[497] Petroleum, Oleum petrae. Bergöl, Steinöl

[497] Dieses an Geruch, Geschmack und arzneilicher Wirkung äusserst kräftige Erzeugniss des Innern der Erde muss zum Arznei-Gebrauche sehr dünnflüssig und hellgelb von Farbe seyn. Bei dieser Dünnflüssigkeit ist es nicht wohl möglich, dass es mit fetten Gewächsölen verfälscht seyn könnte. Um sich aber dennoch hievon gänzlich zu überzeugen, habe ich in dem Buche: Kennzeichen der Güte und Verfälschung der Arzneien (Dresden 1787. S. 221.) die Prüfung durch zugemischte starke Schwefelsäure angegeben, welche das Bergöl unberührt lässt und bloss die etwa beigemischten fremden Oele in eine Art Schwefel umwandelt. Doch kann man auch, und zwar auf eine einfachere Weise, nur auf ein Stück weisses Schreibpapier einen Tropfen Bergöl tröpfeln, welches, an die freie Luft oder auf eine recht warme Stelle gelegt, bald verfliegt und das Papier ohne einen durchsichtigen oder durchscheinenden Fleck zurücklässt, wenn kein fettes Oel beigemischt war. Oefterer mag ein Zusatz eines flüchtigen, vegetabilischen, z.B. des Terbenthinöls, zur Verfälschung statt gefunden haben. Um hievor sicher zu seyn, thut man auf jeden Fall wohl, das Bergöl, vor seiner arzneilichen Anwendung, mit doppelt so vielem Weingeist zu mischen, es etliche Mal umzuschütteln und durch Fliesspapier (was vorher mit Weingeist befeuchtet worden war) wieder zu scheiden. So bleibt das reine Bergöl im Filtrum zurück, (wird in Fläschgen deren Stöpsel und Mündung man mit Siegellack umschmolzen aufbewahret) und der durchgetröpfelte Weingeist enthält dann das flüchtige Pflanzenöl, wenn dergleichen im Bergöle vorhanden war.

Zur ersten Verreibung mit 100 Gran Milchzucker wird, statt eines Grans, ein Tropfen Bergöl genommen.[498]

Vorzüglich that es Dienste, wo folgende Krankheits-Zustände hervorragten:

Aengstlichkeit; Schreckhaftigkeit; Aufgeregtes Gemüth; Schimpfen; Mangel an Gedächtniss; Gedächtniss- und Gedanken-Schwäche; Befangenheit des Kopfes; Schwindel, wie starkes hin und her Schwanken; Kopfschmerz von Aergerniss; Drückend stechender Kopfschmerz; Klopfen im Hinterkopfe; Ausschlag auf dem Kopfe und im Nacken; Grinder auf dem Haarkopfe; Ausfallen der Haare; Flor vor den Augen; Langsichtigkeit, kann ohne Brille keine feine Schrift lesen; Kurzsichtigkeit; Trockenheit und lästige Trockenheits-Empfindung des innern Ohres; Taubhörigkeit;1

Klingen der Ohren; Ohr-Geräusch; Brausen und Sausen vor den Ohren; Gilbe des Gesichtes; Geschwulst der Unterkiefer-Drüsen; Weiss belegte Zunge; Uebler Geruch aus dem Munde; Fauler, lätschiger Geschmack im Munde; Ekel vor warmen, gekochten Speisen; Ess-Gier; Ekel vor Fleisch; Heisshunger; Lautes Aufstossen; Brecherlichkeit; See-Krankheit; Würmerbeseigen; Appetitlosigkeit; Herzgrube dick und schmerzhaft bei Berührung; Wüstheit im Bauche; Leibschneiden; Leisten-Bruch; Knolliger, ungewöhnlicher, harter Stuhl; Oeftere Stühle des Tages; Durchfall; Unwillkürliches Harn-Sickern; Bettpissen (Hg.); Verengerung der Harnröhre; Brennen in der Harnröhre; Jücken und Nässen des Hodensackes; Häufige Pollutionen; Schwäche und Nerven-Reiz auf Beischlaf; Abfluss von Prostata-Saft; – Nasen-Trockenheit und lästiges Trockenheits-Gefühl in der Nase; Nasen-Verstopfung; Schnupfen; Heiserkeit; Husten, Abends, nach dem Niederlegen; Trockner Nacht-Husten; Erstickender Nacht-Husten, ohne Auswurf (Hg.); Stechen in der Brust-Seite; Herzklopfen; Flechte auf der Brust; Kreuzschmerz, der das Stehen nicht erlaubt; Rückenweh; Flechten im Nacken; Reissen in den Händen; Braune Flecke an der Handwurzel; Rissige Haut der Hände und Finger voll blutiger Schrunden, im Winter; Gichtisch steife Finger-Gelenke; Flechte am Knie; Stiche im Knie; Kalte Füsse; Geschwulst der Füsse; Hühneraugen; Hartnäckige Zeh-Geschwüre, aus Fressblasen entstanden, mit hohen Rändern, feuchtem, rothem, flachem Grunde (Hg.); Ziehende Schmerzen an Kopf, Stirn, Schläfen und Backzähnen; Eingeschlafenheit der Glieder; Knacken in den Gelenken und Steifheit derselben; Blut-Wallungen; Abneigung[499] vor freier Luft; Schmerz der Frost-Beulen; Wildfleisch in den Geschwüren; Lebhafte Träume; Früh-Unausgeschlafenheit; Nacht-Hitze; Abend-Wechselfieber, erst Frost, dann Gesichts-Hitze bei kalten Füssen; Nacht-Schweisse.

Riechen an ein Hanfsamen grosses Streukügelchen mit hochpotenzirter Krähenaugen-Tinktur befeuchtet, hat sich als das hülfreichste Antidot des Bergöls erwiesen.[500]

Petroleum

Traurigkeit und Muthlosigkeit, dabei krankes Gefühl von Herz-Schwäche.

Niedergeschlagenheit (n. 12 T.).

Niedergeschlagen, früh, still, mit Trübsichtigkeit (n. 22, 23 T.).

Aengstlichkeit unter dem Geräusche vieler Menschen.

5 Unruhe; er wusste sich nicht zu lassen.

Angegriffen, schreckhaft, weinerlich über Kleinigkeiten.

Grosse Schreckhaftigkeit; heftige Erschütterung von Schreck über Kleinigkeiten.

Grösste Unentschlossenheit.

Willenlosigkeit.

10 Er kann von dem, wovon er spricht, nicht gut los kommen.

Keine Lust zu arbeiten, kein Wohlgefallen an sonst geliebten Gegenständen, daher unerträgliche Langeweile.

Hypochondrisch, beim Gehen im Freien, unaufmerksam, für geistige Unterhaltung oder andre Zerstreuung.

Unzufriedenheit mit Allem.

Verstimmung des Gemüthes; starke Anlage zur Hypochondrie, mit einem fieberhaften Zustande; der 14 Tage anhielt.

15 Sehr reizbar; es wirkt Alles sehr widrig und düster auf ihn; er konnte sich über manches, ihm sonst Geringfügiges, nicht beruhigen und mit dem besten Willen sich nicht erheitern.

Verdriesslich und träge (n. 16 T.).

Aergert sich über Alles, auch über die geringste Kleinigkeit, und will nicht antworten.

Alle Morgen zu heftigem Aerger geneigt.

Missmüthig, zornig, früh, beim Erwachen.

20 Sehr verdriesslich und zornig; er fährt leicht auf.

Heftig, reizbar, über Kleinigkeiten aufbrausend.[501]

Zänkisch ärgerliche Weinerlichkeit (n. etl. St.).

Zänkisch und hitzig.

Wüthend boshaft und ärgerlich.

25 Das Kind wird wild und unbändig.

Erst Ausgelassenheit und Ueberspannung mit innerem Beben; dann Traurigkeit und Muthlosigkeit.

Er ist den ganzen Tag wie nur in halbem Bewusstseyn, wie nur halb lebendig.

Es fehlt ihm an Kraft zu denken.

Sehr vergesslich und zum Denken unaufgelegt.

30 Eingenommenheit des Kopfes mit Schmerz.

Eingenommenheit des Kopfes, früh, dick, schwer, voll Hitze.

Eingenommenheit des Kopfes, wie in Nebel gehüllt.

Duseligkeit, gleich vom Mittag-Essen an (n. 9 T.).

Düsterheit im Kopfe und Uebelbehagen (n. 20 St.).

35 Schwindel, öfters, beim Gehen.

Schwindel und Uebelkeit, vom Bücken.

Schwindel beim Bücken und beim Aufstehn vom Sitze.

Schwindel, wie im Hinterhaupte, als sollte sie vorwärts fallen, vorzüglich beim Aufrichten der Augen.

Schwindel und Uebelkeit, Abends im Bette, vorzüglich, wenn sie mit dem Kopfe tief liegt.

40 Arger Schwindel, der ihn nöthigt, sich vorzubücken, mit Gesichts-Blässe und Uebelkeit, mehr im Stehen, als Sitzen; im Liegen vergehend; dabei langsamer Puls, Aufstossen und Gähnen, Mangel an Appetit und Drücken im Bauche.

