[280] Borax, Natron (sub) boracicum, Boras natricus, Borax

[280] Dieses zum Löthen und bei Schmelzungen in technischen Arbeiten gebräuchliche, krystallinische Salz ward aus Ostindien, besonders aus Seen in Thibet in unreiner Gestalt von den Venetianern (daher noch immer der Name borax veneta) seit mehren Jahrhunderten, nachgehends von den Holländern auf eine geheim gehaltene Art raffinirt, in den Handel gebracht, in den neuern Zeiten aber mehr von den Franzosen durch einen Zusatz von Natron bereitet, aus einer Art roher Borax-Säure aus warmen Quellen und Seen Toskana's in der Gegend von Sasso gezogen. Der Borax enthält im Hundert 22 Theile Borax-Säure, 32 Theile Natron und 46 Theile Wasser, und ist folglich nicht völlig mit seiner Säure (acidum boracicum, sal sedativum Hombergii) gesättigt, die in glänzenden Schuppen erscheint, von wenig sauerm, bitterlichen Geschmacke, und die Prüfung auf ihre reinen, gewiß wichtigen Symptome noch erwartet.

In der Hausmittel-Praxis ward der Borax schon seit langer Zeit in Auflösung gegen Mund-Schwämmchen der Kinder und zur Beförderung der Wehen bei Kreisenden empirisch angewendet.

Antidote sind: Coffea cruda gegen die Schlaflosigkeit und Kopfbeschwerden; Chamille gegen die Schmerzen der Backen-Geschwulst. Wein verschlimmert die Beschwerden, besonders die der Brust, und Essig bringt Beschwerden, die schon beseitigt waren, neuerdings wieder hervor, besonders das Stechen in der Brust.

Die mit Sr. bezeichneten Symptome sind vom Herrn Dr. Schréter in Ungarn an mehren Personen beobachtet.[281]

Borax veneta

Große Aengstlichkeit mit großer Schläfrigkeit; die Aengstlichkeit nahm zu bis 11 Uhr Abends, wo die Person taumlich und schläfrig ward und einschlief.

Aengstlichkeit mit Schwäche, Zittern in den Füßen und Herzklopfen (beim Mesmeriren) (d. 3. T.) (Sr.).

Aengstlichkeit mit Kollern im Leibe (n. 10 St.) (Sr.).

Sehr ängstlich beim schnellen Herabfahren von einem Berge, ganz wider seine Gewohnheit; es ist, als sollte es ihm den Athem benehmen (d. ersten 5 Wochen.) (Sr.).

5 Dem Kinde wird es beim Tänzeln ängstlich; wenn man es in den Armen wiegt, macht es beim Herabbewegen ein sehr ängstliches Gesicht (d. ersten 3 Wochen.) (Sr.).

Scheu und Furcht vor Ansteckung.

Schreckhaft, über einen weit entfernten Schuß fährt er und sie zusammen (Sr.).

Schreckhaft, ein ängstliches Schreien macht, daß ihm der Schreck in alle Glieder fährt (n. 4 W.) (Sr.).

Der Säugling erschrickt stark über Räuspern und Niesen (Sr.).

10 Reizbarkeit bei einem wichtigen Geschäfte (d. 8. T.) (Sr.).

Sehr ernst (d. 1. T.) (Sr.).

Mißmuthig und ärgerlich (d. 2. T.) (Sr.).

Das Kind ist verdrießlich, weint und schreit wider Gewohnheit (d. ersten Tage.) (Sr.).

Sehr verdrießlich, Nachmittags 4 Uhr, und ärgerlich, wenn er auch vorher gut aufgelegt war, und er macht den Leuten dann wegen Kleinigkeiten Vorwürfe, viele Tage lang (n. 8 T.) (Sr.).

15 Heftig, ärgerlich, übelnehmend (d. ersten T.) (Sr.).

Heftig, er schimpft und flucht über Kleinigkeiten (d. ersten Tage.) (Sr.).

