Perigvne

[1946] PERIGVNE, es, Gr. Περιγούνη, ης, des Fichtenbeugers Sinnis auf der korinthischen Erdenge Tochter. Als ihr Vater vom Theseus getödtet worden, so war sie entflohen und hatte sich an einem Orte verstecket, wo viel Schilf und wilder Spargel stund. Sie flehete diese Sträuche auf eine unschuldige und kindische Art um Schutz an, als wenn sie hören könnten; und sie versprach ihnen eidlich, sie weder zu verbrennen noch zu verderben, wenn sie ihr beystünden, daß sie verborgen bleiben könnte. Weil sie gleichwohl sehr schön und erwachsen war, so suchete sie Theseus überall auf. Er rief sie und gab ihr die Versicherung, daß er sich ihrer annehmen und ihr kein Leid zufügen wollte. Sie kam also hervor, und er zeugete mit ihr den Melanippus, dessen Nachkommen seiner Mutter Schwur heilig beobachteten. Sieh Ioxus. Endlich verheurathete sie sich mit des Theseus Einwilligung, an den Deioneus, einen Sohn des Eurytus, von Oechallen. Plutarch. in Thes. p. 4. T. I. Opp. Daß sie mit solchem noch des Ixions Gemahlinn, Dia, gezeuget, wie man will, Dict. mythol. T. II. p. 305. kann ich aus keinem Alten bewähren.

Quelle:
Hederich, Benjamin: Gründliches mythologisches Lexikon. Leipzig 1770., Sp. 1946.
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