[173] Conium maculatum, Flecken-Schierling

[173] (Der aus dem ganzen, eben zu blühen anfangenden Kraute frisch ausgepresste, und mit gleichen Theilen Weingeist gemischte Saft, wovon man, wie die Homöopathik mit allen ihren, auf diese Weise unverderblich erhaltenen Pflanzen-Säften thut, zwei Tropfen in ein, mit 100 Tropfen Weingeist auf zwei Drittel angefülltes Gläschen fallen lässt, dasselbe, verstopft, mit zehn Arm-Schlägen schüttelt und hiervon einen Tropfen ferner durch 27 andre solche (100 Tropfen Weingeist enthaltende) Gläschen verdünnt und jede Verdünnung mit zehn Schüttel-Schlägen potenzirt zu decillionfacher ( M) Kraft-Entwickelung; doch kann man auch eben sowohl zwei Gran der frischen Pflanzenblätter mit Milchzucker zur millionfachen Pulver-Verdünnung binnen 3 Stunden reiben, und das Präparat aufgelöst weiter potenziren.)

Aus dem, was in den sechsziger und siebenziger Jahren des vorigen Jahrhunderts von Störck und seinen vielen Nachahmern in zahlreichen Büchern von den grossen Erfolgen des conium maculatum geschrieben worden ist, ersieht man gar leicht die nicht geringe Arzneikräftigkeit dieser Pflanze. Allein, so oft auch wunderbare Hülfe durch ihren Gebrauch bei den scheusslichsten Krankheiten, wenigstens anfänglich, zuwege gebracht ward, so oft, ja noch weit öfter, stiftete auch ihre Anwendung in den beliebten grossen, oft wiederholten Gaben Schaden, nicht selten unersetzlichen Schaden, und tödtete Menschen in nicht geringer Zahl.

Das Räthsel, so viel Aufsehn erregende, so freudige als traurige Erfahrungen meist redlicher Beobachter sich dergestalt in's Angesicht einander widersprechen zu sehen, konnte bloss in den neuern Zeiten die Homöopathie lösen, welche zuerst zeigte, dass, um mit heroischen Arzneien wohlthätig zu verfahren und wirklich zu heilen, nicht (wie leider bisher) jede unerkannte Krankheit so geradezu mit öftern, möglichst grossen Gaben des heftigen, ungekannten Mittels bestürmt werden dürfe, sondern: »dass nach vorgängiger Ausprüfung und Erforschung[174] der eigenthümlichen Wirkungen desselben an gesunden Menschen das Arzneimittel nur in solchen Krankheits-Zuständen, deren Symptome mit denen der Arznei grosse Aehnlichkeit haben, anzuwenden sei mittels kleinster Gaben der höhern und höchsten Verdünnungen mit angemessener Kraft-Entwickelung bereitet.«

So Etwas kontrastirt freilich ungemein mit jenen halsbrechenden, bis zu 140 Granen des Dicksaftes (Extraktes) oder bis zu einem Weinglase voll frisch ausgepressten Schierlings-Saftes gesteigerten, und wohl sechs Mal täglich wiederholten Gaben jener Zeit; dafür wird aber auch vom ächten Homöopathiker keine Fehl-Cur mehr damit gemacht – werden nicht ferner Kranke zu Hunderten, wie damals, mit dieser Arznei zu Tode gemartert.

Jene vielen, abschreckenden Beispiele liessen mich nicht eher, als seit einigen Jahren, diese Pflanze als eine der wichtigsten antipsorischen Arzneien erkennen, und ich gebe ihr seitdem hier die rechte Stelle.

Oft müssen ihrer Anwendung erst einige andre antipsorische Mittel vorangegangen sein, wenn sie ihre Wohlthätigkeit zeigen soll. Man giebt sie in den kleinsten Gaben.

Mehr oder weniger Riechen an versüsstem Salpetergeist, in einigen Fällen auch wohl etwas Kaffee-Trank mindert allzu stürmische Wirkungen derselben.

Bei Heilung der dieser Arznei homöopathisch angemessenen Krankheiten wurden folgende Symptome am ehesten gemindert oder gehoben, selbst wo das Uebel in abgesonderten Anfällen erschien:

Traurigkeit; Hypochondrie; Aengstlichkeit; Unmuth und Trübsinn; Muthlosigkeit; Reizbarkeit; Schreckhaftigkeit; Neigung zum Aerger; Unlust zur Arbeit; Vergesslichkeit und Schwäche im Kopfe; Schwindel, beim Umsehen, als wollte der Kranke auf die Seite fallen; Schwere des Kopfes; Anfälle reissenden Kopfwehes, zum Liegen; Stiche im Oberkopfe; Langwieriger Stich-Kopfschmerz; Ausfallen der Haare auf dem Kopfe; Jücken unter den Augen, und beim Reiben, beissendes Brennen; Kälte-Gefühl in den Augen, beim Gehen im Freien; Gerstenkorn am Augenlide; Kurzsichtigkeit; Weitsichtigkeit; Dunkle Punkte und farbige Streifen vor den Augen, im Zimmer Blenden der Augen vom Tages-Lichte; Stechen im Ohre, beim Gehen ins Freie; Reissen mit Stechen in und um die Ohren; Ziehendes Stechen im Ohre herauswärts; Verhärtete Ohrdrüsen-Geschwulst;[175] Anhäufung von Ohrschmalz; Brausen in den Ohren; Sumsen, Sausen, Lauten und Klingen in den Ohren; Eiter-Ausfluss aus der Nase; Jücken im Gesichte; Jückende Blüthen im Gesichte; Gesichts-Flechte; Fressende Geschwüre im Gesichte; Gesichts-Hitze; Trockenheit und Abschälen der Lippen; Zieh-Schmerz in guten Zähnen vom Gehen im Freien; Stich-Schmerz in den Zähnen; unwillkührliches Niederschlucken; Kratzen im Halse; Rachsen; Vollheit im Halsgrübchen mit versagendem Aufstossen; Häufiges leeres Aufstossen, den ganzen Tag; Lautes Aufstossen nach dem Geschmacke der Speisen; Sodbrennen zum Halse herauf; Heisshunger; Brod will nicht hinunter, es schmeckt nicht; Nach dem Essen Brennen im Schlunde herauf; Uebelkeit der Schwangern; Magen-Säure; Magen-Drücken beim Essen; Zusammenzieh-Schmerz im Magen; Magen-Krampf; Stiche im linken Hypochondrium; Vollheit im Unterleibe, früh, beim Erwachen; Beklemmendes Zusammenziehen des Unterbauches; Winden und Wühlen in der Nabel-Gegend; Wundheits-Gefühl im Bauche, bei Gehen auf Steinpflaster; Blähungs-Versetzung; Kollern und Knurren im Bauche; Leibschneiden bei Blähungs-Abgang; Leib-Verstopfung mit vergeblichem Drange zum Stuhle; Harter Stuhl, nur alle zwei Tage; Durchfall; Mit Blut bezogener Stuhl; der Harn-Abgang stockt plötzlich beim Uriniren und fliesst nur erst nach einer Weile wieder; Drücken auf die Blase, als wollte der Harn gleich fort; Weisstrüber, Dick-Harn; Beim Wasserlassen, Schneiden in der Harnröhre; Impotenz und Mangel an Erektionen; Ungenügliche, kurz dauernde Ruthe-Steifigkeit; Unkräftiger Beischlaf; Mattigkeit nach dem Beischlafe; Mutter-Krämpfe; Mutterkrämpfe, es fängt über der Scham an zu wühlen, spannt den ganzen Bauch auf, kommt in die Brust und sticht in der linken Seite; Kneipen und Greifen in der Bährmutter; Pressen nach unten und Stechen in der Scheide; Stiche in den Schamlefzen; Jücken an der Scham und in derselben; Allzuschwache Regel; Bei der Regel, Pressen nach unten und Ziehen im Oberschenkel; Scheidefluss; Beissender, wundmachender Weissfluss.

Allzu vieles Niesen; Verstopfung der Nasenlöcher; Morgentliche Nasen-Verstopfung; Jahre lange Nasen-Verstopfung; Lästiges Gefühl von Trockenheit der Nase; Husten, vorzüglich bei Scrophel-Kranken; Kurzathmigkeit beim Gehen; Engbrüstigkeit, früh, beim Erwachen; Früh-Engbrüstigkeit; Stiche im Brustbeine; Rucke in der Brust; Drücken und Zusammenpressen[176] über den Hüften; Spannung im Nacken; Wundheits-Schmerz in den untersten Halswirbeln; Achseln, wie wund gedrückt; Schweiss der Handteller; Zieh-Schmerz in den Hüften; Müdigkeit in den Knieen; Wadenklamm; Kälte der Füsse und Hände; Verkältlichkeit der Füsse; Unruhe in den Beinen; Jücken in der Haut; Oeftere rothe, jückende Flecke am Körper; Braune Flecke am Körper; Nessel-Ausschlag von starker Körper-Bewegung; Alte feuchtende Flechten; Unruhe, besonders in den Beinen; Hysterische und hypochondrische Paroxysmen; Hypochondrie von Enthaltsamkeit bei ehelosen Manns-Personen; Anfall, bei dem es stichlicht vom Magen her kommt und unter den linken Ribben hin bis in den Rücken sticht; Stiche hie und da am ganzen Körper; Beschwerden und Angegriffenheit vom Gehen im Freien; Jählinge Erschlaffung beim Gehen; Zerschlagenheit der Glieder; Schmerzhaftigkeit der Körperhaut; Mattigkeit im ganzen Körper, vorzüglich in den Beinen; Mattigkeit früh im Bette; Krankheits-Gefühl in allen Gliedern, wie Uebermüdung; Tages-Schläfrigkeit; Abend-Schläfrigkeit mit Zuziehn der Augenlider; Spätes Einschlafen, Abends, im Bette; Schwärmerischer Schlaf; Viele nächtliche Träume; Unerquicklicher Schlaf; Nächtliche Schmerzen.

Die Namens-Verkürzungen derer, welche Beiträge zu nachstehenden Symptomen geliefert, sind: Fr. – Dr. Franz; Gr. – Dr. Gross; Lgh. – Dr. Langhammer; Rl. – Dr. Rummel; Wl. – Dr. Wislicenus.[177]

Conium maculatum

Mehr traurig, als heiter.

Sie wird leicht von Kleinigkeiten gerührt und zum Weinen bewegt.

Hypochondrische Niedergeschlagenheit und Gleichgültigkeit, beim Gehen im Freien (Fr.).

Hysterischer Anfall, mit Frost und einer Art krampfhafter Bewegungen (Gelding, verm. Schrift. S. 118.).

5 Hysterische Aengstlichkeit (Medic. obs. and Inq.).

Aengstlichkeit (Schmucker.).

Aengstlichkeit in der Gegend der Herzgrube (Störk, lib. d. Cic., 2.).

In tiefes Nachdenken versunken, dachte er befürchtend über Gegenwart und Zukunft nach und suchte die Einsamkeit (Lgh.).

Scheu vor Menschen, bei ihrer Annäherung, und dennoch Scheu vor Alleinsein.

10 Die Nähe und das Gerede vorbeigehender Leute ist ihm sehr zuwider und es kömmt ihm die Neigung an, sie anzupacken und sie zu misshandeln.

