419 Mut in der Partei . – Die armen Schafe sagen zu ihrem Zugführer: »gehe nur immer voran, so wird es uns nie an Mut fehlen, dir zu folgen«. Der arme Zugführer aber denkt bei sich: »folgt mir nur immer nach, so wird ...
489 Freunde in der Not . – Mitunter merken wir, daß einer unsrer Freunde mehr zu ... ... ihn von uns fortbeleidigen . – Dies ist ebenfalls da nötig, wo wir in eine Art zu denken übergehen, welche ihm verderblich sein würde: unsere Liebe zu ...
96 »In hoc signo vinces. « – So vorgeschritten Europa ... ... der alten Brahmanen erreicht, zum Zeichen, daß in Indien vor vier Jahrtausenden mehr gedacht wurde und mehr Lust ... ... nicht herum, sondern sehen wir zunächst zu, daß Europa nachholt, was in Indien, unter dem Volke der Denker, schon vor einigen ...
Die »Vernunft« in der Philosophie 1 ... ... in Widerspruch. Woher also stammen sie? – Und in Indien wie in Griechenland hat man den gleichen Fehlgriff gemacht: »wir ... ... und eine »scheinbare«, sei es in der Art des Christentums, sei es in der Art Kants (eines ...
148 Ausblick in die Ferne . – Sind nur die Handlungen ... ... andere Definition lautet –, welche in Freiheit des Willens getan werden, so gibt es ebenfalls keine moralischen Handlungen! ... ... diesen das böse Gewissen ! Und da diese bisher weit die häufigsten waren und in alle Zukunft es sein werden ...
321 Gefahr in der Unschuld . – Die unschuldigen Menschen werden in allen Stücken die Opfer, weil ihre Unwissenheit sie hindert, zwischen Maß und Übermaß zu unterscheiden und beizeiten vorsichtig gegen sich selber zu sein. So gewöhnen sich unschuldige, das heißt unwissende junge ...
In Jena Ich hatte meine Ferien unglücklicherweise mit zwei Übeln begonnen, ... ... sich der Weg zwischen zwei Bergreihen, von denen die eine in reichlichem Getreide prangte, die andere aber kahl und öde ein trauriges Bild der Verödung darbot. Endlich sahen wir in der Ferne die Türme der ...
122 Die Zwecke in der Natur . – Wer, als unbefangener Forscher, der Geschichte des Auges und seiner Formen bei den niedrigsten Geschöpfen nachgeht und das ganze schrittweise Werden des Auges zeigt, muß zu dem großen Ergebnis kommen: daß das Sehen nicht die ...
282 Gefahr in der Schönheit . – Diese Frau ist schön und klug: ach, wie viel klüger aber würde sie geworden sein, wenn sie nicht schön wäre!
257 Worte in uns gegenwärtig . – Wir drücken unsere Gedanken immer mit den Worten aus, die uns zur Hand sind. Oder um meinen ganzen Verdacht auszudrücken: wir haben in jedem Momente eben nur den Gedanken, für welchen uns die Worte zur Hand ...
... – der gesamte Strom stürzte sich bald in dieses, bald in jenes Tal und bohrte in die dunkelsten Schluchten: – in der Nacht dieses halb unterirdischen Wühlens ... ... sich mit sich verständigen, über das Wesen der Welt in Vorgängen denken, in Tönen philosophieren; der Rest des ...
425 Wir Götter in der Verbannung ! – Durch Irrtümer ... ... Verdächtigung, Verkennung, und noch mehr Elend des einzelnen in sich und an sich in die Welt gekommen. Die Menschen sind leidende Geschöpfe geworden, infolge ihrer ... ... eingekauft haben, das ist, alles in allem, ein Gefühl, als ob sie im Grunde zu gut und ...
245 Lob in der Wahl. – Der Künstler wählt seine Stoffe aus: das ist seine Art zu loben.
182 In der Einsamkeit. – Wenn man allein lebt, so spricht man nicht zu laut, man schreibt auch nicht zu laut: denn man fürchtet den hohlen Widerhall – die Kritik der Nymphe Echo. – Und alle Stimmen klingen anders in der Einsamkeit!
63 Das Weib in der Musik. – Wie kommt es, daß warme und regnerische Winde auch die musikalische Stimmung und die erfinderische Lust der Melodie mit sich führen? Sind es nicht dieselben Winde, welche die Kirchen füllen und den Frauen verliebte Gedanken geben?
216 Gefahr in der Stimme. – Mit einer sehr lauten Stimme im Halse, ist man fast außerstande, feine Sachen zu denken.
Die Schillerfeier in Pforta Den 8. 12. 1859 Der hundertjährige ... ... so wurden auch an diesem Tage in allen Schauspielhäusern nur schillersche Stücke gegeben, in geschlossenen Gesellschaften vorzügliche Szenen aus ... ... durch die Gewalt der Töne in all die Situationen und Lebensbilder, die die Glocke vor uns aufrollt. Wir ...
132 Die ausklingende Christlichkeit in der Moral . – » On ... ... Ganze zu suchen sei, ob in einem bestehenden oder zu begründenden Staate, oder in der Nation oder in einer Völker-Verbrüderung oder in kleinen neuen wirtschaftlichen Gemeinsamkeiten. Hierüber gibt es jetzt viel ...
166 Immer in unserer Gesellschaft. – Alles, was meiner Art ist, in Natur und Geschichte, redet zu mir, lobt mich, treibt mich vorwärts, ... ... –: das andere höre ich nicht oder vergesse es gleich. Wir sind stets nur in unserer Gesellschaft.
324 In media vita! – Nein! Das Leben hat mich nicht enttäuscht! Von Jahr ... ... oder ein Müßiggang – für mich ist sie eine Welt der Gefahren und Siege, in der auch die heroischen Gefühle ihre Tanz- und Tummelplätze haben. » Das Leben ...
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Hume hielt diesen Text für die einzig adäquate Darstellung seiner theoretischen Philosophie.
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1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.
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