Er ärgert sich nicht und ist gleichgültig gegen Sachen, die ihn sonst stark verdrossen (Heilwirkung.) (n. 15 T.) (Sr.).[282]

Das Kind weint periodenweise sehr heftig, hört nach einigen Minuten auf und ist dann sehr freundlich und lacht (Sr.).

Sehr heiter, lustig, zärtlich, mit Lust und Liebe zu allen Geschäften, Vormittags (d. 6. T.) (Sr.).

20 Unlust zur Arbeit, er macht nur, was er gerade machen muß, wie gezwungen (d. ersten 5 Wochen.) (Sr.).

Er trödelt Nachmittags nur herum, ohne daß er wirklich zu einer Arbeit kommt, geht von einem Geschäfte zum andern, aus einem Zimmer in das andere, ohne bei einem Gegenstande zu bleiben (Sr.).

Freude und Lust zu seinen Geschäften (Heilwirkung.) (n. 5 Wochen.) (Sr.).

Die Gedanken verloren sich einige Mal (d. 4. T.) (Sr.).

Er muß lange nachdenken, bis er alles weiß, was er den Tag über gethan hat, und es wird ihm lange nicht deutlich, ob er gestern oder heute an einem Orte gewesen sey (n. 6 T.) (Sr.).

25 Schwindel-Anfälle mit Verlust der Geistes-Gegenwart (d. 3. T.) (Sr.).

Schwindel, früh, im Bette (n. 5 T.) (Sr.).

Schwindel, Abends, beim Spazieren, als wenn ihn Jemand von der rechten Seite auf die linke stieße (d. 5. T.) (Sr.).

Schwindelicht und voll in der Stirne, früh, daß er gleich seine Laune verliert (d. 4. T.) (Sr.).

Schwindel und Vollheit im Kopfe, beim Ersteigen eines Berges oder der Treppe (d. 5. T.) (Sr.).

30 Vollheit im Kopfe und Druck um die Augen, als wenn man sie festhielte, daß sie sich kaum bewegen können (Sr.).

Vollheit im Kopfe und Druck im Kreuze, beim Sitzen; zugleich Schläfrigkeits-Empfindung in den Augen (n. 17 T.) (Sr.).

Vollheit im Kopfe, früh, mit Mangel an klaren Ideen und Gegenwart des Geistes, so daß er nichts Geistiges arbeiten konnte und auch keine Lust dazu hatte; nach Gehen im Freien wurde es besser, doch spürte er nachher eine große Schwäche in den Füßen und Gelenken (d. 2. T.) (Sr.).

Schwere des Kopfes (d. ersten Tage.) (Sr.).

Leichter, heiterer Kopf (d. 6. T.) (Sr.).

35 Kopfweh im Scheitel und in der Stirne, Abends (d. 2. T.) (Sr.).[283]

Kopfschmerz mit Eingenommenheit des ganzen Kopfes, und Stechen im linken Ohre, Abends (d. 1. T.) (Sr.).

Kopfweh in der Stirne, mit Stechen im linken Ohre und in einem hohlen Stockzahne linker Seite, unten, Abends (d. 14. T.) (Sr.).

Weh im ganzen Kopfe, mit Uebelkeit, Brecherlichkeit und Zittern am ganzen Körper, früh, 10 Uhr, bei zwei weiblichen Versuchs-Personen zugleich (d. 2. T.) (Sr.).

Drückender Kopfschmerz über den Augen, beim Gehen im Freien bald vergehend (d. 4. T.) (Sr.).

40 Drücken über den Augen von Zeit zu Zeit (n. 10 T.) (Sr.).

Dumpf drückender Kopfschmerz, früh, besonders in der Stirne (d. ersten Tage.) (Sr.).

Dumpfes Drücken in der Stirne (n. 6 T.) (Sr.).

Drückend ziehender Kopfschmerz in der Stirne, über den Augen und gegen die Nasenwurzel zu, zuweilen bis in den Nacken ziehend; beim Bücken drückt es stark an's Stirnbein, und beim Schreiben und Lesen wird der Schmerz viel heftiger, mit Drücken in der Milzgegend (d. 6. T.) (Sr.).