Abergläubige Gedanken.

Furchtsam, weinerlich, verzagt.

Furcht vor Dieben.

Einbildung, als sei Jemand Nachts zur Thüre hereingekommen.

15 Schreckhaftigkeit.

Oft Todes-Gedanken.

Trübe Verstimmung (d. 1. T.) (Rl.).

Sehr missmüthig, alle Nachmittage von 3 bis 6 Uhr, als wenn ihn eine grosse Schuld drückte, dabei gelähmt in allen Gliedern, gleichgültig und theilnahmlos.

Aeusserst verdriessliche und ängstliche Gedanken nach dem Essen, früh, mit Kopf-Eingenommenheit in der Stirne (n. 29 St.) (Fr.).[178]

20 Verdriessliche Stimmung, er weiss nicht, womit er sich beschäftigen soll, die Zeit vergeht ihm zu langsam (n. 8 St.) (Wl.).

Mürrisches Wesen; Alles, was ihn umgab, machte einen widrigen Eindruck auf ihn (Lgh.).

Grosse Unzufriedenheit.

Verdriesslich und ärgerlich über Kleinigkeiten.

Steter Missmuth und Aerger.

25 Es fallen ihm ärgerliche Dinge ein.

Leicht erregter Aerger und Zorn.

Gleichgültigkeit.

Theilnahmlosigkeit.

Gemüth ohne alle angenehme Gefühle.

30 Unaufgelegt zur Arbeit.

Heiteres Gemüth und Lust zu sprechen (Heilwirkung) (Lgh.).

Heiteres, freies Gemüth (n. 3, 4 T. – Heilwirkung.) (Fr.).

Heiter, wohl und kräftig, früh (Wechselnde Heilwirkung n. 24 St.) (Fr.).

Gedächtniss Mangel.

35 Verlust des Gedächtnisses (W. Rowlay, seventy four cases, Lond. 1779.).

Unbesinnlichkeit, nach Erwachen aus dem Mittags-Schlafe.

Ausserordentliche Unbesinnlichkeit.

Er kann sich beim Sprechen nicht gehörig ausdrücken und nicht recht besinnen.

Er verspricht sich oft.

40 Dummheit; schweres Begreifen dessen, was man liest, mit Kopf-Eingenommenheit.

Dummheit, wie Betäubung, er versteht das Gelesene schwer.

Dummlicht im Kopfe, nach dem Trinken.

Stumpfheit aller Sinne (Sim. Paulli.).

Unempfindlichkeit mit Trägheit (Sim. Paulli.).

45 Er geht wie im Halb-Schlafe herum.

Voll Phantasien, früh (n. 24 St.).

Hastigkeit.

Verwirrte Gedanken (Van Ems, in Boerhave, praelect. d. m. n. I, S. 236.).

Delirien (Andry.).

50 Wahnsinn, Delirien (Cullen.).

Eingenommenheit des Kopfes (n. 1 St.).

Eingenommenheit der linken Kopfhälfte, wie von Kälte, oder als füllte das Gehirn den Schädel nicht aus.[179]

Stete Benommenheit des Vorderkopfes in der Stirn, in der Gegend der Augenbrauen und Nasenwurzel (d. ersten Tage).

Eingenommenheit und Schwere des Kopfes, nach festem Schlafe, beim Erwachen.

55 Eingenommenheit und Schwere des Kopfes (n. 5 T.).

Schwere des Kopfes.

Der Kopf ist schwer (Watson, philos. transact.).

Schwere-Gefühl im Hinterhaupte, das öfters vergeht und wiederkommt, entsteht beim gebückt Sitzen von Zeit zu Zeit, und vergeht stets durch Aufrichten (Wl.).

Duselig und wirblich im Kopfe, zwei Tage lang.

60 Sehr duselig beim Gehen.

Trunkenheit (Bierchen, Tal om Kraftskador).

Das mindeste Geistige berauscht ihn.

Selbst gewässerter Wein stieg ihm in den Kopf.

Anhaltende Betäubtheit des Kopfes, mit steter Neigung, still zu schlafen.

65 Wanken (Van Ems.).

Schwindel im Kreise herum, wenn er vom Sitze aufsteht.

Schwindel nach Bücken, beim Wiederaufrichten, als wollte der Kopf springen.

Schwindel, am schlimmsten im Liegen, als ginge das Bett im Kreise herum.

Schwindel, früh, beim Aufstehen aus dem Bette.

70 Schwindel beim Treppen-Absteigen; sie musste sich anhalten und wusste einen Augenblick nicht wo sie war.

Schwindel, der den Kopf angreift (Fothergill, Med. obs. III. S. 400.).

Schwindel, dass ihm Alles um den Ring zu gehen schien (Boerhave, praelect. ad. inst. VI. S. 255.).

Kopfweh, einfacher Schmerz, beim Gehen im Freien, es ist ihm dumm; auch früh, bis zum Frühstücke.

Kopfschmerz beim Auftreten, sie fühlt jeden Tritt im Kopfe.

75 Tägliches Kopfweh, wegen allzu kleiner, mit Drängen verbundener, obgleich öfterer Stuhlgänge.

Kopfschmerzen mit Uebelkeit und Schleim-Erbrechen (d. 3. T.) (Rl.).

Heftiges Kopfweh mit Schwindel, woran sie traurig und ohne zu sprechen, auf einer Stelle sitzend, drei, vier Tage lang zubrachte (Lange, dub. cic. vex. Helmst. 1774.).[180]

Betäubung verursachendes, drückendes Kopfweh, äusserlich an der Stirne (Lgh.).

Kopfweh, früh, beim Erwachen, wie in epidemischen Fiebern, als wäre das Gehirn zerrissen, vorzüglich nach dem Hinterhaupte zu (n. 10 St.).

80 Kopfweh, früh, als wäre der Kopf zerschlagen, oder wollte auseinandergehen.

Einseitiger, allmählig erhöhter Kopfschmerz, wie zerschlagen, und wie ein abwärts Drücken von etwas Schwerem, durch Bewegung der Augen nach der leidenden Seite vermehrt.

Kopfweh, wie zu voll, als wollte der Kopf platzen, früh, beim Erwachen.

Gefühl in der rechten Gehirnhälfte, als wenn ein grosser fremder Körper darin wäre.

Dumpfes Drücken im Kopfe, beim Gehen im Freien; er musste die Stirne reiben.

85 Drückender Schmerz in der rechten Gehirnhälfte, nach hinten zu.

Drücken in beiden Schläfen (n. etl. St.) (Rl.).

Drückendes Kopfweh über den Augen, von innen heraus (Wl.).

Drückender Kopfschmerz, wie von einem Steine, oben auf dem Stirnbeine (d. 3. T.) (Fr.).

Spannen im Kopfe, und wie ein Zusammendrücken von beiden Schläfen aus, nach jedem Essen; er muss sich mit dem Vorder-Kopfe auf den Tisch auflegen (Fr.).

90 Kopfschmerz wie von äusserer Zusammengezogenheit oben auf dem Stirnbeine, der beim Bücken und Auflegen der eignen Hand vergeht, mit Frostigkeit, Schwindel und verdriesslicher Unbesinnlichkeit (n. 11/2 St.) (Fr.).

Zieh-Schmerz im Gehirne, mitten hinter der Stirn (d. erst. Tage).

Ziehen im Kopfe, mit Eingeschlafenheit des Gehirns, was nach dem Essen sich mindert (Fr.).

Ziehender Schmerz in den Schläfen, beim Berühren (Fr.).

Reissen in der rechten Schläfe und dem rechten Ohre.

95 Reissender Kopfschmerz im Hinterhaupte und Genicke, und vorzüglich in den Augenhöhlen, mit steter Uebelkeit, sie musste zu Bette liegen.

Reissender Schmerz durch die Schläfe, früh (d. 4. T.) (Fr.).

Reissendes Kopfweh in der Schläfe-Gegend, mit Drücken in der Stirn, nach dem Essen (d. 3. T.) (Fr.).[181]

Reissender Schmerz in den Schläfen, beim Essen (Fr.).

Langsames Reissen links im Hinterhaupte, beim Gehen (n. 1/2 St.) (Fr.).

100 Reissende Stiche vom linken Seitenbeine bis in die Stirn-Gegend herab.

Stiche in der Stirn.

Stechen zur Stirn heraus, früh, nach dem Aufstehen.

Stechender Kopfschmerz zur Stirn heraus, mit Neigung sich zu legen, Vormittags.

Stechender Schmerz zur Stirn heraus, Mittags.

105 Stechender Kopfschmerz in der Stirn, den ganzen Tag; doch musste sie sich nicht legen.

Stich-Schmerz im Kopfe, wie von Nadeln, wohl eine Stunde lang.

Stechen in den Seitenbeinen des Kopfes und in der Stirne, mit Schwindel, dass er stehen bleiben und sich setzen musste; dabei auch Stechen in den Nacken-Muskeln.

Schmerz im Hinterkopfe, bei jedem Pulsschlage als würde derselbe mit einem Messer durchbohrt.

Klopfen in der Stirne.

110 Wuchten und Greifen in der Stirne, wie aus dem Magen, mit so grosser Empfindlichkeit des Gehirnes, dass es schon vom Geräusche und vom Sprechen schmerzhaft erschüttert ward.

Beim Schütteln des Kopfes, Kopfweh von der Stirn bis zum Hinterhaupte, als sei Etwas los.

Bei jedem Tritte, im Gehen, ein Knipsen im Scheitel, ohne Schmerz; nicht im Sitzen.

Hitze im Kopfe.

Taubheits- und Kälte-Gefühl auf der einen Kopf-Seite.

115 Aeusserlicher Druck-Schmerz an der Stirne (Lgh.).

Scharfer Druck auf einer kleinen Stelle der Kopf-Bedeckungen.

Zieh-Schmerz an den Schläfe-Knochen.

Zieh-Schmerz an der Stirn, über den Augenbrauen.

Viel Jücken auf dem Haarkopfe.

120 Mehrere Ausschlags-Knötchen über der Stirn, wovon eines so gross wird, wie eine Haselnuss, binnen 15 Tagen, und bei Berührung an seiner Spitze schmerzt (n. 24 St.).

Ausfallen der Kopfhaare.

Die Augenhöhlen schmerzen vorzüglich beim Kopfweh.

Drücken in den Augen, am meisten beim Lesen.

Drücken im äussern Augenwinkel, wie von einem Sandkorne.[182]

125 Drücken im Auge, wie von einem Sandkorne, vorzüglich Vormittags, mit Entzündung und Röthe des Weissen im Auge und beissenden Thränen.

Schmerzhaftes Drücken in den Augen, wenn sie Abends im Bette dieselben zum Schlafen schliesst.

Ziehender Schmerz in den Augen, mit Röthe derselben.

Stechen im innern Winkel des Auges, dessen Lider zusammengeklebt sind, früh.

Ein jückendes Stechen in den innern Augenwinkeln, durch Reiben nicht zu tilgen (n. 11/2 St.) (Wl.).

130 Jücken um das linke Auge.

Jücken am Rande der Augenlider.

Beissender Schmerz im innern Augenwinkel, als wäre Aetzendes hineingekommen, mit Thränen des Auges (Wl.).

Hitze in den Augen.

