Buddhismus

[81] Buddhismus, die Lehre Buddhas (um 500 v. Chr). = Eine Metaphysik[82] enthält der B. nicht, wohl aber eine Ethik auf Grundlage des Pessimismus, da nach Buddha alles individuelle Sein nichtig und mit Schmerzen behaftet ist. Das Ich ist aber nichts Reales, Dauerndes; wenn die Begierde zum Leben gänzlich erlischt, dann hört alle Seelenwanderung auf und wir treten aus der nichtigen Welt der »Sansara« in das »Nirwana«, wo alle Individualität erlischt.

SCHRIFTEN: Vgl. T. W. Rhys DAVIDS, Buddhism, 1878; deutsch in der Univers.-Bibl. – H. OLDENBERG, Buddha, 5. A. 1906. – H. KERN, Der Buddhismus, 1882-84. – Buddhas Reden, deutsch von K. E. NEUMANN, 1896 ff.

Quelle:
Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. Berlin 1912, S. 81-82.
Lizenz:
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