[269] Muriaticum acidum, acidum hydrochloricum. Kochsalzsäure

[269] Die käufliche, aus Kochsalz durch Destillation mittels Schwefelsäure erlangte, farblose Kochsalzsäure enthält eine nicht geringe Menge Schwefelsäure. Um sie zum Gebrauche des homöopathischen Arztes davon zu befreien und ganz rein darzustellen, muss sie durch den nöthigen Zusatz von kochsalzsauerm Baryt gefället, dann von dem so entstandenen Bodensatze (schwefelsauerm Baryt) abgegossen und so nochmals überdestillirt werden.

Die gelbe Kochsalzsäure, mittels Eisenvitriol übergetrieben, enthält zwar keine Schwefelsäure, ist aber ihres Gehaltes an Eisen wegen unbrauchbar zu unsern Heilungen, die nur reine Arznei-Substanzen erheischen.

Sie erwies sich bisher hülfreich in Krankheiten bei übrigens passender Symptome-Wahl, wo folgende Beschwerden mit zugegen waren: Senkrechte Halbsichtigkeit; Gefühllosigkeit im innern Gehörgange; Pochen im Ohre; Taubheit; Blüthen-Ausschlag im Gesichte; Sommersprossen; Halsweh; Aufstossen; Widerwillegegen Fleisch; Aufgetriebenheit und Vollheit des Bauches; Unterleibs-Krämpfe; Stuhl zu dünn geformt; Nasen-Verstopfung; Drückendes Ziehen in den Oberarmen und Knieen; Kälte der Füsse; Empfindlichkeit gegen feuchte Witterung.

Die Namens-Verkürzungen meiner Mit-Beobachter sind: Gtm., Gutmann; Htm., Hartmann; Hl., Haynel; Lgh., Langhammer; Ng., der Ungenannte in Hartlaub und Trinks reiner Arzneimittellehre; Rl., Rummel; Stf., Stapf; Wsl., Wislicenus.[270]

Muriaticum acidum

Traurig, still und unzufrieden mit seinem Schicksale.

Traurig und in sich gekehrt, als sey gar kein Leben in ihr, während der Regel (Ng.).

Traurige Stimmung (Gtm.).

Tiefes Nachdenken und in sich gekehrte Stille, als stände ihm Unangenehmes bevor, doch Lust zur Arbeit (Lgh.).

5 Aengstliche Bedenklichkeit; er kann sich über die geringsten Uebel nicht hinaussetzen (sogleich.) (Lgh.).

Aengstlichkeit mit kaltem Gesichts-Schweisse.

Kurzsylbig, still vor sich hin, mürrisch (n. 4 St. u. 3 T.) (Gtm.).

Unwillig, verdrossen; es will ihm gar keine Arbeit gerathen, Abends (Ng.).

An Nichts Freude; Alles verdriesst sie; bei grosser Abspannung, Nachmittags im Freien (Ng.).

10 Mürrisches Wesen.

Sehr verdriesslich.

Kleinmüthig, verzagt und ärgerlich über Alles.

Die Heiterkeit des Gemüthes nimmt immer ab, bis er Abends sehr verdriesslich wird.

Aergerliche, verdriessliche Stimmung.

15 Sehr reizbar und zu Zorn und Aerger geneigt.

Leichte Aufregbarkeit.

Neigung zum Aufschrecken.

Unlust zu geistigen Beschäftigungen (n. 3 T.) (Gtm.).

Bei der Arbeit drängen sich ihm Ideen auf von kürzlich vorgefallenen Ereignissen, die ihm lebhaft vorschweben.

20 Heiterer, getroster Muth (n. mehr. St.) (Lgh.) (Heilwirkung).

Drehend im Freien und unfest im Gehen (Gtm.).

Dumm im Kopfe, vor der Stirn (Stf.).

Drehend im Kopfe, mehr im Zimmer, mit Trübsichtigkeit (Stf.).[271]

Schwindel, plötzlich im Freien; die Gegenstände gingen mit ihr herum (d. 2. T.) (Ng.).

25 Schwindel im Kopfe mit Reissen im Scheitel und Gefühl, als wenn die Haare in die Höhe gezogen würden (d. 6. T.) (Ng.).

Schwere in der Stirn, zu den Augen herab drückend, mit Eingenommenheit; durch Aufdrücken vergehend (Ng.).

Eine drückende Schwere im Kopfe, früh, nach dem Aufstehen, durch stark angestrengtes Sehen bis zur Verwirrung der Gegenstände vor den Augen erhöht, mit Taumel und Schläfrigkeit (Ng.).

Schwere im Hinterhaupte, als wollte der Kopf nach hinten sinken, wie von Schwäche der Halsmuskeln (Gtm.).

Schwere-Gefühl im Hinterhaupte, mit ziehenden Stichen daran, nach dem Nacken zu, Geschwulst einer bei Berührung schmerzenden Nacken-Drüse, und Schwere und Schwindel im Kopfe, mit Düsterheit der Augen (Htm.).

30 Kopfweh in der Stirn und dem Hinterhaupte, das sich, besonders in der Stirn, beim Aufrichten, im Bette vermehrt.

Kopfschmerz vom Gehen im Freien.

Schmerz am linken Hinterhaupts-Höker von Gehen in rauhem Winde.

Schmerz in der Stirne, der später den ganzen Kopf einnimmt (Ng.).

Betäubender, drückender Schmerz an der Stirn, in allen Lagen, durch Berührung vergehend (Lgh.).

35 Kopfweh im ganzen Kopfe, als wenn das Gehirn zerrissen und zertrümmert wäre, wie in Faulfiebern.

Kopfweh, wie zum Schnupfen, nach den Augen zu drückend, was im Liegen, nach öfterem Niesen, verschwindet.

Druck im linken Kopfe.

Druck-Schmerz in der linken Schläfe (Gtm.).

Drückender Kopfschmerz von innen heraus, in Stirn und Schläfen (Wsl.).

40 Drücken von der Mitte des Gehirns zur linken Stirnseite heraus (Gtm.).

Drückender Schmerz im vordern Gehirn, durch Bewegung der Augen erhöht (Gtm.).

Spannend drückender Kopfschmerz vom Hinterhauptbeine durch das Gehirn bis in die Stirne (Gtm.).

Spann-Schmerz in der rechten Schläfe (Gtm.).

Spannen und Stechen im Hinterhaupte, Abends (Ng.).[272]

45 Zuckender Schmerz im Scheitel, einige Mal, Abends (Ng.).

Reissender Kopfschmerz in der Stirne.

Arges Reissen im Scheitel, zuweilen mit Gefühl, als wenn die Haare in die Höhe gezogen würden (d. 6. T.) (Ng.).

Reissen im rechten Seitenbeine, zuweilen mit Stechen bis an die Stirn, zuweilen bis in den Augenhöhlrand ziehend, zuweilen mit Kitzeln im linken Ohre und Brennen in der Ohrmuschel (Ng.).

Arges Reissen und Stechen im Hinterhaupte (Ng.).

50 Stossweises Reissen und Pressen in der Stirn, nach der rechten Augenhöhle zu (n. 5 St.) (Htm.).

Stossendes, ruckweises Reissen in den Hinterhaupt-Hälften, bis in die Stirn (Htm.).

Stechender Kopfschmerz.

Arges Stechen im Oberkopfe und der Stirn, von Mittag bis Schlafengehn.

Ein Stich im Kopfe, beim Schnauben.

55 Lange, oft wiederholte Stiche an beiden Stirnhügeln, nach der Mitte zu (Htm.).

Stechen in der Stirn, bis in die Schläfe, durch Vorbücken und Aufdrücken vermehrt (Stf.).

Stechen im rechten Seitenbeine, und darnach heftiges Reissen im rechten Ohrläppchen und um das Ohr (Ng.).

