66. Die Gedichte des Giovanni Meli in sizilianischer Mundart sind entzückende, zarte Poesien, die leider ein wenig durch ihre mythologischen Anspielungen einbüßen.
66. Kapitel Amantium irae 1 Die Offenheit und die Güte Amelias mußten selbst eine so verstockte kleine Sünderin wie Becky rühren. Sie erwiderte Emmys Liebkosungen und freundliche Worte mit so etwas wie Dankbarkeit und einem Gefühl, das zwar nicht dauernd, aber doch ...
Gaius Petronius Arbiter (Titus?) (? – 66 n. Chr.)
62. Die Ehe in Europa Bis hierher haben wir die Ehefrage nur theoretisch beleuchtet, wenden wir uns nun zu den Tatsachen. 66 Welches Land der Erde hat die glücklichsten Ehen? Unstreitbar das protestantische ...
Einundzwanzigstes Kapitel. Ich möchte nur wissen, was dieser Lärm, was dieses Hin- und Herlaufen da oben bedeutet? sagte mein Vater, nachdem er anderthalb Stunden lang kein Wort gesprochen, und wandte sich dabei zu meinem Onkel Toby, der ihm gegenüber am Kamine saß und die ...
Neuntes Kapitel. Die Höhle. – Das schwimmende Haus. – Reiche Beute. – Ich wollte nun noch einmal einen Ort aufsuchen, den ich bei meiner Expedition neulich entdeckt hatte, ungefähr in der Mitte der Insel. So machten wir uns denn auf die Lappen und ...
Dreiundvierzigstes Kapitel. Mein Vater schritt einmal durchs Zimmer, dann setzte er sich wieder und beendigte das Kapitel. Die Hülfsverben, von denen hier die Rede ist, fuhr mein Vater fort, sind sein, haben, werden, mögen, sollen, wollen, lassen, dürfen, können, ...
Klabund Bracke Wer bist du? Tritt näher, daß ich dir ins Gesicht sehe. Deine Wangen sind gefurcht, deine Augen verschleiert. Ahnungen hängen dir wie Fransen in die Stirn. Wo ist dein Wissen? Dein Gewissen? Deine Wissenschaft? Du weißt nichts. Du ...
Fanny Lewald Jenny Von der Verfasserin von Clementine Bei Gerhard, dem ersten Restaurant einer großen deutschen Handelsstadt, hatte sich im Spätherbst des Jahres achtzehnhundertzweiunddreißig nach dem Theater eine Gesellschaft von jungen Leuten in einem besondern Zimmer zusammengefunden, die anfänglich während des Abendessens heiter die Begegnisse des Tages ...
Biographie Anfang 1. Jahrhundert ? Petronius Arbiter lebt im ersten Jahrhundert n. ... ... Fragmente erhalten sind, zum Teil in Versen, zum Teil in Prosa geschrieben. 66 Petronius wird beschuldigt, an der 65 aufgedeckten, von C. Calpurnius Piso ...
Dora Duncker Großstadt In einem geräumigen Zimmer, dessen Einrichtung so einfach war, dass sie beinahe an Armut grenzte, sassen zwei junge Mädchen in tiefer Trauerkleidung und ein Mann, der die Höhe der Sechzig erreicht haben mochte, um einen runden, mit einer blau und rot gewürfelten Decke ...
Ida Boy-Ed Vor der Ehe Die Tagesarbeit war abgeschlossen. Nun saß Frau Sophie an ihrem Teetisch und zögerte noch, sich mit der Post zu beschäftigen. Es tat so wohl, den Nerven eine kurze Schonung zu gönnen. Es war so notwendig, sich diesem Zustand hinzugeben, der ...
Hermann Essig Der Taifun Kätzi gewidmet Susanne Flaubert gefiel es längst nicht mehr in Brüssel. Ihre Freunde waren außer Landes. Sie saß trübselig in ihrer Wohnküche. Am Gasbratofen stand Käterchen, ihr Dienstmädchen, und machte Rühreier. Sie tapfte gleichgültig und gedankenarm ...
Hedwig Dohm Sibilla Dalmar Roman aus dem Ende unseres Jahrhunderts Frau Dalmar lag in der zwölften Nachtstunde mit einem Buch in der Hand auf der Chaiselongue ihres Schlafzimmers, und las oder versuchte zu lesen. Ihr Gatte war mit ihrer Tochter Sibilla auf einem Ball. Vor ihrer ...
Hedwig Dohm Christa Ruland Frau Justizrätin Harriet Ruland hatte ihren Jour. Ihre Erscheinung, vom Kopf bis zu den Füßen, war von vollendeter Eleganz, ebenso wie das zierliche Theetischchen – japanisch, mit Elfenbein eingelegt – und der Salon selbst, dem nichts zu fehlen schien. Da waren die ...
Elisabeth von Heyking Tschun Eine Geschichte aus dem Vorfrühling Chinas Tschun war ein schmutziger kleiner chinesischer Junge. Er war nicht schmutziger als andere kleine chinesische Jungen. Er war im Gegenteil etwas reiner. Denn Tschuns Mutter war Christin. Und Christentum bedeutet in China unter anderem auch gelegentliches Waschen ...
Eduard von Keyserling Dumala Der Pastor von Dumala, Erwin Werner, stand an seinem Klavier und sang: »Der Nebel stieg, das Wasser schwoll, Die Möwe flog hin und wied–e–r« – Er richtete seine mächtige Gestalt auf. Sein schöner Bariton erfüllte ...
Honoré de Balzac Vater Goriot (Le père Goriot) Frau Vauquer, geborene von Conflans, ist eine alte Frau, die seit vierzig Jahren in Paris in der Rue Neuve-Sainte-Geneviève zwischen dem Quartier Latin und dem Faubourg Saint-Marcel eine gutbürgerliche Pension führt. Diese Pension, die ...
Friedrich Spielhagen Faustulus Seit zehn Minuten hatten sie kein Wort zu einander gesprochen. Wenn er, im Zimmer mit langen Schritten auf und ab schreitend, sich nach dem Sofa wandte, in dessen Ecke sie unbeweglich saß, den Kopf an die hohe Lehne zurückgebogen, sah er nur eben ...
Zweites Kapitel. Am folgenden Morgen um zehn Uhr schlief Nana noch. Sie bewohnte das zweite Stockwerk eines großen neuen Hauses auf dem Boulevard Haußmann. Der Eigentümer des Hauses vermietete seine Wohnungen bis sie trocken wurden an alleinstehende Damen. Ein reicher Kaufmann aus Moskau, der nach ...
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