Schwindel, beim Aufstehn vom Liegen; im Liegen, Gesichts-Hitze.

Schwere des Kopfes, früh, und wie Vollheit und Hitze darin, besonders beim Bücken und Nähen.

Schwere des Hinterhauptes, wie Blei (d. 2. 3. T.).

Kopfschmerz-Anwandlung, alle Morgen.

45 Kopfschmerz, gleich früh, bis nach dem Frühstücke.

Kopfschmerz, Abends, nach Gehen im Freien.

Kopfschmerz, früh, beim Aufstehen, mehrere Tage.

Kopfschmerz rechter Seite; sie konnte die Augen nicht aufthun, den Kopf nicht aufrecht halten; musste liegen.

Dumpfe Kopfschmerzen von früh an mit Ziehen nach der Stirn bis Abend; zugleich arger Frost bis Mittag.

50 Druck im Kopfe, in den Zähnen und Oberkiefer-Höhlen.

Drücken im Hinterhaupte.[502]

Drücken in der Stirn, mit einzelnen Stichen über dem Auge (n. 26 T.).

Drücken und stechendes Drücken im Hinterhaupte, früh.

Heftiger Druck im Kopfe, beim Bücken.

55 Starker Druck auf dem Scheitel, mit Duseligkeit.

Drücken und Pressen im Kopfe (n. 24 St.).

Pressen am Kopfe, mit einer Art Weichlichkeit (n. 2 T.).

Spannung im Kopfe.

Spannungs-Gefühl und wie Zerren an der harten Hirnhaut.

60 Spannungs-Gefühl der harten Hirnhaut, täglich, mit Eingenommenheit.

Wie Zusammengepresstheit des Gehirnes.

Zusammenschnürender, ziehender Kopfschmerz.

Zusammenziehender, schnürender Kopfschmerz.

Wie zusammengeschraubt im Kopfe.

65 Klammartiger Kopfschmerz in der linken Schläfe.

Klammartiges, sehr empfindliches Ziehen und Drücken in der linken Schläfe (n. 4 T.).

Klammartiges, flüchtiges Ziehen in den Schläfen.

Kneipende Kopfschmerzen (n. 2 T.).

Kneipen im Hinterkopfe.

70 Kneipendes Ziehen nach der linken Schläfe herauf (n. 11 T.).

Ziehendes Kopfweh; vorher Zieh-Schmerz im rechten Arme.

Ziehender Kopfschmerz in der Stirn, mit Stichen über den Augen.

Ein drückendes Ziehen in der rechten Schläfe, auch im Schlummer fühlbar (n. etl. St.).

Stechen und zugleich Drücken im Kopfe, mit Uebelkeit.

75 Stechen im linken Hinterhaupte, Nachmittags.

Stich-Schmerz in der Stirn, früh beim Erwachen, der sich bald über den Hintertheil des Kopfes verbreitete.

Stechen und viel Hitze im Kopfe.

Dumpfe, zuckende Stiche auf dem Scheitel, in den Kopf hinein, Abends, und bald darauf ein anhaltender Druck daselbst.

Ungeheure stechende Rucke im Kopfe, beim Bücken und Gehen; sie musste nach einigen Schritten immer wieder still stehen.

80 Klopfende Stiche in der einen Kopfseite über dem Auge.

Pochen im Kopfe.

Klopfen im Hinterkopfe den ganzen Tag.

Pulsiren im Hinterkopfe beim Liegen darauf.[503]

Starkes, pulsirendes Wogen, besonders in der Stirn, als ob der Kopf bersten wollte, bei Bewegung besser.

85 Wie Blutdrang nach dem Kopfe, bei jeder schnellen Bewegung, was ihm einen Stich durch's Gehirn gab.

Bohren im Kopfe.

Widriges Gefühl im Kopfe, als wäre Alles darin lebendig, und drehte und wirbelte darin, mit Arbeits-Scheu.

Beben, Schweben und Brausen im Kopfe und dem Ohre, wie von Blutdrang nach dem Kopfe, doch ohne Hitz-Gefühl.

Der äussere Kopf ist wie taub anzufühlen, wie von Holz (n. 3 T.).

90 Aeusserlich schmerzt der Kopf auf beiden Seiten beim Befühlen, wie unterschworen.

Schmerz auf der linken Kopf-Seite, wie unterschworen.

Zerschlagenheits-Schmerz der Kopf-Haut.

Zerschlagenheits-Schmerz des Scheitels, wie mürbe.

Einzelne weiche Geschwülste auf dem Haar-Kopfe, die bei Berührung ungeheuer schmerzen.

95 Viel Jücken auf dem Haar-Kopfe (n. 10 St.).

Jücken auf dem Haarkopfe; nach Kratzen, Schmerz wie wund.

Ausschlags-Blüthen auf dem Kopfe.

Ausfallen der Kopfhaare, drei Tage lang, vorzüglich nach 12 Tagen.

Starkes Ausfallen der Haare.

100 Starker Schweiss am Kopfe, Abends, nach dem Niederlegen.

Gefühl am Kopfe, als umwehe ihn kalter Zugwind.

Augen-Drücken, Abends.

Viel Drücken in den Augen, besonders Abends bei Licht.

Starkes Drücken in den Augen, wie von einem Sandkorne.

105 Schneiden in den Augen, bei Anstrengung zum Lesen.

Stechen und Pucken in den Augenbrauen.

Stiche in den Augen und Thränen derselben.

Stiche vom äussern Augenwinkel nach dem innern zu.

Stechen in den Augen, für sich und wenn er etwas drauf drückt.

110 Klopfender Schmerz im rechten Auge.

Jücken der Augenlider; er muss sie reiben.

Jücken und Trockenheit der untern Augenlider (n. 12 T.).

Jücken und Stechen in den Augen.

Jücken, Stechen und Brennen im Auge.

115 Beissen in den Augen.

Beissen in den Augen, wie von Rauche.

Beissen und Hitze in den Augen.[504]

Brennen in den Augen (n. 5 T.).

Brennen in den Augen und Drücken, und Verdunklung, wenn sie angestrengt sieht.

120 Brennen und Drücken im innern Augenwinkel.

Entzündungs-Geschwulst im innern Augenwinkel, wie eine beginnende Thränen-Fistel, ein Taubenei gross; dabei mehrtägige Trockenheit der rechten Nasenseite.

Ausschlags-Blüthen auf den Augenlidern.

Thränen der Augen, 5 Tage lang (n. 6 T.).

Thränen der Augen, in freier, nicht kalter Luft.

125 Thränen der Augen, öfters, auch im Zimmer (n. 16 T.).

Viel Wasser dringt aus beiden Augenwinkeln.

Schwäche der Augen.

Leichte Ermüdung der Augen.

Zuckungen der Augen.

130 Zittern und Fippern der Augenlider.

Fippern des rechten Augenlides.

Blinzeln, und Wimpern mit den Augen.

Augen oft so, als wollten sie sich verdrehen.

Früh kann er die Augenlider nicht öffnen, und sein Gesicht ist trübe und florig.

135 Sehr trübe Augen (n. 22 T.).

Die Sehkraft ist bleich, die Augen florig (n. 5, 6 T.).

Grosse Erweiterung der Pupillen, viele Tage lang; das linke Auge kann in der gewöhnlichen, kurzen Entfernung die Buchstaben nicht erkennen; in grösserer Ferne werden sie deutlicher, aber kleiner.

Langsichtiger.

Doppeltsehen mit beiden Augen.

140 Oft verdunkelte Augen, und zuweilen Doppeltsehen einiger Gegenstände (n. 14 T.).

Schwarze Flecke vor den Augen, welche das Lesen hindern.

Es schwebt und fippert ihr zuweilen Etwas vor den Augen, doch sieht sie die Gegenstände hell und klar, wenn sie genau drauf sieht.

Fippern vor den Augen, Abends (n. 10 T.).

Flimmern und Schwittern vor den Augen, die Gegenstände scheinen sich fein zu bewegen.

145 Flimmern und schwarze Figuren vor den Augen (n. 18 T.).

Feuerfunken vor den Augen.

Schmerzhafte Empfindlichkeit der Augen gegen das Tages-Licht; er muss sie verdeckt halten.[505]

Das Ohr schmerzt äusserlich (vom Dunste).

Drücken in den Ohren, mit Hitze (n. 5 T.).

150 Klamm-Schmerz im rechten Ohre (n. 16 T.).

Klammartiges Ziehen im rechten Ohre (n. 7 T.).

Schmerzliches Ziehen und Zucken am rechten Ohre (n. 5 T.).

Höchst schmerzhaftes Ziehen, wie von Verrenkung in den Muskeln vom Zitzfortsatze bis zum Schlüsselbeine, an beiden Hals-Seiten, alle 5 Minuten ein Riss (n. 11 T.) (Foisac.).

Zuckender Schmerz im linken Ohre (n. 13 T.).

155 Reissen im rechten Ohre.

Schneiden im linken Ohre.

Erst Kitzel und Stechen im Ohre, drauf Steifheit im Kiefer-Gelenke, als wollte dasselbe bei Bewegung knacken und knarren.