Ein Stich im Kopfe, über der linken Schläfe (n. 1 St.) (Ng.).

Ein durchdringender Stich in den Kopf hinein nach Aufrichten vom Bücken, nach dem Mittag-Essen (Ng.).

60 Kopfweh, früh, 5 Uhr, das sie aus dem Schlafe weckt, mit starkem Stechen darnach über dem rechten Ohre (Ng.).

Bohrender Schmerz im Wirbel, wie vom Schädel-Knochen an in das Gehirn hinein (Wsl.).

Lockerheits-Gefühl des Gehirns beim Ziehen einer schweren Last (Ng.).

Brenn-Gefühl im Kopfe, besonders in der Stirn, früh, beim Bücken (Ng.).

Sausen im Kopfe.

65 Aeusserlich auf der Kopf-Haut, Gefühl wie Sträuben der Haare nach einem Schrecke (Gtm.).

Spannung der Haut der linken Kopf-Seite.

Stichartiges Reissen an der rechten Schläfe, (im Stehen) das bei Berührung und im Gähnen verging (Lgh.).

Geschwür-Schmerz äusserlich in beiden Schläfen und der Stirn (Ng.).[273]

Brennender Druck-Schmerz äusserlich, über dem linken Auge (Htm.).

70 Brenn-Schmerz auf dem Haarkopfe, über der Schläfe (Gtm.).

Pulsiren der rechten Schläfe-Ader, beim darauf Liegen.

Abgestorbenheit und Eingeschlafenheit der Stirn.

Heftiges Jücken auf dem Scheitel, bis zum Aufkratzen der Haut, doch nicht durch Kratzen getilgt (Ng.).

Eiter-Blüthchen an der Stirn und den Schläfen, ohne Empfindung (Lgh.).

75 Blüthen-Ausschlag an der Stirn, der binnen Tag und Nacht zu einem Schorfe zusammenfliesst (Schmidtmüller in Horns Archiv IX., 11.).

Blutschwär auf der rechten Schläfe.

Im Augenhöhl-Rande feines Reissen (Ng.).

Ein Zug in das linke Auge vom Hinterhaupt-Höcker her, ohne Schmerz, aber Fippern im obern Lide verursachend (n. 4 St.) (Htm.).

Zucken durch das obere Augenlid nach dem Jochbeine hin, wie mit einem durchgezogenen Faden (sogleich.) (Wsl.).

80 Jücken in den Augen (Ng.).

Jückendes Beissen im rechten innern Augenwinkel, durch Reiben nicht zu tilgen (Ng.).

Fressendes Beissen im äussern, linken Augenwinkel, Abends.

Ein jückender Stich im rechten äussern Augenwinkel, in der Ruhe (Gtm.).

Stechen zu den Augen heraus, welche roth sind.

85 Schneiden im rechten Augapfel, in der Ruhe (Gtm.).

Brennen und Drücken in den Augen, wie nach angestrengtem Sehen, Abends (Ng.).

Brennen in den Augen, früh, beim Waschen mit Wasser (Ng.).

Brennen der früh verklebten Augen (Ng.).

Leichte Entzündung der Augen.

90 Geschwulst und Röthe des obern und untern Augenlides, ohne Schmerz (Gtm.).

Verklebtheit der Augen, früh (Ng.).

Pupillen bald erweitert, bald verengert, in Zeiträumen von 4, 5 Stunden (Lgh.).

Sehr erweiterte Pupillen (n. 11, 15 St.) (Lgh.).

Verengerte Pupillen (n. 1 bis 3 St.) (Lgh.).

95 Flimmern vor den Augen und Halbsichtigkeit, bei der er[274] nur die eine Hälfte der Dinge senkrecht von der andern abgeschnitten sieht.

Grosse Empfindlichkeit der Augen gegen das Licht (Ng.).

Ohrenschmerz wie ein taktweises heraus Drücken aus dem rechten Ohre, mit Empfindlichkeit des äussern Ohres beim Befühlen (Ng.).

Ziehendes Drücken am vordern Ohrbocke, der beim darauf Drücken bis ins innere Ohr hinein schmerzt (Htm.).

Anhaltendes Kneipen, tief im rechten Ohre, zuweilen mit starken Stichen bis hinter das Ohr, wo es dann beim Aufdrücken schmerzt (n. 8 St.) (Htm.).

100 Zuckendes Kneipen tief im linken Ohre, nach öfterem Wiederkehren klammartig, wie Ohrenzwang (Htm.).

Reissen im linken Ohre, wie Ohrzwang (Htm.).

Reissen im linken Ohre, öfters wiederholt (d. 4. T.) (Ng.).

Reissen im rechten äussern Ohre (d. 1. T.) (Ng.).

Reissen im linken Ohrläppchen (Ng.).

105 Ziehendes Reissen hinter den Ohren, langsam nach dem Nacken gehend und da eine beim Bewegen schmerzhafte Steifheit des Halses verursachend (Htm.).

Stumpf drückendes Schneiden hinten am Warzenfortsatze mit Schmerz der Stelle, wie unterschworen, beim Berühren (Wsl.).

Schmerz, wie von einem Geschwüre, im linken Ohre, durch Bohren mit dem Finger verschlimmert (Ng.).

Schmerz des Ohrläppchens bei Berührung, als wolle es geschwürig werden (Ng.).

Nagender Schmerz im rechten Ohre, Abends (Ng.).

110 Ein jückender Stich im linken Ohre, beim hinein Fühlen vergehend (Gtm.).

Jücken im linken Ohre (n. 2 St.) (Ng.).

Hitze, erst im linken, dann auch im rechten Ohre, als wenn Dampf herausginge; dann Röthe und Geschwulst der Handrücken, mit Runzeln, wie Schrunden, mit Thränen der Augen und Verminderung des Geruches und Gehöres; darnach Röthe und Brennen des Gesichtes, 4 Stunden lang (Ng.).

Blüthen-Ausschlag an der Ohrmuschel, welcher binnen Tag und Nacht zu einem Schorfe zusammenfliesst (Schmidtmüller.).

Heftig jückende Blüthen, dicht hinter und unter dem linken[275] Ohrbocke, welches trotz des Reibens heftig fortjückt, mit Schründe-Schmerz.

115 Das Ohrschmalz wird trocken, das Gehör minder; drauf entsteht (nach einigen Tagen) ein Knall im Ohre und er hört besser und leiser.

Er hört besser die Uhr, als er die Menschen-Sprache versteht.

Schärferes und feineres Gehör (Nachwirkung).

Leises Gehör und sehr empfindlich gegen Geräusch.

Sehr empfindlich für Geräusch.

120 Singen im Ohre, oft und lang (d. 3. T.) (Ng.).

Klingen, öfteres, und Sausen und Pfeifen im Ohre (d. 5. T.).

Sausen und Pfeifen im rechten Ohre (d. 1. T.).

Pfeifen im Ohre.

Zwitschern im Ohre, Nachts.

125 Sehr anhaltendes Nasenbluten (n. 1 St.).

In den Nasenlöchern stechender Schmerz, als wenn sie geschwürig werden wollten (d. 2. T.).

Heftiges Jücken an der Nasenspitze, das nach Kratzen wiederkömmt (Ng.).

Im Gesichte, Klamm-Schmerz, neben dem linken Kiefer-Gelenke, beim darauf Drücken stechend in das Ohr gehend (Htm.).

Reissen im linken Oberkiefer, wie im Knochen, dicht unter der Augenhöhle (Htm.).

130 Glühend rothe Backen, beim Gehen im Freien, ohne Durst (Lgh.).

Um die Lippen, Blüthen-Ausschlag, der binnen Tag und Nacht zu einem Schorfe zusammenfliesst (Schmidtmüller.).

Bläschen an der Oberlippe, dicht am Mundwinkel, mit Geschwürschmerz bei Berührung und Spannen bei Bewegung der Lippen (Gtm.).