Ziehender Schmerz in der Stirne gegen die Augen zu (d. 4. T.). (Sr.).

45 Zuckender Schmerz in der Stirne, mit Uebelkeit und Reißen in beiden Augäpfeln, Nachmittags (d. 1. T.) (Sr.).

Reißen auf dem Scheitel, Vormittags, mit starkem Ohrensausen (n. 8 T.) (Sr.).

Reißen in der linken Hälfte des Kopfes, von einem hohlen Zahne aus (d. 4 T.) (Sr.).

Stechen von der rechten Schläfe in die linke Stirnhälfte (Sr.).

Stiche, flüchtige in der linken Kopfseite im Scheitel, denen später flüchtige Stiche in den Geschlechtstheilen und die Nacht darauf geile, ekelhafte Träume folgten, bei einer verheiratheten Frau (d. 1. T.) (Sr.).

50 Stechendes Kopfweh über den Augen und in den Schläfen, unter abwechselnder Hitze und Kälte, so daß sie bald ganz heiße, bald ganz blaue Hände hatte, und mit Stechen in den geschwollenen Halsdrüsen, die darauf weicher und kleiner wurden (d. 14. T.) (Sr.).

Stechen tief im rechten Theile des Kopfes, mit Eiter-Ausfluß aus dem rechten Ohre und so heftigem Stechen, daß[284] er den Kopf unwillkürlich zurückzog; dabei im linken Ohre ein Kitzel, wie vor Ausfluß, und nachgehends sehr scharfes Gehör darauf (n. 32 T.) (Sr.).

Drückendes Stechen in der rechten Schläfe (n. 11 T.) (Sr.).

Taktmäßig drückendes, stumpfes Stechen in die rechte Schläfe hinein (n. 40 T.) (Sr.).

Bohren auf einer kleinen Stelle neben dem Scheitel (n. 20 T.) (Sr.).

55 Klopfen in beiden Schläfen (n. 4 T.) (Sr.).

Klopfen in der Stirn (Sr.).

Klopfender Kopfschmerz in beiden Schläfen, besonders in der rechten (n. 16 T.) (Sr.).

Klopfendes Kopfweh im Hinterhaupte, als ob etwas dort eitern wollte, mit Schauder über den ganzen Körper; die ganze Nacht und den folgenden Tag hindurch (n. 2 T.) (Sr.).

Pulsirendes Heraufdrängen des Blutes im Hinterhaupte (n. 16 T.) (Sr.).

60 Heißer Kopf des Säuglings, mit heißem Munde und heißen Handflächen (d. 4. 5. 6. 7. T.) (Sr.).

Wie bei einem Weichselzopfe verwickeln sich die Haare des Kindes an den Spitzen und kleben da zusammen, daß man sie nicht auseinander bringen kann, und schneidet man diese Büschel ab, so verwickeln sie sich doch wieder auf's neue, 10 Wochen lang (Sr.).

Empfindlichkeit des äußeren Kopfes gegen die Kälte und Witterung.

In den Augen, Empfindung, als wenn etwas hineindringen wollte, durch Reiben vergehend (d. 7. T.) (Sr.).

Gefühl im rechten Augenlide, während des Sitzens, als wenn etwas von innen herausdringen wollte, zwischen der Haut von der Schläfe her; darauf gleich Druck um die Augen herum (d. 4. T.) (Sr.).

65 Druckschmerz im obern Augenlide, beim Oeffnen des Auges (Sr.).

Drücken im rechten Auge, sehr schmerzhaft, als wenn es in die Augenhöhle hineingedrückt würde, früh (n. 5 Wochen.) (Sr.).

Schneiden im linken Auge, der Länge nach, plötzlich kommend und vergehend (n. 37 T.) (Sr.).

Reißen in beiden Augäpfeln, mit Zucken in der Stirne und Uebelkeit, Nachmittags (Sr.).[285]

Stiche im linken Auge, Abends (d. 3. T.) (Sr.).

