Siebentes Kapitel
Wandlungen

[566] Welche Wandlungen in der Stimmung und den Absichten des Kaisers während der letzten Wochen vor meiner Entlassung Statt gefunden haben, darauf kann ich aus seinem Verhalten und aus mir später zugegangenen Mittheilungen nur mehr oder weniger sichere Schlüsse machen. Nur über die psychologischen Vorgänge in mir selbst vermag ich an der Hand gleichzeitig von Tage zu Tage gemachter Notizen mir im Rückblick Rechenschaft zu geben. Beides hat natürlich in Wechselwirkung gestanden, aber die beiderseitigen in der Zeit parallelen Vorgänge synoptisch darzustellen ist nicht thunlich. In meinem Alter hing ich nicht an meinem Posten, nur an meiner Pflicht. Die nach und nach hervortretenden Anzeichen, daß der Kaiser – man ließ Se. Majestät glauben (Boetticher, Berlepsch), ich stände seiner Popularität bei den Arbeitern im Weg – mehr Vertrauen zu Boetticher, Verdy, zu meinen Räthen, zu Berlepsch und andern unberufenen Rathgebern hatte als zu mir, haben mich zu wiederholter Erwägung veranlaßt ob und wie mein volles oder theilweises Ausscheiden ohne Schädigung der staatlichen Interessen rathsam sei. Ich habe ohne Verstimmung in mancher schlaflosen Nacht die Frage erwogen, ob ich mich den Schwierigkeiten entziehen solle und dürfe, die ich als bevorstehend ansah. Ich kam stets zu dem Ergebniß, daß ich ein Gefühl von Pflichtwidrigkeit im Gewissen behalten würde, wenn ich mich den Kämpfen, die ich voraussah, versagte. Ich fand die Neigung des Kaisers, den Ruhm seiner kommenden Regierungsjahre nicht mit mir theilen zu wollen, psychologisch erklärlich und sein Recht dazu klar, entfernt von jeder Empfindlichkeit. Die Befreiung von jeder Verantwortlichkeit hatte bei meiner Ansicht über den Kaiser und seine Ziele viel Verführerisches für mich; aber mein Ehrgefühl kennzeichnete mir diese Regung als Scheu vor Kampf und Arbeit im Dienste des Vaterlandes, als unverträglich mit tapferem Pflichtgefühl. Ich befürchtete damals, daß die Krisen, die uns, wie ich glaube, bevorstehen, schneller eintreten würden. Ich sah nicht voraus, daß ihr Eintritt durch Verzicht auf jedes Socialistengesetz, durch Concessionen an Reichsfeinde verschiedener Gattung verschoben werden würde. Ich hielt und halte dafür, daß sie um so gefährlicher sein werden, je später sie eintreten. Ich hielt den Kaiser für kampflustiger, als er war oder unter fremdem Einfluß blieb, und[567] hielt für Pflicht, ihm mäßigend, eventuell kämpfend, zur Seite zu bleiben.