Zwei Erbsen grosse, gelbe, brennende Blasen links an der Unterlippe (Ng.).

Ein Bläschen an der linken Seite der Oberlippe (Ng.).

135 Eiter Blüthchen im Rothen der Unterlippe.

Brennendes Spannen in der Oberlippe, rechts (Gtm.).

Brennen der Lippen, lange Zeit hindurch (n. 10 T.) (Ng.).

Rauhe Ränder der Lippen und trockne, rissige Haut (Ng.).

Wulstige Unterlippe, sie dünckt ihm schwer und brennt, besonders bei Berührung (Ng.).[276]

140 Ein Bläschen am rechten Unterkiefer, mit Schmerz beim Befühlen (Ng.).

Sumsende Empfindung im linken Unterkiefer, welche in unangenehmes Kriebeln in den Zähnen desselben übergeht (Gtm.).

Zahnweh mit Schmerz in den Backen-Knochen, Ohren und Schläfen, durch Wärme und Zubinden gebessert.

Kaltes Getränk zieht schmerzhaft in den kranken Zahn.

Auseinander pressender Schmerz in einem Spitzzahne des Unterkiefers, durch zusammen Drücken gemindert (Htm.).

145 Zucken, öfters in den Zähnen, mit Brennen am Zahnfleische (d. 4. T.) (Ng.).

Reissen in den rechten Oberzähnen und im Jochbeine (Ng.).

Reissen in einem rechten obern Backzahne, mit Wundheits-Schmerz am Zahnfleische (Ng.).

Bohren in den Zahnwurzeln des linken Unterkiefers, als sollten die Zähne herausgehoben werden (Ng.).

Klopfendes Zahnweh durch kalt Trinken verschlimmert, in der linken untern Reihe, zwei Morgen nach einander (Ng.).

150 Leichte Entzündung am Zahnfleische.

Zahnfleisch-Geschwulst.

Geschwulst des Zahnfleisches, früh, bis Mittag (Ng.).

Mund-Trockenheit, dass sie kaum reden kann, früh (Ng.).

Gefühl im Munde, wie verklebt, von unschmackhaftem Schleime (Ng.).

155 Hinten im Munde festsitzender Schleim.

Schleimig im Munde, früh, nach dem Aufstehen, was nach dem Frühstücke vergeht (d. 2. T.) (Ng.).

Häufiger Speichel-Zufluss im Munde, der vom Halse zu kommen scheint (Ng.).

Sie hat den Mund immer voll Wasser (Ng.).

Die Zunge ist schwer und wie zu lang, dass er sie kaum heben kann, vorzüglich beim Sprechen, bei grosser Trockenheit im Munde und Rachen (Htm.).

160 Die Zunge wird wund und bläulicht (Letocha in Hufel. Journ.).

Rothes, brennendes Bläschen auf der Zungenspitze (Ng.).

Schmerzhafte Blatter auf der Zunge, mit Brennen (Letocha.).

Tiefes Geschwür auf der Zunge mit schwarzem Boden und überlegten Rändern (Letocha.).

Die Zunge verzehrt sich (Letocha.).[277]

165 Am Gaumen, zu beiden Seiten, ein schmerzhaftes Blüthchen.

Rohheit und Wundheit der Haut am Gaumen, auf einer kleinen Stelle.

Wundes brennen am Gaumen, Abends und die Nacht (d. 8. T.) (Ng.).

Im Schlunde, Rohheit und Schründen, Nachts und früh, auch ohne Schlingen.

Scharfes Kratzen im Schlunde.

170 Trockenheit im Halse, mit Brennen auf der Brust (Ng.).

Rauh und brennend im Halse, wie von Sood, mit Husten (Ng.).

Gefühl eines aufsteigenden harten Körpers von der Brust zum Halse, wo es kitzelt und zu trocknem Husten reizt, im Sitzen (Ng.).

Schleim-Ansammlung im Halse, den er hinabschlucken muss (Ng.).

Uebler Geschmack im Halse, wie von ranzigem Fette.

175 Bitter-Geschmack, früh, nach dem Erwachen, mit weissbelegter Zunge (d. 8. T.) (Ng.).

Herber und fauler Geschmack im Munde, wie faule Eier, mit Speichelflusse (Lgh.).

Bier schmeckt ihm süss, wie Honig, und erregt Ekel (Ng.).

Trinksucht (Ramazzini, de morbis artificium. Cap. 31.).

Fresssucht (Ramazzini.).

180 Gänzliche Appetitlosigkeit gegen alle Genüsse, bei richtigem Geschmacke und ohne Uebelkeit.

Ekel vor Allem; er will Nichts essen, mit viel Gähnen (Ng.).

Weder Hunger noch Appetit, und Widerwille gegen Essen, weil die Speisen fast alle süss schmecken (Ng.).

Kein Appetit, und isst sie Etwas, so bekommt sie Aufstossen darnach (Ng.).

Es ist, als wolle das Essen (Mittags) nicht recht hinunter und drücke sie (Ng.).

185 Widerwille gegen Fleisch.

Bei und nach dem Essen, Kollern und dumpfer Schmerz im Bauche.

Aufstossen.

Immerwährendes Aufstossen.

Sehr bitteres Aufstossen, öfters (d. 4. T.) (Ng.).

190 Häufiges Aufstossen mit faulichtem Geschmacke (d. 6. 7. T.) (Ng.).[278]

Aufschwulken saurer Flüssigkeit aus dem Magen (Ng.).

Starkes Schlucksen vor und nach dem Mittag-Essen (d. 3. T.) (Ng.).

Brecherlich und weichlich in der Magen-Gegend (Stf.).

Heftige Neigung zum Erbrechen (Ng.).

195 Erbrechen des Genossenen.

Magenschmerz zusammenziehender Empfindung (Crawford, in Sammlung f. prakt. Aerzte. XV. 3.).

Schmerzhaftes Gefühl von Hineinziehen im Magen, auf einer kleinen Stelle, nach dem Mittag-Essen (Ng.).

Mehrmals heftiges Magen-Drücken.

Drücken im Magen, als sey er zu voll, mit vergeblicher Neigung zum Aufstossen (Ng.).

200 Vollheits-Gefühl im Magen, obgleich er Nichts gegessen hat (Ng.).

Leerheits-Gefühl in der Magen-Gegend, besonders in der Speiseröhre, durch Essen nicht vergehend, mit Kollern in den Därmen (Wsl.).

Leerheits-Gefühl im Magen, in Absätzen (Ng.).

Hitze und Brennen im Magen, lange Zeit hindurch (bald.) (Ng.).

Brennen und Klopfen auf einer kleinen Stelle links neben der Herzgrube (Ng.).

205 Im rechten Hypochonder brennendes Spannen auf einer kleinen Stelle (Ng.).

Spann- und Wundheits-Schmerz in der rechten Hypochonder-Gegend, bald auf, bald abwärts gehend, im Sitzen (Ng.).

Brennen und Zerschlagenheits-Schmerz im rechten Hypochonder (d. 4. T.) (Ng.).

Ein Stich in der rechten Hypochonder-Gegend, dann Brennen, das durch darauf Drücken vergeht, bald aber nicht weit davon wieder erscheint, Abends (d. 3. T.) (Ng.).

In der linken Hypochonder-Gegend, ein heftiger Stich, beim Bücken, dass sie erschrak (Ng.).

210 Stechen unter den linken Ribben, in der Seite (Stf.).

Drückendes Klemmen unter den linken kurzen Ribben, durch Athmen nicht verändert (Htm.).

Klemmendes Spannen unter den kurzen Ribben, mehrmals zum tief Athmen nöthigend, und nach Winde-Abgang vergehend (Htm.).

Bauchweh, früh, im Bette.

Unangenehmes, ängstliches Gefühl im ganzen Bauche, durch[279] Winde-Abgang gemindert und durch Stuhlgang ganz beseitigt (Htm.).

