3. Die Hochzeitsfeier.

[587] 588. Was ziehe ich auf dem Standesamt als Dame an? Früher forderte es die Sitte, zum Standesamt in einem schwarzwollenen oder schwarzseidenen Kleid zu fahren, das möglichst dunkel, ohne hellen Besatz, getragen wurde und zu dem ein kleines Capotehütchen, das erste Würdezeichen der jungen Frau, gehörte. Auch jetzt bevorzugt man dunkle Kleider zum Standesamt; ein schwarzes ist nicht mehr Gesetz – man ist eben in allen Sitten etwas duldsamer geworben. Man sagte früher: ein gutes schwarzseidenes Kleid gehört zu jeder soliden Aussteuer und wird von der jungen Frau oftmals verwertet werden können. Ein vernünftiges Prinzip. Denn Gelegenheiten für ein schwarzes Kleid finden sich leider immer wieder. Allerdings war es früher noch Mode, daß die junge Frau ihre Antrittsvisiten bei Bekannten, Freunden, den Vorgesetzten und Kollegen des Mannes im »Schwarzseidenen« machte. Es blieb für alle Zeiten das große Staatskleid, wurde alle ein oder zwei Jahr modernisiert und blieb fast das ganze Leben die »pièce de résistance« im Kleiderschrank. Man denkt jetzt nicht mehr so pietätvoll, man will gar kein Kleid, das dem Sturm der Jahre trotzt. Die Moden wechseln jetzt auch viel zu rasch, und was am Kleid kostet, ist weniger der Stoff, als »Fasson« und Macherlohn bei der Schneiderin. So ist das schwarzseidene, dauerhafte Kleid in Mißkredit gekommen, und wenn die Frau nicht gerade einem Manne die Handreicht, dessen Beruf als Geistlicher oder Lehrer es fordert, daß die Gesponsin dann und wann im feierlichen, schwarzen Kleid erscheint, so wählt man als Toilette zum Standesamt ein mittelfarbenes Seidenkleid, das sich zu kleineren Gesellschaften verwenden läßt, oder ein seines, dunkles Promenadenkleid aus Tuch oder Kaschmir. Als Hut wird noch die Capote oder die toque bevorzugt – einen sehr großen und bunten wählt man nicht. Ebensowenig wird man eine helle Jacke oder ein helles Cape tragen. Wenn es die Witterung fordert, sorgt man für eine schwarze oder dunkle Jacke oder ein Cape oder einen Umhang aus dunkler Seide oder schwarzen Spitzen.

Die Handschuhe trägt man zum Kleide passend – zum schwarzseidnen weiße. Diese würden bei einem andersfarbigen Anzug den bunten Eindruck erhöhen.

[588] 589. Als Herr. Der Herr trägt zum Standesamt Gehrock – keinen Frack – helle Krawatte, helle Handschuhe und Cylinder. Die Trauzeugen, Verwandte oder Freunde des jungen Paares dasselbe. – Obgleich auf dem Standesamt die bürgerliche, vor dem Gesetz allein geltende Trauung vollzogen wird, sucht man ihr die rein geschäftliche Form durch passende, würdige Kleidung und ernstes Benehmen zu geben; und daher haben sich für die standesamtliche Trauung bestimmte Vorschriften festgesetzt, wie für die kirchliche.

Nach der Rückkehr vom Standesamt, dessen Trauung man am liebsten auf den Morgen des Hochzeitstages, ungern auf den Tag vorher legt, hält man im Elternhause der Braut ein kleines Frühstück für das junge Paar, die Trauzeugen und die Verwandten bereit.

[589] 590. Das Hochzeitsfest. Feste bestehen ja zum größten Teil aus guten Mahlzeiten – wenigstens sind diese den meisten Menschen durchaus nötig, um in eine »festliche« Stimmung zu geraten. Da sich schon einige Tage vor der Hochzeit die von auswärts kommenden Verwandten und Freunde einzufinden pflegen, so wird sich die Mutter der Braut oder wer sonst die Hochzeit ausrichtet (was allerdings bei uns fast ausschließlich von seiten der Verwandten der Frau geschieht), gründlich auf alle Anforderungen vorbereiten müssen. Auch der Polterabend pflegt im Elternhause der Braut stattzufinden, infolgedessen auch die beliebten Proben zu den Lustspielen oder lebenden Bildern – und die arme Hausfrau wird all die sorgsam aufgespeicherten und eingeteilten Vorräte im Handumdrehen verschwinden sehen. Da man auch das Haus schmücken wird und trotz aller entgegengesetzten Bestrebungen dennoch bis zum letzten Tage mit der Aussteuer, der Neueinrichtung des jungen Paares und den Toiletten für alle Hausbewohner zu thun haben wird, ist es fast des Guten zu viel für alle Beteiligten. Vorbereitungen für frohe Feste scheinen aber trotz alledem nicht sehr anstrengend zu sein – wenigstens sträubt sich eine Frau selten, für den Ehrentag der Tochter sorgen zu dürfen.