70 Stechen im Augapfel, mit Zusammenziehen des oberen Lides (n. 8 T.) (Sr.).

Jücken im innern Augenwinkel, daß sie oft reiben muß (d. ersten Tage.) (Sr.).

Jücken in den Augen, mit Gefühl zuweilen, als wenn Sand darin wäre (n. 4 T.) (Sr.).

Wundheit in den äußern Augenwinkeln (n. 5 W.) (Sr.).

Brennen in den Augen und augenblickliches Zusammenziehen derselben, sobald er nur die Brille aufsetzt (n. 6 T.) (Sr.).

75 Drückendes Brennen im rechten Auge, Nachmittags (n. 3 T.) (Sr.).

Der Säugling wird beim Weinen ganz roth um die Augen herum (n. 4 T.) (Sr.).

Die Wimpern kehren sich in das Auge hinein und entzünden es, besonders im äußern Winkel, wo die Lid-Ränder ganz wund sind (n. 6 W.) (Sr.).

Entzündung des rechten Auges im äußeren Winkel, mit Unordnung der Wimpern und Zukleben des Auges bei Nacht (n. 35 T.) (Sr.).

Entzündung des linken Auges im innern Winkel, mit nächtlichem Zukleben (d. ersten Tage.) (Sr.).

80 Entzündung der Augenlid-Ränder, beim Säuglinge; er reibt sich die Augen und über Nacht kleben sie zu (d. ersten Tage.) (Sr.).

Nachts sind die Augen mit ganz harter, trockner Augenbutter verklebt, welche die Augen, wie Sand, reizt (n. 5 W.) (Sr.).

Früh sind die Augen verklebt und thränen (n. 5 T.) (Sr.).

Thränen der Augen (n. 8 T.) (Sr.).

Abends kann sie die Augenlider schwer schließen, und früh nur mit Mühe öffnen (n. 5 W.) (Sr.).

85 Flimmern vor den Augen, früh, beim Schreiben, daß er nichts deutlich sieht; es sind wie helle, sich bewegende Wellen, bald von der rechten zur linken Seite, bald von oben herab; mehre Morgen nach einander (n. 24 T.) (Sr.).

Verdunkelung vor dem linken Auge, Abends; sie mußte sich sehr anstrengen und sah doch nichts (d. 9. T.) (Sr.).

Empfindlichkeit der Augen gegen das Kerzenlicht, Abends (n. 3 T.) (Sr.).[286]

Ohrschmerz, ein empfindlicher Druck hinter dem rechten Ohre (n. 6 T.) (Sr.).

Stechen in den Ohren (n. 6 W.) (Sr.).

90 Stechen in den Ohren, beim kalt Waschen, früh (n. 3 T.) (Sr.).

Stechen im linken Ohre, bei ungewöhnlich frühem Erwachen (d. 4. T.) (Sr.).

Stechen im linken Ohre, bei zwei Versuchs-Personen (n. 14 T.). (Sr.).

Jücken im linken Ohre, und nach Entfernen des Ohrschmalzes, Wundheits-Schmerz darin; Abends beim Spazieren; zugleich eine Art Stechen in der linken Halsseite (d. 19. T.) (Sr.).

Wundheits-Schmerz im Ohre, beim Hineinbohren mit dem Finger (n. 32 T.) (Sr.).

95 Entzündliche, heiße Geschwulst beider Ohren, mit Ausfluß von Eiter aus denselben (d. 27. T.) (Sr.).

Eiter-Ausfluß aus den Ohren, unter stechenden Kopfschmerzen (n. 32 T.) (Sr.).

Eiter-Ausfluß aus beiden Ohren, nach vorgängigem Jücken am Hinterhaupte (d. 19. T.) (Sr.).

Ein vorhandener Ausfluß aus den Ohren hört auf (Heilwirkung.) (Sr.).