Eine fast brennende Hitze zieht Vormittags und Abends schnell durch das Auge.

135 Brennen in den Augen.

Brennen auf der innern Fläche der Augenlider.

Brennen in den Augen, gegen Abend, mit Drücken in den Augenhöhlen.

Rothe Augen (Baylies.).

Entzündete Augenlider, mit Ansatz von Gerstenkörnern an einigen Stellen; der Knabe blinzelt oft.

140 Gelbliches Augenweiss (d. 10. T.).

Mattes Ansehen der Augen (Gr.).

Augenbutter in den Augen, früh.

Fippern des obern Augenlides.

Zitternder Blick, als wenn das Auge zitterte.

145 Bewegung der Augen, als wenn sie herausgedrückt würden (Fothergill.).

Hervorgetretene Augen.

Schwieriges Oeffnen der Augenlider, früh, sie sind zugezogen (Rl.).

Erweiterte Pupillen (n. 1 St.) (Fr.).

Verengerte Pupillen (Heilwirkung – n. 33/4 St.) (Lgh.).

150 Gesichts-Schwäche (Gatacker, Essays on med. subj.).

Verdunkelung der Augen (Baylies, Andrée).

Blindheit, gleich nach dem Schlafe, in der Sonnenhitze (Amat. Lusitanus, Cent. V. cur. 93.).

Blindheit, Nachmittags, von kurzer Dauer; nach Klage über[183] Kopf- und Augenschmerz verliert das Kind die Sehkraft, und auch später noch zuweilen (Gr.).

Düsterheit vor den Augen, beim Gehen im Freien; im Zimmer ist es heller.

155 Weitsichtigkeit (bei einem Kurzsichtigen); er konnte ziemlich entfernte Gegenstände deutlich erkennen (n. 31/2 St.) (Lgh.).

Grössere Kurzsichtigkeit als sonst; er konnte nur ganz nahe Gegenstände erkennen (n. 29 St.) (Lgh.).

Er sah die Gegenstände doppelt und dreifach und lauter Bogen vor den Augen.

Vor dem rechten Auge schwebt wie ein Faden.

Wolken und lichte Flecken vor den Augen.

160 Feurige, durcheinander sich bewegende Zacken vor dem Gesichte, wenn er die Augen zuthut, Nachts.

Die Gegenstände sehen roth aus (Greding.).

Beim Sehen einer nahgehaltenen Schrift schienen sich die Zeilen auf und nieder zu bewegen.

Feuerfunken vor den Augen, beim Gehen im Freien.

Erhöhte Reizbarkeit des Auges (d. ersten Tage).

165 Ohrenschmerz, als wenn das innere Ohr auseinander gezwängt wird.

Jählinger scharfer Druck im Ohre, fast wie Ohrzwang.

Theils ziehender, theils reissender Schmerz im äussern Ohre.

Ziehen im Innern des linken Ohres.

Stechen in beiden Ohren.

170 Stiche hinter beiden Ohren, besonders im zitzenförmigen Fortsatze und hierauf ein stumpfer Schmerz an dieser Stelle.

Ein kneipendes Stechen im Ohre, beim Trinken.

Scharfe Stösse zum Ohre heraus, vorzüglich und stärker beim Schlingen (n. 3/4 St.) (Wl.).

Klopfen des Blutes in den Ohren.

Heftiges Jücken im äusseren Ohre.

175 Schmerzhaftes Spannen der Haut hinter den Ohren und am Warzen-Fortsatze; selbst ohne Bewegung (n. 11/2 St.) (Wl.).

Blutrothes Ohrschmalz.

Schmerzhafte Empfindlichkeit des Gehörs, bei Geräusch Schreck verursachend.

Unerträglichkeit des Lärms und Sehnsucht nach Stille und Ruhe (d. ersten Tage).

Er fährt von jedem Schalle zusammen.[184]

180 Beim Schnauben fährt es ihr vor die Ohren und sie sind dann wie zugestopft.

Helles Klingen im Ohre.

Sumsen im rechten Ohre.

Sausen im linken Ohre, mit Schwerhörigkeit, während des Essens erhöht.

Sausen in den Ohren, wie vom Sturmwinde, mehr nach dem Mittag-Essen, bis Schlafengehen, und bei Kopf-Anstrengung im Sitzen, am meisten aber beim Liegen im Bette; auch Nachts, beim Erwachen.

185 Geräusch vor dem rechten Ohre, wie von einem Wasserfalle (n. 14 St.).

Geräusch in den Ohren, als wenn das Blut durch das Gehirn rauschte.

Wübbern und Brummen im rechten Ohre.

Wübbern und Brummen in beiden Ohren.

In der Nase, Zucken.

190 Ein augenblickliches Zucken an der Wurzel der Nase.

Oefteres Jücken auf der Nase (n. 2 T.).

Kriebeln auf dem Rücken der Nase (n. 11/2 St.) (Wl.).

Jückendes Kriebeln in der Nase (Wl.).

Jücken in der Nase.

195 Ein stichlicht jückender Reiz in der rechten Nasen-Seite, wie von einem fremden Körper drin.

Jückendes Kriebeln auf der Spitze und in den Löchern der Nase (Wl.).

Brennen an den Nasenlöchern.

Ein stechender Wundheits-Schmerz in der Nasen-Scheidewand, beim Aufdrücken, als wäre da eine Blüthe.

Ein Eiterblüthchen in der Falte neben dem rechten Nasenflügel.

200 Blutsturz aus der Nase (Ehrhardt, Diss. de Cic. Argent. 1763. – Lange, a.a.O.).

Oefteres Nasenbluten.

Nasenbluten, beim Niesen (Gr.).

Geruchs-Sinn übermässig fein.

Eine Art Theer-Geruch hinten in der Nase, den er auch zu schmecken wähnt.

205 Von den hintern Nasen-Oeffnungen bis zum Munde, Schnupfen-Geschmack.

Gesichts-Hitze, Blutdrang nach dem Kopfe, und Schnupfen-Gefühl in der Nase (n. 4 St.).

Gesichts-Farbe krank und blass (n. 7 T.).[185]

Grosse Blässe des Gesichtes, früh.

Bläue des Gesichtes (Sim. Paulli, Quadrip. Botan. Cic. maj.).

210 Bläuliches, geschwollenes Gesicht (Störk.).

Geschwulst des Gesichtes (Landeutte, Journal de Médec. XV.).

Geschwulst am Jochbeine und obern Zahnfleische, mit Spann-Schmerz (d. 3. T.).

Gesichts-Schmerz, Nachts.

Druck-Schmerz auf den Knochen über dem rechten Auge, an der Nase und im Jochbeine, Abends, spät, 10 Minuten lang.

215 Reissend stechender Gesichts-Schmerz, dicht vor dem Ohre, am Backen, Abends.

Feiner Stich durch die rechte Gesichts-Seite, neben dem Jochbeine (n. 2 St.) (Wl.).

Feine Stiche durch den rechten Backen, nach dem Mundwinkel zu (Wl.).

Anhaltendes stechendes Jücken die rechte Wange und Gesichts-Seite herab, was nur durch wiederholtes Kratzen vergeht (Fr.).

Jückendes Fressen an der Stirn, das durch Reiben nur kurz vergeht (Wl.).

220 Schrunden in der Gesichts-Haut, als wäre sie wund, nach Waschen und Abtrocknen des Gesichtes.

Auf einem alten Leberflecke an der Backe entsteht ein Blüthchen.

Ausschlags-Blüthe auf der Stirn mit spannend ziehendem Schmerze (d. 4. T.) (Fr.).

Knötchen auf der Stirn mit Spann-Schmerze, der bei und nach Berührung zu einem Reissen im ganzen Umfange desselben wird (n. 2, 3 T.) (Fr.).

Zittern der Unterlippe (Störk.).

225 Jücken an der Oberlippe (n. 1/2 St.) (Wl.).

Blasen an der Oberlippe, am Rande des Rothen, schrundenden Schmerzes.

Lippen-Geschwüre, nach Fieber (Greding.).

Am Kinne, feine Stiche, aufwärts durch die Kinnlade (Wl.).

Ziehen vom Kinnbacken nach dem Ohre und dem Kopfe hin, doch nicht schmerzhaft, bald nach dem Trinken.

230 Arges Jücken um das Kinn.

Kinnbacken-Krampf (Ehrhardt.).

Zähne-Knirschen (Med. Obs. and Inq. IV. Lond. 1771.).[186]

Zahnschmerz (Reissen?) nach dem Ohre, Auge und Backen-Knochen hin, bloss beim Essen.

Drückender Zahnschmerz.

235 Ziehen in einem hohlen Zahne, beim kalt Essen, nicht beim kalt Trinken, bis durch die Schläfe (n. 3 St.) (Fr.).

Zieh-Schmerz von den untern rechten Zähnen bis ins Jochbein.

Ziehen und Bohren im linken Backzahne.

Bohrende Nadel-Stiche zwischen den linken Zahnfächern, bei Bewegung des Unterkiefers (Lgh.).

Zucken und Nagen in den Zähnen.

240 Lockerheits-Schmerz der Zähne, beim Kauen.

Lockerheit der Backzähne, als wenn sie herausfallen wollten.

Das Zahnfleisch schmerzt brennend.

Geschwollenes, blaurothes Zahnfleisch, wie mit Blut unterlaufen.

Bluten des Zahnfleisches der Backzähne.

245 Leichtes Bluten des Zahnfleisches.

Zungen-Schmerz (Sim. Paulli.).

Steife, geschwollene, schmerzhafte Zunge (Störk.).

Schwere Sprache (Andrée.).

Sprachlosigkeit (Störk.Ehrhardt.).

250 Halsweh, ein Wundheits-Schmerz beim Schlingen (d. 2. T.).

Krämpfe im Schlunde (Ehrhardt.).

Schwer Schlingen.

Verhindertes Schlingen (Ehrhardt.).

Wenn sie im Winde geht, muss sie viel schlucken.

255 Trockenheit des Mundes (Störk.).

Trockenheit des Mundes, mit Säure-Empfindung darin.

Trockne Zunge (Baylies.).

Speichelfluss (Bierchen, a.a.O.).

Starker Speichelfluss (Valent. in Hufel. Journal. XXIX. III.).

260 Oefteres Schleim-Rachsen.

Fauliger Mund-Geschmack, beim Essen und beim Schlingen.

Der Magen ist mit Säure geplagt, bei fadem etwas faulichten Mund-Geschmacke.

Säuerlicher Geschmack im Munde.

Bitter saurer Geschmack, nach dem Frühstücke.

265 Bitterkeit im Munde und Halse.

Bitterkeit im Halse.[187]

Bittrer Geschmack im Halse zuweilen, ohne Veranlassung (Fr.).

Abnahme des Appetits (d. ersten 4 Tage).

Appetitlosigkeit (Andry. – Pharm. helv. – Lange. Landeutte).

270 Gänzliche Appetitlosigkeit und grosse Magenschwäche (Lange.).

Sogleich verminderter Appetit zu Speisen und Tabakrauchen.

Durst (Baylies.Fothergill.).

Viel Durst, alle Nachmittage.

Heftiger Durst den ganzen Tag (n. 74 St.) (Lgh.).

275 Grosses Verlangen auf Kaffee.

Viel Appetit zu Saurem.

