Athaumasie

[70] Athaumasie (gr. athaumasia, athaumastia), Verwunderungslosigkeit (ouden thaumazein) allem gegenüber, was überrascht und auffällig erscheint, wie z. B. die Ebbe und Flut, die feuerspeienden Berge, sah Zenon, der Stoiker (ca. 350-258), als Kennzeichen des Weisen an. (Diog. Laert. 7, § 12f.) Horaz nimmt diese Gedanken auf Epist. I, 6, 1: Nil admirari prope res est una, Numici, solaque, quae possit facere et servare beatum. – Platon (427-347) dagegen sah in der Verwunderung den Anfang der Weisheit.

Quelle:
Kirchner, Friedrich / Michaëlis, Carl: Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe. Leipzig 51907, S. 70.
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