[257] Dulcamara, Solanum Dulcamara. Bittersüss

[257] Diese Arznei ist von langer Wirkungsdauer und Kampher mässigt ihre allzu starke Wirkung.

Sie soll sich bisher hülfreich erwiesen haben, wo unter andern folgende Beschwerden mit zugegen waren: Bohren und Brennen in der Stirne; Gefühl, wie ein Bret vor der Stirne; Scrophulöse Augen-Entzündung; Angehende Amaurose; Milchschorf; Husten mit Heiserkeit; Blasen-Katarrh mit Harnbeschwerden; eine Art Keuchhusten nach Erkältung; Glieder-Reissen nach Verkältung; Nässende, eiternde Flechten; Flechten-Ausschlag mit Drüsen-Geschwülsten u.s.w.

Specifisch wird man sie finden in einigen epidemischen Fiebern; so wie in acuten Verkältungs-Krankheiten mancher Art.

Die Namensverkürzungen meiner Mit-Beobachter sind: Ar.Ahner; Cbz.Cubitz; Gr.Gross; Mr.Müller aus Treuen; Ng. – Ein Ungenannter in der reinen Arzneimittel-Lehre von Hartlaub und Trinks, und diese selbst – Htb. und Tr.; Rkt.Rückert, der Aeltere; Stf.Stapf; Wr.Gust. Wagner; Whl.Wilh. Wahle.[258]

Dulcamara

Sehr missgestimmt, zu gar Nichts aufgelegt, mehrere Tage lang (Ng.)

Zanksüchtige Stimmung, Nachmittags ohne sich dabei zu ärgern (Ng.).

Ungeduldig, früh, er stampfte mit den Füssen, wollte Alles wegwerfen, fing an zu phantasiren und zuletzt zu weinen (Stark, bei Carrere, über d. Bittersüss. Jen. 1782.).

Unruhe (Carrere, a.a.O.).

5 Irre-Reden (De Haen, rat. med. IV. S. 288.).

Delirien, Nachts, bei erhöhten Schmerzen (Carrere.).

Wahnwitziges Phantasiren und Deliriren (Starke.).

Dummlichkeit im Kopfe, wie nach einem Rausche, im Freien vergehend (Wr.).

Dummlich und wüste im Kopfe, abends (Ng.).

10 Dummlichkeit im Kopfe, mit Ziehen im Stirnhügel (Ng.).

Dummlichkeit und schmerzhafte Betäubung des Kopfes.

Betäubung des Kopfes (Carrere.).

Heftige Betäubung (Stark.).

Taumeligkeit im Kopfe, mit aufsteigender Wärme im ganzen Gesichte (Ng.).

15 Schwindel (Althof, bei Murray, Appar. Med.).

Augenblicklicher Schwindel (Piquot, Samml. br. Abhandl.).

Leichter, bald vorübergehender Schwindel (Ng.).

Schwindel, früh, beim Aufstehen aus dem Bette, dass er fast gefallen wäre, mit Zittern am ganzen Körper und allgemeiner Schwäche (Mr.).

Schwindel beim Gehen, Mittags, vor dem Essen, als wenn alle Gegenstände vor ihm stehen blieben und es ihm schwarz vor den Augen würde.[259]

20 Kopfweh, früh im Bette, das sich beim Aufstehen verschlimmert (Mr.).

Kopfweh im Hinterhaupte, Abends im Bette (Whl.).

Kopfweh, mit Trägheit, Eiskälte des ganzen Körpers und Neigung zum Erbrechen (Mr.).

Dumpfer Kopfschmerz in Stirn und Nasenwurzel, als hätte er ein Bret vor dem Kopfe (Gr.).

Dumpfer Kopfschmerz, besonders am linken Stirnhügel (Ng.).

25 Der dumpfe, drückende Kopfschmerz wird Abends ärger, bei zunehmendem Schnupfen (Ng.).

Betäubender Schmerz am Kopfe, gleich über dem linken Ohre, als drückte Jemand mit etwas Stumpfem in den Kopf hinein (Gr.).

Betäubender, drückender Schmerz im Hinterhaupte, vom Nacken herauf (Rkt.).

Betäubender drückender Schmerz im linken Oberhaupte (Ng.).

Dumm machender Kopfschmerz, 10 Tage lang (Ng.).

30 Schwere des Kopfes (Carrere.).

Schwere in der Stirne (n. 12 St.) (Whl.).

Schwere in der Stirne, mehrere Tage lang, mit Stichen in der Schläfe-Gegend, von innen nach aussen (Whl.).

Schwere im Hinterhaupte, drei Tage lang (Whl.).

Schwere des ganzen Kopfes, den Tag hindurch, als wären die Kopf-Bedeckungen angespannt, vorzüglich im Nacken, wo die Empfindung zu einem Kriebeln ward (Whl.).

35 Schwere des Kopfes, mit herausbohrendem Schmerze in der Schläfe und Stirne, wie auf Nacht-Schwärmerei (Wr.).

Druck, wie von einem Pflocke (stumpfen Instrumente), bald auf der rechten, bald auf der linken Seite, in den Schläfen (Gr.).

Druck, wie von einem Pflocke, innerer nur auf ganz kleinen Stellen des Kopfes (Gr.).

Druck, wie von einem Pflocke, in Absätzen, links auf dem Scheitel, von aussen nach innen (Gr.).

Pressender Schmerz im linken Hinterhaupt-Beine (Whl.).

40 Herausdrückender Kopfschmerz, beim Gehen im Freien, gegen Abend (Whl.).

Herausdrückender Schmerz im linken Stirnhügel, Abends, ganz spät (Ng.).

