Ersten Dozentenjahre

1875 bis 1877

[202] Im Herbst 1875 begann ich meine Vorlesungen. Zu einer Morgenvorlesung über Logik und Erkenntnistheorie fanden sich neun Zuhörer ein. Es ist das einzige Mal, daß ich über Logik gelesen habe, so sehr ich damals in der Erkenntnistheorie den Mittelpunkt meiner Studien sah; noch einmal habe ich sie angekündigt, aber, durch Krankheit verhindert, nicht gehalten. Ich habe meinen Zuhörern die empiristische Erkenntnistheorie der Engländer zuzuführen gesucht. J. St. Mills Logik war mein Leitstern. In einem Publikum legte ich die Grundunterschiede der philosophischen Systeme einem größeren Kreise dar; es ist die Vorlesung, aus der nachher die Einleitung in die Philosophie hervorgegangen ist. Ich kann ihren Ursprung bis in Aufzeichnungen des Jahres 1870 zurückverfolgen. Zugleich begann ich philosophische Übungen zu halten, in den Donnerstag-Abendstunden von 6–8, die ich viele Jahre dafür beibehalten habe. Kants Kritik der reinen Vernunft war das erste Buch, das ich diesen Übungen zugrunde legte. Von Anfang an löste ich mich von den Vorbildern, die ich gesehen hatte, los: ich ließ weder den Text in der Stunde lesen, wie es in den Aristotelesübungen Trendelenburgs oder den Spinozaübungen Diltheys geschehen war, noch ließ ich ein langes schriftliches Referat anfertigen und vorlesen, wie Harms getan hatte, sondern ich forderte von den Teilnehmern, daß sie zu Hause sich vorbereiteten, ließ dann einen unter ihnen ganz kurz mündlich über Inhalt und Zusammenhang berichten und besprach endlich mit ihnen das Ganze und das Einzelne, immer in der doppelten Absicht: erst das Verständnis des Autors zu sichern, dann aber auch anzuleiten, zu dem von ihm Gesagten mit eigenem Urteil Stellung zu nehmen. Im wesentlichen ist das die Form meiner Übungen geblieben, nur daß ich immer mehr dahin gekommen bin, von zu ausführlicher Erklärung und Behandlung des Einzelnen abzusehen, und andrerseits die Leitung der Verhandlungen immer mehr von dem Zufall der guten oder schlechten Einfälle der Teilnehmer unabhängig zu machen. Dem, der an die Lektüre philosophischer Werke zuerst herangeht, geschieht es allzuleicht, daß er über lauter einzelnen Schwierigkeiten, an denen er hängen bleibt, und die er vergeblich aufzulösen strebt, zum Sinn des Ganzen nicht kommt, aus dem allein das Einzelne Licht empfängt: so vor allem bei Kant,[203] aber ebenso bei Spinoza. Und das Ende vergeblicher Bemühungen ist dann der Abfall von der Philosophie überhaupt. Bringt man die Teilnehmer dahin, auf das Ganze zu sehen, seine Bedeutung zu fassen und daraus die Stellung der größeren Abschnitte zu bestimmen: dann kann man ihnen überlassen, bei wiederholter Lektüre die Dunkelheiten und Unebenheiten im einzelnen sich selber aufzuhellen. Was aber das Zweite anlangt, so ergab schon die wachsende Zahl der Teilnehmer, die einen großen Teil in passive Zuhörer verwandelte, die Notwendigkeit, die Zügel der Leitung straffer anzuziehen. Ich hatte es früher wohl als Unrecht gegen die Einsichtigeren und besser Vorbereiteten empfunden, wenn der Leiter von Übungen auf jeden Irrtum oder jede Torheit eines vordringlichen und hartnäckigen Teilnehmers, der das Wort an sich riß, einging. Dieses Unrecht wollte ich meinen Zuhörern in den Übungen nicht widerfahren lassen, und so hab ich mich gewöhnt, rasch zuzufahren, sobald ich sehe, daß die Diskussion auf ein totes Geleise kommt, törichte Einwendungen oder Fragen, die zu keinem Ziel führen, von vornherein abzulehnen.

An diesen ersten Kantübungen nahmen zwei junge Landsleute von mir teil: F. Tönnies aus Husum und Kuno Francke aus Kiel. Die in jenen Stunden angeknüpfte Bekanntschaft, die übrigens bald auch zu anderweiter Begegnung im Hause und auf Spaziergängen führte, hat sich zu dauernder Freundschaft ausgewachsen. Beide waren damals dem Abschluß ihrer Studien nahe; alle möglichen Probleme sind von uns in leidenschaftlichen Erörterungen durchgesprochen worden, vor allem waren es wohl die sozialen Fragen, die eben damals in Deutschland die Jugend zu erregen begannen.