Jücken im linken Ohre, und blutiger Eiter-Ausfluss (n. 48 St.).

Verschwollener Ohrgang.

160 Ausschlags-Blüthe am rechten Ohre, die Abends aufging (n. 5 T.).

Ausschläge am äussern Ohre, 30 Tage lang.

Röthe, Rohheit, Wundheit und Feuchten hinter den Ohren.

Vermindertes Gehör (n. 5 T.).

Verlust des Gehöres im rechten Ohre, wohin es aus dem Auge schmerzhaft gezogen war (n. 38 T.).

165 Beim Aufstossen trat ihm Etwas vors Ohr, dass er nicht gleich hören konnte.

Singen in den Ohren.

Brausen und Schmerz in den Ohren.

Wind-Sausen vor den Ohren, das Gehör mindernd.

Sausen vor dem linken Ohre, Abends, wie Wasser-Rauschen, und zuweilen Knacken darin; 3 Abende (n. 21 T.).

170 Knacken im Ohre von Zeit zu Zeit (n. 28 T.).

Glucksen in den Ohren.

An der Nasenwurzel, querüber, von einer Augenbraue zur andern, ein spannender Schmerz, und bei Berührung Geschwür-Schmerz der Stelle.

Jücken an der Nasenspitze.

Brennen auf und neben der Nase (n. etl. St.).

175 Ein Blüthchen in der Nase.

Ein Eiter-Blüthchen an der Nase (n. 7 T.).

Ein Eiter-Blüthchen, unten, inwendig an der Nasen-Scheidewand, mit rothem Hofe.[506]

Eiterbläschen am rechten Nasenflügel, bei Berührung schmerzend.

Geschwürige Nasenlöcher.

180 Schorfe in der Falte des linken Nasenflügels, ohne Schmerz für sich.

Blutiger Schleim wird früh ausgeschnaubt.

Bluten der Nase (n. etl. St.).

Gesichts-Hitze und Backen-Röthe.

Hitz-Empfindung im Gesichte (n. 3 T.).

185 Hitze im Gesichte und Kopfe (n. 6 T.).

Brennende Hitze an der Stirne und im Gesichte, mit Jücken.

Viel Hitze im Gesichte; den ganzen Tag, besonders nach Tische (n. 4 T.).

Hitze im Gesichte und in den Augen (sogleich).

Grosse, anhaltende Blässe des Gesichtes.

190 Jücken im Gesichte, hie und da, (vom Dunste).

Ausschlags-Blüthen im Gesichte.

Ausschlags-Blüthen um die Augen.

Blüthen im Gesichte, wie kleine Pocken, mit weissen Spitzen.

Lippen-Ausschlag.

195 Ausschlags-Blüthe im Mundwinkel, stechenden Schmerzes.

Schorfige Blüthe über der Oberlippe, stechenden Schmerzes für sich, nicht beim Betasten.

Aufgesprungene Lippen.

Ein Blutschwär an der Unterlippe.

Am Kinne ein Eiter-Bläschen, schmerzend bei Berührung.

200 Ziehen und Spannen am Kiefer, unter dem Ohre.

Leicht Verrenken des rechten Kiefer-Gelenkes, früh, im Bette, unter grossen Schmerzen.

Geschwulst an beiden Unterkiefern, schmerzend beim Bücken und darauf Drücken.

Geschwulst der Unterkiefer-Drüsen.

Zahnschmerz mit dick geschwollnem Backen; sie kann Nachts vor Schmerz nicht liegen, muss im Bette aufsitzen.

205 Schmerz in den Zähnen, wenn freie Luft hinein geht.

Druck-Schmerz in den rechten Backzähnen.

Ziehende Zahnschmerzen.

Zieh-Schmerz in den obern Vorderzähnen, mit Kälte-Gefühl (n. 10 T.).[507]

Reissen im hohlen Zahne, von Abend bis Mitternacht, bei wund schmerzendem Zahnfleische.

210 Schneidender und zusammenziehender Schmerz in den Zähnen.

Ein Stich im (hohlen) Vorderzahne.

Stechender Zahnschmerz, wie mit Messern, in beiden Kiefern, Nachts am heftigsten; sie konnte nicht im Bette bleiben.

Stichartige Rucke in den Zähnen, alle Abende bis 111/2 Uhr.

Schmerz in den Zähnen, wie unterschworen, mit klopfendem Drücken im rechten Unterkiefer, bis an das Ohr und die hintern Halsmuskeln.

215 Bohrender Zahnschmerz.

Taubheits-Gefühl der Zähne und Schmerz beim Aufbeissen.

Alle untern und theils auch die obern Zähne sind höher und schmerzen wie unterschworen.

Beide Spitzzähne sind wie zu lang, früh.

Die Zähne sind immer mit Unreinigkeit belegt.

220 Das Zahnfleisch schmerzt beim Kauen wie wund.

Das Zahnfleisch zwischen den vordersten untern Zähnen ist wie entzündet, mit stechenden und brennenden Schmerzen.

Geschwulst des Zahnfleisches, mit Stich-Schmerz bei Berührung.

Eine Blase am Zahnfleische.

Ein Eiter-Bläschen am Zahnfleische über dem hohlen Zahne, wie eine Zahnfistel.

225 Ein schwarzes, hohles Bläschen an einem untern Backzahne, empfindlich gegen Wasser und kalte Luft; der Zahn schmerzt schon beim Oeffnen des Mundes.

Im Munde entstehen Geschwüre am innern Backen.

Die Zunge ist mit gilblichen Flecken besetzt.

Weisse Zunge.

Belegte Zunge, alles Abschabens ungeachtet.

230 Belegte Zunge (n. 4 T.).

Die Zunge und rechte Gaumen-Seite tief nach den Halsmuskeln zu ist so roh empfindlich, dass er Nichts Hartes im Munde bewegen und essen darf; säuerliche und salzige Dinge machen Schründen, als wäre die Zunge wund.

Uebler Mund-Geruch; auch der Speichel roch übel.

Uebler Mund-Geruch, den Andere spüren.

Mund-Gestank, zuweilen wie Knoblauch, zuweilen faulicht.

235 Der Hals ist innerlich wie verschwollen.[508]

Beim Schlucken dringt Etwas des zu Verschluckenden in die Choanen herauf.

Stechendes Halsweh, bloss beim Schlingen.

Stich-Schmerz im Halse, beim Schlingen, als werde diess durch eine Fisch-Gräte verhindert.

Heftiges Kitzeln im Halse, bis ins Ohr, beim Schlucken.

240 Kriebeln im Schlunde und der Nase, wie von Schnupftaback.

Kratzen und Scharren im Halse.

Rauhheit im Schlunde, beim Schlingen.

Rohheits-Gefühl im Schlunde, bis zum Magen (n. 6 T.).

Wundheits-Schmerz im Halse, und wie verschworen.

245 Geschwulst im Halse, mit Trockenheit im Munde.

Trockenheit im Munde, früh.

Trockenheit im Munde und Halse, früh, so stark, dass sie den Athem versetzt.

Grosse Trockenheit im Halse, die viel Husten macht.

Trockenheit im Halse, mit Aufstossen und Kraftlosigkeit.

250 Verschleimt im Halse.

Er muss immer, besonders früh, dicken Schleim ausrachsen.

Stetes Schleim-Rachsen, früh, unter Kopfschmerz.

Starke Verschleimung im Munde und Nase.

Schleimiger Geschmack im Munde, bei weisser Zunge.

255 Sehr pappiger Mund, 20 Tage lang.

Schleimig im Munde und kein Appetit zum Essen und Trinken.

Säuerlich schleimiger Mund-Geschmack.

Saurer Mund-Geschmack.

Bitter saurer Geschmack im Munde, früh.

260 Bitterkeit im Munde, nach dem Frühstücke, mit Kratzen im Halse und Aufstossen.

Lätschigkeit und ein Speichel im Munde, wie von verdorbnem Magen.

Geschmack im Munde, wie von verdorbnem Magen, mit Schwere des Kopfes.

Fauler Geschmack im Munde.

Faulichter Geschmack im Munde, wie von verdorbnem Fleische.

265 Ranziger Geschmack im Schlunde.

Viel Durst, den ganzen Tag.

Viel Durst auf Bier, eine ganze Woche lang.

Kein Appetit, kein Durst.

Heisshunger, öfters, dass ihr ganz übel davon wird und sie auch Nachts davon erwacht.[509]

270 Unersättlichkeit beim Mittag-Essen.

Naschhaftigkeit.

Wenige Speisen, besonders Sauerkohl, Braunkohl u.s.w. verderbt ihm den Magen, und die Verdauung, vorzüglich bei stürmischer Witterung, so dass er davon Durchfall Tag und Nacht bekömmt.

Die geringste und jede Speise verderbt ihr den Magen; sie kann gar Nichts vertragen.

Das gewohnte Tabakrauchen benebelt (n. 3 St.).

275 Wenig Wein bei Tische genossen, steigt ihm in den Kopf und macht ihn befangen.

Nach wenigem Essen, wie benebelt, duselig und schwindelig im Kopfe.

Nach dem Essen, Blutdrang nach dem Kopfe.