Ein ruckweises Herausdrücken im Vorderkopfe, schlimmer bei Bewegung (Ng.).

Ein reissendes Zusammendrücken im Oberhaupte (Gr.).[260]

Ein drückender Spann-Schmerz im Kopfe, über dem rechten Auge (n. 3 St.) (Wr.).

45 Ziehen im Kopfe, von beiden Schläfen nach innen zu (Whl.).

Ziehender Schmerz, Abends beim Essen, auf dem Scheitel, bis in die Nasenbeine, wo er zusammenziehend wird (Whl.).

Ziehen vom Stirnhügel bis in die Nasen-Spitze herab, in schnellen, zuckenden Zügen (Gr.).

Ziehen im linken Stirnhügel, besonders beim Vorbücken (Ng.).

Ein langsamer Zieh-Schmerz durch das ganze Gehirn, besonders Abends (n. 1/4 St.).

50 Ein drückendes Ziehen im linken Stirnhügel (Ng.).

Ein drückendes Ziehen in der linken Schläfe-Gegend, Nachmittags (Ng.).

Reissen in der linken Schläfe, in Absätzen (Gr.).

Ein drückendes Reissen in den Schläfen, in Absätzen (Gr.).

Stiche im Kopfe, so dass sie böse darüber ward, am meisten Abends; im Liegen erleichtert.

55 Heftiges Stechen im Vorderhaupte, tief im Gehirn, mit Uebelkeit (Mr.).

Ein langsames Stechen im Hinterhaupte, wie mit einer Nadel, die man immer wieder zurückzöge (Whl.).

Wühlender Kopfschmerz tief im Vorderhaupte, mit Düsterheit und Aufgetriebenheits-Gefühl im Gehirne; schon früh im Bette, und schlimmer nach dem Aufstehen (Mr.).

Wühlen und Drücken im ganzen Umfange der Stirn (Gr.).

Bohrender Kopfschmerz in der rechten Schläfe (Whl.).

60 Bohrender Kopfschmerz von innen heraus, vor Mitternacht (Whl.).

Bohrender Schmerz von innen heraus, bald in der Stirn, bald in den Schläfen (Wr.).

Bohrender Schmerz von innen heraus, in der rechten Stirn-Hälfte, über dem Augenbraun-Bogen (Whl.).

Hitze im Kopfe (Carrere.).

Ein schmerzhaft drückendes Pochen in der linken Stirne, mit Drehendsein (Ng.).

65 Gefühl, als habe sich der Hinterkopf vergrössert (Whl.).

Am Augenhöhl-Rande, zusammenziehender Schmerz (Gr.).

Drücken in den Augen, durch Lesen sehr verschlimmert (Rkt.).

Entzündung der Augen (Tode; Starke.).

Eine Art Lähmung des obern Augenlides, als wenn es herabfallen wollte (Mr.).[261]

70 Zucken der Augenlieder, bei kalter Luft (Carrere.).

Trübsichtigkeit (Carrere.).

Anfangender schwarzer Staar und solche Trübsichtigkeit, dass er Alles nur wie durch einen Flor sah (Mr.).

Funken vor den Augen (Piquot.).

Gefühl, als wenn Feuer aus den Augen sprühte, beim Gehen in der Sonne und im Zimmer.

75 Ohren-Zwang die ganze Nacht hindurch, dass er nicht schlafen konnte; früh verlor sich der Schmerz plötzlich, bis auf einiges, noch fortdauerndes Rauschen (Htb. u. Trs.).

Zwängender Schmerz im linken Ohre, bei grosser Uebelkeit (Htb. u. Trs.).

Zwängen im rechten Ohre mit kleinen Stichen (Whl.).

Reissen im linken Ohre, mit Stichen darin von innen nach aussen, dabei Trommeln und Bubbern vor dem Ohre, dass er nicht gut hört, und Knistern darin, beim Oeffnen des Mundes, als ob etwas entzwei sei (Htb. u. Trs.).

Ein flüchtiges Ziehen im äussern Gehör-Gange (Gr.).

80 Stiche im Gehör-Gange und der Ohr Speicheldrüse (Rkt.).

Ein kneipender Stich im linken Ohre, nach dem Trommelfelle zu (Whl.).

Prickeln in den Ohren, als wenn kalte Luft hinein gegangen wäre (Whl.).

Klingen in den Ohren.

Klingen der Ohren (Rkt.).

85 Helles Ohr-Klingen (n. 4 bis 8 T.) (Stf.).

In den Nasen-Winkeln, Blüthen.

Ein Blüthchen mit Geschwür-Schmerz im innern linken Nasenflügel (Whl.).

Bluten der Nase (Stark.).

Bluten der Nase, mit starkem Ergusse hellrothen, sehr warmen Blutes, unter einem Drucke in der Gegend des grossen sichelförmigen Blut-Behälters, der auch nach dem Bluten noch anhielt (Ng.).

90 Im Gesichte ein klammartiges Zusammenziehen unterhalb des linken Ohres, nach dem Aste des Unterkiefers hin (Jr.).

Schmerzloser Druck auf das linke Jochbein (sogleich.) (Gr.).

Ziehen und Reissen im ganzen Backen.

Jücken an den Backen, dicht an den Nasenflügeln.

Feuchtender Ausschlag auf der Backe (Carrere.).

95 Buckel, Quaddeln an der Stirne, die bei Berührung stechend schmerzen.[262]

In den Lippen, zuckende Bewegungen bei kalter Luft (Carrere.).