Ich berühre damit einen Punkt, auf den ich doch ein wenig näher eingehen muß. Ich hatte, es wird schon 1873 oder 74 gewesen sein, die Reden Lassalles kennen gelernt; sie waren mir zuerst in Exemplaren begegnet, die deutlich die Spuren der Arbeiterhände an sich trugen, durch die sie gegangen waren: sie wurden mir durch Erdmanns Schwager zugeführt. Ich hab sie mir dann alle gekauft und mit leidenschaftlicher Teilnahme gelesen. Die Kraft und das Selbstvertrauen des Mannes imponierten mir ebensosehr, als mir seine sozialistische Auffassung von Staat und Gesellschaft einleuchtete, sie fand an meinen altbefestigten Anschauungen, Gneist, Wagner, Hobbes, Carlyle überall Anlehnung. Der Staat nicht bloß Rechtsinstitut, sondern der allumfassende[204] Zweckverband zur Selbsterhaltung des Ganzen, zur Ermöglichung und Steigerung der Kultur und Wohlfahrt aller seiner Bürger. Aus der Heimat mitgebrachte Empfindungen, alte Gleichheitsgefühle aus der nordfriesischen Bauernwelt bildeten den Resonanzboden für die politischen Gedanken. In der Idee des »sozialen Königtums« hatten sie ihre Spitze. Entschiedene Abneigung gegen Vulgärliberalismus, Manchestertum und Laisser- faire-Doktrin bildete die Kehrseite. Die Gründerära mit ihren Ausschreitungen, die Pöbelliteratur, die Rührpossen auf der Bühne, alle die Dinge, die den jugendlichen Nietzsche zum »Unzeitgemäßen« machten, haben auch mich damals stark berührt. Ich habe Ursache, zu glauben, daß Empfindungen und Gesinnungen auf meine jugendliche Umgebung einigermaßen abfärbten.

Überhaupt war der propagandistische Trieb in meiner Natur niemals lebhafter als in diesen ersten Dozentenjahren. Im Besitz der ganzen Freiheit eines deutschen Privatdozenten fühlte ich aufs stärkste die darin liegende Verpflichtung, für die eigenen Überzeugungen rücksichtslos einzutreten. Von Rücksichten nehmender Klugheit hab ich niemals viel besessen; in jenen Jahren hielt ich es für geboten, an jedem Ort und zu jeder Zeit, bei passenden und bei unpassenden Gelegenheiten, meine Gedanken so schroff und so restlos als möglich auszusprechen. Die Zurückhaltung durch die Erwägung, ob der andere hören will und hören kann, hab ich erst sehr allmählich gelernt. So habe ich in dem Grunerschen Hause, so auch in meiner militärischen Umgebung aus meinen sozial-politischen Anschauungen kein Hehl gemacht, nicht selten Anstoß und Ärgernis erregt, öfter wohl noch ein erstaunt-skeptisches Lächeln hervorgerufen. Eines Tages, erinnere ich mich, ging ich mit P. Reichensperger im Grunerschen Garten spazieren: von den Vorgängen des Kulturkampfs kamen wir auf das begriffliche Verhältnis von Staat und Kirche; ich entwickelte die Gedanken der Souveränität als konstitutives Merkmal des Staats. »Das ist ja,« erwiderte er, »Hobbes' Lehre von der Staatsomnipotenz.« »Gerade das meine ich, sagte ich: es kann nicht ohne logischen Widerspruch zwei Souveränitäten und zwei Untertanenschaften auf demselben Boden geben. Ich bin ganz der Ansicht des Hobbes: der Staat kann nicht Unrecht tun.« Damit war dann der Boden für eine Verständigung uns unter den Füßen fortgezogen. Und ein andermal führte ein Gespräch im Tiergarten uns wieder an die Grenze: ich bezeichnete den[205] Begriff des Eigentums als einen vom Staat geschaffenen und daher formbaren; die Ersetzung des Privateigentums durch ein Kollektiveigentum sei daher rechtlich jederzeit möglich; und die Desorganisation der gegenwärtigen Gesellschaft müsse den Staat vor die Aufgabe der Organisation der Arbeit und der Produktion stellen. Meine rücksichtslose Dialektik brachte den Mitunterredner bald zum Schweigen, ein Erfolg, den ich mir damals höher anrechnete, als ich es jetzt tun würde: es war die mit dem zunehmendem Alter hervortretende Abneigung, über Prinzipien zu diskutieren, die ihn schweigend das Feld räumen ließ, nicht, wie ich damals wohl anzunehmen geneigt war, die Unfähigkeit, zu erwidern, und also die logische Nötigung zur Anerkennung meiner Argumentation. Die Jugend ist überhaupt geneigt, zu glauben, daß durch logische Argumente und also durch dialektische Siege Überzeugung bewirkt werden könne. Je älter man wird, desto mehr gewinnt man die Gewißheit, daß alle letzten Überzeugungen ihre Wurzeln in Anschauungen und Gefühlen, zuletzt in der Gesinnung und im Willen haben, und daß diese logischen Gründen keineswegs weichen. Und darum nimmt mit dem Alter die Freude an Prinzipiengefechten ab, sie sind doch vergeblich.