215 Aufgetriebner, angespannter Bauch, der sie den ganzen Tag sehr quälte.

Auftreibung des Bauches und darnach starker Winde-Abgang (Ng.).

Starke Auftreibung des Bauches, Abends; nach dem Niederlegen vergehend (Ng.).

Vollheits-Gefühl im Bauche, nach mässigem Essen, mit Auftreibung des Bauches (Stf.).

Dicker Leib, bis an den Magen, was ihr sehr beschwerlich ist.

220 Druck-Schmerz im aufgetriebnen Bauche und bei jedem Tritte fährt es ihr in den Leib (Stf.).

Zusammenziehende Empfindung in den Därmen, mit stumpfem Schmerze (Crawford).

Kolikartiges Kneipen im Bauche, bei Bewegung und Winde-Abgang.

Kneipen von der Nabel-Gegend nach beiden Seiten zu, sehr heftig, mit Knurren (Htm.).

Kneipen im Bauche, bald hier, bald da, ohne Gefühl von Blähungen (d. 4. T.) (Ng.).

225 Kneipen unter dem Nabel und darnach harter Stuhl (d. 12. T.) (Ng.).

Heftiges Kneipen in der Nabel-Gegend, mit Leerheits-Empfindung, die bis in die Herzgrube geht und da beklemmt (Htm.).

Kneipen im Bauche, mehrmals täglich und darauf ungemein viel Abgang heftig stinkender Winde.

Ruckweises heftiges Kneipen, äusserlich an einer kleinen Stelle der linken Bauch-Seite, heftiger bei jedem Ausathmen (Htm.).

Heftig schneidendes Kneipen vom Mastdarme zum Oberbauche herauf, dann Drängen zum Stuhle, der etwas weicher, als gewöhnlich, war (Gtm.).

230 Schneidendes Kneipen im Bauche beim Stehen und Gehen, das im Sitzen verging (Lgh.).

Schneidender Schmerz unter dem Nabel, mitten durch den Bauch (Htm.).

Heftiges Schneiden im Unterbauche, im Sitzen, Gehen und Stehen (Hl.).[280]

Anhaltender Stich-Schmerz um den Nabel, wie von Nadeln (Gtm.).

Leerheits-Gefühl im Bauche, mit Knurren (n. 1 St.) (Htm.).

235 Schmerzhaftes Leerheits-Gefühl im Bauche, früh, nach dem gewöhnlichen Stuhle (d. 5. T.) (Hl.).

Kollern im Bauche, wie von Leerheit, im Sitzen (Lgh.).

Kollern und Knurren im Bauche (Stf.).

Kollern im Bauche.

Stetes Gähren im Leibe, das sich zuweilen ganz unten im Bauche festsetzte, mit pfeifendem Tönen.

240 Häufiger Abgang stinkender Winde (d. ersten Tage.) (Ng.).

In den Bauch-Muskeln in und unter der Nabel-Gegend feines Kneipen (Wsl.).

Stich-Schmerz in der untern Bauchhaut, wie von Nadeln (Gtm.).

Im Bauchringe, Stich-Schmerz, wie von Nadeln (Gtm.).

Stumpfes Stechen in der rechten Leisten-Gegend, beim Mittag-Essen (Ng.).

245 Brennender Stich im linken Schoosse (n. 11 St.) (Gtm.).

Brennender Stich in der rechten Weiche; Abends (Ng.).

Stuhl in kleinen Stücken, mit Pressen (d. 3. T.) (Ng.).

Unthätigkeit des Mastdarms; er kann den Stuhl nur zum Theil durch starkes Pressen loswerden.

Starker Drang zum Stuhle, früh, und doch schwieriger Abgang.

250 Harter, schwieriger Stuhl, früh, Nachmittags weicher (d. 6. T.) (Ng.).

Bald harter, bald weicher Stuhl (Ng.).

Weicher Stuhl (d. erst. 3. Tage) (Ng.).

Harter Stuhl (d. 4. T.) (Ng.).

Weicher Stuhl, mit Schneiden und Weichlichkeit im Bauche, wie von Erkältung; nach dem Stuhle wird ihm wieder besser (n. 24 St.) (Wsl.).

255 Weicher Stuhl, mit Winde-Abgang, unter Zusammen-Ziehen, Brennen und Stechen im Mastdarme, mit Gefühl, als ob Stuhl und Winde zurückgingen.

Flüssiger Stuhl, nach dem Essen (Hl.).

Durchfall mit heftigem Brennen im After darauf, Abends und den folgenden Morgen (n. 6 T.) (Ng.).

Durchfälliger Stuhl, mit Schründen im Mastdarme.

Viermaliges Abführen (nach erst hartem Stuhle) mit Zwang und unter Poltern und Knurren im Bauche (d. 4. T.) (Ng.).[281]

260 Koth-Durchfall (n. 10 St.).

Dünner, wässrichter Stuhl geht ihm unversehens beim Harnen ab, ohne vorheriges Noththun (Hl.).

Bei nicht hartem Stuhle, Schründen im Mastdarme und After.

Beim Abgange des (nicht harten) Stuhles, Schneiden im After (Ng.).

Nach (gehörigem) Stuhle, Brennen im After (Ng.).

265 Im After viel Jücken und Kitzeln (d. 2. T.).

Jücken am After, mit Wundheits-Schmerz und kriebelndem Stechen.

Arges Jücken im Mastdarme; wie von Maden.

Brennende Stiche im After (Hl.).

Stich-Schmerz im Mastdarme.

270 Drücken am After.

Vorfall des Mastdarms, wie umgestülpt, beim Harnen.

Geschwollene Blut-Knoten am After, mit brennendem Wundheits-Schmerze.

Geschwollene, blaue Aderknoten am After, mit Schmerz beim Aufdrücken.

Blut beim Stuhle, mehrere Morgen.

275 Heftiger Blut-Abgang beim Stuhle.

Brennendes, wohllüstiges Jücken im Mittelfleische; dicht am After, mit Reiz zum Kratzen und nicht gleich dadurch getilgt (Lgh.).

Zum Harnen öfterer Drang, und viel Urin-Abgang.

Stetes Noththun zum Harnen, mit geringem, doch öfterem Urin-Abgange und Zwängen nach dem Lassen (Stf.).

Drang zum Harnen, und doch muss er eine Weile warten, ehe das Wasser kommt.

280 Oft Harndrang, mit geringem Abgange (n. 72 St.) (Lgh.).

Harnzwang; bei Drang zum Harnen kommt fast Nichts, doch was kommt, geht ohne Schmerzen ab (Stf.).

Verminderter Harn mit Brennen (d. ersten Tage.) (Ng.).

Oefterer Harndrang und viel Urin-Abgang.

Oefteres Harnen mit Drang und reichlichem Abgange (Lgh.).

285 Oefterer Harndrang und weit mehr Urin, als er Getränk zu sich genommen (Hl.).

Ungemein reichlicher Abgang wässrichten Harnes (Stf.).

Harn sichtbar vermehrt und blassgelb (d. 1. u. 2. T.) (Ng.).

Harn vermehrt und bleich, wie Wasser (d. 1. T.) (Ng.).

Häufiges, reichliches Harnen, obgleich sie wenig getrunken hat (d. 4. T.) (Ng.).[282]

290 Sie muss des Nachts öfters zum Harnen aufstehen, doch lässt sie nur wenig auf einmal, ohne Schmerz (Ng.).

Langsamer Abgang des Harns, als hätte die Blase keine Kraft, ihn hervorzutreiben (Wsl.).

Schwäche der Harnblase (Samml. f. prakt. Aerzte.).

Unwillkührlicher Harn-Abgang, öfters.

Der Harn geht gleich beim Lassen weisstrübe, wie Milch, ab.