Blüthchen und Geschwüre um den Mund, mit reissenden Schmerzen bei Bewegung der Theile.

Am Kinne, unten, ein Kneipen, auf einer kleinen Stelle (Gr.).

Jückende Blüthen am Kinne.

100 Die Zähne sind stumpf und wie gefühllos (Mr.).

Das Zahnfleisch ist locker und schwammig.

Im Munde, am Innern der Oberlippe am vordern Theile des Gaumens, Blüthen und Geschwürchen, welche bei Bewegung der Theile reissend schmerzen.

Auf der Zungenspitze, jückendes Krabbeln (Whl.).

Trockne Zunge (Carrere.).

105 Trockne, rauhe Zunge (Carrere.).

Lähmung der Zunge (Gouan, Mém. d. I. Soc. d. Montpell.).

Lähmung der Zunge, nach langem Gebrauche (Linné, diss. d. Dulcam.).

Lähmung der Zunge, die am Sprechen hinderte (bei kalt-feuchter Witterung.) (Carrere.).

Halsschmerzen (Carrere.).

110 Drücken im Halse, als wenn das Zäpfchen zu lang wäre.

Gefühl von erhöhter Wärme im Schlunde (Rkt.).

Speichelfluss (Carrere.).

Speichelfluss mit lockerem, schwammichten Zahnfleische (Stark.).

Zäher, seifenartiger Speichel fliesst in grosser Menge aus (Starke.).

115 Stetes Ausrachsen eines sehr zähen Schleimes, bei viel Scharren im Schlunde (Ng.).

Fader, seifenartiger Geschmack im Munde, mit Appetit-Mangel (Starke.).

Hunger, mit Widerwillen gegen jede Speise.

Guter Appetit und Wohlgeschmack des Essens, doch gleich satt und voll, unter vielem Kollern und Poltern im Leibe (Gr.).

Beim Essen, Bauch-Aufgetriebenheit und wiederholtes Kneipen im Unterleibe (Gr.).

120 Nach mässigem Essen, sogleich Leib-Aufgetriebenheit.

Wiederholtes Aufstossen beim Essen, so dass ihm die hinuntergeschluckte Suppe gleich wieder in den Hals heraufkömmt (Gr.).

Leeres Aufstossen, mit Schütteln, wie von Ekel (Ng.).

Oefteres leeres Aufstossen (Gr.).[263]

Oefteres Aufstossen, mit Kratzen in der Speiseröhre und Sodbrennen (Ng.).

125 Viel Aufstossen (Mr.).

Mit Schlucksen verbundenes Aufstossen (Gr.).

Uebelkeit (Althof; Linné.).

Uebelkeit und Ekel (Carrere.).

Ekel mit Schauder, als wollte Erbrechen kommen (Ng.).

130 Grosse Brech-Uebelkeit mit Frösteln (Htb. u. Trs.).

Würgen (Althof.).

Würmerbeseigen.

Erbrechen (Linné.).

Erbrechen unter Uebelkeit, Hitze und Angst (Stark.).

135 Schleim-Erbrechen, früh, nach vorgängigem warmen Aufsteigen im Schlunde.

Erbrechen bloss zähen Schleimes (Ng.).

In der Magen-Gegend, ein beständiges Kneipen, Abends, nach dem Niederlegen, bis zum Einschlafen (Ng.).

Drücken im Magen, bis in die Brust herauf.

Empfindlicher Druck-Schmerz in der Herzgrube, wie von einem Stosse, beim darauf Drücken ärger (Ahr.).

140 Aufgetriebenheits-Gefühl in der Herzgrube, mit unangenehmer Leerheits-Empfindung im Bauche (Ng.).

Spannender Schmerz in der Herzgruben-Gegend, rechts, als wenn er sich verhoben oder Schaden gethan hätte (Whl.).

Zusammenklemmen im Magen, bis zum Athemversetzen.

Stechender Schmerz in der Herzgrube (Ahr.).

Ein stumpfer Stich in der Herzgruben-Gegend, links (Ahr.).

145 Bauchweh (sogleich).

Aufgetriebenheits-Gefühl und Unruhe im Bauche, mit öfterm Luft-Aufstossen (Ng.).

Aufgetriebenheit des Bauches, als sollte er platzen, nach einer mässigen Mahlzeit (Gr.).

Ein plötzliches schneidendes Zusammenziehen in der linken Bauch-Seite (Gr.).

Kneipender Bauchschmerz gleich unter dem Nabel, beim krumm Sitzen; beim Ausdehnen vermindert und aufhörend (Ahr.).

150 Kneipender Schmerz um die Nabel-Gegend, als solle er zu Stuhle gehen, doch ohne Drang (Ahr.).

Kneipender Schmerz in der Nabel-Gegend und über der linken Hüfte, der ihn zu Stuhle nöthigt, wobei nur wenig[264] harter Koth mühsam abgeht, nach Abgang einiger Winde, unter Nachlass der Schmerzen (Ahr.).

Kneipen, Abends, im ganzen Unterbauche, mit Anregung zum Stuhle (Gr.).

Stumpfes Kneipen im Bauche, als wenn Durchfall entstehen wollte (Ng.).

155 Feines Bauch-Kneipen auf einer kleinen Stelle, links über dem Nabel (Gr.).

Heftiges Kneipen im Bauche, als wenn ein langer Wurm darin auf und ab kröche, und nagte und kneipte (Ahr.).

Flüchtiges Kneipen und Schneiden im Bauche und der Brust, wie von aufgestaueten Blähungen (Gr.).

Flüchtiges Kneipen und Schneiden im Bauche, mit Leib-Aufgetriebenheit, schon früh, nüchtern (Gr.).