Nach dem Essen, kurze, aufsteigende Hitze an der linken Kopf-Seite, mit anhaltender Backen-Röthe.

Nach dem Essen, Hitz-Gefühl und Schweiss, am meisten am Kopfe.

280 Nach jedem Essen, starkes Zusammenlaufen des Speichels im Munde; sie muss viel spucken.

Nach sehr mässigem Mittag-Essen, Vollheit, mit Druck in der Herzgrube (n. 3 T.).

Gleich nach dem Essen, früh und Mittags, sehr schmerzhafter, klammartiger Brust-Krampf, welcher den Athem versetzt; Bücken erleichterte dies, doch kehrte die Athemversetzung beim Aufrichten wieder.

Nach dem Abend-Essen, Unbehaglichkeit.

Nach dem Essen, viel Lätschigkeit und Unruhe.

285 Nach dem Essen vergeht die Mattigkeit, die zuvor da war.

Nach dem Frühstücke, Zahnschmerz.

Beim Mittag-Essen, scharf saures Aufstossen.

Saures Aufstossen mit bleicher Sehkraft.

Saures Aufstossen, dass die Zähne stumpf werden.

290 Saures Wasser-Aufschwulken, bis in den Mund, nach dem Frühstücke.

Wiederholtes, heisses, scharf saures Aufstossen und Aufschwulken.

Kratziges Aufstossen, auch nach leichter Mahlzeit (n. 4 T.).

Aufstossen nach dem Essen, den ganzen Nachmittag.

Aufstossen, ohne Geschmack, den ganzen Tag.

295 Aufstossen, mit Drücken im Bauche.

Aufstossen, früh, wie faules Ei (n. 24 St.).

[510] Soodbrennen, gegen Abend, und Aufstossen.

Soodbrennen, früh.

Kratziger Sood.

300 Starkes Schlucksen, Abends, zweimal, und dann viel Niesen (n. 36 St.).

Starkes Schlucksen, wohl dreimal täglich, mehrere Tage.

Uebelkeit mit Aufstossen (n. 24 St.).

Uebelkeit, früh, beim Erwachen, bis zum Frühstücke, 1 St. lang.

Uebelkeit, alle Morgen, gleich nach dem Erwachen; sie kann nicht frühstücken.

305 Uebel und wabblicht, den ganzen Tag (n. 6. 10 T.).

Uebelkeit, den ganzen Tag so stark, dass es ihr manchmal den Athem benimmt, ohne Erbrechen.

Uebelkeit, den ganzen Tag, mit Appetitlosigkeit, säuerlichem Mund-Geschmacke, und weisstrockner Zunge.

Heftige Uebelkeit mit kaltem Schweisse und Stichen in der rechten Bauch Seite.

Uebelkeit, früh, mit Wasser-Zusammenlaufen im Munde.

310 Jählinge Uebelkeit beim Spazieren, mit Wasser-Zusammenlaufen im Munde, schneller Gesichts-Hitze und Schwindel; eine Viertelstunde lang (n. 14 T.).

Augenblickliche Uebelkeiten, früh, oder Abends, wobei es auch zum Erbrechen hebt.

Weichlichkeits-Gefühl im Magen (n. 24 St.).

Leerheits-Gefühl im Magen, mit Kopf-Befangenheit.

Grosses Leerheits-Gefühl im Magen, wie nach langem Hunger.

315 Schlaffheit des Magens.

Unerträgliche Schwere im Magen, durch starke Bewegung zu Fusse erleichtert.

Magenschmerz, früh.

Drücken im Magen, nüchtern, was durch Essen vergeht.

Drücken im Magen und Durchfall, Nachmittags, auf vorgängiges Leibweh.

320 Drücken in der Herzgrube, zwei Morgen nach einander, nüchtern und mit Uebelkeit.

Aufgetriebenheit des Magens, Nachmittags.

Magen und Bauch oft schmerzhaft, bald als wenn sie zusammengezogen, bald als wenn sie ausgedehnt würden.

Klemmen in der Herzgrube (n. 2 T.).[511]

Raffen im Magen, wie von Verkältung, mit Aengstlichkeit, Abends, eine Viertelstunde lang.

325 Raffen im Magen, wie von Verkältung, weckt sie sehr früh.

Arger Schmerz in der Herzgrube, als wolle da etwas abreissen.

Schneiden um den Magen, mit Trieb zum Stuhle (n. 4 T.).

Stiche in der Herzgrube, Nachmittags.

In der Leber-Gegend, Drücken.

330 Stiche in der Leber-Gegend, bei einiger Anstrengung des Körpers.

Stiche in der rechten Bauch-Seite, mit Uebelkeit.

Im linken Hypochonder, Druck (n. 12 T.).

Stechen in beiden Hypochondern, ohne Winde-Abgang vergehend.

Bauchweh drückenden Schmerzes.

335 Drücken und Kneipen im Bauche, wie nach Verkältung, weckt ihn um Mitternacht.

Aufgetriebenheit des Bauches, besonders nach Tische, mit Drücken unter der Herzgrube.

Auftreibung des Bauches, zwei Tage lang (n. 3 T.).

Aufgetriebner Bauch von Blähungen.

Sehr aufgetriebner Unterleib, Abends, bei Schlafengehen.

340 Sehr aufgetriebner Bauch, von wenigem Trinken (n. 4 T.).

Aufgetriebner, gespannter Bauch, und Trägheit, Nachmittags, einige Stunden lang.

Schmerzhafte Spannung über den ganzen Bauch, mit Schmerz unten in der linken Bauch-Seite, als wolle da Etwas durchbrechen, oder wie von einer innern Wunde, in Anfällen zu zwei, drei Stunden lang.

Spannung und Krämpfe im Bauche (n. 3 T.).

Raffen in beiden Bauch-Seiten heran, mit Schwere der Beine und grosser Schläfrigkeit.

345 Greifen und Kneipen über dem Nabel herum, in öfteren Anfällen.

Kneipen im Bauche, mehrere Abende (n. 48 St.).

Kneipen im Bauche, alle 10 Minuten; sie muss sich jedes Mal zusammen krümmen (n. 13 T.).

Kneipen und Knurren im Bauche, Abends.

Kneipen im Bauche und Durchfall, den ganzen Tag (n. 24 St.).

350 Schneiden im Oberbauche, mit Uebelkeit und Laxiren weckt ihn früh, 4 Uhr (n. 48 St.).[512]

Schneidender Leibschmerz, Abends, spät; sie musste sich zusammenkrümmen.

Schneiden im Bauche, wie von Verkältung; drauf Durchfall mit Pressen (n. 36 St.).

Schneiden im Bauche, (sogleich), und nach 72 Stunden wieder, früh, beim Erwachen, und mehrmals am Tage.

Viel Schneiden im Unterleibe, zwei Tage lang, und erst Koth-Abgang, dann blutige Schleim-Stühle mit wenig Koth.

355 Arg schneidendes Leibweh, zwei Tage lang, mit Greifen im Bauche; dann viel Aufstossen, Erbrechen klaren Wassers, Durchfall und Kopfweh (n. etl. St.).

Schneidendes Bauchweh, ganz früh, dann Durchfall von sehr stinkendem, kampherartigem Geruche, und nach dem Abgange vergeblicher Stuhldrang.

Ziehendes Schneiden im Bauche, mit Aufstossen und Winde-Abgang.

Bauchweh, wie von Verkältung.

Unangenehmes inneres Jücken im Bauche; äusseres Reiben besserte nicht.

360 Eine Art kriebelnder Eingeschlafenheit der Unterbauch-Muskeln, bis zu den Oberschenkeln, im Sitzen; sie musste aufstehen und herumgehen (n. 21 T.).

Eine Ausschlags-Blüthe am Bauche, brennend bei Berührung.

Im rechten Bauchringe, Drücken (n. etl. St.).

Stechen im rechten Schoosse, auf nächtliche Pollution.

Klamm-Schmerz in beiden Schössen, wie Druck beim Gehen und Liegen, doch am meisten beim Sitzen.

365 Schmerz im Schoosse, als wolle sich ein Leistenbruch durchdrängen, bei jedem Hustenstosse.

Blähungs-Anhäufung und Bewegungen derselben im Unterleibe (sogleich).

Knurren im Bauche, Abends.

Abgang sehr vieler, sehr stinkender Winde, viele Tage.

Sehr stinkende Winde, vor dem flüssigen Stuhle.

370 Abends, Gefühl im Bauche, wie zu Durchfall, ohne Stuhl.

Oefteres Drängen zum Stuhle, mit wenigem durchfälligen Abgange jedes Mal, unter vielem Pressen, als solle noch viel nachkommen (n. 24 St.).

Neigung zu Durchfall und zwei weiche Stühle (n. 24 St.).

Durchfall mit Leibschneiden.

Durchfall, nach Magen-Verderbniss, vorzüglich bei stürmischer Witterung.[513]

375 Wässrichter Stuhl, mit Leibweh, 6 Tage lang.

Zweimaliger Durchfall-Stuhl, und darnach ungeheure Ermattung.

Schleim beim Stuhle.