Auch mein Glaube an Lassalle und die staatssozialistische Doktrin, das will ich hinzuzufügen nicht unterlassen, hat mit zunehmenden Jahren und zunehmender Erfahrung über Menschen und Dinge beträchtlich eingebüßt. Der Widerstand der Wirklichkeit gegen die Durchführung allgemeiner Ideen, besonders auch gegen die Durchführung von Staats- und Gesellschaftsidealen ist dem jugendlichen Blick kaum sichtbar und erscheint dem Kraftgefühl verächtlich. Erst mit zunehmendem Alter wird man durch tausend Erfahrungen belehrt, ein wie hart zu bearbeitendes Material die menschliche Natur ist: sie ist ein so krummes Holz, meint Kant, daß etwas völlig Grades daraus nicht gemacht werden kann.

Im Sommer 76 las ich über Geschichte der Philosophie im 17. und 18. Jahrhundert; es ist die Vorlesung, aus der später die Geschichte der neueren Philosophie in Zusammenhang mit der allgemeinen Kulturgeschichte hervorgegangen ist. Unter den fünf Zuhörern war ein Amerikaner, Emerton, ein Freund Franckes, jetzt Professor der Kirchengeschichte an der Harward-University, der auch Francke angehört. Ein Russe gab die entsprechende Ausdehnung nach Osten, so daß ich scherzend an Emilie schrieb: der orbis terrarum säße in Vertretern[206] zu meinen Füßen. Kants Prolegomena wurden in den Übungen behandelt.

In den Sommerferien machte ich meinen ersten Ausflug ins Gebirge: ich folgte Gruners in den Harz, nach Harzburg. Ich war, was ich mir heut noch nicht verzeihe, von Erlangen aus nicht ins Gebirge gekommen, abgesehen von einer Tour in die Fränkische Schweiz, die aber, im großen Haufen gemacht, nicht zur Natur hatte kommen lassen. Auch seither war ich in den Ferien regelmäßig gleich nach Hause gefahren, höchstens, daß ich mit Reuter ein paar Tage an der schleswig-holsteinischen Ostküste gewandert war. Jetzt lebte ich zum erstenmal im Gebirge, durchstreifte es allein auf großen und kleinen Wanderungen, sah mit empfänglichster Seele die Klippen und Höhlen, die Täler und Berge, die alten Städte und Ruinen. Ich glaube, ich könnte noch für jeden Tag den Weg angeben. Eine lange Nachtwanderung ist mir in besonders lebhafter Erinnerung; ich hatte mich im Bodetal verirrt, kam spät, um 9 Uhr nach Ilsenburg und ging nun noch durch den nächtlichen Wald, die Sterne zu Häupten als Wegzeichen, nach Harzburg hinüber, um zum Stelldichein am nächsten Morgen nicht zu fehlen. Die Töne der Nacht klangen mir wie Musik in den Ohren, denn meine Seele war voll inneren Singens und Klingens. Ein andermal mußte ich wohl mit Frau von Gruner und Fräulein Emilie eine Spazierfahrt machen, das Molkenhaus habe ich in der Erinnerung um einer kleinen Exkursion auf die Rabenklippen willen, die ich mit Emilien, begleitet von der guten Fräulein Zeipel, machte: ich konnte es mir nicht versagen, Himbeeren, die über dem Abhang schwebten, zu holen, ich glaube fast, um der besorgten Schelte willen, die sie mir von Emilie eintrugen.

Als ich nach Hause kam, wußte ich mich, wenn auch nicht förmlich, verlobt. Ich verhehlte den Eltern mein Geheimnis nicht und fand herzlichstes Entgegenkommen. Emilie ging von Harzburg zu den Ihrigen nach Bissingen bei Höchstädt; mancher Brief ist zwischen Langenhorn und Bissingen damals hin und her gegangen. Auf diese hellen Tage sollten aber zunächst düstere folgen; sie haben mich bis dicht an den Rand des Grabes gebracht. Ich war Anfang Oktober nach Berlin zurückgekehrt; ein länger vorher empfundenes Unbehagen war die Ankündigung eines schweren Typhus, der am Ende des Oktober zum Ausbruch kam. Am 15. Oktober hatte ich noch Vorlesungen am Viktoria-Lyzeum begonnen, dem noch bestehenden[207] Damenkolleg, das kurz zuvor unter der Leitung einer Engländerin, Miß Archer, begründet worden war. Ich hatte die Geschichte der modernen Philosophie zum Gegenstand gewählt; die zweite Vorlesung hatte ich, wie mir nachher gesagt wurde, schon wie im Fieber gesprochen; ich ging noch mit Emilie durch den Tiergarten. Dann brach ich zusammen. Nach wenig Tagen wurde ich ins Augusta-Hospital übergeführt und habe hier mehr als drei Wochen in schweren Fieberphantasien gelegen; der Monat November ist so gut wie völlig aus meiner Erinnerung ausgeschaltet, nur einzelne flatternde Augenblicksbilder und Wahnvorstellungen haben sich erhalten. Ich war so abgefallen, als die Krisis überstanden war und ich wieder zu mir kam, daß mich der Diener wie ein Kind aus dem Bett nahm und in einen Stuhl setzte. Von Stehen und Gehen war die ersten Tage keine Rede.

