Polemik

[516] Polēmik. Unter diesem, aus dem Griechischen entlehnten Ausdrucke, welcher eigentlich die Streit- und Kriegskunst oder Wissenschaft bedeutet, versteht der Sprachgebrauch aber blos den gelehrten und wissenschaftlichen, überhaupt literarischen Streit. Man nennt daher eine Schrift polemisch, wenn darin wissenschaftliche Behauptungen Anderer angefochten und bekämpft werden, und sagt von Jemand, der dies schriftlich oder auch mündlich thut, er polemisire. Früher war die Polemik ein sorgfältig bearbeiteter Theil der christlichen Theologie, über deren Vertheidigung wider ihre Gegner, sowie die Bekämpfung der Letztern und überhaupt Andersdenkender, sie Grundsätze und Regeln aufstellte. Vom Letztern, d.h. von einem angreifenden Verfahren, ist man jedoch in neuerer Zeit fast ganz abgegangen und hat sich vorzugsweise an das apologetische oder vertheidigende gehalten, daher auch für die Anleitung dazu den Namen Apologetik gewählt.

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Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1839., S. 516.
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Bideau, Bernadette

Analyse der Polemik um Benito Jerónimo Feijoos ''discurso Voz del pueblo'' aus dem ''Teatro crítico universal'' (1726-1739)

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