Starker Schleim-Durchfall (n. etl. St.).

Durchfall vielen blutigen Schleimes (n. 4 T.).

380 Oeftere Stühle bloss blutigen Schleimes unter grosser Mattigkeit.

Stuhl weich und doch mit Zwang.

Weicher, schwieriger Stuhl, wie von Unthätigkeit der Därme.

Oefteres Drängen zum Stuhle, wo jedesmal wenige durchfällige Ausleerung erfolgt, mit häufigem Pressen, als sollte noch viel kommen.

Der Stuhl wird in der Nachwirkung härter (n. 28 T.).

385 Stuhl nur mit vieler Anstrengung, als habe der Mastdarm keine Kraft, ihn fortzutreiben.

Kein Stuhl, zwei Tage, doch viel Drang; der Mastdarm schien zu schwach, den Koth fortzutreiben (n. 4, 5 T.).

Stuhl schwer abgehend, mit Wundheits-Schmerz im After.

Bei schwierigem Stuhle verliert das Kind Blut.

Mit dem Stuhle gehen Askariden ab.

390 Abgang von Madenwürmern.

Nach dem Stuhle, Heisshunger, doch schnelle Sättigung.

Nach dem Stuhle, Blähungs-Auftreibung.

Nach (einem zweiten) guten Stuhle, Wabblichkeit und Schwäche-Gefühl (n. 24 St.).

Nach dem Stuhle, ganz schwach und düselig, das Gesicht verging ihm, und er musste die Augen schliessen, um sich wieder zu erholen.

395 Drücken am After (n. 6 T.).

Druck-Schmerz im Mastdarme, zwei Tage vor der Regel; sie musste sich vorwärts biegen; beim gerade Richten des Körpers stach's im Mastdarme und beim Gehen mehrten sich die Stiche.

Jücken am After, bei Schlafengehn.

Brenn-Schmerz in der Gegend des Afters.

Brennen und Stechen im Mastdarme und After (n. 18 T.).

400 Mastdarm-Fistel.

Schorf am Rande des Afters, kitzelnd schründender Empfindung.

Oefterer Harndrang; der Urin geht in zweitheiligem Strahle ab, mit Brenn-Schmerz, und mit Reissen in der Eichel.[514]

Oefterer Drang zum Harnen; es kömmt aber nur wenig Harn.

Sehr oftes Harnen und sehr wenig auf ein Mal (n. 4, 7 T.).

405 Häufiges Harnen (n. 10 T.).

Doppelt öfteres Lassen des Harns und weit mehr, als er getrunken hatte (n. 24, 25, 26 T.).

Unwillkürliches Harnen.

Harn mit weissem Satze (n. 9 T.).

Ganz dunkelgelber Harn, mit vielem rothem Satze (n. 3, 4 T.).

410 Der Urin setzt schnell einen rothen Satz ab, während die Oberfläche mit einem glänzenden Häutchen überzogen ist.

Urin blutroth und trübe.

Dunkelbraune Wolken im Harne, nach einigem Stehen.

Brauner Harn, sehr stinkenden, säuerlichen Geruches.

Stark ammoniakalischer Geruch des Urins.

415 Stinkender Geruch des Harns; er setzt rothen, schleimigen Sand ab, der sich im Geschirre fest anlegt.

Drücken auf die Blase; es drängte ihn Nachmittags wohl zehn Mal zum Harnen, und dauerte jedes Mal lange, ehe etwas Urin kam (n. 9 T.).

Harn-Brennen.

Beim Harnen, Brennen im Blasen-Halse.

Beim Anfange und zu Ende des Harnens, Schneiden im Blasen-Halse.

420 Nach dem Harnen tröpfelt noch einiger Urin nach.

Heftiges Zusammenziehen in der Gegend der Harnblase, zu beiden Seiten des Schamberges, vorzüglich beim Lassen des Harnes, der während dessen oft still stand.

Brenn-Schmerz in der Harnröhre, gegen Abend.

Zucken in der Harnröhre, wie beim Samen-Ergusse.

Schleim-Ausfluss aus der Harnröhre.

425 In der Ruthe, ein Stich beim Harnen.

In der Eichel, Reissen (sogleich).

In Stechen übergehendes Jücken der Eichel.

Ein glatter, rother Fleck auf der Eichel, ohne Empfindung (n. 12 T.).

Röthlicher Ausschlag auf der Eichel, mit Jücken.

430 Im linken Hoden (Samenstrange?) Klamm-Schmerz, wobei sich der Hodensack zusammenzog.[515]

Jückendes Zerren im rechten Theile des Hodensackes, anhaltend.

Jücken und Nässen des Hodensackes.

Röthe und feuchtende Wundheit an der einen Seite des Hodensacks.

Weniger Neigung zum Beischlafe und weniger Anregung dazu in der Phantasie (d. erst. Tage).

435 Mehrere Erektionen, ohne geile Gedanken (n. 21 T.).

Nächtliche Ruthe Steifheit, ohne geile Phantasie.

Steifheit der Ruthe, jeden Morgen, beim Erwachen (d. erst. 18 Tage).

Stellt auf ein paar Monate Erektion und Potenz her.

Heftiger Reiz zur Samen-Entleerung, früh, nach dem Erwachen, im innern der Zeugungs-Organe, ohne Blähungs-Beschwerde (n. 4 T.).

440 Bei verliebter Tändelei, Abgang des Samens (n. 11 T.).

Beim Beischlafe, später Samen-Abgang (n. 21 T.).

Zwei Pollutionen (d. erste Nacht.).

Pollution und ängstliche Hitze darauf, früh (n. 48 St.).

Neben den weiblichen Schamtheilen, Wundheit.

445 Jücken in der weiblichen Harnröhre beim Harnen, auf Harndrang.

Weibliche Abneigung vor Beischlafe (d. ersten 4 Wochen).

Brennen in den Geschlechtstheilen mit etwas Blut-Abgang (n. etl. St.).

Die lange ausgebliebne Regel erscheint etwas (n. 6 T.).

Regel zu früh (n. 4 T.).

450 Regel einige Tage zu früh und zu gering (d. 4. T.).

Regel um einige Tage zu früh (n. 8 T.).

Regel um 5 Tage zu früh (n. 2 T.).

Regel um 6 Tage zu früh.

Regel um 10 Tage, bis zum Vollmonde, verspätigt (n. 24 T.).

455 Das bei der Regel abfliessende Blut macht Jücken an den Geburtstheilen.

Bei der Regel, Hitze in den Fusssohlen und Händen.

Bei der Regel, Singen und Brausen in den Ohren.

Bei der Regel, schmerzliches Reissen im Oberschenkel.

Bei der Regel, Stellen an den Unterschenkeln, die bei Berührung schmerzen.

460 Bei der Regel, matt im Körper und wie zerschlagen.[516]

Scheide-Fluss, wie Eiweiss.

Weissfluss, täglich in grösserer Menge, mehrere Tage (n. etl. St.).

Niesen, täglich und sehr oft.

Viel Niesen, unter Schläfrigkeit, gegen Abend.

465 Niesen und schnupfig im Halse, was zum Husten kitzelt.

Verstopfungs-Gefühl in den hintern Nasen-Oeffnungen.

Stock-Schnupfen und geschwürige Nasenlöcher.

Starker Schnupfen (n. 13 T.).

Stocken des Schleims in der Nase, er muss ihn mit Gewalt ausschnauben, in kleinen Klümpchen.

470 Heiserkeit, Nachmittags.

Starke Heiserkeit, mehrere Tage.

Husten von Trockenheit im Halse (n. 10 T.).

Husten von Kratzen im Halse (n. 19 T.).

Husten mit Kratzen im Halse (n. 4 T.).

475 Husten tief aus der Brust (n. 3 T.).

Husten, von jedem Tabakrauchen.

Gegen Abend ein die Brust angreifender Husten, durch Reiz, tief in der Luftröhre.

Nachts, Husten.

Bloss Nachts, nach dem Einschlafen, und dann sehr arger Husten.

480 Trockner Schurr-Husten, der den Athem benimmt; sie kann nicht aufhusten.

Starker Husten und viel Auswurf, 8 Tage lang (n. 23 T.).

Beim Husten wird ihr brecherlich.

Der Athem ist schwer vorzüglich beim Treppensteigen, beim Anfange des Gehens und starkem Sprechen.

Wenn das Kind einmal fiel, oder sich woran stiess, versetzte es ihm gleich den Athem.

485 Beim Athmen, Schnärcheln in der Luftröhre, Abends, im Bette.

Röcheln in der Luftröhre und trockner Husten, Abends, im Bette, vor dem Einschlafen.

Engbrüstigkeit und Dämpfigkeit, wie von Zusammenschnürung der Luftröhre, mit Kitzel zu trocknem Husten.

Engbrüstigkeit, Abends, einige Stunden lang.

Kurzer Athem (n. 18 T.).[517]

490 Beklemmung der Brust, Nachts, und unruhiger Schlaf.

Beklemmung der Brust und Schweräthmigkeit, mehr im Sitzen, als beim Gehen.

Die Brust ist sehr empfindlich gegen kalte Luft, und ist sie derselben ausgesetzt gewesen, so wird sie Tages darauf sehr beengt auf der Brust.