Nachdem sich während der zweiten Februarwoche bei mir der Eindruck verstärkte, daß der Kaiser wenigstens die socialen Angelegenheiten in dem Glauben, sie versöhnlich leiten zu können, ohne mich und nachgiebiger, als ich für gerathen hielt, entwickeln wolle, beschloß ich Klarheit darüber zu schaffen und sagte in einem Vortrage am 8. Februar: »Ich fürchte, daß ich Ew. M. im Wege bin.« Der Kaiser schwieg, bejahte also. Ich entwickelte darauf à l'amiable die Möglichkeit, wie ich in dem Falle zunächst meine preußischen Aemter niederlegen, nur das von meinen Gegnern seit mehr als zehn Jahren für mich empfohlene »Altentheil des Auswärtigen« behalten und das Kapital von Erfahrung und Vertrauen, welches ich mir in Deutschland und im Auslande erworben, ferner für Kaiser und Reich nutzbar machen könne. S.M. nickte zu diesem Theile meiner Darlegung zustimmend und fragte am Schlusse in lebhaftem Tone: »Aber die Militärforderungen werden Sie doch noch im Reichstage durchbringen?« Ich antwortete, ohne deren Umfang zu kennen, daß ich bereitwillig dafür eintreten würde. Mir war die Socialisten-Frage zunächst wichtiger als die militärische, nachdem ich uns, bis auf Artillerie und Avancirte, stark genug hielt. Verdy war ohne mich ernannt worden; es war seit 1870 Verstimmung zwischen uns und ich sah ihn als mouchard des Kaisers im Ministerrathe an. Seine Ernennung war schon ein Schachzug des Kaisers gegen mich, und ich sah es nicht als meine Aufgabe an, die weitgehenden Pläne, die nomine des Kaisers und Verdys als »unaufschieblich« eingebracht wurden, in erster Linie zu bekämpfen. 117 Millionen beriefen zuerst die Finanzminister zum Kampf und die Verbündeten, dann den Reichstag. Mir war, als Rückzugsgefecht, die Socialisten-Frage dringlicher als die Verdy'sche Vorlage, und sie ist es auch.

Ich schlug des Weiteren vor, mein Ausscheiden aus den Preußischen Aemtern, wenn S.M. es wünsche, auf den Wahltag (20. Februar) zu verlegen, damit dasselbe weder als Folge der Wahlen erschiene noch auf dieselben einwirke, die ich schon durch die Kaiserlichen Erlasse für gefährdet hielt. Ich empfahl in meinem Programm, im Preußischen Dienste jedenfalls einen General zu meinem Nachfolger zu wählen, weil ich fürchtete, daß in etwaigen Kämpfen mit socialistischen Bewegungen und bei wiederholter Auflösung des Reichstags liberale Minister den Kaiser widerwillig vertreten würden, wie etwa Bodelschwingh und andere, denen[568] wenigstens der persönliche Muth nicht fehlte, den König im März 1848 so geführt haben, daß reaktionäre Wege ungangbar wurden. Die wichtigsten Ressorts für solche Fälle, sagte ich Sr. M., seien Polizei, Krieg und Justiz. Die Polizei sei in der Hand des Ministers des Innern, Herrfurth, eines liberalen Bureaukraten. Das Kriegsministerium, auf welches 1848 die Widerstandskraft und der schließliche Sieg des Königs sich gründete, sei ebenfalls in liberalen Händen, die politischen Ideale des Herrn von Verdy würden sich mit denen der meisten seiner Vorgänger kaum decken. Von dem Justizminister hinge die Haltung der Staatsanwälte ab, und Herr von Schelling sei ein ausgezeichneter Jurist, und conservativ gesinnt, aber verlebt und zu einem opfermuthigen Eingreifen in schwierigen Lagen nicht der Mann. Auch Boetticher sei kein Held und breiweich veranlagt. Nur eine militärische Spitze könne im Nothfall die civilistischen Schwächen decken. Als einen geeigneten General bezeichnete ich Caprivi, der zwar in der Politik fremd sei, aber doch ein für den König zuverlässiger Soldat; in der Politik könne er in ruhigen Zeiten als Ministerpräsident ohne Ressort sich wesentlich zurückhalten. Davon, daß Caprivi mein Nachfolger im auswärtigen Dienste werden könne, war damals nicht die Rede. Der Kaiser stimmte dem Gedanken, daß ich aus den Preußischen Aemtern austreten solle, zu, und bei Nennung des Namens Caprivi glaubte ich auf seinem Gesichte den Ausdruck der befriedigten Ueberraschung zu lesen. Derselbe schien schon vorher Sr. Majestät Candidat gewesen zu sein. Ich konnte danach vermuthen, daß die kurz nach dem Kronrath vom 24. Januar erfolgte Berufung des Generals von Hannover nach Berlin zu einem anderen Zwecke erfolgt sei als zu einer militärischen Besprechung. Merkwürdig war mir, daß Caprivi auch der Candidat Windthorst's war. Zwischen Caprivi und Zentrum bestanden Beziehungen seit der Zeit des Culturkampfes und der Reichsglocke, via Lebbin.