Flüchtiges Kneipen und zuckendes Schneiden hier und da im Bauche (Gr.).

160 Wühlendes Kneipen, Schneiden und Herumgehen im Bauche, als sollte Durchfall erfolgen (Gr.).

Drehendes Wühlen und Kneipen um die Nabel-Gegend (n. 10 St.) (Ahr.).

Nagendes Pochen gleich über dem Nabel (Gr.).

Stechender Schmerz in der Nabel-Gegend (n. 1 St.) (Ahr.).

Ein kneipender Stich-Schmerz rechts neben dem Nabel (n. 4 T.) (Ahr.).

165 Stumpfe Stiche auf einer kleinen Stelle links im Bauche, schnell hintereinander, nach aussen zu, mit Athem-Versetzung und Gefühl, als wollte sich etwas durchdrängen; beim darauf Drücken schmerzt die Stelle (Gr.).

Stumpfe Stiche in der rechten Bauch-Seite unter den Ribben, mit Athem-Versetzung (Gr.).

Stumpfe Stiche in der linken Bauch-Seite, in Absätzen; vermehrt durch Drücken mit dem Finger auf die schmerzhafte Stelle (Gr.).

Stumpfe, kurze Stiche links neben dem Nabel, Abends (Ng.).

Einzelne pulsirende Stiche unterhalb der linken kurzen Ribben, im Sitzen; durch Aufstehen vergehend (Ahr.).

170 Herausdrängender Schmerz unter dem Nabel, links, als wolle ein Bruch entstehen (Stf.).

Leerheits-Gefühl im Unterleibe.

Bauchweh, wie von Verkältung.

Bauchweh, als wenn er sich erkältet hätte (Whl.).[265]

Bauchweh, wie von nasskalter Witterung zu entstehen pflegt (Whl.).

175 Bauchweh, als wenn Durchfall entstehen wollte.

Bauchweh, wie Regung zum Durchfalle, nach Abgang eines Windes vergehend (Whl.).

Bauchweh, wie nach einer Purganz, ein Umgehen in den Därmen bei jedem Vorbücken (Ng.).

Bauchweh, als sollte Stuhlgang erfolgen, mit Knurren darin und Kreuzschmerz (Ng.).

Im Schosse ein Spannen in der Gegend des Schambeines, beim Aufstehen vom Sitze.

180 In der Leisten-Drüsen, bald links, bald rechts, drückender Schmerz.

Geschwulst der linken Leisten-Drüse, wie eine Wallnuss gross.

Geschwulst der Schooss-Drüsen (Carrere.).

Geschwollne, harte Schooss-Drüsen, von der Grösse einer weissen Bohne, doch ohne Schmerz (Whl.).

Arges Brennen (und etwas Stechen) in der Leisten-Beule, bei der mindesten Bewegung und beim Befühlen.

185 Knurren im Bauche (sogleich).

Knurren im Bauche, als sollte Stuhl erfolgen, mit etwas Kreuzweh (Ng.).

Knurren im Bauche, Schmerz in der linken Leiste und Kälte-Gefühl im Rücken (Ng.).

Knurren im Bauche, mit Noththun zum Stuhle.

Viel Winde-Abgang (Whl.).

190 Blähungen vom Geruche des Stink-Asands (Mr.).

Stuhl-Anregung, Abends, mit Kneipen im ganzen Unterbauche, und darauf starker, feuchter, zuletzt ganz dünner, sauer riechender Stuhl, wornach er sich erleichtert, aber matt fühlte; den Nachmittag hatte er schon seinen gewöhnlichen Stuhl, doch sehr hart und beschwerlich gehabt (Gr.).

Weicher Stuhl (sogleich).

Weicher, in kleinen Stücken erfolgender Stuhl (Whl.).

Schleimiger Durchfall mit Mattigkeit (Carrere.).

195 Weisser, schleimiger Durchfall (Carrere.).

Schleimiger, abwechselnd gelber und grünlicher Durchfall (Carrere.).

Dünnleibigkeit, mehrere Nachmittage hintereinander, mit Blähungen (n. 3 T.).

Ordentlicher Stuhl, doch mit etwas Pressen (n. 3/4 St.) (Ng.).[266]

Eiliger, kaum aufzuhaltender Stuhldrang, obgleich nur wenig und harter Koth abging (n. 1/2 St.) (Ahr.).

200 Plötzlich ungeheures Pressen auf den Mastdarm, dass er den Stuhl kaum aufhalten kann; doch geht erst nach einer Weile, bei starkem Drücken sehr harter Koth langsam und unter flüchtigem Kneipen und Schneiden hie und da im Bauche, ab (Gr.).

Vergebliches Noththun zum Stuhle, den ganzen Tag, unter Uebelkeit (n. 1/2 St.) (Mr.).

Stuhldrang unter Leibkneipen; doch ist er ganz hartleibig und wird nur wenig los, bei starkem Drücken (n. 8 St.) (Ahr.).

Schwerer, trockner, seltener Stuhl (Carrere.).

Seltener, träger, harter Stuhl; wenn ihm auch Noth thut, fehlt doch der Drang im Mastdarme, und es geht nur mit grosser Anstrengung sehr dicker, harter Koth langsam ab (Gr.).

205 Vor und nach dem Stuhle, drückendes Bauchweh mit Kollern (Rkt.).

Harn trüb und weisslich (Carrere.).

Häufiger Abgang eines erst klaren und zähen, dann dicken, milchweissen Harnes (Carrere.).