Grosses Verlangen auf Salz und salzige Speisen.

Nach Genuss weniger Milch, schnelle Aufblähung des Unterleibes.

Nach dem Essen, Auftreibung im Oberbauche, mit Drücken im Magen, was bänglich den Athem versetzt.

280 Nach dem Essen, früh, Leibweh, und den ganzen Tag grosse Vollheit im Magen und auf der Brust.

Gleich nach dem Essen, Anhäufung von Blähungen, die dann in Menge mit Geräusch und Erleichterung abgehen.

Nach dem Essen, Uebelkeit, mit Sattheits-Gefühl.

Nach jedem Essen, Uebelkeit und Brecherlichkeit.

Nach dem Mittag-Essen, Uebelkeit, mit drückendem Kopfweh im Nacken, im Scheitel und in der Stirne.

285 Bei Anfang des Abendessens Schlucksen.

Nach dem Essen (Abends), Bauchschmerz in der Nabel-Gegend, als wären die Gedärme zerschlagen (Fr.).

Bald nach dem Essen, Zieh-Schmerz im Unterleibe, in der Nabel-Gegend (Fr.).

Nach dem Mittag-Essen, ziehendes Leibweh im Unterbauche, im Sitzen (Fr.).

Wenn sie Etwas gegessen hat, kommt, wie aus dem Magen, eine Art matter Hitze durch die Arme, bis in die Finger, worauf die Hände blass werden und absterben.

290 Frost zu Ende der Abend-Mahlzeit.

Nach dem Essen Beklemmung und hartes Drücken, äusserlich auf dem Brustbeine.

Beim Essen und Trinken, Schweiss.

Nach dem Frühstücke, grosse Mattigkeit und Abspannung der Bauchmuskeln.[188]

Nach dem Essen, grosse Schwäche und Abspannung.

295 Nach dem Essen ist es ihr ganz sauer im Munde.

Nach dem Essen, saures Aufstossen.

Nach dem Essen schwulkt ihr Saures aus dem Magen auf.

Nach dem Essen bekommt sie den ganzen Mund voll sauren Wassers.

Nach dem Frühstücke, versagendes Aufstossen.

300 Oefteres Aufstossen.

Unvollständiges Aufstossen und davon Magenschmerz.

Oefteres leeres Aufstossen, vorzüglich früh.

Aufstossen, vorzüglich gegen Abend.

Viel leeres Aufstossen, ohne Geschmack und Geruch.

305 Saures Aufstossen, Abends.

Säuerliches Aufstossen, mit Brennen im Magen.

Fauliges Aufstossen (Schmucker.).

Aufstossen mit Geschmack des Genossenen.

Aufstossen nach dem Geschmacke der Speisen, selbst 6 Stunden nach der Mahlzeit.

310 Aufstossen nach dem Geschmacke der Speisen, ohne Brecherlichkeit, mit Aufschwulken.

Aufschwulken einiger Speisen aus dem Magen beim Aufstossen.

Sodbrennen, Abends.

Ranziges Sodbrennen.

Schlucksen.

315 Uebelkeit, öfters und gänzliche Appetitlosigkeit (Lange.).

Uebelkeit, Abends, mit grosser Ermattung, dass ihr das Sprechen sauer ward.

Früh-Uebelkeit, die nach erfolgtem Stuhlgange vergeht.

Uebelkeit und Brecherlichkeit (Störk.Fothergill.).

Uebelkeit und Brecherlichkeit nach jedem Essen.

320 Brecherlichkeit (Cullen.).

Brecherlichkeit mit Aufstossen und Mattigkeit (Greding.).

Brecherlichkeit nach dem Essen und Schlucksen darauf, doch dabei gehöriger Geschmack und guter Appetit.

Erbrechen, öfters, mit gänzlicher Appetitlosigkeit (Lange.).

Heftiges Erbrechen (Ehrhardt.).

325 Schleim-Erbrechen, Nachmittags, bei Kopfschmerzen, mit Uebelkeit und nachfolgendem häufigen Aufstossen (Rl.).

Der Magen ist oft durch Blähungen aufgespannt.

Aufblähung des Magens.[189]

Drücken in der Herzgrube, wie von Vollheit, mit Stichen untermischt und durch Einathmen und Bewegung vermehrt.

Drücken von der Herzgrube herauf bis in den Schlund, als wollte ein runder Körper heraufsteigen (d. 2. T.).

330 Ein Druck in der Herzgrube, als wenn es drin herumzöge, und dann in der Brust-Seite einige Stiche, auch früh.

Zieh-Schmerz von der Herzgrube bis in den Schlund herauf, mit kurzem, schwierigem Athem, früh, nach dem Aufstehen und nach dem Stuhlgange (d. 11. T.).

Zusammenzieh-Schmerz im Magen, mit Kältegefühl darin und Kälte im Rücken, weckte sie früh aus dem Schlafe.

Krampfhafte Schmerzen im Magen.

Magenkrampf (Pharm. helv. a.a.O.).

335 Krampfhaftes Kneipen im Magen (Fothergill.).

Kneipen im Magen, was die Brust zusammenzieht, mit Zusammengreifen im Rücken und vielem Aufstossen, weckt sie aus dem Schlafe.

Kneipen im Magen, das später dumpf in die Gedärme übergeht.

Stechen in der Magen-Gegend, gegen Abend.

Feine Stiche in der Herzgrube (Wl.).

340 Wundheits-Gefühl und Rohheits-Empfindung im Magen.

Wundheits-Schmerz in der Herzgrube, wie unterköthig, früh, beim Liegen und Umwenden im Bette, drei Morgen (n. 13 T.).

Beengung der Herzgrube, beim rückwärts Lehnen, mit Stocken des Athems und der Sprache.

Um die Hypochondrien schmerzhafte Spannung, wie von einem zusammenschnürenden Bande.

In der Leber, Druck-Schmerz, beim Gehen.

345 Drückender Schmerz in der rechten Bauch- und Brust-Seite, durch Einathmen vermehrt.

Strammen in der rechten Bauch-Seite, beim tief Athmen.

Scharfes Ziehen im vordern Leberflügel.

Scharf ziehende Rucke unter den rechten Ribben.

Schmerzhafter Riss in der Leber-Gegend.

350 Stich-Schmerz in der Leber-Gegend, in Absätzen (n. 16 St.).

Stiche in der Leber-Gegend.

Stich in der Leber-Gegend, der den Athem hemmt.

Im linken Hypochondrium, drückender Spann-Schmerz, bis in die Unterbauch-Seite.

Stich in der linken Bauch-Seite (d. 2. T.).

355 Stich-Schmerz im linken Hypochondrium, früh, beim Liegen[190] im Bette, mit Athem-Beklemmung; beim Aufrichten vergeht es.

Ein stechendes Wühlen in der linken Bauch-Seite.

Leibschmerz über den Hüften, beim Gehen.

Schmerz im Bauche, beim Lachen.

Heftige Bauchschmerzen mit Frost (Störk.).

360 Ungeheure Bauchschmerzen (Kaltschmidt, Progr. d. Cic. Jen. 1778. S. 5.).

Drücken im Unterbauche und darauf Gähren darin.

Anhaltender Druck im Unterbauche, wie von etwas Schwerem, ausser dem Essen.

Härte und arge Aufgetriebenheit des Bauches, Abends, nach dem Essen; der Nabel hervorgetreten, was ihren Schlaf beunruhigte.

Aufgetriebenheit des Unterleibes, nach dem Mittags-Schlafe.

365 Aufgetriebenheit und Vollheit des Bauches, Nachmittags.

Anspannung des Unterleibes, und zuckende Zusammenziehung gegen die Brust herauf, mit drückendem und kneipenden Schmerze, einige Minuten lang (d. 2. T.).

Auftreibung des Bauches, wie Blähungs-Kolik, Abends, nebst Kälte des einen Fusses.

Geschwulst des Bauches (Landeutte. Ehrhardt.).

Geschwollene Gekrös-Drüsen (Kaltschmidt.).

370 Sehr verengerte Stelle im Grimm-Darme (Kaltschmidt.).

Beklemmung im Unterleibe.

Zusammenzieh-Schmerz im Unterbauche, wie Nachwehen, welcher zu Stuhle drängt.

Greifen und Drücken im Bauche.

Krampf im Unterbauche (d. 6. T.).

375 Kolik-Schmerzen der heftigsten Art (Störk, lib. de Colchico).

Kneipendes Bauchweh, doch nicht gleich vor, noch gleich nach dem Stuhle.

Kneipen tief im Unterbauche, nach jedem Essen, bei gutem Appetit.

Starkes Kneipen im Bauche, wie zu Durchfall.

Schneidende Leibschmerzen, früh, nach zweistündigem Froste mit Kopfweh und Uebelkeit (Rl.).

380 Schneiden in der linken Bauch-Seite, als träte da ein Knollen auf.

Schneidendes Leibweh mit Durchfall (d. 12. T.).[191]

Schneidendes Leibweh tief im Bauche, bei gutem Appetite und Nacht-Schlafe.

Heftiges Schneiden im Leibe, alle Tage, vorzüglich in der rechten Seite.

Schneidende Stiche im Bauche, wie mit einem Messer (d. 4. T.) (Rl.).

385 Stechen im Unterleibe, wie mit einem Messer.

Flüchtig stechende Schmerzen im Unterleibe (d. 8. T.).

Stechen im Oberbauche, früh beim Erwachen, ärger beim Bewegen.

Ziehende Empfindung im Unterleibe, nach dem Trinken.

Ziehender Bauchschmerz, beim Gehen (n. 3 St.) (Fr.).

390 Ziehender Bauchschmerz in der Nabel-Gegend, früh, nach dem Aufstehen (Fr.).

Ziehen im Unterbauche und Drücken nach dem Oberbauche zu, früh, beim Sitzen.

Ziehender Zerschlagenheits-Schmerz der Gedärme (n. 91/2 St.) (Fr.).

Reissen im Unterbauche, über der Scham, bis zum Bauchringe.

Dumpfes Reissen auf einer kleinen Stelle dicht unter dem Nabel.

395 Wundartiges Reissen, in Absätzen, von der Magen-Gegend bis in die Bauch-Seite als wenn Alles im Unterleibe herausgerissen würde; mehrere Morgen.

Etliche Stösse im Bauche, nach aussen gegen die Bauch-Muskeln zu, wie in Schwangerschaft, vom Kinde.

Jücken im Unterleibe.

In den Bauch-Muskeln, über dem Nabel, feines Kneipen, beim Vorbiegen des Körpers (Wl.).

Scharfe, in kurzen Absätzen herauffahrende Stiche in den Bauchmuskeln links unter dem Nabel (Wl.).

400 Im Schoosse, Stechen, beim Aufstehen vom Sitze.

Schmerz, wie geschwollen, im rechten Schoosse, und beim Befühlen, wie unterköthig.

Heraustreibende Schmerzen in der Bruch-Stelle (d. 2. T.).

Heraus Drängen in der Bruch-Stelle.

Es drängt nach der Stelle des ehemaligen Leisten-Bruches, ohne dass ein Bruch hervortritt.

405 Reissen im Schamberge, im Sitzen (Fr.).

Knurren und Kollern im Leibe.

Kulkern in der linken Bauch-Seite.[192]

Die Blähungen gehen sogleich leicht ab.