In der Ministersitzung vom 9. Februar deutete ich meine Absicht an, aus den Preußischen Aemtern zurückzutreten. Die Collegen schwiegen mit verschiedenem Gesichtsausdruck, nur Boetticher sagte einige Worte ohne Tragweite, fragte mich aber nach der Sitzung, ob er als Ministerpräsident den Rang vor dem alten Generalobersten von Pape bei Hofe haben würde. Ich sagte zu meinem Sohne: »Die sagen zu dem Gedanken, mich los zu werden, Alle Ouf!, erleichtert und befriedigt.«

Der Wunsch des Kaisers, daß ich die damals von ihm beabsichtigte hohe Militärforderung vertreten solle, veranlaßte mich zu[569] einer wiederholten Prüfung der Verhältnisse, wie sie sich gestalten würden, wenn ich schon am 20. Februar aus meinen Preußischen Aemtern zurückträte. Ich hatte zu erwägen, daß die Vertretung der Verdy'schen, und auch minder weitgehender Vorlagen mit wenig Gewicht und weniger Aussicht auf Erfolg geschehen würde, wenn ich zu der Zeit nicht mehr in demselben Maße wie bisher als Träger des kaiserlichen Vertrauens erschiene, nicht mehr als Leiter der Preußischen Politik im Bundesrathe auftreten könnte, sondern die Instructionen meiner Preußischen Collegen und Nachfolger auszuführen hätte. Unter Entwicklung dieser Gründe empfahl ich daher in einem Vortrage am 12. Februar dem Kaiser, die Entscheidung über meinen Rücktritt nicht am 20. Februar eintreten zu lassen, sondern sie bis nach den ersten gewonnenen oder verlorenen Abstimmungen des neuen Reichstags über die Militärforderung und Erneuerung des Socialistengesetzes, voraussichtlich bis Mai oder Juni, aufzuschieben. S.M., von meinem Vortrage wie mir schien unangenehm berührt, sagte: »Dann bleibt also einstweilen Alles beim Alten.« Ich erwiderte: »Wie Ew. M. befehlen. Ich fürchte schlechte Wahlen, und es wird der ganzen bisherigen Autorität bedürfen, um auf den Reichstag zu wirken; mein früheres Gewicht im Reichstage ist ohnehin vermindert durch die schon bekannt gewordene Minderung des allerhöchsten Vertrauens zu mir.«

Obwohl ich vollkommen überzeugt war, daß der Kaiser mich los sein wollte, so ließen meine Anhänglichkeit an den Thron und meine Zweifel an der Zukunft es mir als eine Feigheit erscheinen davonzugehen, ehe ich alle Mittel erschöpft hätte, um die Monarchie vor Gefahren zu behüten oder dagegen zu vertheidigen. Nachdem der Ausfall der Wahlen sich übersehen ließ, entwickelte ich, in der Ueberzeugung, daß S.M. die bis dahin mir gegenüber seit Jahren kund gegebene Politik auch der neuen Wahlsituation gegenüber fortführen wolle, in einem Vortrage am 25. Februar ein Programm. Wegen der Zusammensetzung des Reichstags und behufs Vertretung der bisherigen Socialpolitik sowie der nöthigen Militärforderungen hielt ich jetzt mein Verbleiben bis nach den ersten parlamentarischen Kämpfen noch mehr für nothwendig, um unsre Zukunft gegen die socialistische Gefahr sichern zu helfen. S.M. würde in Folge der bezüglich der Streiks beobachteten Politik und der Erlasse vom 4. Februar vielleicht früher, als sonst geschehn wäre, gegen die Socialdemokratie kämpfen müssen; wolle er das, so würde ich den Kampf gern führen, solle aber Nachgiebigkeit die Parole sein, so sähe ich größere Gefahren voraus; dieselben würden[570] durch Aufschub der Krisis fortgesetzt wachsen. Der Kaiser ging darauf ein, wies Nachgiebigkeit von sich und acceptirte, wie mir schien, während er mir beim Abschiede die Hand gab, meine Parole No surrender!