Harn erst hell und zähe, dann weiss, dann trüb, dann hell, mit weissem, klebrichten Satze (Carrere.).

Trüber, übelriechender Harn und stinkender Schweiss (Carrere.).

210 Trüber Harn (Carrere.).

Röthlicher, brennender Harn (Carrere.).

Schleimiger, bald rother, bald weisser Satz im Harne (Carrere.).

Pulsirende (Stiche?) in der Harnröhre nach aussen zu (Whl.).

Harnstrenge, schmerzhaftes Harnen (Starke.).

215 Beim Harnen, Brennen in der Harnröhre-Mündung.

An den Zeugungstheilen, Hitze und Jücken und Reiz zum Beischlafe (Carrere.).

Flechten-Ausschlag auf den grossen Schamlippen (Carrere.).

Regel vermehrt und befördert (Carrere.).

Verstärkte Regel (Carrere.).

220 Verminderte Regel (Carrere.).

Verspätete Regel, selbst bis um 25 Tage (Carrere.).[267]

Niesen (Whl.).

Sehr trockne Nase, Abends (Ng.).

Stockschnupfen mit Kopf-Eingenommenheit und Niesen (Ng.).

225 Kurzer Kotz-Husten, wie durch tief Athmen erregt (Gr.).

Husten mit Auswurf zähen Schleimes, bei Stechen in den Brust-Seiten (Mr.).

Blutspeien (Carrere.).

Brust-Beklemmung, wie nach gebücktem Sitzen (Whl.).

Beklommen auf der Brust (Whl.).

230 Grosser Beklemmungs-Schmerz in der ganzen Brust, vorzüglich beim Athmen (Ahr.).

Drücken unter der ganzen Fläche des Brustbeins, in Absätzen (Gr.).

Stumpfes, schmerzliches Drücken, links über dem Schwertknorpel, beim gebückt Sitzen, später auch bei aufrechter Stellung, in langen Absätzen wie tief in die Brust hineindringende Stösse (Gr.).

Absetzender Schmerz in beiden Brust-Seiten unter den Achseln, als stiesse man die Fäuste gewaltsam ein (Gr.).

Absetzendes Klemmen auf einer kleinen Stelle, oben unter dem Brustbeine (Gr.).

235 Spannen auf der Brust, beim tief Athmen (Whl.).

Gefühl, als wollte es links aus der Brust herausdrängen (Gr.).

Kneipender Schmerz in der ganzen Brust, durch Einathmen verstärkt (Ahr.).

Wellenartiger, reissend drückender Schmerz durchzieht in Absätzen die ganze linke Brust-Seite (Gr.).

Zucken und Ziehen unter dem Brustbeine (Gr.).

240 Ziehen und Spannen, äusserlich am vordern Theile der Brust (Ng.).

Zuckender Schmerz in der rechten Achselgrube (Ahr.).

Pulsirender Schmerz in der linken Achselgrube, durch Bewegung verschwindend (Ahr.).

Stechender Schmerz auf dem Brustbeine (Ahr.).

Stechender Schmerz in der linken Brust-Seite, wie von einem stumpfen Messer, in der Gegend der fünften, sechsten Ribbe (Ahr.).

245 Ein schmerzhafter Stich in der rechten Brust-Seite, schnell kommend und vergehend (Ahr.).

Stumpfe, langsam absetzende Stiche in der linken Ribbenseite (Gr.).

Stumpfer Stich-Schmerz in der rechten Brust-Seite, in der[268] Gegend der dritten Ribbe, besonders beim darauf Drücken; darauf zog es ins Kreuz und bis zwischen die Schultern, wo es am einen Rande des linken Schulterblattes beim Athmen stach (Htb. u. Tr.).

Stoss ähnlicher, stumpfer Stich auf das Brustbein (Ahr.).

Stumpfer, betäubender Stich unter dem rechten Schlüsselbeine in die Brust hinein (Gr.).

250 Stechend reissender Schmerz von der Mitte des Brustbeins bis zum Rückgrate durch, im Sitzen beim Aufstehen vergehend (Ahr.).

Tief schneidender Schmerz in der linken Brust-Seite, dicht unter dem Schlüsselbeine, durch darauf Drücken vergehend (Ahr.).

Flüchtiges Schneiden und Kneipen in der Brust, wie von aufgestaueten Blähungen (Gr.).

Wühlender Schmerz in der rechten Brust-Seite, durch darauf Drücken vergehend (Ahr.).

Wühlender Schmerz in der Brust, oder, als hätte er sich verhoben (Gr.).

255 Herzklopfen, besonders Nachts, stark und äusserlich fühlbar.

Starkes Herzklopfen, als fühle er das Herz ausser der Brusthöhle schlagen (Stf.).

Kreuzschmerzen, wie nach langem Bücken (Whl.).

Wühlendes Stechen links neben dem Kreuzbeine (Ahr.).

Wühlender Schmerz über dem linken Beckenkamme, der durch Aufdrücken verging (Ahr.).

260 Stumpfes Stechen, wie ein Herausdrängen, in beiden Lenden, bei jedem Einathmen, während gekrümmten Sitzens (nach einem kleinen Fussgange) (Gr.).

Schmerz, wie nach Stoss, über der linken Hüfte, dicht neben den Lendenwirbeln (n. 1/2 St.) (Ahr.).

Tiefschneidender Schmerz in der rechten Lende, nach darauf Drücken nur kurz, später von selbst vergehend (Ahr.).

Schmerz, als sollte der Leib über den Hüften abgeschnitten werden; zum hin und her Bewegen nöthigend, doch ohne Linderung (Gr.).