Drücken und Engheit auf der Brust, Nachmittags.

Drücken auf dem Brustbeine, früh.

495 Drücken oben auf dem Brustbeine, Nachts, durch Aufstossen vergehend.

Ein zusammenhaltendes Drücken auf der Brust, von vorne.

Drücken und Wühlen in der Brust.

Empfindlich drückend ziehender Schmerz an den linken kurzen Ribben, auf der linken Brust und im rechten Hypochonder.

Stechen in der rechten, dann in der linken Brust-Seite, gleich unter dem Arme.

500 Stechend schneidender Schmerz, vorne, von der rechten Brustseite bis zur linken, wenn er sich, (während der Mahlzeit) mit dem Rumpfe links biegt.

Stechen in der Brust.

Stechen auf der Brust und Zusammenzieh-Schmerz im Kopfe, beim Husten.

Heftige Seiten-Stiche.

Ein heftiger Stich an's Herz, der den Athem benahm.

505 Kälte-Gefühl in der Brust, in der Herz-Gegend.

Herzklopfen zuweilen, auf Augenblicke.

Eine Art Herzklopfen, bis zum Nabel, Abends, im still Sitzen.

An der Brust, unterm Arme, arger Schmerz, mehr Reissen, als Stechen; es hielt die ganze Nacht vom Schlafe ab.

Die Brustwarzen jücken und haben einen mehlichten Ueberzug.

510 Das Steissbein schmerzt beim Sitzen.

Kreuzschmerz, stark, doch kurz, beim Aufstehen vom Sitze (n. 14 T.).

Schneidender Kreuzschmerz, früh, nach Aufstehen und Abends, vor Schlafengehen, bloss bei Bewegung und Bücken, nicht beim aufrecht Stehen.

Schmerzhafte Rucke im Kreuze, bei manchen Bewegungen.

Verrenkungs-Schmerz im Kreuze, früh, im Bette, auch beim Sitzen.[518]

515 Grosse Müdigkeit und Steifheit im Kreuze und Steissbeine, Abends.

Schwäche im Kreuze, nach Spazieren (n. 8 T.).

Rückenschmerz, so arg, dass er sich nicht rühren kann.

Das Rückgrat schmerzt von bequemen Fahren im Wagen, wie Erschütterung.

Drücken auf den Schultern und im Rücken.

520 Drücken, Schwere und Müdigkeit in Rücken, früh (n. 11 T.).

Schwere im Rücken.

Klamm im Rücken und die Ribben vor, dabei Perl-Schweiss im Gesichte und auf den Armen, drei Viertelstunden lang; drauf starker Schleim-Durchfall (n. etl. St.).

Starrheit im Rücken.

Steifheit und Ziehen im Rücken.

525 Ziehen im Rücken, durch zurück Beugen vergehend.

Oft ein gähnendes Ziehen im Rumpfe.

Verrenkungs-Schmerz und Beklemmung zwischen Schulterblättern, bis in die Brust vor.

Verrenkungs-Schmerz im Rücken und den Schulterblättern, bis in die Brust, täglich 2, 3 Mal, das Athmen hindernd.

Reissen im Rücken, zwischen den Schulterblättern, dass sie sich nicht rühren kann.

530 Ein schmerzhafter Ruck im Rücken, bei jedem Schlingen, auch bei unvollkommnem Aufstossen; zuweilen auch ohne Schlingen, in der Ruhe; jedes Mal aber nachher den Athem beklemmend.

Schweiss am Rücken und auf der Brust, in der Ruhe, am Tage.

Die Haut der linken Rücken-Seite schmerzt wie wund gerieben.

Im Nacken, drückender Schmerz, durch die kleinste Bewegung verstärkt.

Schmerz im Nacken.

535 Schwere im Nacken.

Sehr schmerzhaftes, beschwerliches Ziehen im Nacken zum Hinterkopfe.

Die rechte Hals-Seite ist wie steif.

Das Achsel-Gelenk schmerzt beim Aufheben des Armes.

Spannen und Ziehen auf der Achsel.

540 Zieh-Schmerz in der linken Schulter, bis zum Ellbogen.

Ein öfteres Zucken in der rechten Schulter (n. 8 St.).

Verrenkungs-Schmerz im Achsel-Gelenke, beim Aufheben des Armes.[519]

Starker Achselgruben-Schweiss.

Eine Beule in der Achsel-Grube, mehr reissenden, als stechenden Schmerzes, mit Eiterung drohend.

545 Im Arme hie und da, ein schneller, klammartiger Druck.

Muskel-Zuckungen an den Armen.

Früh im Bette streckt sich der Arm, er muss ihn unwillkührlich ausdehnen.

Zieh-Schmerz im rechten Arme, dann im Kopfe.

Stiche, auf und abwärts, im ganzen rechten Arme, über den Ellbogen weg, besonders beim Biegen des Armes, doch auch in der Ruhe.

550 Eingeschlafenheit des linken Armes, mehrere Tage.

Leichtes Einschlafen der Arme und Hände, wenn er sich Nachts darauf legt.

Grosse Schwäche in den Armen.

Ein inneres Zittern im Arme.

Rothlauf-Entzündung der Haut am Arme, mit Brenn-Schmerz.

555 Gelbe Flecke am rechten Arme (n. 6 T.).

Im Oberarme, arger Klamm, beim Halten einer Kleinigkeit mit der Hand, und durch die geringste Bewegung erneut; der Delta-Muskel wird ganz hart; den Tag drauf schmerzt die Stelle wie zerschlagen.

Scharfes Drücken auf dem rechten Oberarme, wie Zucken anfangend (n. 16 T.).

Reissen im rechten Oberarme.

Um das Ellbogen-Gelenk, Lähmung, zwei Tage lang.

560 Jücken in der Ellbogen-Beuge (n. 12 T.).

Auf dem Vorderarme ein Blutschwär, stechenden Schmerzes bei Berührung.

Das Hand-Gelenk schmerzt wie verstaucht.

Zieh-Schmerz in der rechten Hand und dem Zeigefinger (d. 3. T.).

Stechen in der rechten Hand, bis in die Finger, früh, im Bette (n. 15 T.).

565 Sie friert beständig in den Händen; sie muss sie verdecken und einwickeln.

Brennen in den Handtellern (n. 4 T.).

Brennen in den Händen, früh, beim Erwachen (n. 6 T.).

Erst Hitze der Hände, dann Schweiss der Handteller.

Viel Schweiss der Hände.[520]

570 Haut der Hände, spröde und rauh.

Aufgesprungene, rissige Haut der Hände, voll Schrunden (n. 13 T.).

Jücken in der Handfläche (n. 16 T.).

In den Fingern, Ziehen, auf Augenblicke.

Ziehen in den Fingerspitzen.

575 Ein ritzender Schmerz am hintersten rechten Daumen-Gelenke.

Stich-Schmerz im vordersten Gelenke des rechten Zeigefingers, wie von einem Splitter im Knochen; äusserlich jückte es.

Flüchtige Stiche im rechten Daumenballen (n. 6 T.).

Verrenkungs-Schmerz im hintern Daumen-Gelenke.

Erstarren, Abends, erst nur eines Fingers, dann auch der übrigen, bis durch den ganzen Arm herauf, mit Ohnmachts-Anwandlung; durch schnelles hinaus Gehen an die freie Luft gab sich Alles, bis auf anhaltendes Herzklopfen und Schwere im Arme (n. 19 T.).

580 Jücken auf den Finger-Gelenken.

Rauhe, rissige, aufgesprungene Finger-Spitzen, mit stechenden und schneidenden Schmerzen (n. 8 T.).

Die Nägel der Finger schmerzen beim Anfassen, wie zerschlagen.

In der Warze am Finger, Picken, Abends, im Bette; beim Befühlen schmerzt sie wie wund.

Brenn-Schmerz in der Warze am Finger, als wollte sie schwären, Abends, im Bette.

585 In der Hüfte, Drücken, beim Sitzen.

Flüchtiger Zieh-Schmerz im linken Hüft-Gelenke (n. 7 T.).

Verrenkungs-Schmerz in der Hüfte, neben dem Kreuzbeine, bei Bewegung.

Röthe und feuchtende Wundheit, oben innen am Beine (n. 12 T.).

Kleine, jückende Blüthen im Winkel zwischen dem Hodensacke und Schenkel.

590 Arges Stechen in einer vieljährigen, unschmerzhaften, weichen Beule, oben, am Innern des rechten Ober-Schenkels.

Jücken an einer rothen Flechten-Stelle, oben an der Inseite des Ober-Schenkels.

Die Beine sind schwer.

Kälte-Gefühl im rechten Beine, Nachts.

Schmerz und Steifheit in den Beinen (n. 5 T.).[521]

595 Zieh-Schmerz im linken Beine.

Unruhe in den Beinen; er muss sie immer hin und her bewegen.

Die Oberschenkel sind beim Gehen steif und schwerfällig.

Schmerz im linken Oberschenkel bei Bewegung; sie konnte davor nicht vom Sitze aufstehen (n. 8 T.).