Am folgenden Tage hatte er sich gegen seine Umgebung befriedigt über diesen Vortrag geäußert: Er wünsche nur, daß ich ihm noch mehr den Eindruck bereite, daß er allein regiere, und die Maßregeln von ihm ausgingen u.s.w.

In dem Glauben, die Zustimmung des Kaisers zu meinem Programm zu besitzen und bis etwa zum Juni in meinen Aemtern zu bleiben, erklärte ich in der Ministersitzung vom 2. März, S.M. sei entschlossen, die Situation zu acceptiren und zu fechten. Das Ministerium würde eventuell dazu reconstruirt werden müssen, ich würde seiner Zeit mein Portefeuille zur Verfügung stellen und nach Sr. M. letzten Aeußerungen dann den Auftrag erhalten, ein homogenes, zum Kampfe gegen die sociale Revolution bereites Ministerium zu bilden. Der Eindruck, den diese Eröffnung machte, war nicht bei allen Collegen ein gemüthlicher; der Ausdruck homogen wurde so verstanden, daß ein aggressives Vorgehen gegen den Socialismus Charakter-Eigenschaften erfordere, welche nicht Alle besaßen.

Am 8. März fand ich Grund, darüber nachzudenken, ob das Verhalten des Kaisers am Schlusse des Vortrags vom 25. Februar aus einer augenblicklichen, seitdem vorübergegangenen Erregung zu erklären oder ob es vielleicht nicht ernst gemeint gewesen sei. Bei Gelegenheit eines Vortrages über andere Gegenstände empfahl mir S.M., freundlicher gegen Boetticher zu sein; ich antwortete mit einer Beleuchtung seiner Insubordination und seiner Falschheit gegen mich, erwähnte namentlich, daß er, der gesetzlich im Reich mein Untergebner sei und im Staatsministerium nur als adlatus für mich Sitz habe, dennoch im Reichstage, namentlich in der socialen und der Sonntags-Frage, gegen mich werbe und wirke und daß er am 20. Januar Nachmittags den Bundesrath berufen, zum Eingehen auf den Initiativantrag des Reichstags wegen Aufbesserung der Beamtenbesoldungen bewogen und alsdann im Namen der verbündeten Regierungen eine entsprechende Erklärung im Reichstage abgegeben habe, in directem Widerspruche mit meiner ihm an dem Morgen des genannten Tages zugegangenen schriftlichen Anweisung.

Ich hatte kaum das Schloß verlassen, als der Kaiser Herrn von Boetticher mit einem sehr gnädigen Briefe den Schwarzen Adlerorden[571] übersandte. Ich war als Vorgesetzter des Decorirten davon nicht unterrichtet, und es unterblieb auch jede nachträgliche Mittheilung an mich.

