211. Wer falsche Münzen in Umlauf bringt, schwer sollte den man strafen! Längst hat aus unserem fröhlichen Haus sie weggekehrt der Besen. Ein Greis kam aus der Schenke und sprach: »Froh bin ich heute gewesen; Trink Wein auch du! Zeit hast ...
130. Ein Weiser erschien mir im Traum und sprach: ... ... du den Tod im Schlafe nach? Nicht schaffst du also dir Gutes ins Haus; Hier oben trinke, dort unten schlaf aus!«
266. Da einst ich verlasse dies irdische Haus Und Erde, wie ich gewesen, werde, Auf, Schenke, was säumst du? diese Erde Begieße fleißig sie im voraus!
2. Meines Auges Halle will ich Dir zum Neste weih'n: Lass' in ihr dich gnädig nieder. Denn das Haus ist dein. Deines Maals und Flaumes Anmuth Stahl der Weisen ...
3. Des Glückes Morgen graut; wo ist Das Glas, der ... ... die Zeit wohl nie: D'rum wolle mir das Weinglas reichen! Das Haus ist still, der Schenke hold, Der Sänger scherzt mit süssem Munde; ...
23. Ich bin es, dem der Schenke Winkel Ein Haus des Gottesdienstes scheint, Und der im Gruss des alten Wirthes Ein Frühgebet zu hören meint Lass' ich auch nimmermehr erklingen Der Morgenharfe süssen Ton, Das Lied, das ich des ...
80. Ging je ein Mann beglückten Blickes Die Seligkeit zu suchen ... ... , So ging er in der Schenke Winkel Und in des freien Willens Haus. Der Wand'rer löste mit dem Glase, Das einen halben Menn ...
52. Von Ăssāf erschien ein Bote Mit der Kunde gestern Nacht, ... ... Wasser Meines Körpers Staub zu Thon : Denn für's wüste Haus des Herzens Kam die Zeit des Aufbau's schon. Du o ...
35. Durch den Strich, den auf die Rosenwange Du dir ziehest ... ... durch den Rosenhain. Meine Thräne, die verborgen weilet In des Auges stillem Haus, Zieh'st du nun durch siebenfache Schleier Auf den off'nen ...
61. Hast du für den Wein, o Schenke, Eine Leidenschaft, ... ... Als nur Rebensaft, Und verkaufe Kutt' und Teppich In dem wüsten Haus, Und ein Bischen Hefe bringe Mir dafür heraus! Lebt' ...
... Doch was bedeutet das? Und kamst, wie trunken, aus dem Haus gegangen, Doch was bedeutet das? Dein Haar lag in des ... ... Freund gezogen, Hafis , da leertest du Von Fremden nicht das Haus in das sie drangen; Doch was bedeutet das?
23. Auf! Lasst uns der Ssofis Kutte Tragen in der Schenke Haus, Tragen frommer Bräuche Mantel Auf den Trödelmarkt hinaus! Wir verstopften uns die Ohren Vor des Pred'gers Fabelwort! Tragen wir die Schmach der Possen, Thoren gleich ...
126. Käme jener Himmelsvogel Wieder in mein Haus geflogen, Fänd' ich Greis vom Leben wieder Was davon vorbeigezogen. Diese regengleichen Thränen Lassen mich die Hoffnung nähren, Der entschwund'ne Blitz des Glückes Werde einst noch wiederkehren. Jener ...
68. Ich kam ja nicht an diese Pforte Auf dass ich ... ... vor Missgeschicken An diesem Ort ich sicher wäre. Ich wandle nach dem Haus der Liebe, Und fernher von des Nichtseins Strande Kam ich den ...
57. Geh' aus dieser Fremdlingsstätte Ich zurück in's eigne Haus, Geh' ich, wo ich hin auch gehe, Künftig mit Bedacht nur aus. Komme ich von dieser Reise Glücklich in der Heimat Schoss, Geh' ich, wie ich ...
[Komm, o komm, du bist der Seele] Komm, o komm, du ... ... in des Reigens Tänzen; Bist ein Bund von tausend Lichtern, Machst das Haus des Reigens glänzen! Du nur kannst das Herz erleuchten, Aehnlich hunderttausend ...
5. Da Rosenknospen nun den duft'gen Kelch entfalten Und, in der Lust nach Wein, Narcissen Becher halten, Lebt ruhig Jener nur, der, wenn's nach Wein ihn lüstet, So wie das Bläschen thut, das eig'ne Haus verwüstet.
29. Schon naht der Lebenswüste ein Strom, der mächtig schwillt, Bald ... ... den Rand gefüllt: Sei auf der Hut, o Meister, denn aus des Lebens Haus Schafft des Geschickes Träger schon das Gepäck hinaus.
6. Wer in die Welt, die wirre, hat ... ... 's Jenseits läuft sie aus, Ein Ort des Unbestandes, ein ödes, wüstes Haus. Misstraue dieser Brücke voll Schrecken und voll Grau'n; Bereite dich zur Reise, hier ist kein Haus zu bau'n. Dies Köschk von kurzer Dauer ist – wie der ...
22. Eine Botschaft, also lautend, Sandte gestern mir ein Freund: ... ... Auges scheint! Da das Schicksal nach zwei Jahren Wieder dich gebracht nach Haus, Warum kömmst du aus dem Hause Deines Meisters nicht heraus?« ...
Buchempfehlung
»Fanni war noch jung und unschuldigen Herzens. Ich glaubte daher, sie würde an Gamiani nur mit Entsetzen und Abscheu zurückdenken. Ich überhäufte sie mit Liebe und Zärtlichkeit und erwies ihr verschwenderisch die süßesten und berauschendsten Liebkosungen. Zuweilen tötete ich sie fast in wollüstigen Entzückungen, in der Hoffnung, sie würde fortan von keiner anderen Leidenschaft mehr wissen wollen, als von jener natürlichen, die die beiden Geschlechter in den Wonnen der Sinne und der Seele vereint. Aber ach! ich täuschte mich. Fannis Phantasie war geweckt worden – und zur Höhe dieser Phantasie vermochten alle unsere Liebesfreuden sich nicht zu erheben. Nichts kam in Fannis Augen den Verzückungen ihrer Freundin gleich. Unsere glorreichsten Liebestaten schienen ihr kalte Liebkosungen im Vergleich mit den wilden Rasereien, die sie in jener verhängnisvollen Nacht kennen gelernt hatte.«
72 Seiten, 4.80 Euro
Buchempfehlung
Im nach dem Wiener Kongress neugeordneten Europa entsteht seit 1815 große Literatur der Sehnsucht und der Melancholie. Die Schattenseiten der menschlichen Seele, Leidenschaft und die Hinwendung zum Religiösen sind die Themen der Spätromantik. Michael Holzinger hat elf große Erzählungen dieser Zeit zu diesem Leseband zusammengefasst.
430 Seiten, 19.80 Euro