Abgang einer Menge Blähungen (n. 18 St.).

410 Abgang stinkender Blähungen.

Heftiger Abgang vieler Blähungen.

Abgang kalter Blähungen.

Vor Abgang der Blähungen, Schneiden im Leibe.

Leib-Verstopfung (Andrée.).

415 Häufiger Drang zum Stuhle, ohne Erfolg.

Steter Stuhldrang, ohne Stuhl.

Nur alle zwei Tage fester Stuhl, mit Pressen.

Sparsamer Stuhl.

Stuhl alle zwei Tage, dessen erster Theil nur unter Pressen erfolgt.

420 Täglich öfterer Stuhldrang, wobei jedes Mal etwas, aber sehr wenig abgeht.

Immer Reiz zu Stuhle, er kann aber täglich nur zweimal etwas verrichten, und es ist dünn.

Oefteres Noththun, es geht aber nur wenig weicher Koth ab und der Leib wird darnach immer mehr aufgebläht.

Starker Stuhldrang täglich mit dreimaligem Durchfalle.

Breiige Stühle, täglich ein Paar Mal, mit Brennen im Mastdarme.

425 Flüssiger, mit harten Theilen gemischter Stuhl, mit geräuschvollen Winden abgehend; dabei Leibweh (d. 7. T.).

Vier flüssige Stühle mit harten Klümpchen (d. 6. T.).

Durchfall (Landeutte.Ehrhardt.).

Schwächender Durchfall (Störk.).

Oeftere Durchfall-Stühle, wie Wasser, mit vielem leeren Aufstossen und reichlichem Harn-Abgange (n. 24 St.).

430 Sehr oft Durchfall-Stühle, wie Wasser, und Unverdautes dabei, mit Kneipen im Magen, was sich durch den Unterleib verbreitet (d. 4. T.).

Unverdauter Stuhl (d. 9. T.).

Unverdautes geht mit dem Stuhlgange ab.

Unbewusster Abgang des Stuhles, im Schlafe (d. 2. T.).

Sehr stinkender Schleimabgang beim Stuhle.

435 Blut-Abgang mit dem Früh-Stuhle.

Vor jedem Stuhle, kurzes Schneiden im Bauche.

Beim Stuhlgange, Brennen im Mastdarme.

Beim Stuhlgange viel Winde-Abgang unter Pressen, Drängen und Schneiden im Mastdarme.

Bei jedem Stuhle, Frösteln.[193]

440 Nach dem Stuhle Herzklopfen, mit Aussetzen von Herzschlägen.

Nach jedem Stuhle, zittrige Schwäche, die sich im Freien legt.

Nach dem After und Kreuze zu, ein Drängen, in öfteren Anfällen (d. ersten Tage).

Ziehen nach dem After und Unterbauche zu.

Oeftere Stiche im After, ausser dem Stuhle (d. 5. T.).

445 Jücken am After.

Jücken im Mastdarme, nach Jücken in der Brust und dem Bauche.

Hitze im After.

Hitze unten im Mastdarme (nicht im After).

Brennen am Mastdarme und After.

450 Harn-Unterdrückung, Ischurie (Baylies.).

Strangurie (Lange.Ehrhardt.).

Oefterer Harndrang, alle halbe Stunden, doch jedes Mal wenig Harn.

Sehr oftes Harnen, mit Unaufhaltsamkeit des Urins.

Harnfluss (Bierchen.Gatacker.).

455 Harnfluss mit grossen Schmerzen (Lange.).

Nachts, häufiges Harnen (n. 10 St.).

Mehrere Nächte muss er früh um 2 Uhr zum Harnen aufstehen.

Nächtliches Bettpissen.

Rother Urin (Baylies.).

460 Blut-Harnen (Haller, in Götting. Anz. 1775. St. 62.).

Oefteres Blut-Harnen mit Engbrüstigkeit (Lange.).

Beim Lassen eines Harnes, der stets einen zähen, trüben Schleim mit sich führt, grosse Schmerzen in der Harnröhre (Lange.).

Schneiden des Harnes beim Lassen.

Beim Harnen, Schneiden in der Mündung der Harnröhre (d. ersten Tage).

465 Beim Harnen, schneidendes Ziehen durch die Harnröhre.

Beim Harnen, Pressen auf die Bährmutter und Schneiden.

Beim Harnen, Brennen.

Beim Uriniren, Brennen in der Harnröhre (d. 11. T.).

Gleich nach dem Harnen, früh, Brennen in der Harnröhre, eine halbe Stunde lang.

470 Nach dem Harnen, ein beissiges Harndrängen (n. 1/2 St.) (Fr.).[194]

Bald nach dem Harnen, ein klammartiges Drücken in der Gegend des Blasenhalses, von aussen nach innen, mit scharfen Stichen, viele Stunden anhaltend, stärker im Gehen, als im Sitzen (Wl.).

Auf die Blase ein scharfer Druck.

Heftiger Stich in der Harnröhre bis in ihre Mündung.

Zuckende Stiche in die Harnröhre hinter.

475 Brennen in der Harnröhre (Störk.).

Schleim-Ausfluss aus der männlichen Harnröhre, auch nach dem Harnen (d. 4, 5, 6 T.).

Eiter-Ausfluss aus der Harnröhre, nach vorgängigem Jücken darin.

Durch die Ruthe ein Reissen, ausser dem Harnen (d. 4. T.) (Fr.).

Jücken an der Ruthe, der Vorhaut und Eichel, wogegen Reiben nicht hilft.

480 Entzündung der Vorhaut.

Schneidender Schmerz in der Eichel.

In den Hoden mehrstündiger Schmerz, vorzüglich nach Erektionen (d. ersten Tage).

Druck-Schmerz im linken Hoden, mehrere Stunden lang.

Zieh-Schmerz im linken Hoden.

485 Kneipen und Reissen in den Hoden, Abends (d. 4. T.).

Schmerz, als schnitte ein Messer mitten durch den Hodensack, zwischen den Hoden hin bis über die Wurzel der Ruthe herauf, öfters kurz wiederholt (Wl.).

Schweiss im Mittelfleische.

Der Geschlechtstrieb fehlt mehrere der ersten Tage gänzlich, trotz den einladendsten Lockungen.

Schmerzhafte Ruthe-Steifheit, Abends, vor dem Einschlafen.

490 Unbändiger Geschlechtstrieb (Limprecht, Act. Nat. C. I, obs. 52.).

Geile Lüsternheit (n. 12 St.).

Pollutionen, drei Nächte nach einander und darauf Erwachen des Geschlechtstriebes.

Pollution (d. erste Nacht.).

Schon beim Tändeln mit Frauenzimmern entgeht ihm der Samen.

495 Vorsteherdrüsen-Saft geht beim Pressen auf den Stuhl ab.

Bei jeder Gemüths-Bewegung entgeht ihm Vorsteherdrüsen-Saft, ohne wohllüstige Gedanken, (unter Jücken der Vorhaut).[195]

An der weiblichen Scham arges Jücken, auch in der Scheide, am schlimmsten gleich nach der Regel; sie muss reiben, worauf es wie Herunterpressen der Bährmutter schmerzt.

Heftiges Jücken tief in der Scheide.

Starke Stiche an den Schamtheilen.

500 Schneiden zwischen den Schamlefzen, beim Harnen.

Eine grosse Ausschlags-Blüthe am Schamberge, welche bei Berührung schmerzt.

Monatreinigung unterdrückt (Andry.Andrée.Greding.).

Unterdrückung der kaum eingetretenen Regel, worauf, Tag und Nacht Zieh-Schmerz den Rücken herab, bis ins Kreuz, erfolgt.

Verzögerung der Regel um 7 Tage.

505 Die Regel erscheint den 17ten Tag.

Bräunliches Blut statt der Regel (n. 31 T.).

Vor Eintritt der Regel, immer trockne Hitze im ganzen Körper, ohne Durst.

Vor Eintritt der Regel, ein ängstlicher Traum.

Vor Eintritt der Regel lag es ihr in allen Gliedern, mit Weinerlichkeit, Unruhe und ängstlicher Sorge über jede Kleinigkeit.

510 Vor Eintritt der Regel, Stechen in der Leber-Gegend, am meisten Nachts, im Liegen, und vorzüglich beim Einathmen (n. 23 T.).

Nach Eintritt der Regel, Zusammenzieh-Schmerz im Unterbauche, der beim Gehen im Freien verging.

Scheidefluss (d. 2. T.).

Starker Weissfluss, und darauf Heiserkeit mit Husten und Auswurf.

Scheidefluss weissen, scharfen Schleimes, welcher Brennen verursacht (Baylies.).

515 Dicklicht milchfarbiger Weissfluss, mit zusammenziehendem wehenartigen Bauchweh, von beiden Seiten her.

Blutiger Schleim, zehn Tage lang, statt des Weissflusses.

Weissfluss, zehn Tage nach der Regel, etliche Tage lang, unter vielem Bauchschmerze vor dem Abgange.

Weissfluss mit Schwäche und Lähmigkeits-Gefühl im Kreuze vor dem Abgange, und Mattigkeit davon.

Vor Abgang des Weissflusses, Kneipen im Bauche.[196]

520 Oefteres Niesen, ohne Schnupfen (Lgh.).

Häufiges Niesen.

Häufiger Ausfluss des Nasen-Schleims, mehrere Tage, wie bei Schnupfen.

Aus der Nase tropft blos Wasser.

Er schnaubt eine wässerige Flüssigkeit aus.

525 Heftiges Katarrhal-Fieber, mit Hals-Entzündung und Appetitlosigkeit (Gr.).

Heiserkeit.

Trockenheit der Brust (Störk.).

Vollheits-Gefühl auf der Brust; durch Husten will Nichts los, und es sticht davon auf dem Brustbeine.

Röcheln auf der Brust, Abends, beim Niederlegen, und beim Aufsitzen dann viel Husten.

530 Im Kehlkopfe ein trocknes Fleckchen, wo es kriebelt und zu trocknem, fast stetem Husten reizt.

Jücken im Halse, mit Reiz zum Hüsteln.

Kratzen und Kriebeln in der Brust heran, mit Reiz zu trocknem, fast stetem Husten.

Husten, wie von einem Kitzel in der Mitte des Brustbeins, mit und ohne Auswurf (Lgh.).

Husten von Saurem und Salzigem leicht erregt, (ohne Auswurf).

535 Husten, fast bloss zu Anfange des Liegens, am Tage oder Abends; er muss sich aufsetzen um abzuhusten, dann hat er Ruhe.

Husten, der sich im Liegen vermehrt, und im Anfange viele Stösse giebt, wie zum Erbrechen.

Abends, vor Schlafengehen anhaltender, starker Husten.

Nächtlicher Husten (Störk.).

Kurzer, erschütternder Husten, durch tief Athmen erregt.

540 Gewaltsamer Husten (Lange.).

Keuchhusten und Engbrüstigkeit (Lange.).

Nächtlicher Keuchhusten (Landeutte.).

Keuchhusten mit blutigem Schleim-Auswurfe (Lange.).

Der heftigste Husten, wobei er das Bett hüten muss (Störk, lib. de Stram. Hyosc. et Acon.).

545 Trockner Husten, mit Heiserkeit.

Trocknes Hüsteln (Störk.).

