66 Als sie endlich an einem Vorfrühlingsabend in dem etwas kahlen, doch sehr ordentlich gehaltenen Zimmer der Alservorstadt, das er bewohnte, die Seine wurde, hatte sie weniger das Gefühl einer lang ersehnten Erfüllung als das Bewußtsein einer endlich eingelösten Verpflichtung; und es war das ...
66. Da von der Erde fortzugehn verhängt uns o wie bald ist, Ein Frevel wär's, entsagten wir der Liebe und dem Zechen. Tor, ob der Ewigkeit der Welt den Kopf dir zu zerbrechen! Muß ich hinweg, was kümmert's mich, ...
66 Müde von alle diesem wünsch' ich Tod: Verdienst zum Bettler sehn geboren werden, Und hohle Dürftigkeit in Grün und Rot, Und wie sich reinste Treu entfärbt auf Erden, Und goldnen Ehrenschmuck auf Knechteshaupt, Und jungfräuliche Tugend frech geschändet, ...
66. Einer erzehlte: Es habe das glücke ein schlaffendes kind auf einem brunnen erblicket / weswegen es dasselbe aufgewecket / und zu ihm gesagt: Packe dich hinweg / du kleiner thor / denn wenn du hinein fielest / so würde man hernach sagen / es ...
66. Die Gedichte des Giovanni Meli in sizilianischer Mundart sind entzückende, zarte Poesien, die leider ein wenig durch ihre mythologischen Anspielungen einbüßen.
Sechsundsechzigste Geschichte geschah: Resch Lokisch, der verkauft sich zu den Ludaim, das sind die Völker, die Menschen lebendig essen. Un er hat sich verkauft zu ihnen eh er hat Thauroh gelernt. Denn das selbige Mal war er noch ein Gasion (Räuber). Da hat er ...
Die 66. Histori sagt, wie Ulenspiegel einem Pfüffentreiger zu Lüneburgk ein groß Schalckheit thet. Zu Lünenburg wont ein Pfeiffentreier und der waz ein Lantfarer gewesen und was mit dem Lotterholtz umbgeloffen. Da saß er zu Bier, und Ulenspiegel kam in daz Gelach und het ...
66. Unter der in das untergeschoss [führenden] treppe trappelt ein feuchtes kalb. – Die zunge.
Nr. 66. Drachenschwanz. Ein preußischer Soldat aus Wernigerode kam nach Flandern. Im Quartier wurde er gefragt, wo er her sei. Er sagte: ich bin am Blocksberge zu Hause. Da sagte Jemand: Nun, in Drübeck ist ein Pfeiler, daran steht mein ...
66. An Lyde 1779. Sieh mich an und lächle, Süße! Gieb mir deine Hand, und küsse Deinen Trauten! Rot und blaß Wallet zärtliches Verlangen Zitternd über meine Wangen, Und die Wimpern sind mir naß. Meine ...
66. An meinen Vater Von einem Reisenden. In wärmeren Gegenden näher der Sonne Am Ufer des vielentscheidenden Rheins, Umschwärmt von aller Thorheit und Wonne Leichterer Sitten, und feurigen Weins, Denk ich in die beschneiten Gefilde Ach! der Einfalt und ...
LXVI. Brief Rosenthal den 23ten Oktober. Theuerster Gatte! – Zwei Briefe erhielt ich gestern, und zwei heute. – Wie kömmt es, daß Du den Sonntag vorbeistreichen ließest, ohne an mich zu schreiben? – Jesus Maria! – dachte ich mir, was ist das ...
66. Theophania an Junia Marcella. Nicäa, im Jänner 303. Auch in den trübsten Stunden meines Lebens war es mein eifrigstes Bestreben, mein Herz mit den Fügungen der Vorsicht zufrieden zu sprechen, und mich ihnen unbedingt in Allem zu unterwerfen. So erhielt ich ...
66. König Lear Bladud hatte einen Sohn namens Leir; nach seines Vaters Hingang waltete er dieses herrlichen Landes sein Leben lang, welches sechzig Winter währte. Nach den Ratschlägen seiner Weisen baute er eine prächtige Burg und ließ sie nach sich selbst benennen. Kaerleir hieß ...
[66.] Wer vß misßt hymel / erd / vnd mer Vnd dar jnn sůcht lust / freüd / vnd ler Der lůg / das er dem narren wer von erfarung aller land Ich halt den ouch nit ...
66. Die heilige Bilhilde Zu Hochheim am Main saß ein Geschlecht edler Franken, und noch gewahrte man in neuern Zeiten beim Ziehbrunnen allda Reste ihres Burgsitzes. Das war zu den Zeiten Chlodowigs, des Frankenkönigs. Dieses Geschlechtes einer hieß Iberich, dem ward ein Töchterlein geboren ...
66. Der Ausschluß Ausschließt ... sich selbst von Deutschland, wahrlich, zu loben Ist der Entschluß; er beweist, daß es sich redlich geprüft.
66. Er bettet weich, aber man schläft [dennoch] hart.
66. Kapitel Amantium irae 1 Die Offenheit und die Güte Amelias mußten selbst eine so verstockte kleine Sünderin wie Becky rühren. Sie erwiderte Emmys Liebkosungen und freundliche Worte mit so etwas wie Dankbarkeit und einem Gefühl, das zwar nicht dauernd, aber doch ...
66. Der listige Soldat. Zwei Soldaten standen auf Wache vor Königs Schlosse und im Gespräche wünschte sich der Eine General zu sein, der Andere aber wünschte sich zu der Prinzessin. Das hörte der König am Fenster des Schlosses, ließ also am andern Tage die ...
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»Es giebet viel Leute/ welche die deutsche poesie so hoch erheben/ als ob sie nach allen stücken vollkommen wäre; Hingegen hat es auch andere/ welche sie gantz erniedrigen/ und nichts geschmacktes daran finden/ als die reimen. Beyde sind von ihren vorurtheilen sehr eingenommen. Denn wie sich die ersten um nichts bekümmern/ als was auff ihrem eignen miste gewachsen: Also verachten die andern alles/ was nicht seinen ursprung aus Franckreich hat. Summa: es gehet ihnen/ wie den kleidernarren/ deren etliche alles alte/die andern alles neue für zierlich halten; ungeachtet sie selbst nicht wissen/ was in einem oder dem andern gutes stecket.« B.N.
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