295 Beim Harnen, während des Stuhlganges, Schneiden ganz hinten in der Harnröhre.

Gleich nach dem Harnen, stechendes Beissen in der Mündung der Harnröhre (Lgh.).

In der Ruthe, ein heftig brennender Stich, im hintern Theile derselben (Hl.).

Schmerz am Rande der Vorhaut, wie eingerissen und verwundet.

Leichte Entzündung der Vorhaut.

300 Bohrendes Spannen vom rechten Hoden bis in die Mitte der Ruthe (Gtm.).

Jücken am Hodensacke, das sehr zum Kratzen reizt, dadurch aber nicht getilgt wird (Ng.).

Viel Jücken um den Hodensack.

Schwäche-Gefühl in den Zeugungstheilen, gar keine Erektion und schlaffes Herabhangen der Ruthe (n. 24 St.) (Wsl.).

Erhöhung des Geschlechtstriebes (in der Erstwirkung?) (Ng.).

305 Oeftere, doch schwache Erektionen (d. 4. T.) (Ng.).

Erektionen, früh im Bette (d. 2. T.) (Ng.).

Gefühl, als komme eine Pollution, weckt ihn früh; drauf, bei geringer Erektion, Erguss einer wässricht schäumigen Feuchtigkeit, ohne Geruch, mit langer spannend schmerzender Ruthe-Steifheit darnach (Stf.).

In den Geburtstheilen, Zwängen, wie zum Monatlichen (Stf.).

Stich-Schmerz in der Scheide.

310 Regel um 10 Tage zu früh, mit Bauchweh (Ng.).

Regel um 6 Tage zu früh, ohne weitere Beschwerden (Ng.).

Bei der Regel, in sich gekehrt, traurig, als sey gar kein Leben in ihr (Ng.).

Weissfluss (d. 10. 11. T.) (Ng.).

Anhaltende Neigung zum Niesen, mit Jücken und Kitzeln in der Nase (Theiner, in Annal. d. Heilk. 1811. Apr.).[283]

315 Viel Niesen, ohne Schnupfen, Nachmittags und Abends (Ng.).

Niesen, öfters.

Schnupfen.

Schnupfen (Samml. f. pr. Aerzte.).

Schnupfen-Gefühl mit lästiger Trockenheit der Nase.

320 Schnupfen mit scharfem, wundfressendem Wasser (Ng.).

Schnupfen mit dicker Schleim-Absonderung (Ng.).

Viel Schleim-Absonderung aus der Nase (Ng.).

Verstopfungs-Gefühl oben in der Nase, und wie trocken; doch viel Schleim-Absonderung dabei, lang anhaltend (n. 2 T.) (Ng.).

Nasen-Verstopfung, wie Stock-Schnupfen.

325 Heiserkeit, acht Tage lang (Du Menil bei Sachse in Hufel. Journ.).

Ungemeine katarrhalische Heiserkeit (Schmidtmüller.).

Rauh und heiser im Halse, mit Wundheits-Gefühl auf der Brust (d. 1. T.) (Ng.).

Kratzig und rauh im Halse, und etwas Husten mit Wundheits-Schmerz auf der Brust, ohne Heiserkeit, Abends und früh (Ng.).

Kratzen auf der Brust, mit Husten und Auswurf (ungekochten, sic!) Schleimes (Ng.).

330 Kitzeln im Halse und davon kurzes Hüsteln (d. 5. T.) (Ng.).

Trockner Husten, öfters, von Kitzel in der Brust (d. 4. T.) (Ng.).

Kurzes, trocknes Hüsteln, mit Brennen im Halse (Ng.).

Trockner Husten, mit Anstrengung, Tag u. Nacht (n. 6 T.) (Ng.).

Heftiger Husten, als wolle er das Brustbein sprengen, welches vom Mittag-Essen bis gegen Abend, besonders beim Reden, Lachen und Gähnen, wie wund und zerschlagen schmerzt (Ng.).

335 Starker, keuchender Husten und nach demselben, hörbares Kollern in der Brust hinab.

Lockerer Husten, mit etwas Schleim-Auswurf, Abends und früh (d. 6. u. 7. T.) (Ng.).

Blut-Husten (Westrumb bei Sachse, a. a. O.).

Tiefes Athmen mit Stöhnen (Hufel. Journ.).

Seufzen (Hufel. Journ.).

340 Beklemmung quer über die Brust, Abends, beim Gehen und Sitzen.[284]

Engbrüstiges Drücken auf der Brust in Anfällen.

Schmerzhafte Beklemmung der Brust, vorzüglich auf der rechten Seite (Htm.).

Spann-Schmerz auf dem Brustbeine, der das Athmen hindert, als wenn er aus dem Magen käme; mit Schmerz der Stelle, auch beim Betasten.

Druck-Schmerz in der rechten Brust, der immer heftiger wird, durch kein Athmen verändert (Htm.).

345 Arges Drücken im Brustbeine, über der Herzgrube, die Brust hinauf, Abends.

Druck- und Zerschlagenheits-Schmerz auf der linken Brust-Seite.

Drückendes Klemmen in der Brust, ohne Athem-Beengung (Htm.).

Drückendes Klemmen in der rechten Brust, beim Einathmen immer mehr verstärkt (Htm.).

Druck-Schmerz in der linken Brust, hinten dicht neben dem Rückgrate, beim Einathmen (Htm.).

350 Ein stechendes Drücken in der rechten Brust, unter der Warze, allmählig zu- und abnehmend (Htm.).

Ziehende Empfindung in der rechten Brust, unter der Warze, nach dem Halse zu ziehend (Htm.).

Schneidende Stösse mitten innerhalb des Brustbeines, mit stumpfem Drücken hinten in der Brusthöhle, allgemeiner Brust-Beklemmung und Athem-Beengung, den ganzen Tag in Anfällen (Wsl.).

Ein spannend zuckender Stich von den linken falschen Ribben zu den rechten Ribben heraus (Gtm.).

Stich-Schmerz in der Brust, bei starkem Bewegen und Athmen.

355 Stechen tief in der Herz-Gegend, bis nach der Achselgrube und dem Rücken zu, mit Stechen im Oberschenkel bis ans Knie im Sitzen, was beim Aufstehen verging, Abends (Ng.).

Stechen in der Herzgegend, dass sie sich nur mit Mühe aufrichten konnte, mit Athem-Versetzung, durch Reiben vergehend (d. 7. T.) (Ng.).

Feine Stiche unter der Herzgegend und darauf in der linken Ribben-Gegend, mit Reissen hinter dem linken Ohre (Ng.).

Ein stumpfer Stich in die linke Brust-Seite, mit Husten, Abends (Ng.).

Scharfe Stiche in der linken Brust-Seite, an den untersten wahren Ribben, ohne Bezug auf Athmen (Wsl.).[285]

360 Stechen unter dem Brustbeine, gleich über der Herzgrube (Stf.).

Stiche zwischen zwei wahren Ribben der linken Brust-Seite, beim Ausathmen (Lgh.).

Ein spannendes Bohren in der Brust, beim Ein- und Ausathmen anhaltend (Gtm.).

Wundheits-Schmerz und Schneiden in der Brust, auch mit Reiz zum Husten (Ng.).

Herzschlag während des Nacht-Fiebers so heftig, dass er ihn im Gesichte fühlte (Hl.).

365 In den Ribben-Muskeln rechter Seite, ein bohrender Stich, ohne Bezug auf Athmen, im Sitzen (Gtm.).

Stiche, wie von Nadeln, an den wahren Ribben der rechten Brust-Seite, beim Ausathmen, im Sitzen (Lgh.).

Langsam heraufgehende, breite Stiche, äusserlich an den Brust-Seiten (Wsl.).

Feine, brennende Stiche, äusserlich unter der linken weiblichen Brust (Ng.).

