Achtermannshöhe.
467. Der Abendmahlskelch in Viöl. Ein Mann aus Viöl kam Abends von Flensburg geritten. Als er nun einen Grabhügel erreichte, feierten da die Unterirdischen eben ein großes Fest und ließen einen großen goldenen Becher die Reihe herumgehen; darin war ein Trank, der sah ...
1499. Ein Bursche, der in dem nunmehr abgeschlissenen Häuschen im Aschacher z'Stubeten gehen wollte, traf zu Geissweg auf einem Hagstoss eine Katze. Mit einem wuchtigen Stockhieb schlug er sie zu Boden. Sie verführte ein fürchterliches »Gräbel«. Der Jüngling setzte seinen Marsch fort, ...
1433. Des Pfarrers Köchin. Fast jeden Abend kam in einem Hause zu Schattdorf, wenn sie den Abendrosenkranz beteten, eine unbekannte Katze ins Haus; ä wiättägä Pattsch! Sie wussten gar nicht, wie sie hereinkam. Regelmässig sprang sie zu einem hübschen Burschen auf das Ofenbänkli ...
119. Der güldene Sporn. Mündlich von einem achtzigjährigen Manne. Jedermann weiß, wie die braven Fläminge den schlimmen Franzosen in der Sporenschlacht den Kopf gewaschen haben. Das war im Jahre 1302 am elften Julius. Auf dem Schlachtfelde fand man aber eine große Menge ...
... ausgebreiteten Armen am Spieß neben zusammengerollten Brüllaffenschwänzen und abgeschnittenen Gliedmaßen von allerlei Tieren. Rund um den Platz herum lagen Köpfe, Felle ... ... dem Lagerplatz: Da waren nur noch die leeren, blutbefleckten Hängematten, und zerbissene Menschenknochen lagen verstreut da, mitten darunter der Kopf des einen Jägers. Als sich ...
... Es ist vor der kaiserlichen Zeit in vielen Häusern bei abergläubischen Leuten gefunden worden ein Teufelsgespenst, welches man den guten Johann geheißen, welcher da den Leuten alles zugetragen ... ... wohl gehalten, da sind die Leute stillschweigends reich geworden. Hieronymus Sauckes Hardeshornische Chronik S. 437.
... und Märchenmotive Parallelen in der altgermanischen, und hier vor allem in der altisländischen Literatur besitzt. Von der ... ... Zeit beibehalten, während kein Märchen des internationalen Märchenschatzes vom Brettspiele seiner Helden etwas berichtet. Die Götter spielen in ... ... aus meiner bisherigen Kenntnis der altgermanischen und vor allem der altisländischen Literatur ergaben. Dass sich diese Belege ...
... Planetengötter aber und die Herren der achtundzwanzig Mondhäuser und der zwölf Tierkreisbilder und der sonstigen Sterne nannte er vertraulich »du«. So trieb er sich ... ... Herr des Himmels berief darum den Großen Heiligen und sprach zu ihm: »Die Lebenspfirsiche im Pfirsichgarten der Königin-Mutter werden bald reif. ...
... dann, wenn der neugriechische Märchenschatz in annähernder Vollständigkeit vorliegt, ein abschliessendes Urtheil über sein Verhältniss zu den Sagen des ... ... da eine vereinzelte unklare Notiz aus althellenischen Quellen durch Neugriechisches eine hellere Beleuchtung, eine erwünschte Verlebendigung erhalten. ... ... Einfluss gehabt hat. Und so dürfte derselbe voraussichtlich auch durch die Uebersetzung abendländischer Märchen ins Vulgärgriechische, die neuerdings Michael ...
... .« Dann befahl er, Schneider und Schuster aus der ganzen Stadt zusammenzurufen, die seinen Dienern stattliche Gewänder fertigen sollten, denn obwohl jeglicher in dem ... ... hergetrieben? Ich habe ihn nicht gerufen, sowenig als diejenigen, welche vor ihm hierhergekommen sind. In unserem Walde wächst noch Holz genug, um seinen törichten ...