[590] 591. Die Hochzeit im Elternhause ist auch viel hübscher als die im Gasthaus, in fremden Räumen, auf der Tafel gemietetes Glas und Service. Es bleibt für die Frau eine schöne Erinnerung, die lieben, bekannten Zimmer festlich geschmückt und die Tafel mit dem Besten einmal für sie geputzt zu sehen, was sonst nur für Gäste, die man ehren will, geschieht. Die Mietsverhältnisse und der dadurch beschränkte Raum sind wohl weniger daran schuld, daß Hochzeiten jetzt mit Vorliebe in Hotels, gefeiert werden, als vielmehr die Bequemlichkeit und der Wunsch, vor dem lieben Nächsten zu prahlen und einmal zu zeigen, daß man sich solch ein Fest etwas kosten lassen kann! Und das thut's – das ist das einzig Sichere dabei! Ob sich die Gäste so behaglich fühlen werden wie im Privathause, ob die Braut sich nicht doch heimlich nach den verschmähten, altvertrauten Zimmern sehnen wird – das ist eine zweite Frage. Daß es bequemer ist, ins Hotel zu gehen, mit dem Wirt Menü, Weine und Preise zu verabreden und ihm die Anordnung des Ganzen zu überlassen, ist zweifellos. Das Wirtshausleben spielt ja ohnehin eine große Rolle im civilisierten Staat – in Deutschland ganz besonders! – aber Familienfeste sollte man möglichst frei davon halten und ihnen durch die Verlegung an öffentliche, allen zugängliche Orte nicht den intimen Reiz rauben, den gerade wir »sentimentalen« Deutschen nicht entbehren mögen.

Und wie viel Hände werden sich nicht anbieten, bei der Hochzeit zu helfen! Jeder bezeigt gern seine Teilnahme an einem so fröhlichen Fest und die praktisch überlegende Hausfrau wird auch für eine verhältnismäßig große Anzahl von Gästen gut sorgen können.

[591] 592. Das Hochzeitsmahl. Die Kochfrau, mit der man eingehend das Menü besprochen und danach die Bestellungen getroffen hat, wird bei einem längeren Speisezettel schon ein paar Tage vorher mit den Vorbereitungen beginnen; es ist auch zu raten, sie für die vorhergehenden Tage fest zu engagieren, damit sie für den durch Freunde von auswärts vergrößerten Haushalt mitsorgen kann. Da man sich ungefähr ausgerechnet haben wird, wie teuer das Hochzeitsmahl mit den Weinen sein darf, so wird man den Preis der einzelnen Gänge bestimmen und dementsprechend die Wahl treffen können. Bei einem langen Menü, das ja schon voraussetzt, daß man es nicht so billig einzurichten braucht, vermeidet man viele schwere Gerichte und giebt leichte und feine Delikatessen. Gewöhnlich wird schon zur Suppe Champagner angeboten, um das Wohl des jungen Paares im edelsten Getränk auszubringen und eine lustige Stimmung heraufzubeschwören.

Besonderen Wert bei einem Hochzeitsdiner legt man auf das Dessert, das so reichhaltig wie möglich sein muß, und auf den »Hochzeitskuchen«, der als hoher Baumkuchen, Marzipan aus Lübeck oder Königsberg oder als besonders fein verzierte Torte gewählt wird. Familien, die Beziehungen in England haben, lassen sich einen allerdings recht kostspieligen »bridecake« kommen, eine Art Plumpuddingteig mit dickem Marzipanüberguß und einem hohen hübschen Aussatz aus Tragant und silbernen Papiersträußen und -Ornamenten. Der Kuchen hält sich jahrelang frisch. Die Tafel schmückt man außerdem so reich wie möglich mit Blumenaufsätzen, Vasen, Fruchtschalen, silbernen Leuchtern und Konfektkörben. Die der Braut gesandten Jardinieren und Sträuße, die ja bei keiner Hochzeit fehlen, verwendet man ebenfalls zum Tafelschmuck. Die Menüs und Tischkarten tragen das Monogramm des Brautpaares, das Datum des Tages – in unserer Zeit der Amateurphotographie sogar oft kleine Bilder des jungen Paares. Die Damen erhalten recht schöne Tischbouquets – die Herren kleinere fürs Knopfloch. Sehr beliebt sind die »Hoch zeitszeitungen«, die den Gästen gereicht werden und in denen lustige Annoncen und auf den Tag und das Paar bezügliche Anspielungen stehen. Außerdem werden die Unzahl der »Toaste«, die sich zum Schluß des Diners lawinenartig anzuhäufen pflegen, die Gäste unterhalten, erheitern oder – ärgern. Je nachdem. Angenehm wenigstens ist es nicht, keinen warmen Bissen mehr zu bekommen und alle fünf Minuten, den Vorbildern ringsum folgend, mit dem Glas in der Hand den Tisch umkreisen zu müssen, den Wein auf des Nachbars Kleid zu verschütten und selbst eine Fleckenkollektion zu erhaschen. Alles mit Maßen! Ach, das möchte man den Redseligen auf Hochzeiten ganz besonders raten. Einige Reden müssen sein – sie erhöhen die feierliche, festliche Stimmung und bringen aller Gedanken in gemeinsame Verbindung. Aber die An- und Stammverwandten bis ins fernste Glied leben zu lassen, immer wieder ein neues Objekt für spitzfindige Wendungen aufzutreiben – das macht schließlich auch dem allergeduldigsten Zuhörer keinen Spaß mehr. Auch das beständige Aufstehen und Umherlaufen ist ein Unfug, der meistens damit endet, daß alle von großer Unruhe ergriffen werden und die Tafel eher aufgehoben wird, als man beabsichtigte.