Brennen äusserlich an der rechten Brust; auch auf einer kleinen Stelle der Mitte des Brustbeins, mit Gefühl, als wenn daselbst innerlich Etwas steckte; später nur Stechen an der Stelle (Ng.).

370 Starke Stiche in der rechten Brustwarze (Htm.).

Vom Steissbeine her ziehendes Brennen den Rücken hinauf, wie unter der Haut (d. 4. T.) (Ng.).

Drückender Kreuzschmerz im Stehen und Sitzen, wie von vielem Bücken (Lgh.).

Feines, ziehendes Reissen von der Mitte des Kreuzbeines gegen die Lendenwirbel hin (Hl.).

Stechen, öfters, im Kreuze, bei Aufrichten vom Bücken (d. 4. T.) (Ng.).

375 Ein brennender, erschreckender Stich im Kreuzbeine (Ng.).

Rückenschmerz, wie verhoben, im Rücken und den Schulterblättern, nach anhaltendem Schreiben mit gekrümmtem Rücken (Hl.).

Ziehender Spann-Schmerz abwechselnd zwischen den Schulterblättern und den untersten kürzern Ribben, ohne Erschwerung des Athmens (Htm.).

Drücken am Rückgrate hin, beim Gehen im Freien; im Stehen und Sitzen vergehend (Lgh.).[286]

Drücken in der Mitte und auf der linken Seite des Rückens, wie von vielem Bücken (Lgh.).

380 Stechen in den Schulterblättern.

Scharfe Stiche mit feinem Ziehen und Hitz-Gefühl in den Schulterblättern (Wsl.).

Schmerzhafte Stiche auf der linken Rücken-Seite im Sitzen (Lgh.).

Heftiges Stechen an der linken Rücken-Seite, dass sie sich nicht zu bewegen träute, wovon es jedoch besser ward (Ng.).

Heftiges Stechen im untern Theile des rechten Schulterblattes, unter der Achselgrube (Ng.).

385 Stechen auf der rechten Schulter, das sich bald in Zwängen umwandelt (Ng.).

Feines, drückendes Stechen am untern Rande des rechten Schulterblattes (Htm.).

Kleine Blutschwäre im Rücken, mit Stich-Schmerz bei Berührung (Ng.).

Die Nacken-Drüsen sind geschwollen, mit Spann-Schmerz beim Drehen des Kopfes (Ng.).

An der rechten Hals-Seite, rothe, spannende Knöthchen (Ng.).

390 Auf der Achsel, Drücken.

Reissen in der rechten Achsel, mit Schmerz bei Berührung (Ng.).

Brennende Stiche in der linken Achsel, Abends (Ng.).

Verrenkungs-Schmerz in der linken Achsel, in der Ruhe, mit Gefühl beim Aufheben des Armes, als wolle es im Gelenke knacken (Ng.).

Ermüdungs-Schmerz im rechten Achsel-Gelenke, mehr bei Bewegung, als in der Ruhe.

395 Klopfen in der rechten Achsel, mit lähmigem Schmerze darin (Ng.).

Die Arme sind sehr schwer und beim Aufheben wie voll Blei (Htm.).

Im Oberarme Klamm, bei Anstrengung des Armes (Hl.).

Pulsartige, aussetzende, heftige Zuckungen einzelner Muskeltheile am rechten Oberarme (Hl.).

Ziehen im linken Oberarme.

400 Ziehendes Reissen im rechten Oberarme beim Schreiben im Sitzen; bei Bewegung und Ausstrecken des Oberarmes vergehend (Lgh.).[287]

Reissen von der Mitte des Ober- und Vorderarmes schmerzhaft gegen einander zu (d. 4. T.) (Ng.).

Reissen in beiden Oberarmen und Waden (d. 2. T.) (Ng.).

Lähmiger Schmerz in der Mitte des rechten Oberarmes, bis zum Ellbogen herab (Ng.).

Brenn-Gefühl an den hintern Muskeln des linken Oberarmes, dicht am Ellbogen-Gelenke (Htm.).

405 Im Ellbogen-Gelenke öfters ein ziehendes Spannen (Hl.).

Dumpfes Reissen, gleich über den Gelenken des Ellbogens und der Hand, mehr in der Ruhe (Wsl.).

Ein stechendes Reissen an der Spitze des rechten Ellbogen-Gelenkes (Htm.).

Schneiden in der Ellbogen-Beuge, stärker beim Einbiegen des Armes; durch Ausstrecken gemindert (Wsl.).

Im Vorderarme, klammartiges Schwere-Gefühl, dicht am Hand-Gelenke (Htm.).

410 Klamm-Schmerz im Vorderarme, beim Einbiegen des Armes (Hl.).

Ziehendes Reissen in den hintern Muskeln des linken Vorderarmes, bis in die Finger (Htm.).

Schneidendes Reissen in den hintern Muskeln des rechten Vorderarmes, ruckweise wiederkehrend (Htm.).

Schneiden am rechten Vorderarme, vor dem Ellbogen-Gelenke (sogleich.) (Wsl.).

Zerschlagenheits-Schmerz, oder wie nach Stoss, an der Inseite des rechten Vorderarmes, am schlimmsten in der Ruhe (Gtm.).

415 Knoten, wie Erbsen und grösser, an den Vorderarmen und Ellbogen, mit heftigem Jücken und Brennen (Ng.).

Brenn-Schmerz äusserlich am rechten Vorderarme (Gtm.).

Im linken Handteller, Klamm, der bei Bewegung der Hand verging (Lgh.).

Zieh-Schmerz in der linken Hand.

Gichtisches Reissen an der Aussen-Seite der Hand hinter dem Knöchel des kleinen Fingers.

420 Wohllüstiges Jücken und stechendes Kitzeln in den Handtellern, zum Kratzen nöthigend (Lgh.).

Ausschlag an den Händen, der beim Warmwerden im Bette sehr jückt.

Blüthen-Ausschlag auf den Hand- und Finger-Rücken, der[288] binnen Tag und Nacht zu einem Schorfe zusammenfliesst (Schmidtmüller.).

Die Finger der rechten Hand kriebeln wie eingeschlafen (Ng.).

Taubheit, Kälte und Abgestorbenheit beider Mittelfinger, Nachts.

425 Erstarrung der zwei letzten Finger der linken Hand, Nachts.

Klamm-Schmerz am Ballen des rechten Daumens, beim Schreiben, der bei Bewegung desselben verging (Lgh.).

Ziehendes Reissen vom Mittelgelenke des linken vierten Fingers an bis zum Mittelhand-Knochen, durch Biegung des Fingers vergehend, gleich nach dem Ausstrecken aber in der Ruhe, heftiger wiederkehrend (Htm.).

Schneidendes Reissen im Ballen des linken kleinen Fingers (Htm.).

Stich-Schmerz, wie von Nadeln, in der Spitze des linken Zeigefingers, bloss bei Berührung (Gtm.).

430 Geschwulst und Röthe der Fingerspitzen, mit Brenn-Schmerz.

In den Gefäss-Muskeln rechter Seite ein anhaltend jückender Stich, der nach Reiben noch ärger jückt (Wsl.).

An der rechten Hüfte ein schneidendes Kneipen, nur im Sitzen (Lgh.).

Die Oberschenkel-Muskeln schmerzen.

Zuckungen einzelner Muskeltheile, bald am rechten, bald am linken Oberschenkel (Hl.).

435 Schmerzhafter Krampf in den Muskeln des linken Oberschenkels, beim Liegen im Bette (Lgh.).

Krampfhafter Ziehschmerz im linken Oberschenkel herab, nur im Sitzen (Lgh.).

Krampfhaft zusammenziehendes Reissen in den vordern Muskeln des linken Oberschenkels (Lgh.).

Ein stichartiges Drücken in den Muskeln des linken Oberschenkels, nur im Sitzen (Lgh.).