Ungeachtet dieser gegen mich gerichteten Demonstration erhielt ich bei einem Vortrage am 10. nicht den Eindruck, daß der Kaiser mein Programm aufgegeben habe; S.M. erklärte, an den größeren Militärforderungen festhalten zu wollen, welche der Kriegsminister von Verdy Tags vorher in der Ministersitzung mit Nachdruck als unabweislich entwickelt hatte: die Scharnhorst-Boyen'sche Idee der Ausbildung jedes Waffenfähigen sei bei uns verlassen, von den Franzosen als nation armée aufgenommen; sie würden uns trotz einer um 11 Millionen geringeren Bevölkerung in kurzer Frist um 750000 ausgebildete Mannschaften überlegen sein. In der Ministersitzung am 12. März wurde über dieselbe Sache verhandelt und ergab sich, daß die dauernde Mehrbelastung nach Durchführung der Verdy'schen Pläne etwas über 100 Millionen Mark jährlich betragen würde. Auf die Frage, ob man sich nicht für diesen außerordentlichen Reichstag mit dem Dringlichsten begnügen könne und die nothwendige Artillerievorlage, die sicher Annahme finden würde, lieber nicht der Verzögerung einer durch die ganze Forderung bedingten Auflösung aussetzen solle, erklärte Verdy, das Ganze leide keinen Aufschub. Ich verlangte das Votum der Finanzchefs; Scholz und Maltzahn waren danach bereit, die Sache in finanzielle Behandlung zu nehmen. Eine Zukunftsziffer von über 100 Millionen mehr im Ordinarium des Heeres wurde in Aussicht genommen und sollte im Laufe von 10 Jahren allmählich verwirklicht werden.

Während ich so für die Ausführung des Kaiserlichen Programms thätig war, hatte der Kaiser dasselbe, wie ich glauben muß, aufgegeben, ohne mir eine Mittheilung darüber zu machen. Ich lasse unentschieden, ob es ihm mit demselben überhaupt Ernst gewesen ist. Es ist mir später mitgetheilt worden, daß der Großherzog von Baden, berathen von Herrn von Marschall, in jenen Tagen den Kaiser vor einer Politik gewarnt hat, die zu Blutvergießen führen könne; wenn es zu einem Conflicte käme, »so würde der alte Kanzler wieder im Vordergrunde stehen«.

Für mich lag in der Militärfrage nach heutiger Lage kein Grund zum Bruch mit dem Reichstage; ich vertrat sie zum Theil aus Ueberzeugung (Artillerie, Offiziere, Unteroffiziere), zum Theil weil ich es für die Aufgabe Andrer hielt (Finanz, Reichstag), dem Kaiser und seinem Verdy in dieser Frage Widerstand zu leisten.[572]

Ob es solcher Einwirkungen überhaupt bedurft hat, weiß ich nicht. Der Großherzog kam einige Tage vor dem 9. März, dem Todestage Kaiser Wilhelm's, in Berlin an, und nach meiner Wahrnehmung datirt aus der Zeit zwischen dem 8. und 14. März der Entschluß des Kaisers, das Kampfprogramm fallen zu lassen. Ich vermuthe, daß es ihm widerstrebt hat, sich mir gegenüber offen davon loszusagen, und daß statt dessen zu meinem Bedauern der Weg gewählt worden ist, mir das Verbleiben im Amte bis zu dem verabredeten Junitermine zu verleiden. Die bis dahin üblichen Formen des geschäftlichen Verkehrs mit mir erlitten in jenen Tagen eine einschneidende Aenderung, der ich die Ueberzeugung entnehmen mußte, daß der Kaiser meine Dienste nicht nur für entbehrlich, sondern auch für unwillkommen hielt, und daß S.M., anstatt mir dies mit der sonstigen Offenheit freundlich zu sagen, mir durch ungnädige Formen den Rücktritt nahe legte. Persönliche Verstimmung war in mir bis dahin nicht aufgekommen. Ich war ehrlich bereit, dem Kaiser an Gestaltung der Dinge nach seinem Willen zu helfen. Diese meine Stimmung wurde erst gestört durch Schritte vom 15., 16. und 17., die mich jeder eignen Verantwortlichkeit für mein Ausscheiden aus dem Dienste enthoben, und durch die Plötzlichkeit der Exmission, die mich nöthigte, meinen ein Menschenalter lang eingerichteten Haushalt auf eintägige Kündigung abzubrechen, ohne daß ich bis heut den eigentlichen Grund des Bruches mit authentischer Sicherheit erfahren hätte.

Quelle:
Bismarck, Otto Eduard Leopold: Gedanken und Erinnerungen. Stuttgart 1959, S. 566-573.
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