... der komischen Mitgift des Lebens. Der Humor ist Demokrat; daher denn auch der komische Roman für unsere Zeit von so hoher Bedeutung ist. ... ... Göttliche, dessen schönster Tempel Jean Pauls Herz gewesen. Da findet er uns Kindergestalten denn freilich zu kurz und allen Menschenwitz unzureichend dem Ideale gegenüber. Aber er ...
... ob ich in meinem Alter noch einmal die Stätte meiner Jugend besuchen dürfe. Denn der Jugendtraum kann einem da wie ein Gespenst vor die Seele kommen. Man könnte erschrecken und fragen: »Habe ich denn die gleiche Seele noch wie damals?« Dies beängstigende Gefühl verschwand aber, ...
... die es heute noch gibt; ihnen kann man nicht ins Gewissen reden, denn sie haben keines. Aber ihr, die ihr, wie ich, längst erweckt ... ... zusammengebissen, wartet der Heilsarmeesoldat. Er darf nicht schreien: Gott! Güte! Gerechtigkeit! Denn die Polizei hat es ihm verboten. So ist es ...
... einer alten Linde. Da konnte ich denn das Leben auf dem Pregel beobachten, welches noch reicher war, wie das ... ... wohl zu. Es war auch keine gelegene Zeit, genauer darauf zu achten, denn ich hatte sie in einem Zank mit meinem kleinen Ohm gerade ... ... um keine Macht der Welt wollte ich mich finden lassen, denn schon hörte ich meine Tante, ängstlich und ...
Lovis Corinth Das Leben Walter Leistikows * Ein Stück Berliner Kulturgeschichte Mit zwei Originalradierungen und zahlreichen Abbildungen im Text Mehr denn zwei Jahre sind über dem Hinscheiden Walter Leistikows dahingegangen. – Für die Kunst lebt er freilich durch seine Werke weiter, aber der egoistische Schmerz über ...
... « und » Le soir « ihre Gegenstücke; denn der Fürst hatte ihm die vier Tageszeiten zum Thema ... ... schätzenswerthen Sänger, sondern auch den Dichter mehrerer seiner Operntexte. Denn zum ersten Mal seit seinem »krummen Teufel« sah er sich wieder auf ... ... in dieser Richtung aber war seine Stellung bei Esterhazy seiner Entwickelung überaus günstig. Denn nur durch die lebendige Praxis konnte ...
9 Brief an Marie Schnür Pasing, 8.10.1905 Liebes Fräulein, warum verhalten Sie sich denn gar so stumm und schweigsam. An Ihrer Reihe ist es, zu erzählen; von mir kann ich nichts sagen, als daß ich male, male – –. ...
... obwohl auch dies nicht als völlig unverträglich mit seinem Wesen schien; denn er war voll wunderlicher Schrullen und Schnurrpfeifereien. Ich kann mich nicht ... ... seiner Staffelei sitzend, angetroffen hätte, so oft ich ihn auch später besuchte; denn er war sehr fleißig und die Arbeit ... ... vom einzelnen abzusehen und auf gute Verteilung und schöne Linienführung zu achten; denn das Ganze muß eher da ...
... der Wirksamkeit, so ist es eines der seltenen, unvergleichlichen Denkmäler eines Menschen; denn alles daran ist Leben, alles Bild, es schließt sich vollkommen zusammen, ... ... sein müßte – gleich der so viel dürftigeren des »lieben Augustin«; es sei denn, daß das Völkergedächtnis, daß die Einheit des Ganzen abrisse, ...
... insgesamt stärker gegen ihr Verbleiben sprach als ihr Unwert im einzelnen. Denn sein für das Schöne wahrhaft empfindliches ... ... bevor wir einem empfindenden Leser die Tür öffneten. So sind wir denn beim Leser angelangt, den in seiner Einbildungskraft mitzuschaffen die oberste gesellige Pflicht dessen ist, der ein Buch macht. Denn eine Gabe kann nicht dargereicht werden, ohne ...
2. Silesius sagt: »Mensch, werde wesentlich; denn wenn die Welt vergeht, So fällt der Zufall weg, das Wesen das besteht.« Je grausamer und toller der Zufall, der ›Vorfall‹ war, desto größer aber auch heimlicher ist das Wesen, ...
