Sünde

[790] Sünde, nach theol. Sprachgebrauch jede Abweichung vom göttlichen Gebot, unterschieden in Erbsünde (s.d.) und Tat-S., Gedanken-, Wort- und Werk-S., ferner in Begehungs- und Unterlassungs-, vorsätzliche oder Bosheits- und unvorsätzliche oder Schwachheits-, vergebbare oder läßliche und unvergebbare S. Zu letztern gehört (nach Matth. 12, 31 fg.) eigentlich nur die S. wider den Heiligen Geist, d.h. der Grad von Verstockung, in welchem die erfahrenen Wirkungen des Heiligen Geistes verleugnet und so die Reue und Vergebung unmöglich wird. – Vgl. Julius Müller (neue Ausg. 1888).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 790.
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Sunde, Hans N.

Hans Nicolai Sunde

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