133 » Nicht mehr an sich denken .« – Man überlege ... ... man denkt dabei eben nicht mehr an sich, – sagt dieselbe Gedankenlosigkeit. Die Wahrheit ist: im Mitleid ... ... was irreführenderweise gewöhnlich Mitleid genannt zu werden pflegt, – denken wir zwar nicht mehr bewußt an uns, aber ...
313 Der nicht mehr erwünschte Freund . – Den Freund, dessen Hoffnungen man nicht befriedigen kann, wünscht man sich lieber zum Feinde.
123 Die Erkenntnis mehr als ein Mittel. – Auch ohne diese neue Leidenschaft – ich meine ... ... Mittel der Tugend feierte. Es ist etwas Neues in der Geschichte, daß die Erkenntnis mehr sein will als ein Mittel.
420 Wer leidet mehr? – Nach einem persönlichen Zwiespalt und Zanke zwischen einer Frau und einem Manne leidet der eine Teil am meisten bei der Vorstellung, dem anderen wehgetan zu haben; während jener am meisten bei der Vorstellung leidet, dem anderen nicht genug wehgetan ...
280 Mehr Achtung vor den Wissenden ! – Bei der Konkurrenz der Arbeit und der Verkäufer ... ... . Also auch auf dem Gebiete der Arbeit muß unser Losungswort sein: »Mehr Achtung vor den Wissenden!«
172 Die Dichter keine Lehrer mehr . – So fremd es unserer Zeit klingen mag: es gab Dichter und Künstler, deren Seele über die Leidenschaften und deren Krämpfe und Entzückungen hinaus war und die deshalb an reinlicheren Stoffen, würdigeren Menschen, zarteren Verknüpfungen und Lösungen ihre ...
218 Der Stein ist mehr Stein als früher . – Wir verstehen im allgemeinen Architektur nicht mehr, wenigstens lange nicht in der Weise, wie wir Musik verstehen. Wir ... ... der Rhetorik entwöhnt sind, und haben diese Art von Muttermilch der Bildung nicht mehr vom ersten Augenblick unseres Lebens ...
300 Inwiefern auch im Guten das Halbe mehr sein kann als das Ganze . – Bei allen Dingen, die auf Bestand eingerichtet werden und immer den Dienst vieler Personen erfordern, muß manches weniger Gute zur Regel gemacht werden, obschon der Organisator das Bessere ...
... Die Insel hatte zur Kaftizeit sicher nicht mehr als 100000 Bewohner 1 in mehreren Stämmen und Schichten, von denen gewiß ... ... die von dem Anlaß längst nichts mehr wußten. Trotzdem ist seine Zeit annähernd bestimmbar. Der Name Japhet (Kafti) ... ... Tell el Amarna, die beide aus dem 14. Jahrhundert stammen, nicht mehr vor, obwohl Hethiter wie Ägypter ...
136 Hauptgrund der Verderbnis des Stils . – Mehr Empfindung für eine Sache zeigen wollen, als man wirklich hat , verdirbt den Stil, in der Sprache und in allen Künsten. Vielmehr hat alle große Kunst die umgekehrte Neigung: sie liebt es, gleich jedem ...
... und Schutz -Instinkte des Lebens nicht mehr fungieren. Wir sammeln nicht mehr, wir verschwenden die Kapitalien der Vorfahren ... ... Sich-Wälzen in Selbstverachtung und Zerknirschung ist eine Krankheit mehr, aus der nimmermehr das »Heil der Seele«, sondern immer nur ... ... ihnen übrig, als, je mehr sie das Dasein begriffen, um so mehr zu ihm nein zu ...
... Begierde geschaffen hat. Wir legen den Dingen immer mehr Wert bei, je mehr unsre Begierde nach ihnen wächst: wenn die ... ... das andere nicht wollen? Ist die Vermehrung der Tugendhaftigkeit zugleich verträglich mit einer Vermehrung der Klugheit und Einsicht? Dubito ... ... in abnützender Arbeit, bei der man nicht mehr zu sich selber kommt. [887] Inwiefern ...
... die Dinglichkeit erfunden und in den Sensationen-Wirrwarr hineininterpretiert. Glauben wir nicht mehr an das wirkende Subjekt, so fällt auch der Glaube an wirkende ... ... das zu schaffen ist und das den Namen für einen Prozeß abgibt, mehr noch für einen Willen der Überwältigung, der ...
... (Symptom einer erwachten Skepsis: Moral soll nicht mehr als Gegensatz gefühlt werden); mehrere Mittel, selbst ein transzendenter Weg. ... ... Grad Realität nach dem Wertgrade ab und sagte: je mehr »Idee«, desto mehr Sein. Er drehte den Begriff »Wirklichkeit« herum ... ... sich als begünstigend erweisend. Aber mir scheint schon das Mehrgefühl, das Gefühl des Stärker-werdens, ganz ...
... exzessiven Gegensätze, überhaupt keine Gegensätze mehr brauchen... wir dürfen die Sinne lieben, wir haben sie in jedem ... ... ). Im Fall B ist es ein Symptom der Krankheit selbst, vermehrt die décadence; hier wirkt es einem korroborierenden System der Behandlung ... ... und dem Rest so furchtbar wie möglich aufgerissen werden... Diese Kluft vermehrt die Selbstachtung, den Glauben an das ...
... Furcht vor einer drohenden Möglichkeit, vielmehr aus Furcht vor einem Leben, dem ein Reiz abgeht. Diese hedonische Wendung ... ... kein »Gesetz«, sondern ein Machtverhältnis zwischen zwei oder mehreren Kräften. Zu sagen »aber gerade dies Verhältnis bleibt sich gleich!« heißt ... ... Untergehens. Die Einheit (der Monismus) ein Bedürfnis der inertia; die Mehrheit der Deutung Zeichen der Kraft. Der ...
... Zukunft der Ehe : – eine Steuer-Mehrbelastung (bei Erbschaften), auch Kriegsdienst-Mehrbelastung der Junggesellen von einem bestimmten Alter ... ... , jeder Ehe vorangehend und von den Gemeinde-Vorständen unterzeichnet: worin mehrere bestimmte Fragen seitens der Verlobten und der Ärzte beantwortet sein müssen ... ... in jedem Falle: aber was liegt daran? Ist er nicht sehr viel mehr, als bloß ein deutsches Ereignis ...
... kühl und etwas gestiegen. Ich habe den Schwertsprung mehrere Male versucht; auch so ziemlich gelernt. – – In Gaudys wandernden ... ... den achten Psalm auf. – Ich schreibe jetzt fast gar keine Gedichte mehr und die wenigen sind gewöhnlich etwas gewöhnlich. So habe ich in Pforta ...
... wurden. – So, nun haben wir uns genug angesehen, ein andermal mehr. – Ich war an dem Himmelfahrtstag in die Stadtkirche gegangen und hörte ... ... sind die Säulen, auf die sich nur deutsche Musik und ich gründete. Auch mehrere Oratorien hörte ich damals. Das tief ergreifende Requiem war ...
... doch nicht, daß das Böse sich mehr und mehr entwickeln soll, sondern vielmehr, daß das Böse zurückgedrängt werden ... ... Individuum nicht in ein andres Wesen verwandeln, sondern es je mehr und mehr zu dem machen, ... ... das thue, fühle ich zugleich, daß ich je mehr und mehr mich selber entwickle. Ich liebe ...
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