Apologie

[98] Apolŏgie nannten die Griechen jede mündliche und schriftliche Vertheidigung. So hat man eine Apologie des Sokrates, worin dessen Schüler Plato ihn, der unverdient den Giftbecher nehmen mußte, vor der Nachwelt rechtfertigt. Für die protestantische Kirche ist besonders die Apologie der augsburg. Confession von Wichtigkeit, worin Melanchthon dieselbe gegen die Angriffe katholischer Gegner vertheidigte. – Apologeten nennt man insbesondere die Männer, welche in den ersten Jahrhunderten die christliche Religion in besondern Schriften gegen die heidnischen Philosophen vertheidigten und sie dem Schutze der röm. Kaiser anempfahlen.

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Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1837., S. 98.
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