Lockerer Husten, ohne dass sie etwas auswerfen kann.

Husten, wovon sich etwas löst, was aber nicht ausgeworfen[197] wird, bis es später bei leichtem Husten herauskommt; dabei Schnupfen (Rl.).

Gelblicher Husten-Auswurf, der wie faule Eier schmeckt.

550 Eiter-Auswurf aus der Brust (Störk, lib. de Cic.).

Vom Husten fährt es ihm in den Kopf (Rl.).

Beim Husten stichts ihr im Kopfe.

Beim Husten klagt das Kind über Leibweh.

Vom Husten, Schmerz in beiden Bauch-Seiten.

555 Beim Husten, Stechen in der linken Brust, drei Stunden lang, so dass sie, davon erweckt, unruhig schläft.

Das Athmen, besonders das Einathmen wird ihm sehr schwer, als wenn sich die Brust nicht gehörig ausdehnte (n. 4 St.) (Fr.).

Schwerathmigkeit (Landeutte.).

Schwieriges Athmen und heftige Brust-Schmerzen (Lange.).

Schwieriges, langsames Einathmen, Abends im Bette (Fr.).

560 Langsamer Athem.

Kurzer Athem, in Ruhe und Bewegung (d. 7. T.).

Kurzer, keuchender Athem (Störk.).

Engbrüstigkeit (Lange. – Med. obs. and Inquir.).

Oeftere Engbrüstigkeit (Lange.).

565 Oeftere Beklemmung oben in der rechten Brust, mit Gefühl, als rühre sie von angehäuften Blähungen her.

Erstickungs-Anfall, als setze sich Schleim im Halse vor (Rl.).

Erstickungs-Anfälle, als setze sich etwas oben in der Kehle vor.

Brust-Schmerzen sehr heftiger Art (Lange.).

Heftige Brust-Schmerzen mit starkem Husten (Lange.).

570 Schmerz im Brustbeine, wie eingedrückt.

Spannung über die Brust, und beim Einathmen Drücken darin.

Drückender Schmerz auf dem Brustbeine, den ganzen Tag, mit bald reissendem, bald stechendem Schmerze um die Brüste und Brustwarzen, unter häufiger Beklemmung und Kürze des Athems (d. 4. T.) (Fr.).

Drückender Schmerz auf dem Brustbeine, früh, mit erschwertem Athem, im Stehen (d. 3. T.) (Fr.).

Drücken zuweilen in der Herz-Gegend, als wolle es ihm das Herz abdrücken, mit Athem-Beklemmung (d. 3. T.) (Fr.).

575 Ein schneidendes Drücken auf beiden Seiten der Brust, durch Einathmen verstärkt (n. 14 St.) (Wl.).

Ein fein stechendes Drücken an beiden Seiten der Brust, am stärksten, wenn er sich vorn auflegt (Wl.).[198]

Stumpfer Stich über dem Herzen beim tief Athmen und bald darauf auch bei jeder Körper-Bewegung.

Stiche in der Brust-Seite (Seitenstich) (Störk.).

Starke Stiche in der Seite, wie Messer-Stiche, mit lautem Jammer darüber.

580 Feine Stiche in der linken Brust-Seite, unter der Achselhöhle (Wl.).

Stiche an der rechten Brust-Seite, wie von Nadeln, beim Gehen im Freien (Lgh.).

Ein pochender Stich-Schmerz oben in der linken Brust, mehr nach der Mitte zu.

Ziehen und Reissen durch die ganze Brust, Abends im Bette, beim Liegen auf der Seite, mit Athem-Beklemmung und einem harten Drucke oben auf dem Brustbeine, welcher beim Einathmen den Athem benimmt (d. 3. T.) (Fr.).

Reissen auf der Brust.

585 Ein klammartiges Reissen an der rechten Brust-Seite (Lgh.).

Zerschlagenheits-Schmerz vorn auf der Brust und im Rücken.

Zerschlagenheits-Schmerz (an der innern Fläche) des Brustbeins.

Steifheit im Brustbeine, bei Körper-Bewegung.

Jücken im Innern der Brust.

590 Brennen in der Brustbein-Gegend (Störk.).

Starkes Herzklopfen, nach Trinken.

Beim Aufstehn, Herzklopfen.

Oefteres sichtbares Herzklopfen (Gr.).

Oeftere Stösse ans Herz.

595 Ueber die ganze äussere Brust stechendes Jücken, das durch Kratzen nur kurz vergeht (n. 1 St.) (Wl.).

Ausschlags-Blüthen auf der Brust, die bei Berührung schmerzen.

Knochenfrass am Brustbeine (Kaltschmidt.).

Die weiblichen Brüste thun weh.

Angenehmes, aber heftiges Jücken an beiden Brust-Warzen (n. 4 St.).

600 Jücken ihrer beiden Brüste; beim Reiben wird die Haut rothschälig, mit brennender Empfindung.

Härte ihrer rechten Brust, mit Schmerz beim Befühlen und nächtlichen Stichen darin.

Entzündung der Brust-Skirrhen (Lange.).

Kreuzschmerzen.

Kreuzschmerzen beim Zurückbiegen.[199]

605 Arge Kreuzschmerzen nach wenigem Spazieren; darauf Uebelkeit und Ermattung.

Stiche im Kreuze, mit Ziehen durch die Lendenwirbel-Beine im Stehen (n. 3 St.) (Fr.).

Rücken-Krampf mit starkem Drücken und Ziehen.

Spann-Schmerz im Rücken (Störk.).

Schmerzhaftes Spannen in den Muskeln unter beiden Schulterblättern, in der Ruhe, und durch Aufheben der Arme sehr verstärkt (Wl.).

610 Scharfes Drücken unter dem rechten Schulterblatte, bei jeder Arm-Bewegung.

Ziehen durch die Lendenwirbel-Beine, im Stehen (n. 1/2 St.) (Fr.).

Zieh-Schmerz im rechten Schulterblatte.

Stumpfe Stiche zwischen den Schulterblättern.

Verrenkungs-Schmerz links im Rücken (d. ersten Tage).

615 Eingeschlafenheits-Kriebeln im Rückgrate.

Hitz-Gefühl im Rücken herab, früh, beim Erwachen.

Im Nacken, ein dehnender Schmerz in der Ruhe, mit Trockenheits-Gefühl im Schlunde.

Ziehen im Nacken, beim Gehen im Freien (n. 1 St.) (Fr.).

Ein klopfendes Ziehen im Nacken, wo er in die rechte Schulter übergeht (n. 8 St.) (Fr.).

620 Juckende Schauer vom Nacken gegen den Kopf (d. 4. T.).

Im Halse Ziehen an der rechten Seite herab, bis zum Achsel-Gelenke, in der Ruhe (d. 3. T.) (Fr.).

Anscheinende Verdickung des Halses.

Vermehrung der Kropf-Geschwulst.

Im Arme, Zieh-Schmerz, herauf und hinunter, meist bei Bewegung desselben.

625 Im Oberarme lähmiger Zieh-Schmerz, in der Ruhe (n. 11/2 St.) (Fr.).

Reissen durch die Oberarme, Abends im Bette (d. 1. T.) (Fr.).

Reissen, mit Stechen abwechselnd, im Oberarme, in der Ruhe, durch Bewegung nur kurz vergehend (Fr.).

Im Ellbogen, reissender Schmerz, beim Gehen im Freien.

Schneidender Schmerz in der linken Ellbogen-Beuge, von innen heraus, in der Ruhe (n. 50 St.) (Wl.).

630 Schwere in den Ellbogen-Gelenken, mit feinen Stichen.

Knacken im Ellbogen-Gelenke, besonders Abends.

In den Vorderarm-Muskeln klammartiger Schmerz, vorzüglich beim Aufstützen der Arme (n. 1/2 St.) (Wl.).[200]

Dumpfes Ziehen in den Vorderarmen, stärker in der Ruhe, als bei Bewegung (n. 72 St.) (Wl.).

Zerschlagenheits-Schmerz an der Aussenseite des linken Vorderarmes, am stärksten bei Berührung (n. 62 St.) (Wl.).

635 Jückendes Kriebeln am Vorderarme, das durch Reiben nur kurz vergeht (n. 1 St.) (Wl.).

Im Hand-Gelenke, lähmiger Zieh-Schmerz, in der Ruhe (Fr.).

Feine Stiche in den Hand-Gelenken (n. 10 M.) (Wl.).

Stechender Verrenkungs-Schmerz in den Gelenken des Mittelhand-Knochens des linken Daumens mit der Handwurzel, vorzüglich beim einwärts Biegen desselben.

Knacken im Hand-Gelenke, besonders Abends.

640 Absterben der linken Hand, besonders im Handteller.

Empfindlichkeit der Haut auf dem Hand-Rücken (d. erst. Tage).

Schweissige Hände.

Die Finger werden beim Schneiden mit der Schere krampfhaft steif.

Scharfes Ziehen an einem oder dem andern Finger.

645 Scharfe Stiche in den Mittel-Gelenken der Finger, in der Ruhe (n. 11/2 St.) (Wl.).

Stiche unter den Finger-Nägeln, wie von Nadeln (d. 5. T.).

Schneidende Stösse im hintern Daumen-Gelenke (n. 48 St.) (Wl.).

Taubheit der Finger.

Jücken auf dem Rücken der Finger.

650 Brenn-Schmerz an der Beuge-Seite des Zeigefingers, und später ein harter, langdauernder Knoll an dieser Stelle.

Gelbe Flecke an den Fingern (n. 5 T.).

Gelbe Finger-Nägel (n. 6 T.).

Nagel-Geschwür mit Entzündung und pochendem, unterköthigem, brennenden Schmerze.

Zwischen den Hinterbacken, in der Kerbe, ungeheures Jücken.

655 Die Sitzknochen schmerzen beim Aufstehen vom Sitzen, nicht während des Sitzens.

Lang anhaltender tiefer Stich oben an der Einfügung des grossen Gesäss-Muskels (n. 31/2 St.) (Fr.).

Die Hüfte rechter Seite schmerzt Abends, beim Gehen wie verrenkt.

Stumpfe Stiche in der Hüft-Gegend, nahe am Trochanter des Oberschenkels, im Sitzen, die nicht im Gehen hindern (n. 1/4 St.)(Wl.).

In den Beinen, Brummen und Summen.[201]

660 Ziehen und Reissen im linken Beine, mit grosser Unruhe, dass sie es keine Minute still halten konnte.

Einschlafen der Beine, beim Sitzen.

Geschwulst der Schenkel (Landeutte.).

Im Oberschenkel des rechten Beines, Klamm-Schmerz in den vordern Muskeln, beim Gehen im Freien (n. 13 St.) (Lgh.).

Schwäche-Gefühl bis zum Zittern, im rechten Oberschenkel, beim Gehen.

665 Feines Einkrallen an der hintern Seite des Oberschenkels (Wl.).

Dumpfes Ziehen im rechten Oberschenkel, in der Ruhe, durch Bewegung erleichtert (n. 11/2 St.) (Wl.).

Dumpfes Reissen vorn in beiden Oberschenkeln, beim Gehen.

Stiche in den Muskeln des linken Oberschenkels, wie von Nadeln, im Sitzen (Lgh.).