[592] 593. Verabschiedung des jungen Paars. In den meisten Fällen erhebt sich das Brautpaar, noch ehe das Mahl ganz vorüber ist, und verschwindet »unbemerkt«, d.h. von allen beachtet und von der Mutter begleitet. Es gilt, den Abendzug nach irgend einer größeren Stadt abzufangen und die Braut muß sich in fliegender Hast ins Reisekleid werfen und die letzten Sachen einpacken. Die »Hochzeitsreise« ist auch Modefache, von der wenige den Mut haben, sich zu emanzipieren. Nur in Ausnahmefällen wird das junge Paar noch an dem fast zu jeder Hochzeit gehörenden Tanz teilnehmen und die »Myrte« mit austanzen helfen, d.h. den Glücklichen zu sehen, denen der »blinde Zufall« Strauß und Myrtenzweiglein in die Hände spielte. Man sagt ja, eine Hochzeit sei nur dann ganz gelungen, wenn wenigstens eine Verlobung ihre Folge ist.

Die Mode aber, der Braut den Schleier vom Kopf zu reißen und ihn in einzelne Stücke zu zersetzen, ist sehr unschön. Der Schleier hat doch fast mehr symbolische Bedeutung als der Kranz, er umhüllt die geheimnisvolle Reinheit der Frau und die Sitte, ihn von übermütigen Händen zerstören zu lassen, möchte man barbarisch nennen. Man sollte den Schleier als heiliges Andenken bewahren.

Allerlei Bräuche, wie der, der fortgehenden Frau Reis nachzuwerfen oder einen Schuh zum glücklichen Lebensweg, haben sich bei uns eingebürgert. Das Mitnehmen von Süßigkeiten »für die Kinder«, das man sich sonst auf Gesellschaften nicht gestatten sollte – es sei denn, die liebenswürdigen Wirte packten selbst etwas Konfekt zusammen – ist auf Hochzeiten sanktioniert. Man verteilt dafür an die Damen bunte Tüten oder niedliche Kästchen und die liebevolle Mutter kann »für die Kinder« nehmen soviel sie will. – Mit der Bedienung knappe man bei einem solchen Fest nicht. Man rechnet im allgemeinen, daß ein Lohndiener bequem sechs Personenbedienen kann. Scheint das zuviel, so nehme man eine Aufwartung auf 8–10 Personen, übergebe dann aber einem Diener extra das Weineinschenken und Nachfüllen der Karaffen.

Kann man die »junge Welt« nicht ganz an der Hochzeitstafel unterbringen, so räumt man ihnen ein Nebenzimmer ein und läßt sie ganz unter sich. Dann kann man um ihre Unterhaltung wenigstens unbesorgt sein.

[593] 594. Einige Hochzeits-Menüs. Nachstehend geben wir das Menü für drei Hochzeitsmahle, deren Zubereitung im Hause keine zu großen Schwierigkeiten verursacht. Ein »traiteur« oder der Koch eines großen Hotels wird ja kompliziertere, besonders im Anrichten üppigere Dinge liefern können – aber wie gesagt: das Hochzeitsmahl im Hause bleibt doch das hübscheste!


I. Austernsuppe

Hors d'œuvres

Gedämpfter Hase mit Gemüsen

Gänseleberpastete en croûte

Stangenspargel mit gebratener Kalbsmilch

Schnepfensalmi

Artischocken

Roastbeef mit Salat

Früchte in Rheinweingelee

Butter und Käse

Nesselrode-Eis

Baumkuchen

Konfiturenobst

Kaffee.