Wühlendes Stechen in der linken Lende, beim Gehen verschwindend, im Sitzen wiederkehrend (Ahr.).

265 Ruckweise, einzelne, starke Stiche, wie mit einer Gabel, dicht über der rechten Hüfte, neben den Lendenwirbeln (Ahr.).[269]

Ein stumpfer Stich herauswärts in der linken Lende, dicht über der Hüfte, bei jedem Athemzuge (Gr.).

Schmerzhafte Stiche in der Mitte des Rückgrats beim Athmen (Ahr.).

Stumpfe pochende Stiche, links neben dem Rückgrate in Absätzen (Gr.).

Absetzender Druck oben, links neben der Wirbelsäule, am Nacken, in der Rückenlage, früh, im Bette (Gr.).

270 Angenehmes Kitzeln am äussern Rande des rechten Schulterblattes (Ahr.).

Ein kitzelnder Stich in der Mitte des rechten Schulterblattes (Ahr.).

Ziehendes Reissen am äussern Rande des rechten Schulterblattes (n. 6 T.) (Ahr.).

Reissende Stösse auf die Aussenseite des rechten Schulterblattes, in Absätzen (Gr.).

Steifheits-Schmerz in den Nacken-Muskeln, beim seitwärts Drehen des Kopfes (Gr.).

275 Steifigkeit in den Nacken-Muskeln (Rkt.).

Schmerz im Genicke, als habe der Kopf eine unrechte Lage gehabt (Whl.).

Schnürender Schmerz in den Nacken-Muskeln, als würde ihm der Hals umgedreht (Gr.).

Zieh-Schmerz in den rechten Hals-Muskeln (Mr.).

Ziehendes Reissen in der rechten Achsel, über dem rechten Hüft-Gelenke und über und unter dem rechten Knie-Gelenke (Htb. u. Tr.).

280 Dumpfer, heftiger Schmerz im ganzen rechten Arme, wie nach einem Schlage, mit Blei-Schwere, Unbeweglichkeit, Muskel-Gespanntheit und Kälte des ganzen Armes, wie gelähmt; beim Versuche ihn zu biegen, und auch beim Befühlen Schmerz im Ellbogen-Gelenke, wie zerschlagen; die Eiskälte des Arms kam den folgenden Morgen, nach 24 Stunden wieder (n. 1/2 St.) (Mr.).

Sie konnte die Arme weder vor noch zurückbringen, weil sonst Rucke darin entstanden.

Zucken im Oberarme, beim Krümmen und rückwärts Biegen des Arms; beim Ausstrecken zuckte es nicht, es wurden aber die Finger steif, dass sie sie nicht zumachen konnte.

Lähmiger Quetschungs-Schmerz im linken Arme, fast nur in der Ruhe, bei Bewegung weniger, beim Befühlen gar nicht; doch hat der Arm gehörige Kraft.[270]

Lähmiges Gefühl im rechten Oberarme, durch starke Bewegung vergehend (Ahr.).

285 Schmerz im Oberarme, Abends im Bette, und früh, nach dem Aufstehen.

Brennendes Jücken äusserlich am rechten Oberarme, das zum Kratzen reizt; die Stelle war roth und ein brennendes Blüthchen darauf (Whl.).

Fressendes Nagen an der äussern Seite des Ellbogens, in kurzen Absätzen (Gr.).

Rothe Blüthchen in der Ellbogen-Beuge, früh und Abends in der Wärme der Stube sichtbar, mit fein stechendem Jücken, und nach Kratzen Brennen; zwölf Tage lang.

Im rechten Vorderarme, Zieh-Schmerz (n. 3 T.) (Ahr.).

290 Dumpfes Ziehen vom linken Ellbogen bis zur Handwurzel, besonders bei der Beugung bemerkbar (Ng.).

Empfindliches Ziehen in der linken Ellbogenröhre, öfters wiederholt (Gr.).

Plötzlich ruckend kneipendes Reissen in der Mitte des linken Vorderarmes (n. 12 T.) (Ahr.).

Langsam herabziehendes, drehendes Bohren vom Ellbogen-Gelenke nach der Handwurzel zu, durch Bewegung des Armes vergehend in der Ruhe aber sogleich wiederkehrend (Ahr.).

Kraftlosigkeit des linken Vorderarmes, mit Lähmigkeit, besonders im Ellbogen-Gelenke (Whl.).

295 Unangenehmes Jücken auf der Mitte des rechten Vorderarmes, nach Kratzen, wozu es nöthigt, bald wiederkehrend (Ahr.).

Auf der rechten Handwurzel ein stumpfer Stich, durch Bewegung vergehend (Ahr.).

Zittern der Hände (bei kaltfeuchter Witterung) (Carrere.).

Flechtenartiger Ausschlag vorzüglich auf den Händen (Carrere.).

Viel Schweiss der Handteller (Whl.).

300 Warzen bedecken die Hände (Stf.).

Röthe auf dem Handrücken, brennenden Schmerzes, wenn er beim Gehen im Freien warm wird.

Klammartiges Ziehen im linken Daumenballen, dass er den Daumen kaum zu bewegen wagt (Gr.).

Klammartiges Zucken im ersten Gliede des rechten Mittelfingers (Gr.).

Auf dem rechten Hinterbacken einzelne kleine Stiche (Ahr.).[271]

305 Ziehendes Reissen in der linken Hüfte (Ahr.).

Ziehendes Kneipen in der rechten Hüfte (n. 6 St.) (Ahr.).