Als dann im Januar die Kräfte rasch wieder zu wachsen begannen, hielt ich es für möglich, wenigstens noch Übungen zu halten; ich hatte Humes Untersuchung über den menschlichen Verstand angezeigt. Es fanden sich ein paar Teilnehmer ein. Zwei von ihnen sind mir wieder liebe Freunde geworden und bis auf diesen Tag geblieben: C. Nohle aus Lübeck, als Jenaer Armine mir empfohlen, und ein Siebenbürger Sachse, Jos. Capesius, dieser jetzt als Direktor des evangelischen Landesseminars in Hermannstadt in reich gesegneter Wirksamkeit, jener als Professor am Falkrealgymnasium in Berlin tätig und seinen Primanern ein Führer zur Philosophie und zur Deutschen Literatur. Was der Wirksamkeit des Privatdozenten an Extensität abgeht, das ersetzt die Intensität: die Enge des Kreises, die Altersnähe, die Freude, erste Schüler zu finden, sie wirkten zusammen, was an Lehrkraft und Mitteilungslust in mir war, zur raschen Entfaltung zu bringen.

Der Sommer 77 bildet den Abschluß dieser Epoche. In doppelter Hinsicht: er beschloß die langen Jahre des Junggesellentums: am 6. August war unsere Hochzeit. Ich hatte die letzten Jahre bei Frau Hofmann aus Wunstorf (Dorotheenstr. 50 III) gewohnt, tatsächlich so, daß sie als Haushälterin mir die äußeren Angelegenheiten, auch die Küche besorgte. Sodann machte das Ende des Sommer auch einen tiefen Einschnitt in meinen Studien: die Erkenntnistheorie und ihre Geschichte, die seit 1872 im Mittelpunkt gestanden hatte, wurde an die Peripherie gedrängt durch ein neues Interessengebiet: die Erziehung und ihre Geschichte. Es kam zunächst von außen an mich[208] heran. Am Anfang des Sommersemesters kam Professor Harms eines Tages zu mir und schlug mir vor, für den nächsten Winter eine Vorlesung über Pädagogik anzukündigen. Sie finde sich gar nicht auf dem Lehrplan, und es sei notwendig, daß sie gelesen werde. Voraussichtlich werde sich dann die Fakultät bereit finden, mich für ein Extraordinariat für Pädagogik in Vorschlag zu bringen. Ich hatte anfangs Bedenken; die Pädagogik hatte mir bisher eigentlich völlig ferngelegen; ich hätte gern mit Energie mich an die Vollendung meiner Geschichte der Erkenntnistheorie gemacht. Indessen ich entschloß mich doch zur Pädagogik. Und ich hab diesen Entschluß nicht bereut. Ja ich hab später wohl die Empfindung gehabt, als sei dadurch der Gesamtheit meiner bisherigen Studien eigentlich erst das Zentrum gegeben: Ethik und Politik, Sozialwissenschaften und Geschichte, Religionswissenschaft und Anthropologie, sie fanden alle nächste Verwendung in der Erziehungslehre. Und Metaphysik und Erkenntnistheorie waren ja auch notwendige Voraussetzungen für eine oder für die notwendige Voraussetzung der Erziehungslehre: für eine philosophisch gegründete Weltanschauung. Für eine große Leistung aber im Gebiet der Erkenntnistheorie und Logik fehlte mir, wie mir Wundts Logik später zum Bewußtsein gebracht hat, eine wesentliche Voraussetzung: die Vertrautheit mit den exakten Wissenschaften und der Mathematik. Ich muß es also als eine dankenswerte Fügung betrachten, daß ich durch die Anregung der Fakultät zum Anbau dieses für mich bald so fruchtbaren Gebietes der Lehre von der Erziehung bewogen worden bin.[209]

Quelle:
Paulsen, Friedrich: Aus meinem Leben. Jugenderinnerungen. Jena 1910, S. 202-210.
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