... eine so utilitaristische und unkeusche Behandlung findet; denn die Kräfte, die sich ihr weihen und ahnungslos ihrem fernen Ziele dienen, ... ... seelsorgerische Ermutigung und Tröstung, hüben und drüben. In Deutschland gelang sie vortrefflich, denn Deutschland hatte von vornherein die Trümpfe der Zukunft in der Hand. Deutschland ...
... den lyrischen, der lyrische den epischen, der epische den tragischen zu studieren. Denn im tragischen liegt die Vollendung des epischen, im lyrischen die Vollendung des tragischen, im epischen die Vollendung des lyrischen. Denn wenn schon die Vollendung von allen ein vermischter Ausdruck von allen ist, ...
182 4. Sept. 15 Liebste, ich kann von nichts ... ... Herbst, vom Grün, das langsam den bräunlich faulenden Ton bekommt und von Erinnerungen. Denn von dem, was vor uns liegt, kann man nicht reden; ich sehe ...
69. Die Naturliebe, die ›Entdeckung der Landschaft‹ bleibt ein reizend-wehmütiges Kuriosum der letzten europäischen Epoche; denn zugleich mit ihr schuf man die exakten Naturwissenschaften, das entscheidende Mittel, jedem sentimentalen oder materialistischen Naturalismus den Todesstoß zu geben. An uns selbst, vor ...
107 Brief an Wassily Kandinsky Sindelsdorf, 27.3.1914 ... ... Ihren ausführlichen Brief. Sicher verstehen wir uns in der bewußten Frage nicht ganz richtig. Denn wenn ich Ihren Gedanken annehmen soll, dann wird doch alles vollkommen, was überhaupt ...
24. Wie der Schein der Dinge uns trügt, so trügen auch ... ... auf ihnen sitzen, sondern muß zwischen ihnen, hinter ihnen nach der Wahrheit tasten; denn auch Worte sind Vordergrundsbilder und stehen im Alltagsscheine. Auch hierin gilt unser ...
53. Es ist nur zu begreiflich, daß man an diesen neuen Malern Ärgernis nahm, denn jeder fühlte deutlich, daß mit dem Antreten dieser herben und melancholischen Malerpropheten das ›bequeme Leben‹, die schöne Tradition und Väterweise vorbei sei, für immer vorbei. Die Meisten wollen ...
72. Ich war von seltsamen Formen umkreist und ich zeichnete, was ... ... schwarze, stahlblaue und grüne, die gegeneinander polterten, daß mein Herz vor Weh schrie; denn ich sah, wie alles uneins war und sich im Schmerze störte. Es war ...
23. Es ist immer noch besser mit aller Glut auf eine ... ... Krieges zu bauen als in den Unkenruf der Pessimisten, der Ideenarmen und Müden einzustimmen; denn auch nur wir allein, unser heller Wille bestimmt das weiße Schicksal.
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»Fanni war noch jung und unschuldigen Herzens. Ich glaubte daher, sie würde an Gamiani nur mit Entsetzen und Abscheu zurückdenken. Ich überhäufte sie mit Liebe und Zärtlichkeit und erwies ihr verschwenderisch die süßesten und berauschendsten Liebkosungen. Zuweilen tötete ich sie fast in wollüstigen Entzückungen, in der Hoffnung, sie würde fortan von keiner anderen Leidenschaft mehr wissen wollen, als von jener natürlichen, die die beiden Geschlechter in den Wonnen der Sinne und der Seele vereint. Aber ach! ich täuschte mich. Fannis Phantasie war geweckt worden – und zur Höhe dieser Phantasie vermochten alle unsere Liebesfreuden sich nicht zu erheben. Nichts kam in Fannis Augen den Verzückungen ihrer Freundin gleich. Unsere glorreichsten Liebestaten schienen ihr kalte Liebkosungen im Vergleich mit den wilden Rasereien, die sie in jener verhängnisvollen Nacht kennen gelernt hatte.«
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Zwischen 1804 und 1815 ist Heidelberg das intellektuelle Zentrum einer Bewegung, die sich von dort aus in der Welt verbreitet. Individuelles Erleben von Idylle und Harmonie, die Innerlichkeit der Seele sind die zentralen Themen der Hochromantik als Gegenbewegung zur von der Antike inspirierten Klassik und der vernunftgetriebenen Aufklärung. Acht der ganz großen Erzählungen der Hochromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe zusammengestellt.
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