Empiriokritische Axiome

[262] Empiriokritische Axiome. Deren stellt R. AVENARIUS zwei auf als Voraussetzungen des »Empiriokriticismus« (s. d.): 1) »Jedes menschliche Individuum nimmt ursprünglich sich gegenüber eine Umgebung mit mannigfachen Bestandteilen, andere menschliche Individuen mit mannigfachen Aussagen und das Ausgesagte in irgend welcher Abhängigkeit von der Umgebung an. Alle Erkenntnisinhalte der philosophischen Weltanschauungen – kritischer oder nichtkritischer – sind Abänderungen jener ursprünglichen Annahme« (Axiome der Erkenntnisinhalte). 2) »Das wissenschaftliche Erkennen hat keine wesentlich anderen Formen oder Mittel als das nichtwissenschaftliche, alle speciellen wissenschaftlichen Erkenntnis-Formen oder -Mittel sind Ausbildungen vorwissenschaftlicher« (Axiome der Erkenntnis formen) (Krit. d. rein. Erf. I, Vorr. VII).

Quelle:
Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. 262-263.
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262 | 263
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