Spannendes Drücken, hinten am Oberschenkel, über der Kniekehle.

600 Klamm in den Oberschenkeln, den ganzen Tag.

Flüchtig zuckender Schmerz im linken Oberschenkel (n. 16 T.).

Eine entzündete, grosse Ausschlags-Blüthe über dem Knie.

Ein grosser Blutschwär am Oberschenkel (n. 25 T.).

Im Knie, Spannen, beim ersten Schritte nach Sitzen.

605 Krampfiger Schmerz im Knie-Gelenke.

Klamm im linken Knie, beim Gehen.

Strammen und Brennen in den Kniekehlen.

Steifheit der Knie und Unterschenkel.

Steifheit in der Kniekehle und dem Unterschenkel (n. 9 T.).

610 Steifheit in den Knieen und Fuss-Gelenken.

Zerrender Schmerz mit Kitzel an den Knie-Gelenken.

Reissen im linken Knie, Abends; sie konnte es nicht ausstrecken.

Stiche in den Knieen.

Stechen im rechten Knie-Gelenke, wie von Verrenkung, Abends, beim Gehen und Liegen; nicht im Sitzen.

615 Zerschlagenheits-Schmerz in den Knieen und Schienbeinen.

Schmerz, wie nach Stoss, an der Kniescheibe.

Stetes lähmiges, stichlichtes Eingeschlafenheits-Gefühl von über dem Knie an, bis unten in den Fuss, im Gehen und Sitzen.

Schwäche im rechten Knie, im Gehen, was sich bei weiterem Gehen verliert.

Schmerzhafte Schwäche in den Knieen; früh, gleich nach Aufstehen aus dem Bette.

620 Knacken im Knie, als wenn ein Knorpel überspränge, und Schmerz beim Bewegen desselben.

Ein grosser, rother Fleck am linken Knie, der später drückend schmerzt.

Oft ein kalter Fleck am Knie, von dem aus ein kalter Strom durch das ganze Bein geht.

Die Unterschenkel und besonders das Fuss-Gelenk, sind wie in ein eisernes Band eingeschnürt.[522]

Schmerz der Schienbeine, beim Gehen.

625 Klamm in den Waden, Oberschenkeln und Füssen den ganzen Tag.

Starker Klamm in den Unterschenkeln (sogleich).

Krampfhaftes Ziehen im rechten Schienbeine.

Zucken des rechten Unterschenkels vom Knie an, schmerzhaft und bloss im Gehen.

Reissen, Stechen und Drücken an einer (ehemals geschwürigen) Stelle des Unterschenkels.

630 Ausschlags-Knoten an beiden Waden, sie sehr jücken.

Am Fusse, Druck-Schmerz und Schwäche unter dem äussern Knöchel.

Drücken in der rechten Ferse.

Spannen im Fusse, beim Gehen (n. 7 T.).

Klamm in der Fusssohle, Nachts (n. 8, 11 T.).

635 Steifheit des Fusses, und bei Bewegung desselben, Klamm in der Sohle.

Ziehen im Fusse, auf Augenblicke, im Gehen.

Arges Ziehen und Zucken in den Füssen (n. 9 T.).

Reissen in der Ferse, früh, beim Erwachen.

Knacken im Fuss-Gelenke, bei Bewegung des Fusses.

640 Stiche, wie Splitter, in der Ferse.

Klopfen in den Fusssohlen, am schlimmsten, wenn er zur Ruhe kam.

Geschwulst-Gefühl in den Füssen.

Geschwulst des Fusses, mehrere Tage lang.

Geschwulst und Hitze des vordern Theils der Fusssohle, zwei Abende, nach einander, eine Stunde lang, mit Brennen.

645 Brennendes Jücken am äussern Fussknöchel.

Blasen an der Ferse.

Schweiss der Fusssohlen.

Stark schweissige Füsse (n. 56 T.).

Die Zehen werden Abends von Klamm einwärts gezogen.

650 Drücken im Ballen des grossen Zehes als wäre er erfroren gewesen oder ein eisernes Band darum.

Reissendes Ziehen im Ballen des rechten grossen Zehes.

Stiche, wie von Nadeln, sich durchkreuzend, in den Zehen.

Verrenkungs-Schmerz in den hintersten Zeh-Gelenken, beim Auftreten.

Ausschlag zwischen den Zehen.

655 In den Hühneraugen, Stiche.

[523] Brennender Schmerz in den Hühneraugen.

Jücken der Haut, mit Frost-Schauder.

Jücken am ganzen Körper, früh, noch im halben Schlafe.

Jückende Stiche über den ganzen Körper, mit grosser Aengstlichkeit, Abends, 7 Uhr.

660 Stiche am Körper, bald hier, bald dort (d. 2. 3. T.).

Schmerzhafte Empfindlichkeit der Haut des ganzen Körpers; jede Bekleidung schmerzt.

Es ist ihr alles zu hart, beim Sitzen und Liegen.

Süchtige Haut; selbst kleine Verletzungen schwären und greifen um sich.

Im Geschwüre Stechen.

665 Leicht Verkältung; es wird ihr davon wie ohnmächtig.

Von Erkältung, Kopfschmerz, thränende Augen, Entzündung des Halses, Husten und Schnupfen (n. 2 T.).

Scheu vor der freien Luft.

Abends, beim Spazieren, fiel ihm die Luft sehr auf, er fror (im July).

Die freie Luft fällt ihm beim Spazieren auf und ist ihm zuwider.

670 Nach einem kleinen Spaziergange, eine Art Nerven-Schwäche im ganzen Körper.

Beim Spazieren, Brennen über den ganzen Körper.

Bei herannahendem Gewitter, wie Ohnmacht.

Ein kleiner Aerger schadet sehr; der Mund-Geschmack wird bitter, der Appetit ist verloren; ein kleiner Spaziergang greift sie dann an; sie muss mehrmals laxiren; bei Schlafengehn ist das Blut noch sehr in Wallung; dabei Aufstossen und Uebelkeit; unruhiger Schlaf; früh darauf, ein Beben und Zittern durch den ganzen Körper, Durchfall und ein innerer Jammer, dass ihr die Thränen immer in den Augen standen (n. 9 T.).

Starker Blutlauf, bei geringer Bewegung.

675 Heftige Blutwallung, Abends, und Bitter-Geschmack.

Starker Puls, besonders beim Gehen und Treppen-Steigen (n. 2, 3 T.).

Starker Puls, im Gehen mit Gesichts-Blässe und erschwerter Sprache (n. 9 T.).

Nach Fahren; Aussteigen aus dem Wagen und auf und ab Gehen im Freien, jählinge heftige Uebelkeit und solche Schwäche, dass sie zusammensank, mit Reiz zum Stuhle, ganz kaltem Schweiss am Kopfe, Halse und der Brust, bei[524] völliger Gesichts-Blässe und blauen Rändern um die Augen; nach dem Stuhle, heftiger Frost, und Abends darauf, etwas Hitze.

Zuckungen, im Mittags- und Nacht-Schlafe.

680 Zucken in den Gliedern, am Tage (n. 7 T.).

Verrenkungs-Schmerz in Armen, Brust und Rücken, Vormittags (n. 18 T.).

Steife, ungelenkige Arme und Beine, früh, nach dem Aufstehen.

Bebendes Spannen durch den ganzen Körper, mit Bänglichkeit und Unmuth.

Knarren der Gelenke.

685 Schwäche in den Gelenken (n. 15 T.).

Zerschlagenheit der Glieder, Abends; er weiss nicht wohin er sie legen soll (n. 13 T.).

Gicht-Schmerz im Hüft-, Knie- und Fuss-Gelenke, Nachts.

Lähmiges, drückendes Ziehen im linken Schienbeine und Unterarme auf der Streck-Seite (n. 24 St.).

Ziehender Druck auf den Knochen, hie und da, durch Gehen im Freien nicht gemindert (n. 3 T.).

690 Zuckendes, scharfes Drücken an diesen und jenen Theilen (n. 16 T.).

Klammartiges Ziehen und Druck in den Gliedern (n. 5 T.).

Brennen im Halse, Magen und der rechten Bauch-Seite.

Leichtes Einschlafen der Arme und Beine.

Schwere in den Füssen und dem ganzen Körper.

695 Schwere in allen Gliedern und Trägheit.

Grosse Schwere der Beine; sie schwankte im Gehen.

Unruhe in den Gliedern; er kann auf keiner Stelle bleiben.

Ermüdungs-Schmerz in den Achseln, dem Rückgrate und den Lenden.

Mattigkeit im Körper und Schwere in den Beinen.

700 Allgemeines unleidliches Gefühl, als stehe ihm eine grosse Krankheit bevor, mit zittrigem Wesen und grosser Mattigkeit (n. 3 T.).

Grosse Mattigkeit, ohne äussere Ursache (n. 15 T.).

So matt, dass die Glieder vor Müdigkeit schmerzten.

Grosse Mattigkeit, nach einem Spaziergange (n. 11 T.).

Er wird sehr leicht von der kleinsten Beschäftigung müde.