... Alpe (Můry a Můraůky), die Mittags- und Abendgespenster (Polednice, Klekanice), und die Irrlichter ... ... an vielen Orten verehrte, aushauen und verbrennen. Auch verbot er streng die abergläubischen Gebräuche, welche die Bauern, bisher noch halbe Heiden, am Pfingstdienstage und Pfingstmittwoch beobachteten, indem sie über den Quellen opfernd Opferthiere schlachteten und den Dämonen ...
... weitere Tatsache nötigt uns jedoch zu der Annahme, daß der von den Urgeschlechtern hervorgebrachte mythische Stoff nicht vollständig in die Götter- und Heldensage verarbeitet worden ... ... des Charakters der beiden Völker eine wahrhaft überraschende Übereinstimmung der Lebensanschauungen und der Erzählungsweise sowohl im ganzen wie im einzelnen, ...
749. Das Scheuer- oder Grieselmännchen. A. Eine ... ... bekanntesten Sagen unseres Landes ist die des Scheuermannes, der auch Grieselmännchen, Schappmännchen, Peschermännchen, wilder Jäger genannt wird. Der Volksmund erzählt, die ... ... . Die Gestalt aber warf keinen Schatten, auch hörte man keine Tritte. Stillschweigend gingen sie neben einander bis ...
... Manche Sagen, die mir nur bruchstückweise erzählt worden, habe ich in einheitliche Fassung gebracht; in der Regel ... ... . Mit manchen aus ihnen wären ganze Sagengruppen, ich darf wohl sagen, jahrtausendalte Überlieferungen versunken, wäre es nicht gelungen, sie in letzter Stunde aufs Papier ... ... der gleichen Strenge über ihn zu Gerichte sitzen, der Wissenschaftler am allerwenigsten. Wie oft ist er, ursprünglich wenigstens, nur ...
... Die beiden Seelen wurden zu zwei wundervollen Rosenstauden 9 ; als diese zusammenwachsen wollten, da ragte das Unkraut dazwischen hervor und trennte sie voneinander. Dies ... ... das Weiterziehen zu erlangen sucht. 5 Man trägt im abergläubischen Orient lebenslang einen › Glückstalisman ‹, bestehend aus ...
... Thiere , 5) Pretâs (Vorhöllen-Ungeheuer) und 6) die Höllengeschöpfe . Köppen I. 238 ff. I. S. 73 ... ... chatun (Fürstin, vornehme Frau). Daher bald Üdsessküleng, Üdsesskülengtu (tu ist Adjectivbildung), bald Üdsesskülengtu-Gôa, bald ... ... S. 82. Z. 10 v.u. Kütschün-Tschidaktschi = der kraftvermögende. S. 84. ...
... müssen. Die oft herzlich geschmacklosen, breiten Ausschmückungen, mit denen sie den weit ansprechenderen und wirksameren Volkston fälschen, die vielen ... ... oder Hatschiman, sind nichts als Göttergestalten oder Hypostasen von Gottheiten. 4 Aber auch in den folgenden Jahrhunderten ... ... ihren wahren Charakter völlig klar zu stellen. In der dritten Gruppe von Geschichtssagen, welche dem vierzehnten Jahrhundert ...
1. Der Wechselbalg. Die Frau eines Matrosen gebar einst während der Abwesenheit ... ... was sie vor Schreck thun sollte. Sein Gesicht war so runzlig wie das eines achtzigjährigen Greises; seine Arme und Beine waren so abgemagert wie ein Besenstiel und über ...
... seyn. Sie nehmen einen Höcker von der Schulter, schenken neue Kleidungsstücke, versprechen einen Wunsch zu erfüllen, obgleich auch hier gute Laune von ihrer ... ... Tracht. Auf seinem erbsenfarbigen Rock sind große Knöpfe, so wie er an großen Metallschnallen auf seinen Schuhen besonders Wohlgefallen zu haben scheint. ...
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1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.
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