II. Krebssuppe

Rehkotelettes mit Morcheln

Spargelspitzen mit Champignonpasteten

Kalbsnierenbraten, garniert

Ananaspudding

Wachteln oder Rebhühner

Warme Hummer mit frischer Butter

Trüffeln in der Serviette

Fürst-Pückler-Eis

Marzipan, petits faurs

Käsestangen

Dessert, Obst, Kaffee.

III. Austern

Suppe à la reine

Galantine von Ente in Aspic

Hummerragout

Rehrücken

Gebackener Blumenkohl

Bachforellen

Artischockenböden mit sauce hollandaise

Farcierte Kücken

Creme bavaroise

Filet mit Trüffeln

Fruchtsalat

Torte

Butter und Käse

Geeiste Früchte

Dessert

Kaffee.

[594] 595. Das Brautkleid. Der höchste Ehrentag für ein Mädchen bleibt der Hochzeitstag. Und in all die schönen Mädchenträume hinein, die sich an das Bild des »Herrlichsten« knüpfen, webt sich die Vorstellung des lang herabwallenden weißen Brautkleides, des Schleiers und des Myrtenkranzes. Das Brautkleid ist der wichtigste Gegenstand des ganzen hochzeitlichen Ceremoniells und mehr als irgend eins all der schönen Dinge, die den Kleider- und Wäscheschrank der jungen Frau füllen werden, beschäftigt sie die Frage: ob Atlas oder Seide, ob mit langer oder kurzer Schleppe, ob mit ober ohne Besatz, ob in Prinzeßform oder mit loser Taille? Kein Mädchen wird freiwillig auf das weiße Hochzeitskleid verzichten. Selbst bei Trauerfall in der Familie und einer Feier im engsten Kreise wird sie es wählen. Sie überlege nur eins: ob sie ein sehr kostbares weißes Kleid auch späterhin verwenden kann, ob es für ihre Verhältnisse oder die ihres zukünftigen Gatten nicht ein Luxus ist, im Schrank ein wertvolles Gewand mit ellenlanger, spitzenumsäumter Schleppe hängen zu haben, für das sie jahrelang keine Verwendung haben wird? In Bezug auf die Länge der Schleppe haben sich bei Brautkleidern wirklich Uebelstände herausgebildet. Sie ist so lang, daß die junge Frau die Toilette unverändert zu keinem Fest gebrauchen kann und sie nach dem einmaligen kurzen Tragen in die Hände der Schneiderin zurücklegen muß. Und merkwürdigerweise: nicht nur die lieben Freundinnen sagen naserümpfend: »Ach sie hat schon wieder ihr Brautkleid an –« auch die junge Frau trägt es ungern und wird trotz allen Modernisierens und Besetzens mit abstechendem Plüsch oder Sammet den ursprünglich gewählten, schlichten Charakter nicht herausbringen können. Es bleibt in jeder Fasson das »Brautkleid« und wird bald von der Oberfläche und aus dem Kleiderschrank verschwinden – viel eher, als es verdiente oder als man reellen Nutzen von dem schönen Stoff gehabt hat. Eine sehr kostbare Brauttoilette sollte also nur die junge Frau wählen, die es zu großen Festen verwerten kann oder die gar nicht darauf angewiesen ist, bei der Wahl an den Nutzen zu denken. Eine seine Toilette aus Mull oder Tüll, vielleicht auf leichter Seide gearbeitet, oder ein Seidenkleid mit kurzer Schleppe sollte die Braut tragen, die als erstes nicht gleich eine thörichte Ausgabe machen will, die vielleicht zur Aussteuer in keinem Verhältnis steht.

[595] 596. Den Schleier trägt man sehr lang herabfallend, weit über die gewöhnliche hintere Rocklänge. Auch fällt er nach vorn oft bis zu den Knieen und umhüllt so die ganze Gestalt wie eine leichte, weiße Wolke. Außer dem Myrtenkranz in den Haaren, dem Symbol der deutschen Braut, befestigt man oft im Schleier, an der Taille oder am Rocksaum kleine Myrtenzweige. Als Schmuck trägt die Braut nur ein kostbares Familienstück oder ein Geschenk des Bräutigams in Form einer Brosche oder eines Medaillons.

Schuhe und Handschuhe der Braut sind weiß. Besonderen Wert legt man auf ein feines Spitzentaschentuch.

[596] 597. Hochzeitskleid des Bräutigams. Der Bräutigam trägt Frackanzug, weiße Binde und Handschuhe, Cylinder und einen kleinen Myrtenstrauß im Knopfloch. Reserveoffiziere haben das Recht, sich in Uniform trauen zu lassen. Offiziere tragen bei der Trauung den Paradeanzug.

Quelle:
Baudissin, Wolf Graf und Eva Gräfin: Spemanns goldenes Buch der Sitte. Berlin, Stuttgart [1901], S. 587-597.
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