705 Kraftlosigkeit (n. 7 T.).

Ohnmachts-Gefühl, früh, nach Ausgehn, im Zimmer angelangt, ward es ihm unwohl, es trat Hitze ins Gesicht und wie[525] ein Schleier vor die Augen, mit Zusammenpressen in den Schläfen; er war einer Ohnmacht nahe, als er sich aber zusammennahm, verging Alles in 3 Minuten.

Jählinge, fast augenblickliche Kraftlosigkeit, bis zur Ohnmacht, mit Blässe des Gesichtes und plötzlicher schnellkommender und vergehender Uebelkeit von einer Viertelstunde Dauer (n. 4, 5 T.).

Sichtliche Abmagerung, bei gutem Appetite.

Zittern, früh, beim Aufstehen.

710 Unüberwindliche Müdigkeit.

Sehr müde, früh, im Bette, die Glieder wie zerschlagen (n. 11 T.).

Müdigkeit und Zerschlagenheit der Glieder, vorzüglich Abends im Bette, beim Liegen.

Sehr matt, früh, beim Aufstehen, sie muss sich eine halbe Stunde lang setzen, sich zu erholen.

Abspannung, früh, im ganzen Körper; er konnte nur mit Anstrengung im Zimmer umhergehen und musste sich wieder legen.

715 Arge Schläfrigkeit und Müdigkeit in allen Gliedern.

So schwach, dass sie im Sitzen einschläft.

Tages-Schläfrigkeit (n. 17 T.).

Abend-Schläfrigkeit, beim still Sitzen mehrere Abende.

Abends im Bette kann er lange Zeit nicht einschlafen und wirft sich die ganze Nacht umher.

720 Er wirft sich die Nacht im Bette umher und schläft nur zu Viertelstunden.

Er liegt in stetem Schlummer.

Schnieben im Schlafe, früh.

Nacht-Schlaf unterbrochen, durch Pollutionen und Harndrang.

Nachts viel Harnen.

725 Alle Nächte wacht er zwei, drei Mal zum Harnen auf und lässt viel Urin.

Nachts, Schwere der Beine und Müdigkeit im Rücken.

Nachts, Wadenklamm.

Nachts, Klamm an der Achill-Senne.

Nachts lässt ihn Kälte der Füsse nicht schlafen.

730 Nachts wird ihr unter dem Deckbette gleich unerträglich heiss; sie muss sich von Zeit zu Zeit entblössen.

Nachts, ängstliche Hitze, (mit Jücken), dass er ausser sich ist vor Verzweiflung und sich nicht zu lassen weiss.

Nachts, erst Schweiss im Rücken, worüber er um 4 Uhr erwacht;[526] drauf trockne, innere Hitze mit Unbehagen, worüber er nicht wieder einschlafen kann.

Nachts, schwärmerisches Schlummern.

Nachts, kein Schlaf, bloss Phantasieen über einen und denselben unangenehmen Gegenstand, mit Nachts-Schweiss.

735 Er wähnt, es liege Jemand neben ihm.

Er richtet sich im Bette auf und steigt heraus.

Traumvoller Nacht-Schlaf.

Aergerliche Träume, Nachts.

Verworrene Träume, Nachts und öfters Erwachen.

740 Lebhafte, unerinnerliche Träume (n. 2 T.).

Unruhiger Schlaf und ängstliche Träume (n. 10 T.).

Lebhafte, grausige Träume, alle Nächte.

Fürchterliche Träume, alle Nächte, von Räubern.

Fürchterliche Träume, alle Nächte; jeder Traum geht die ganze Nacht fort und früh ist sie matt.

745 Traum von begangener Unzucht und Mordthat, mit grosser Aengstlichkeit; im Nachmittags-Schlafe wiederholt, als morde er dieselbe Person vollends.

Aufschrecken, Nachts, von fürchterlichen Träumen.

Aufschrecken, Abends, im Schlafe, dass die Glieder zitterten.

Sie erschrack im Schlafe, bekam Herzklopfen, Zittern, Erbrechen und einen starken Durchfall-Stuhl.

Abends, noch wachend im Bette, ruckt der ganze Körper zusammen.

750 Kälte, Abends, im Bette, dass sie sich nicht erwärmen kann; drauf Nacht-Schweiss.

Kalte Füsse, alle Abende.

Frostigkeit, Abends, und dann fliegende Hitze im Gesichte.

Schüttelfrost, alle Abende.

Ungeheurer Frost, von früh, bis Mittag, mit dumpfem Kopfschmerz und Ziehen nach der Stirne, den ganzen Tag (n. 24 St.).

755 Starker Frost, Vormittags, 10 Uhr, mit Kälte der Hände und des Gesichtes, ohne Durst, eine halbe Stunde lang; dann Nachmittags Hitze im Gesichte, besonders in den Augen, mit Durst, eine Stunde lang.

Arger, innerer Schüttelfrost, Abends, 10 Uhr, 1/4 Stunde lang, mehrere Abende.

Frost durch den ganzen Körper; er muss sich legen (n. 72 St.).

Frost, alle Nachmittage, 3, 4 Uhr, zwei Stunden lang, mit kalten Händen und Trockenheit im Munde.[527]

Fieber-Kälte, Abends, 6 Uhr, mit blauen Nägeln (n. 7 T.).

760 Fieber und Frost mit völliger Abspannung und einem schmerzlichen Gefühle im ganzen Körper (n. 2 T.).

Schüttel-Frost, Abends 7 Uhr, eine Stunde lang, dann Schweiss im Gesichte und am ganzen Körper, ausser an den Beinen, die dabei ganz kalt waren (n. 6 T.).

Fieber mit vollem Pulse und Brennen in der Haut, doch ohne Schmerz.

Hitze im Kopfe, bei kalten, feuchten Händen.

Hitze, vor Mitternacht, mit Brenn-Schmerz im Munde; nach Mitternacht, Frost (n. 4 T.).

765 Bei innerer Hitze des Körpers, Hitze und Trockenheit in der Luftröhre; dabei Unbehagen, Gereiztheit, Erschöpfung.

Hitze und Frost zugleich, (fast wie Schüttel-Frost), beides innerlich, Abends, 10 Uhr, mit weinerlicher Laune.

Hitze am ganzen Körper, früh, beim Erwachen.

Hitze, mehrere Abende, von 5 bis 6 Uhr (n. 9 T.).

Hitz-Gefühl am ganzen Körper, 36 Stunden lang.

770 Fliegende Hitze über den ganzen Körper (n. 5 T.).

Fliegende Hitze, 6, 8 Mal des Tages, dass sie gleich über und über schwitzte.

Fliegende Hitze im Gesichte, brennendheisse Hände, dürre Zunge und bewegter Athem, alle Abende von 5 bis 6 Uhr.

Er geräth sehr leicht in Schweiss.

Schweiss der Unterschenkel, bis über die Knie, und der Unterarme, besonders an den Hand-Gelenken.

775 Starker Nacht-Schweiss (n. 6 T.).

Sehr starker Nacht-Schweiss (n. 24 St.).

Fußnoten

1 Vorzüglich nach vorgängiger Anwendung der Salpeter-Säure.

Quelle:
Samuel Hahnemann: Die chronischen Krankheiten. 5 Bände, Bd. 5, Dresden, Leipzig 21839.
Lizenz:
Ausgewählte Ausgaben von
Die chronischen Krankheiten
Die Chronischen Krankheiten, Ihre Eigenthumliche Natur Und Homoopathische Heilung (1)
Die chronischen Krankheiten, 5 Bde. Ihre eigentümliche Natur und homöopathische Heilung.
Die chronischen Krankheiten, Bd.1, Theoretische Grundlagen
Die chronischen Krankheiten, ihre eigentümliche Natur und homöopathische Heilung: Erster Teil
Die chronischen Krankheiten: Theorieband

Buchempfehlung

Gryphius, Andreas

Horribilicribrifax

Horribilicribrifax

Das 1663 erschienene Scherzspiel schildert verwickelte Liebeshändel und Verwechselungen voller Prahlerei und Feigheit um den Helden Don Horribilicribrifax von Donnerkeil auf Wüsthausen. Schließlich finden sich die Paare doch und Diener Florian freut sich: »Hochzeiten über Hochzeiten! Was werde ich Marcepan bekommen!«

74 Seiten, 4.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Romantische Geschichten II. Zehn Erzählungen

Romantische Geschichten II. Zehn Erzählungen

Romantik! Das ist auch – aber eben nicht nur – eine Epoche. Wenn wir heute etwas romantisch finden oder nennen, schwingt darin die Sehnsucht und die Leidenschaft der jungen Autoren, die seit dem Ausklang des 18. Jahrhundert ihre Gefühlswelt gegen die von der Aufklärung geforderte Vernunft verteidigt haben. So sind vor 200 Jahren wundervolle Erzählungen entstanden. Sie handeln von der Suche nach einer verlorengegangenen Welt des Wunderbaren, sind melancholisch oder mythisch oder märchenhaft, jedenfalls aber romantisch - damals wie heute. Michael Holzinger hat für den zweiten Band eine weitere Sammlung von zehn romantischen Meistererzählungen zusammengestellt.

428 Seiten, 16.80 Euro

Ansehen bei Amazon