Reissen im linken Oberschenkel und in den Schienbeinen, im Sitzen (Ng.).

440 Stechendes Reissen im rechten Oberschenkel-Knochen, im Gehen (Htm.).

Ziehend drückender Stich-Schmerz in den Muskeln des linken Oberschenkels, dicht am Schoosse, im Sitzen (Lgh.).[289]

Heftig brennendes Stechen an der Aussenseite des rechten Oberschenkels, im Gehen und Sitzen (Hl.).

Schwäche der Oberschenkel und wankender Gang daher (Gtm.).

Viel Jücken an den Oberschenkeln.

445 Runde, rauhe, jückende Flechten-Flecke an den innern Oberschenkeln.

Das Knie linker Seite ist steif, beim Aufstehn vom Sitze.

Spann-Schmerz im linken Knie.

Fippern neben der rechten Kniescheibe (Hl.).

Reissen in der Kniekehle und Wade, mehr Nachts und mehr im Sitzen, als im Gehen.

450 Reissen in den Knie-Gelenken, im rechten so heftig, als würde es herausgerissen, im Sitzen (Ng.).

Reissen in der Kniebeuge bis in die Hüfte beim Aufstehn vom Sitze; mit Stichen zuweilen am linken Knie-Gelenke; beim Biegen und Gehen verschlimmert, beim Ausstrecken und Sitzen erleichtert (Ng.).

Stechendes Reissen im rechten Knie, wenn er das linke Bein über das rechte legt (Htm.).

Brennender Stich-Schmerz aussen am rechten Knie (Hl.).

Zerschlagenheits-Schmerz des rechten Kniees, nur beim Gehen und Treppensteigen (Ng.).

455 Brennendes Jücken an den Knieen, Fussknöcheln und Zehen beim Einschlafen.

Geschwulst der Kniee.

Am Unterschenkel, ein schmerzhaftes Spannen nahe an der Kniekehle, in der linken Wade, im Sitzen (Ng.).

Ziehen und Spannen in der Achill-Senne, im Gehen, wodurch der Fuss wie gelähmt und das Gehen gehindert wird.

Druck-Schmerz in der linken Wade, in Ruhe und Bewegung (Gtm.).

460 Stechendes Schneiden in der rechten Wade, im Sitzen (Htm.).

Reissen, öfters, in beiden Schienbeinen, bis in die Knie herauf, im Sitzen besser (Ng.).

Reissen am untern Theile des rechten Schienbeines hinab, im Sitzen (Ng.).

Langsame, grosse Stiche in der Achill-Senne, von aussen hinein theils, theils quer durch, auch Nachts im Schlafe störend, absatzweise kommend, und im Gehen hindernd.

Viel Jücken an den Waden.[290]

465 Der linke Fuss schmerzt, als wäre ein Tuch fest darum gebunden.

Schneidender Klamm-Schmerz in der rechten hohlen Fusssohle (Htm.).

Reissen in der rechten Fusssohle, an der Ferse, beim Spinnen; auch (nach einigen Tagen) im Sitzen (Ng.).

Ziehende Stiche auf dem rechten Fussrücken, im Stehen, die im Gehen verschwanden, im Sitzen aber wiederkehrten (Lgh.).

Anhaltender drückender Stich im linken Fussrücken, am schlimmsten in der Ruhe (Gtm.).

470 Ein drückendes Stechen am innern Rande der rechten Fusssohle, im Sitzen; im Gehen und Stehen vergehend (Lgh.).

Anhaltender jückender Stich im linken Fussrücken, am schlimmsten in der Ruhe (Gtm.).

Schmerz in der linken Fusssohle, beim Bergsteigen, als habe er sich den Fuss übergangen, von der Sohle bis nach dem Oberschenkel hinziehend (Ng.).

Wundheits-Schmerz unter dem linken äussern Fussknöchel, in der Ruhe, die ganze Nacht, durch Berührung und darauf Liegen verschlimmert (Gtm.).

Brennen der Fusssohlen, im Sitzen, durch Aufsetzen des Fusses auf den Boden verschlimmert (Gtm.).

475 Kitzeln im linken Fersen-Ballen, durch Reiben vergehend (Ng.).

Wühlendes Fippern im rechten Fussballen, in der Ruhe (Gtm.).

Jücken in der linken Fusssohle, im Gehen und in der Ruhe (Gtm.).

Heftige Risse in der rechten grossen Zehe, beim Spinnen (Ng.).

Jückender Stich im Ballen der rechten grossen Zehe, in der Ruhe (Gtm.).

480 Geschwulst und Röthe der Zeh-Spitzen, mit Brenn-Schmerz.

Wundheits-Schmerz und Geschwulst-Gefühl in der linken kleinen Zehe (Ng.).

Heftigst pochender Schmerz in den drei Mittelzehen des linken Fusses, in der Ruhe (Gtm.).

Stechendes Jücken hie und da am Körper, durch Kratzen vergehend, Abends (Ng.).[291]

Kitzelndes, fein stechendes Jücken am Körper, durch Reiben nur kurz vergehend.

485 Jücken und Beissen auf dem Rücken, den Achseln, auch am ganzen Leibe, meist Abends, nach dem Niederlegen, durch Kratzen nicht zu tilgen (Ng.).

Stechen hie und da auf der Haut, zuweilen mit Brennen (auf dem rechten Schulterblatte) (Ng.).

Viel schmerzhafte Haut-Geschwüre, die ihn am Sitzen und Liegen hindern (Schackel.).

Die Arbeiter in den Salinen bekommen faule Geschwüre an den Schenkeln, werden wassersüchtig und kachektisch1 (Rammazzini.).

Brennen, mehr um das Geschwür, als in demselben; nach Gehen gluckst es darin, wie Puls.

490 Die Geschwüre stinken sehr, obgleich sie mit Schorfe bedeckt sind.

Oxygenirte Salzsäure stellt die durch Weingeist und Mohnsaft verlorne Reizbarkeit der Muskel-Faser wieder her (Humboldt, über die Reizbarkeit der Faser.).

Zucken in allen Gliedern.

Anfall von Angst, Abends 8 Uhr, mit Vollheit im Bauche, als sollte er zerspringen; der Schweiss lief ihr am Kopfe herab, die Arme fielen ihr nieder und sie ward matt, wie gelähmt.

Unruhe (Hufel. Journ.).

495 Zerschlagenheits-Schmerz aller Gelenke.

Schmerz der Beinhaut aller Knochen, wie in Wechsel-Fiebern.

Trägheit, mit Dehnen und Recken, Vormittags (Ng.).

Er will oder kann sich nicht bewegen; es verdriesst ihn, es zu thun, er will immer nur sitzen.

Schlaff und träge, obgleich von Spazieren nicht ermüdet.

500 Wankender Gang, aus Schwäche der Oberschenkel (Hl.).

Grosse Schwäche der Unterglieder, dass sie sich kaum halten kann und oft fällt (Ng.).

Müdigkeit vorzüglich in den Beinen, früh.[292]

Grosse Mattigkeit, gleich nach dem Essen, die gegen Abend wieder vergeht (Ng.).

Mattigkeits-Gefühl im ganzen Körper (Stf.).

505 So matt in den Gliedern, dass er im Gehen oft still stehen muss (Ng.).

Grosse Hinfälligkeit und Mattigkeit, Abends, nach Gehen (Ng.).

Grosse Hinfälligkeit, Mattigkeit und Schläfrigkeit, mit Trübsichtigkeit; sie schlief am Tische ein (Ng.).

Mattigkeit im Gehen und Stehen, dass er sitzend einschlief (Lgh.).

Im Sitzen fielen ihr vor Mattigkeit die Augen zu, beim Aufstehen und Bewegen aber war sie gleich munter (Lgh.).

510 Sehr schläfrig, Nachmittags (d. 4. T.) (Ng.).

Schläfrigkeit mit Gähnen, früh (d. 2. T.) (Ng.).