Ziehendes Stechen im linken Hüft-Gelenke, bis in den Schooss, bloss beim Gehen, bei jedem Tritte, mit Gefühl, als wolle sich der Kopf des Hüftknochens ausrenken; starkes Ausstrecken minderte den Schmerz unter Empfindung, als würde das Glied eingerenkt; doch blieb einige Zeit ein Zerschlagenheits-Schmerz zurück, der ihn wie lahm zu gehen nöthigte (vierzehn Tage lang.) (Cbz.).

Einschlafen und Schwäche der Schenkel (Carrere.).

Zucken der Beine (Carrere.).

310 Oberschenkel-Schmerz.

Stechendes Reissen im ganzen Oberschenkel, durch Aufdrücken nicht vergehend (Ahr.).

Stechen, wie mit Nadeln, auf der hintern Seite des linken Oberschenkels, dicht am Knie (Ahr.).

Ziehend reissender, oder steter, bald stechender, bald kneipender Schmerz in beiden Oberschenkeln, der im Gehen verschwand, dann in Müdigkeit ausartete und im Sitzen sogleich wiederkehrte (Ahr.).

Ziehen in den Oberschenkel-Muskeln hie und da, mit Empfindlichkeit beim Befühlen (Ng.).

315 Zieh-Schmerz auf der vordern Seite des rechten Oberschenkels (Ahr.).

Ziehendes Reissen von der Mitte der hintern Seite des Oberschenkels, bis ans Knie-Gelenk (Ahr.).

Lähmiges Ziehen auf der vordern Seite des rechten Oberschenkels (Ahr.).

Stechendes Reissen vom Knie-Gelenke am Oberschenkel herauf, beim Gehen im Freien (Rkt.).

Brennendes Jücken an den Oberschenkeln; er muss kratzen (Whl.).

320 Kniee, abgeschlagen, wie nach einer grossen Fussreise (Ng.).

Reissen im Knie-Gelenke, im Sitzen (Rkt.).

Taktmässiges, wellenförmiges Drücken an der Inseite des Kniees (Gr.).

Auf der Aussenseite des rechten Unterschenkels, Jucken, mit einem juckenden Stiche endend (Whl.).

Jucken an der Aussenseite des linken Unterschenkels, nach Kratzen bald wiederkehrend (Whl.).[272]

325 Klammartiges, fast schneidendes Ziehen durch den linken Unterschenkel herab (Gr.).

Aufgedunsenheit und Geschwulst des Unterschenkels und der Wade (doch nicht des Fusses) mit Spannschmerz und grossem Müdigkeits-Gefühle, gegen Abend.

Reissen im rechten Schienbeine herauf, früh (Ng.).

Ermüdungs-Schmerz im Schienbeine, wie nach einem starken Gange (Whl.).

Ritzender Schmerz zieht hinten an der linken Wade herab (Ahr.).

330 Reissen hinten an der linken Wade, durch Bewegung des Fusses vergehend (Ahr.).

Plötzlicher Nadelstich in der linken Wade, und darauf Gefühl, als laufe warmes Blut oder Wasser aus der Stelle herab (Ahr.).

Taubheits-Gefühl in der Wade, Nachmittags und Abends.

Schmerzhafter Klamm in der linken Wade, beim Gehen (Whl.).

Brennen in den Füssen.

335 Arger Klamm am innern rechten Fussknöchel weckt ihn Nachts; er musste umhergehen, worauf es sich gab.

Ziehendes Reissen neben dem innern Knöchel des rechten Fusses (Ng.).

Reissen vom äussern Knöchel gegen den Vorderfuss (Ng.).

Schneidender Schmerz in der rechten Sohle, durch Auftreten nicht vergehend (Ahr.).

Pulsirendes Reissen in der grossen und zweiten linken Zehe (Whl.).

340 Absetzendes, stechendes Brennen an den Zehen (Gr.).

Kleine Zuckungen an Händen und Füssen (Carrere.).

Konvulsionen, zuerst in den Gesichtsmuskeln, dann im ganzen Körper (Fritze, Annal. d. K. F. III. S. 45.).

Klamm-Schmerz hie und da in den Gliedern, besonders in den Fingern (Gr.).

Gliederschmerz.

345 Schmerzen, wie Verkältung, an vielen Körpertheilen (Whl.).

Stumpfe Stiche hie und da in den Gliedern und am übrigen Körper, meist herauswärts (Gr.).

Starkes Zittern der Glieder (Carrere.).

Die Zufälle scheinen vorzüglich gern gegen Abend einzutreten (Ng.).

Heftiges Jucken am ganzen Körper (Carrere.).[273]

350 Stechendes Jücken an verschiednen Körpertheilen (Carrere.).

Jückend kneipende Stiche an verschiednen Theilen (Whl.).

Brennendes, schnell laufendes Jücken hie und da, wie von Ungeziefer; er muss heftig kratzen, wonach es sich Anfangs mehrt, dann mindert; am Tage wenig, nur Nachts und am meisten von 12 bis 3 Uhr; er erwacht darüber nach kurzem Schlafe (n. 14 T.) (Stf.).

Starkjückender Ausschlag rother Flecken mit Bläschen (Carrere.).

Ausschlag weisser Knoten (Quaddeln) mit rothem Hofe, stichlichtem Jücken und mit Brennen nach Reiben, an den Armen und Oberschenkeln.

355 Kleine, mässig jückende Blüthen an Brust und Unterleib (Stf.).

Flechtenartige Borke über den ganzen Körper (Carrere.).

Hellrothe, spitze Hüpelchen auf der Haut, die sich nach einigen Tagen mit Eiter füllten (Starke.).