Jückende Nadel-Stiche an der hintern Seite des Oberschenkels, am stärksten im Sitzen (Wl.).

670 Im Knie, stumpfer Schmerz, beim Auftreten.

Dumpfer Schmerz im linken Knie, beim Auftreten (Rl.).

Gichtschmerz im Knie, den ganzen Tag (n. 15 T.).

Reissender Schmerz um das Knie-Gelenk.

Reissen um die Kniescheibe herum, im Sitzen ( Fr.).

675 Stiche auf die äussere Senne des Beuge-Muskels in der Kniekehle, beim Gehen im Freien (Fr.).

Zerschlagenheits-Schmerz, oder, als wenn die Kniescheibe zerbrochen wäre, zum laut Schreien, im ganzen linken Knie, beim Gehen und Stehen im Freien, mit ängstlicher Hitze über und über beim Anstrengen im Gehen (Lgh.).

Verrenkungs-Schmerz im rechten Knie.

Lähmiger Schmerz in der Kniekehle, wie bei Wassersucht des Knie-Gelenkes.

Ermüdungs-Schmerz um das Knie, 1/2 Stunde lang.

680 Knacken des Kniees (in der Kniescheibe?) beim gerade Richten.

Im Unterschenkel ein glucksender Druck auf dem Schienbeine, beim Ausstrecken des Gliedes, im Sitzen (Fr.).

Zucken und Unruhe in den Unterschenkeln Nachts, und darnach jedes Mal Schauder.

Spannender Steifheits-Schmerz in den Waden.

Ziehen an der Inseite der linken Wade und auf dem rechten Fussrücken (Fr.).[202]

685 Reissen auf dem Schienbeine, Abends im Bette (d. 1. T.) (Fr.).

Reissen den Unterschenkel herauf von der Inseite des Fusses an, im Freien.

Dumpfes Reissen den Unterschenkel herauf, vom äussern Fussknöchel an, im Freien.

Ein klammartiges Reissen an den Schienbeinen, beim Gehen im Freien (Lgh.).

Zerschlagenheits-Schmerz des Schienbeines (Fr.).

690 Die (vor 12 Tagen durch Stoss) beschädigte, bis herunter schmerzhafte Stelle am Unterschenkel wird blau und fleckig und schmerzt bei der mindesten Bewegung wie Messerstiche, beim Gehen und Befühlen aber, wie zerschlagen.

Im Fuss-Gelenke, dumpfer Schmerz (Rl.).

Reissen im Fuss-Gelenke, von Mittag bis Abend, schlimmer im Sitzen, als beim Gehen.

In der Fussbeuge, Brennen und klopfendes Stechen.

Reissen auf dem Fuss-Rücken, Abends im Bette (d. 1. T.) (Fr.).

695 Reissen in den Fusssohlen, beim Gehen.

Scharfes Ziehen unter der Ferse.

Stechen an beiden Knöcheln des rechten Fusses, erst fein, dann scharf zwei Tage lang und Nachts aus dem Schlafe weckend, zuletzt bis an die Wade gehend; beim Sitzen langsamere, beim Gehen öftere und stärkere Stiche.

Kriebelnder Schmerz in den Fusssohlen beim Auftreten; beim Gehen aber Stechen darin.

Taubheit und Unempfindlichkeit der Füsse.

700 Zittern der Füsse, früh beim Aufstehen.

Empfindlicher Brenn-Schmerz unter der Ferse, beim Auftreten, mit Röthe und Geschwulst der Stelle.

Geschwulst des ganzen Fusses, brennenden Schmerzes.

Die Geschwulst der Füsse ist schmerzhaft und vergeht auch im Schlafe nicht.

Starkes Jücken und ein jückendes Blüthchen auf den Fusssohlen.

705 Eiter-Bläschen an den Füssen.

Die Zehen-Spitzen schmerzen wie unterköthig.

Pulsirende Stiche in der kleinen Zehe, die auch beim Gehen schmerzt.

Reissen im Ballen der grossen Zehe, früh, im Stehen und Sitzen (Fr.).[203]

Ein brennendes Reissen am hintern Gelenke der grossen Zehe, beim Erwachen aus dem Schlafe, im Liegen.

710 Brenn-Schmerz unter den Zehen, im Sitzen.

Erregt das Podagra (Clark, in Essays and obs. phys. and liter. III. Edinb. 1771.).

Gefühl von Umklammerung der Bein- und Armknochen, welches matt macht.

Klamm- und krampfartige Schmerzen in verschiedenen Theilen, als in der Brust, den Kinnbacken u.s.w.

Pulsartiges Zucken im Unterleibe und im Kreuze.

715 Eine Art Steifigkeit des Körpers; die Bewegung der Glieder, des Nackens u.s.w. erregt ein widriges Gefühl.

Reissen durch verschiedne Theile des Körpers (d. 4. T.) (Fr.).

Reissen in allen Gliedern, fast wie von Verrenkung.

Ein herumziehendes Reissen in Armen und Beinen, so wie in den Zähnen (d. ersten Tage).

Reissende Stiche, bald hier, bald da, sehr durchdringlich, wie bis auf die Knochen.

720 Brennen auf der Zunge und in den Händen.

Zerschlagenheits-Gefühl in allen Gelenken, in der Ruhe; wenig oder gar nicht bei Bewegung.

Arger Zerschlagenheits-Schmerz in allen Gliedern.

Ermüdungs-Schmerz in den Gelenken.

Sehr leichtes Verheben.

725 Eingeschlafenheit der Glieder.

Taubheit und Kälte der Finger und Zehen.

Die Schmerzen entstehen meist in der Ruhe; nur in seltner Wechselwirkung beim Bewegen (Fr.).

Die Beschwerden kommen am schlimmsten die Nacht und wecken aus dem Schlafe.

Gehen im Freien mattet sie ab und die Luft greift sie an.

730 Bei Rückkehr von Gehen in freier Luft, Kopfschmerz mit Druck aufs rechte Auge.

Beim Spazieren, Jücken in der Herzgrube.

Anhaltender Mangel an Lebenswärme, und stetes Frösteln.

Wenig Lebens-Wärme, nach dem Mittags-Schlafe und Frösteln.

Gefühl von Mangel an Lebens-Wärme, und Traurigkeit.

735 Grosse Verkältlichkeit, selbst im Zimmer, nach Spazieren, wobei er geschwitzt hatte, im Sitzen.

Ungemein erhöhte Verkältlichkeit.

Von Verkältung erwacht er früh um 4 Uhr mit Schmerz im Kopfe und am Schulterblatte, beim Wenden des Körpers,[204] wie zerschlagen, mit Schmerz der Bauchmuskeln in der Magen-Gegend beim tief Athmen, der ihm den Athem versetzt.

Die Haut des Körpers deuchtet ihm heisser, als sie ist.

Jücken an den Gliedmassen (Störk.).

740 Jücken an den Oberschenkeln und Armen.

Flüchtiges Jücken, bald hier, bald da, an allen Theilen des Körpers.

Ein fressendes Jücken, das stets mit einem Stiche anfängt, Abends im Bette, bloss auf der rechten Körper-Hälfte, vorzüglich wenn er darauf liegt, mit Unruhe in allen Gliedern, durch Kratzen leicht besänftigt, stets aber auf einer andern Stelle wieder erscheinend.

Stichlichte Empfindung über den ganzen Körper.

Jückende Stiche, wie von Flöhen, dicht auf einander folgend, hie und da am ganzen Körper, doch einzeln, nie zwei auf einmal.

745 Langsame, jückend beissende, brennende Stiche hie und da am Körper.

Entzündung der ganzen Körper-Haut, sie schmerzt brennend (Baylies.).

Feiner, kaum sichtbarer Ausschlag im Gesichte, auf dem Rücken und dem übrigen Körper, jückend, wie ein Laufen unter der Haut.

Ausschlag weisser, durchsichtiger Blüthen, die, mit scharfer Feuchtigkeit gefüllt zu Krätze ähnlichen Schorfen werden; dabei örtlicher, stinkender, beissender Schweiss (Störk.).

Eine vor vielen Jahren verletzte Stelle fängt öfters an zu schmerzen.

750 Vermehrte, unerträgliche Schmerzen in den leidenden Theilen (Lange.).

Kriebeln im leidenden Theile (Callin.).

In das Geschwür fährt Schmerz vom Husten (Störk.).

Vermehrter Schmerz im Geschwüre (Störk.).

Spannender Schmerz im Geschwüre (Störk.).

755 Bluten der Geschwüre (Greding.).

Schwarzwerden der Ränder des Geschwüres, mit Ergiessung stinkender Jauche (Störk.).

Stinkende Jauche des Geschwüres (Störk.).

Kalter Brand eines Theiles des Geschwüres (Greding.).

Petechien (Sim. Paulli.).

760 Bläue des ganzen Körpers (Ehrhardt.).[205]

In einer alten Warze (an der Oberlippe), Zieh-Schmerz.

In den Knochen, vorzüglich in der Mitte der Röhren, verborgener Beinfrass, mit brennend nagendem Schmerze (Störk.).

Die Drüsen werden Abends schmerzhaft (Störk.).

Kriebeln und angenehmes Jücken in den Drüsen (Störk.).

765 Stechen in der Drüsen-Geschwulst.

Schründender Stich-Schmerz um die Drüsen-Geschwulst herum.

Ein freies Schneiden um die Drüsen herum.

Blutwallung im Körper (sogleich).

Starke, anhaltende Blut-Wallungen, mit Zuckungen am Herzen untermischt.

770 Er fühlt sein Blut sehr unruhig im ganzen Körper.

Bebende Bewegung und Zittern des Körpers, besonders stark in den Armen (d. 5. T.).

Zittern (Baylies.Cullen.Ehrhardt.).

Zittern aller Glieder (Fothergill. Schmucker.).

Immerwährendes Zittern (Andry.).

775 Sehnenhüpfen (Ehrhardt.).

Konvulsionen (Andry.Watson.Cullen.).

Konvulsionen des leidenden Theiles und des ganzen Körpers, mit Gefahr zu ersticken (Lange.).

Krank und matt, früh im Bette, mit Missmuth, Schläfrigkeit und Schmerzen im Magen (d. 2. T.).

Wüstheit im ganzen Körper, früh, nüchtern, wie nach einer schweren Krankheit, mit Appetitlosigkeit, wie übersättigt und Ekel vor den Speisen.

780 Alles wie voll gedrängt, Brust, Kopf und Hypochondrien, 10 Minuten lang, mehrere Morgen beim Erwachen.

Schwere und Wabblichkeit im ganzen Körper, Nachmittags.

Zusammenziehendes Gefühl im Innern, wobei ihr der Speichel im Munde zusammenläuft.

Täuschendes Gefühl beim Gehen, als hemme etwas seine Schritte, und doch ging er sehr schnell (Fr.).

Anfall: Allein zu Hause kam ihr eine Neigung zum Weinen an, das, als sie ihr nachgab, in lautes Schlucksen ausartete, dann Flimmern vor den Augen und undeutliches Sehen, dass sie sich beim Gehen anhalten musste; darauf Abspannung in allen Gliedern und dumpfes Kopfweh.