Grosser Hang zum Schlafen, den ganzen Tag (Htm.).

Der Schlaf drückt ihm beim Arbeiten, fast die Augen zu (Htm.).

Schlaflosigkeit vor Mitternacht.

515 Schlaflosigkeit nach Mitternacht.

Er kann nicht gut einschlafen, schläft dann nur leicht und kann sich doch nicht gut aus dem Schlafe finden und völlig erwachen (n. 3 St.).

Schlaflosigkeit, Nachts, wegen grosser Blutwallung und Hitze, mit Schweiss.

Unruhige Nacht; sie kann ohne besondere Ursache, nicht einschlafen und ist früh noch schläfrig (n. 2 T.) (Ng.).

Unruhige Nacht; sie kann vor Kopfschmerzen im Scheitel und in der linken Schläfe nicht einschlafen (Ng.).

520 Nachts 3 Uhr arger Husten, mit Uebelkeit und Gall-Erbrechen.

Nachts, leeres Aufstossen und Leibweh.

Zwei Nächte, beim Erwachen, Uebelkeit, mit viel Aufstossen.

Vor Mitternacht schnarcht er heftig und wirft sich herum, lässt sich aber dann leicht erwecken.

Nachts, beim Erwachen, findet er sich immer auf dem Rücken liegend.

525 Vor Mitternacht wirft sie sich herum, spricht oft laut im Schlafe, doch mit heiterm Tone, stöhnt aber oft dabei.

Er rutscht im Bette herunter und ächzt und stöhnt im Schlafe.[293]

Nachts, im Bette, Schwäche-Gefühl und mühsame Ideen Verbindung.

Sie redet laut im Schlafe, (vor Mitternacht), ist aber nicht zu verstehen, (und weiss am Morgen Nichts davon) (Ng.).

Unruhige Nacht; sie erwacht alle Viertelstunden, weil bald dieser, bald jener Theil schmerzt (d. 4. T.) (Ng.).

530 Oefteres Erwachen, Nachts.

Oefteres Erwachen, mit hin und her Werfen im Bette (Lgh.).

Er wacht immer früh 4 Uhr auf und kann nicht wieder einschlafen.

Er erwacht vor Mitternacht sehr heiter und kann nachher nicht wieder einschlafen (d. 4. T.) (Hl.).

Früh, im Bette, nach dem Erwachen, Weichlichkeit und Bauch-Aufgetriebenheit, nach dem Aufstehn durch Winde-Abgang gebessert.

535 Unruhiger, oft unterbrochner Schlaf, mit lebhaften, ängstlichen Träumen, und heftigem Schweiss im Schlafe über und über, doch nicht am Kopfe (Htm.).

Zusammenfahren nach dem Einschlafen, wegen Unruhe im Körper und am meisten in den Beinen.

Träume, welche Aengstlichkeit, Verdruss oder Freude erregen (Lgh.).

Aengstliche Träume, Nachts.

Aengstliche, lebhafte Träume (Lgh.).

540 Aengstliche, fürchterliche, lebhafte Träume (Gtm.).

Unruhige, lebhafte Träume, voll Sorge und Furcht, mit Ruthesteifigkeit, ohne Samen-Erguss (Gtm.).

Sie schwärmt im Schlafe, so bald sie ein Weilchen geschlafen hat.

Unerinnerliche Träume (Lgh.).

Wohllüstige Träume (d. ersten 3 Tage.) (Ng.).

545 Traum vom Tode ihrer Mutter (d. 4. N.).

Träume von Läusen und voll Beschämung (d. 7. T.) (Ng.).

Freundliche Träume von der Heimath.

Kälte, Nachts, dass er sich nicht erwärmen kann; er wirft sich im Bette umher (Wsl.).

Vor Frost wachte er noch vor Mitternacht auf und konnte sich durchaus nicht erwärmen; weniger fror ihn an den Theilen, auf denen er lag, später ward ihm sehr warm und er duftete (d. 3. N.) (Hl.).[294]

550 Frost, früh, im Bette und nach dem Aufstehen, dass er den ganzen Vormittag am Ofen bleiben musste (Ng.).

Kälte.

Kälte, auch äusserlich fühlbar, dass er sich den ganzen Tag, auch beim Spazieren nicht erwärmen kann.

Frostigkeit mit Durst (d. 4. T.) (Ng.).

Frost mit Durst, ohne Hitze darauf.

555 Frost mit Gänsehaut, ohne Schütteln und ohne Durst.

Frostigkeit, Abends, mit Durst; nach dem Niederlegen Schweiss; auch Nachts muss sie zum Trinken aufstehen (d. 8. T.) (Ng.).

Frost, Abends von 6 bis 7 Uhr, mit Eiskälte im Rücken, dass sie sich nur schwer erwärmen kann (d. 7. T.) (Ng.).

Frost, Abends, 8 Uhr, im ganzen Körper, bei äusserer Wärme, 3/4 Stunden lang, ohne Hitze darauf (Ng.).

Frost, Abends, mit Brennen im Gesichte und Trockenheit im Munde.

560 Es schaudert ihn, wenn es in der Stube nicht sehr warm ist.

Fieber-Schauder über den ganzen Körper, bei heissen Wangen und kalten Händen, ohne Durst (Lgh.).

Fieber-Schauder über den ganzen Körper, mit Schüttelfrost, Gähnen und Dehnen der Glieder, doch ohne Durst und ohne Hitze darauf (Lgh.).

Fieber-Schauder über den ganzen Körper, (bei geringem Fliess-Schnupfen), mit Gähnen, kalten, abgestorbenen Fingerspitzen, blauen Nägeln und schwachem, langsamem Pulse, ohne Durst und ohne Hitze darauf (Lgh.).

Brennende Hitze am ganzen Kopfe und an den Händen, bei kalten Füssen, ohne Durst, nachdem er sich (wegen grosser Tages-Schläfrigkeit) kaum zum Schlafen hingesetzt (Htm.).

565 Hitz-Gefühl und Hitze des Körpers, vorzüglich der Handflächen und Fusssohlen, ohne Gesichts-Röthe, ohne Schweiss, ohne Durst, und ohne Trockenheit des Mundes, mit einiger Neigung, sich zu entblössen.

Beängstigung und Unruhe in den obern Gliedern, wie in den Adern, Abends, bei heiterm Gemüthe; es kam wie von einer Schwere in den Armen; sie musste diese stets bewegen; dabei Unruhe im ganzen Körper ausser in den Füssen; Hitze, dass er sich entblössen musste, aber kein Durst dabei.[295]

Jeder dritte Pulsschlag setzt aus.

Arger Schweiss am Kopfe und auf dem Rücken, jeden zweiten oder vierten Abend 3/4 Stunden lang.

Schweiss, Abends, beim Einschlafen, und nicht weiter.

570 Schweiss, vor Mitternacht, mit trocknem Husten.

Schweiss, vor Mitternacht, in Träumen voll Verhinderung; dann guter Schlaf bis früh, ohne Schweiss.

Nach ein bis zweistündigem Liegen im Bette, Abends, schwitzten die Füsse erst kalten Schweiss, ehe sie warm wurden.

Nacht-Schweiss.

Gelinder Früh-Schweiss über den ganzen Körper (Lgh.).

Fußnoten

1 Von dem, beim Kochen der Sohle, aus der sich zersetzenden salzsauren Magnesie aufsteigenden und eingeathmeten, salzsauren Dünste.

Quelle:
Samuel Hahnemann: Die chronischen Krankheiten. 5 Bände, Bd. 4, Dresden, Leipzig 21838, S. 269-296.
Lizenz:
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Die Chronischen Krankheiten, Ihre Eigenthumliche Natur Und Homoopathische Heilung (1)
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Die chronischen Krankheiten, Bd.1, Theoretische Grundlagen
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