem früheren Muthe zurück, und schon suchte sie nach einer ausweichenden Antwort; doch als sie, gleichsam ... ... die Gesinnungen, die man für sie hege, und sie könnte daher wohl schon voraus wissen, wie die Antwort ausfallen würde; bis dahin aber verbiete es ... ... ein so gesundes Urtheil und einen so richtigen Takt, daß man mit ihr schon einmal eine Ausnahme machen kann.« Hier ...
... und blaue Mieder, Von jedem Schnitte, schön und akkurat. Doch, mag ihr Kleid jetzt niedrig sein ... ... , wenn man sich regen Den Feind drin hört, der schon den Hof gewann, So wehrt das Scheusal aus dem Meeresgrunde Sich ... ... mehr, Denn, eh der Weg zum Strand noch ist beendet, Liegt schon der Fisch vor Qual und Not ...
... mir eingefallen ... genug, ich weiß schon.« »Und was soll ich thun?« »Geduldet Euch noch einige ... ... Beschwörung stammelte Don Abbondio mit dem Gesicht und dem Blick eines Menschen, der schon die Zange des Zahnbrechers im Munde hat: »Don« .... ... ... Kaum hatte dieses Wort die verwirrten Sinne berührt, so zogen auch schon alle guten, besseren Gedanken in das ...
... . – Ich ließ den Leib entkleiden, und mich rührte Schon der Verdacht zu thränenvoller Pein. Die Waffen nahm ich mit, und ... ... und aus den Augen sprühten Dem aufgeschreckten Krieger Gift und Brand, Und, schon bewaffnet, rief er, von den Flammen ... ... Daß wir, gefesselt von so rauhem Bande, Mit solcher Last schon sieben Jahr' uns mühn, ...
... Apoll, im Lauf der Stunden, Aurorens Rosen schon mit Gold umwebt: Fort, spricht er, fort! schon leuchtet den Bezirken Der Sonne Licht, das Alle ruft zum ... ... Beistand: Solyman ist kommen. 53. Schon nahte sich der König mit Vertrauen Und sprach zu ...
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1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.
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