Pierides

[2011] PIERĬDES, um, Gr. Πιερίδες, ως, Pierinnen, ein gemeiner Beynamen der Musen, welchen sie, nach einigen, von dem Berge Pierius haben, als an dessen annehmlichen Einsamkeit sie um so vielmehr ihr Vergnügen hatten, ie bequemer selbige zu ihren Studien war; Festus l. XIX. p. 341. nach andern aber, weil sie auf dem Berge Pieria, wie sie ihn auch nennen, geboren worden; Nicand. ap. Ant. Liber. c. 9. & Schol. Hes. ap. Gyrald. Synt. VII. p. 294. nach den dritten von des Pierus und der Evippe Töchtern, die sich mit ihnen in einen Wettstreit in der Musik einließen, und darüber in Aelstern verwandelt wurden; Ovid. Met. l. V. v. 670. nach den vierten, von dem Pierus, einem Macedonier, welcher zuerst zu Thespien verordnet, daß ihrer nenne verehret werden sollten. Pausan. Bœot. c. 29. p. 584. Anderer weitgesuchten Ableitungen zu geschweigen.

Quelle:
Hederich, Benjamin: Gründliches mythologisches Lexikon. Leipzig 1770., Sp. 2011.
Lizenz:
Faksimiles: