Garde

[19] Garde, frz., die Leibwache eines Fürsten, die älteste stehende Truppe, jetzt gewöhnlich eine Auswahl aus dem ganzen Heere, durch Sold, Uniform etc. ausgezeichnet. Die Vermehrung der Leibwache in neuerer Zeit stammt von Ludwig XIV. her (Maison du roi, etwa 8000 Mann), aber erst Napoleon bildete ein eigentliches Armeecorps als Alte und Junge G. (68 Bataillone, 31 Escadrons, 80 Geschütze), was von Rußland u. Preußen nachgeahmt wurde. G. du corps (gard dü kohr), die Leibwache zu Pferde, der vornehmste Theil der G., dem die innere Schloßwache anvertraut ist.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1855, Band 3, S. 19.
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