Bergion

[546] BERGION, ónis, ( Tab. XVII.) Neptuns Sohn, welcher sich mit seinem Bruder, dem Albion, in Gallien dem Herkules entgegen setzete, und ihn dergestalt warm hielt, daß sich dieser endlich ganz ohne Gewehr sah, womit er seinen Feinden zu Leibe gehen konnte; daher er den Jupiter um Hülfe anrief, welcher denn eine ungeheure Menge Steine regnen ließ, mit denen er seinen Feinden ferner zusetzete, bis er sich derselben gar entledigte. Es waren diese Steine häufig um Martegue zu sehen, und zwar so zerstreuet, daß es allerdings schien, als hätte es sie also geregnet. Pompon: Mela, lib. II c. 5. §. 39. & ad eum Is. Voss. l. c. Der Namen Bergion soll deutsch seyn, und von Berg herkommen, Voss. Theol. gent. l. I. c. 35. wird aber sonst auch bald Burgion, bald Gergion, bald noch anders geschrieben gefunden. Is. Voss. ad Mel. l. c.

Quelle:
Hederich, Benjamin: Gründliches mythologisches Lexikon. Leipzig 1770., Sp. 546.
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