785 Anfälle, gewöhnlich nach dem Essen, mit Gähnen anfangend, Stechen im Brustbeine und Drücken in der Herzgrube,[206] selbst bei Berührung, worauf es in den Rücken geht, wo es in der Nieren-Gegend sticht.

Anfall von Müdigkeit und Frösteln, dass er sich legen muss, drauf am andern Tage dabei Kopfschmerz und Herzklopfen im höchsten Grade; bei jedem Schlage des Pulses schien es ihm, als würde der Hinterkopf mit einem Messer durchbohrt und das Herz schien in seiner Thätigkeit bald stark klopfend, bald eilend zugleich, bald schaukelnd.

Grosse Mattigkeit.

Auffallende Mattigkeit im ganzen Körper, Abends und früh.

Mattigkeit, früh, nach dem Erwachen, wie nach Fieber.

790 Mattigkeit, früh, beim Erwachen, die nach dem Aufstehen vergeht.

Abspannung des Geistes und Körpers (d. 4. T.).

Allgemeine Zerschlagenheit.

Die Kleider liegen wie eine Last auf der Brust und Achseln.

Schwäche des ganzen Körpers (Whytt.).

795 Sinken aller Kräfte (Störk.).

Nerven-Schwäche (Schmucker.).

Kraftlosigkeit und Schwere in den Beinen, vorzüglich den Knieen, als sollten sie zusammen knicken; sie zittern.

Kraftlosigkeit beim Erwachen von der Mittags-Ruhe, die Arme und Beine sind wie abgeschlagen.

Sehr erschöpft, matt und wie gelähmt, nach einem kleinen Spaziergange, mit verdriesslicher, hypochondrischer Stimmung (Fr.).

800 Bei der Rückkehr vom Spazierengehen wird ihm jeder Schritt übermässig sauer und er kann vor Unmuth und Ungeduld den Augenblick kaum erwarten, wo er in Einsamkeit ausruhen könne.

Das Stehen ist sehr beschwerlich.

So schwach, dass sie sich legen muss.

Er muss das Bett hüten vor Mattigkeit und Frösteln, dabei Kopfschmerz und Herzklopfen.

Die kräftigsten und muntersten Personen verloren alle Kräfte und mussten dass Bett hüten (Lange, a.a.O.).

805 Er kann sich in keiner Lage erholen.

Verlust aller Kräfte, bis zum Tode (Lange.).

Bei dem Mangel an Lebens-Kraft, Lach-Reiz.

Während des abgespannten Zustandes, Reiz zum Lachen, wie vom rechten Hypochondrium und dem Magen aus.

Ohnmachten (Lange. – Pharm. helv.).[207]

810 Schwindsucht (Reismann.Collin.).

Wassersucht (Tartreux, Epist. apol. S. 51.).

Schlagfluss (Lange.).

Wässriger Schlagfluss (Collin.).

Lähmungen (Andry.Andrée.).

815 Faulige Auflösung der Säfte (Reismann.).

Oefteres Gähnen, wie von Unausgeschlafenheit (Lgh.).

Sehr schläfrig und müde, früh, beim Erwachen, die ersten zwei Stunden.

Schläfrig früh beim Aufstehen.

Unausgeschlafenheit, früh.

820 Er kann sich zur gewöhnlichen Zeit des Erwachens nicht aus dem Schlafe finden und ist noch lange wie verschlafen.

Früh zwingt ihn ein Druck-Schmerz in den Knochen des Oberarmes und Oberschenkels zum Schlafen.

Schläfrig am Tage, ohne schlafen zu können.

Tages-Schläfrigkeit; er kann sich beim Lesen nicht munter erhalten (n. 3, 8 St.) (Col.).

Schlummersucht (Watson. – Sim. Paulli.).

825 Schlummersucht, selbst beim Gehen im Freien.

Schlummern den ganzen Tag mit grosser Hinfälligkeit.

Schlafsucht, Nachmittags; er musste trotz aller Gegenwehr sich legen und schlafen (Lgh.).

Abends grosse Schläfrigkeit und Unaufgelegtheit zu Allem (Fr.).

Spätes Einschlafen, erst nach Mitternacht.

830 Schlaflosigkeit (Reimann.Lange.).

Schlaflosigkeit wegen Unruhe und Hitze; er wirft sich im Bette herum.

Betäubter, allzu tiefer Schlaf, nach welchem der vorher kaum merkbare Kopfschmerz sich immer mehr verstärkt.

Ruhiger Schlaf vorzüglich früh sehr fest und länger, als gewöhnlich (Theilweise Heilwirkung?) (Fr.).

Aus festem Schlafe, ängstliches Halb-Erwachen.

835 Unterbrochner Schlaf.

Zeitigeres Erwachen, früh.

Abends im Bette, Pulsiren in der rechten Kopfseite.

Nachts im Bette, Kopfschmerzen mit Uebelkeit.

Nachts, bohrender Schmerz in der Zunge (d. 2. N.).

840 Nachts, zwischen 1 und 2 Uhr, Magenkrampf, wie ein Greifen und Zusammenziehen.

Nachts, Kratzen im Halse, mit Husten.[208]

Nachts, Nasenbluten, und dann früh, beim Aufstehen, Schwindel.

Nachts, nach Einschlafen vor Verdriesslichkeit, Zuckungen im Schlafe in Armen und Händen; die Augen öffnen sich stier und drehen sich hin und her.

Er legt im Schlafe die Arme bloss.

845 Nachts im Bette wird es ihm zu heiss; er muss aufstehen und die Nacht auf dem Sopha zu bringen.

Zu Mitternacht wacht er in Schweiss auf.

Nachts, arges Jücken am After, den Hinterbacken, im Mittelfleische und neben dem Hodensacke, dass er oft aufstehen musste.

Abends, im Bette, Reissen bald in diesem bald in jenem Gliede (Fr.).

Nachts, im Schlafe, heftiges Weinen mit Thränen.

850 Nachts brummt er im Schlafe.

Nachts von Aengstlichkeit erweckt, die sie lange vom Schlafe abhielt.

Nachts, Alpdrücken.

Nach Mitternacht, wie in halbem Erwachen, sehr bange, fast bis zur Todes-Angst steigende Gedanken.

Böse Träume unterbrechen oft den Schlaf (d. ersten Tage).

855 Aengstliche, fruchtbare, sehr erinnerliche Träume.

Aengstliche, feindliche Träume.

Angstvolle, lebhafte Träume (Lgh.).

Angstvolle Träume voll drohender Gefahr.

Viel furchtsame Träume, Nachts und gegen Morgen (Fr.).

860 Nach Erwachen, Nachts, furchtsame Gedanken.

Schreckhafte Träume.

Träume von kläglichen Krankheiten.

Träume von körperlichen Verstümmelungen.

Viel Träume von Todten und verstorben sein sollenden Lebenden.

865 Traum voll Beschämung.

Träume voll Aerger und Schlägerei.

Lebhafte wohllüstige Träume (Lgh.).

Verwirrte Träume im unruhigen Schlafe.

Schauder (sogleich).

870 Schauder (Störk.).

Schauder bei Bewegung.

Schauder über den ganzen Körper (Lgh.).[209]

Schauder, anderthalb Stunden lang, mehrere Morgen nach einander um 8 Uhr.

Schauder über den ganzen Körper von Zeit zu Zeit, und darauf schneller Puls mit Hitze und Durst (Störk.).

875 Schauder und Kälte Nachmittags; dann, nach 5, 6 Stunden, Ueberlaufen einer glühenden Hitze in allen Gliedern, wobei die Kopf-Eingenommenheit und gleichgültige Traurigkeit verschwindet und die lebhafteste Theilnahme an Allem an die Stelle tritt (n. 7, 8 St.) (Fr.).

Kälte und Frostigkeit, früh, mit schwindeligter Zusammengeschnürtheit des Gehirnes, und gleichgültiger Niedergeschlagenheit (Fr.).

Frost, früh, zwei Stunden lang, mit Kopfschmerz und Uebelkeit (d. 3. T.).

Frieren mit Zittern in allen Gliedern, so dass sie sich immer in der Sonne aufhalten muss.

Frieren mit kalten Händen und heissem Gesichte, bei Uebelkeit.

880 Frösteln, Nachmittags, von 3 bis 5 Uhr.

Von innerem Froste erwacht er früh um 5 Uhr (fast ohne Durst), mit kalten Händen und Fusssohlen und heissem Gesichte, 8 Stunden lang; drauf stärkere Hitze im Gesichte und Mattigkeit (n. 24 St.).

Hitz-Gefühl im ganzen Körper, auch äusserlich fühlbare stärkere Wärme der Haut, mit trocknen, klebrigen Lippen, ohne Durst, selbst mit Abneigung von Getränken und fadem Speichel im Munde; Geräusch und helle Gegenstände greifen ihn an, sowie jede Bewegung; er wünscht mit geschlossenen Augen einsam zu sitzen.

Wärme-Ueberlaufen, Nachmittags, ohne Durst (Fr.).

Hitze (Baylies.Fothergill.).

885 Innere Hitze, besonders im Gesicht, mit Röthe desselben, ohne Durst (Wl.).

Gefühl innerer und äusserer Hitze, nach dem Schlafe.

Stete Hitze.

Ungeheure Hitze (Baylies.).

Hitziges (tödtliches Fieber.) (Lange.).

890 Starke Fieber-Hitze, mit grossem Schweisse und Durste, bei Appetitlosigkeit, Durchfall und Erbrechen (Greding.).

Fieber (AndréeCollin.).

Eintägiges Fieber (Landeutte, a.a.O.).

Verschiedene Fieber-Anfälle (Tartreux.).

Schleichendes Fieber mit gänzlichem Appetit-Verluste (Lange.).[210]

895 Ausdünstung (Catacker.).

Schweiss, über und über, vorzüglich an der Stirn, bei Röthe des Gesichtes und ganzen Körpers, ohne sonderliche Hitze.

Abends starker Schweiss im Sitzen, mit Hitze im Gesichte.

Bloss beim Anfange des Schlafs, sobald sie die Augen zuthut, einiger Schweiss; selbst am Tage, beim Schlummern im Sitzen.

Das Kind verlangt Abends zeitig ins Bett, ist dann sehr heiss und schwitzt stark über und über, im unruhigen Schlafe, unter starkem Zittern und kurzem, röchelndem, stöhnendem Athmen (Gr.).

900 Nachts, Duften, bloss der Beine.

Nacht-Schweiss.

Um Mitternacht Schweiss.

Nach Mitternacht starker Schweiss.

Früh, beim Erwachen aus dem Schlafe, gelinder Schweiss über den ganzen Körper (Lgh.).

905 Früh, bei und nach dem Erwachen, Neigung zu Schweiss, auch der kalten Beine.

Oertlicher, stinkender, beissender Schweiss (Störk.).

Den Puls fühlt er im ganzen Körper.

Geschwinder Puls (Ehrhardt.).

An Stärke und Geschwindigkeit ungleicher Puls (Störk.).

910 Grosser, langsamer Puls, zwischen denen, ohne Ordnung, mehrere kleine, schnelle folgen.

Langsamer, schwacher Puls (Sim. Paulli.).

Pulslosigkeit (Sim. Paulli.).

Quelle:
Samuel Hahnemann: Die chronischen Krankheiten. 5 Bände, Bd. 3, Dresden, Leipzig 21837, S. 173-211.
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