Rothe, erhabene Flecken, wie von Brenn-Nesseln (Carrere.).

Rothe Stellen am Körper (Carrere.).

360 Rothe, flohartige Flecken (Carrere.).

Trockenheit, Hitze und Brennen der Haut (Carrere.).

Trockenheit und Hitze der Haut, verstopfter Stuhl und schmerzhafte Harn-Verhaltung, bei weichem, vollem, langsamem, springendem Pulse (Carrere.).

Jählinge Geschwulst des Körpers und Gedunsenheit der Glieder, zuweilen schmerzhaft oder mit Eingeschlafenheits-Gefühl begleitet (Starke.).

Magerkeit.

365 Lässigkeit; er vermeidet Bewegung.

Müdigkeit.

Lässigkeit, Schwere und Müdigkeit in allen Gliedern, die zu sitzen und zu liegen zwingt (Whl.).

Grosses Zerschlagenheits-Gefühl in allen Gliedern, den ganzen Tag (Ahr.).

Schwere in den Oberschenkeln und Armen (Rkt.).

370 Grosse, anhaltende Schwäche (Carrere.).

Anfälle jählinger Schwäche, wie Ohnmacht.

Er muss sich niederlegen.

Schläfrig den ganzen Tag, mit vielem Gähnen (Ahr.).

Starke Schläfrigkeit, Trägheit und Gähnen (Mr.).

375 Oefteres starkes Gähnen (Gr.).

[274] Schlaflosigkeit, Unruhe, Zucken (Carrere.).

Schlaflosigkeit, Blutwallung, Stechen und Jücken in der Haut (Carrere.).

Unruhiger Schlaf, mit häufigem Schweisse, und von verworrnen Träumen unterbrochen (Whl.).

Unruhiger, unterbrochner, ängstlicher Schlaf, voll schwerer Träume (Starke.).

380 Abends, beim Einschlafen, fuhr er, wie von Schreck hoch in die Höhe (Gr.).

Starkes Schnarchen im Schlafe, bei offnem Munde (sogleich).

Nach Mitternacht, Aengstlichkeit und Furcht vor der Zukunft.

Schreckhafte Träume, die ihn zum Bette herauszuspringen nöthigen (d. erst. N.) (Whl.).

Unruhiger Schlaf nach 4 Uhr früh, er mochte sich legen wie er wollte (Ahr.).

385 Umherwerfen im Bette, die ganze Nacht, mit Dummheit des Kopfes (Whl.).

Unruhiger Schlaf, er warf sich unbehaglich umher (Stf.).

Zeitig erwacht, konnte er nicht wieder einschlafen, dehnte sich unter grosser Müdigkeit und legte sich von einer Seite auf die andre, weil die Muskeln des Hinterkopfes wie gelähmt waren, und er nicht darauf liegen konnte (Whl.).

Sie erwacht früh, wie von einem Rufe, und sieht eine sich immer vergrössernde Gespenster-Ge stalt, welche in der Höhe zu verschwinden scheint.

Gegen Morgen eine Art Wachen mit geschlossenen Augen (Whl.).

390 Gegen Morgen kein Schlaf, und doch müde in allen Gliedern und gelähmt, wie nach ausgestandner grosser Hitze (Whl.).

Nachts, kein Schlaf, wegen Jücken, wie Flohstiche auf dem vordern Theile des Leibes und den Dickbeinen; dabei Hitze und übelriechendes Duften ohne Nässe.

Schütteln, wie von Frost und Uebelkeit, mit Kälte-Gefühl und Kälte am ganzen Körper, dass er sich am heissen Ofen nicht erwärmen konnte; dabei Schauder von Zeit zu Zeit (sogleich) ( Mr.).

Doppelt dreitägiges Fieber (Carrere.).

Frost und Unbehaglichkeit in allen Gliedern (Whl.).

395 Oefteres Frösteln, Schwere des Kopfes und allgemeine Ermattung, (nach Verkältung) (Carrere.).[275]

Frösteln am Rücken, ohne Durst, in freier, vorzüglich in Zug-Luft (Ng.).

Frösteln über Rücken, Nacken und Hinterhaupt, gegen Abend, (mit Gefühl, wie Sträuben der Haare) 10 Tage lang (Ng.).

Trockne Hitze, Nachts (Ng.).

Heisse, trockne Haut, mit Blutwallung (Carrere.).

400 Brennen in der Haut des ganzen Rückens, als sässe er am heissen Ofen, mit Schweiss im Gesichte und mässiger Hitze (Whl.).

Hitze und Unruhe (Carrere.).

Heftiges Fieber mit starker Hitze, Trockenheit der Haut und Phantasiren, täglich, alle 15, 16 Stunden wiederkehrend (Carrere.).

Hitze und Hitz-Gefühl über den ganzen Körper, besonders in den Händen, mit Durst und ebenmässigem, langsamen vollen Pulse; darauf Frösteln.

Hitze des Körpers, Brennen im Gesichte und verstopfter Leib (Carrere.).

405 Schweiss, fünf und mehr Tage lang (Carrere.).

Allgemeiner Schweiss, vorzüglich im Rücken.

Schweiss, Nachts über und über, am Tage unter den Achseln und in den Handflächen (Carrere.).

Starker Früh-Schweiss, über und über, am meisten aber am ganzen Kopfe (n. 20 St.).

Uebelriechender Schweiss, und zugleich reichlicher Abgang durchsichtigen Harnes (Carrere.).

Quelle:
Samuel Hahnemann: Die chronischen Krankheiten. 5 Bände, Bd. 3, Dresden, Leipzig 21837, S. 257-276.
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