Schmatzen im linken Ohre, als wäre eine dicke Schmiere darin, die das Ohr verstopfe, das sich dann wieder öffnet, Abends (d. 10. T.) (Sr.).

100 Plötzlich wie verhüllt oder verstopft im Ohre.

Taubhörigkeit auf dem linken Ohre, bei einem fünfjährigen Kinde (d. 9. T.) (Sr.).

Klingeln und Pfeifen im rechten Ohre, das nachher in Sausen übergeht (n. 20 T.) (Sr.).

Läuten und Sausen im rechten Ohre (d. 8. T.) (Sr.).

Brausen in den Ohren und viel schwereres Gehör (d. 18. u. 19. T.) (Sr.).

105 Rauschen im linken Ohre, wie vom Sturme (d. 3. 4. T.) (Sr.).

Dumpfes Trommeln im linken Ohre, wie über einer unterirdischen Wölbung (n. 14 T.) (Sr.).

In der Nase Jücken und Kriebeln; er muß mit dem Finger hineinfahren (n. 12 T.) (Sr.).

Der Säugling reibt sich mit den Händen stark die Nase, und darauf die Augen (n. 15. T.) (Sr.).[287]

Geschwür im linken Nasenloche, vorn oben gegen die Spitze zu, mit Wundheits-Schmerz und Geschwulst der Nasenspitze (d. 10. T.) (Sr.).

110 (Rothe und glänzende Geschwulst der Nase, mit klopfender und spannender Empfindung.)

Viel trockne Krusten in der Nase, die nach Entfernung mit dem Finger sich immer wieder erzeugen (n. 16 T.) (Sr.).

Beim Schnauben geht gewöhnlich etwas Blut mit ab, nach vorgängigem Jücken in der Nase (n. 18 T.) (Sr.).

Bluten der Nase (n. 25 T.) (Sr.).

Nasenbluten, früh, und Abends pulsirender Kopfschmerz (n. 6 T.).(Sr.).

115 Gesichts-Farbe des Säuglings elend, blaß, erdfahl (d. ersten Tage.) (Sr.).

Dumpfes Reißen in der linken Wange, von einem hohlen Zahne aus, mit Drücken in der Stirn und in beiden Augäpfeln (n. 4 T.).(Sr.).

Gefühl auf der rechten Seite des Gesichtes, am Munde, als ob sich Spinnweben angelegt hätten (Sr.).

Zucken der Muskeln in der Nähe des rechten Mundwinkels, einige Mal (Sr.).

Brennende Hitze und Röthe der linken Backe (n. 4 T.) (Sr.).

120 Rothlauf im Gesichte (n. 34 T.) (Sr.).

Geschwulst, Hitze und Röthe der Wange mit reißenden Schmerzen im Jochbeine und großen Schmerzen in der Geschwulst beim Lachen (n. 31, 33 T.) (Sr.).

Geschwulst des Gesichtes, mit Ausschlags-Blüthen auf der Nase und den Lippen (d. ersten Tage.) (Sr.).

Ausschlags-Blüthen im Gesichte (n. 4 T.) (Sr.).

Rothe Ausschlags-Blüthen auf den Wangen und um das Kinn, beim Säuglinge (n. 5 W.) (Sr.).

125 Der Mund des Säuglings ist ganz heiß (Sr.).

In den Mundwinkeln Schmerz, als wollten sie geschwürig werden (n. 20 T.) (Sr.).

Auf den Lippen, Kriechen, wie von Käfern (d. 2. T.) (Sr.).

Brennen an der Oberlippe, unter dem linken Nasenloche, früh im Bette (d. 7. T.) (Sr.).

Brennender Schmerz in der Unterlippe, bald vorübergehend, Abends (d. 3. T.) (Sr.).

130 Erbsengroße, rothe, entzündete Geschwulst an der Unterlippe, die bei Berührung wund brennend schmerzt (n. 41 T.) (Sr.).[288]

Große Schwindenflecke um den Mund herum, und die Oberlippe ward, nach brennender Hitze, sehr grindig.

Zahnweh in einem obern hohlen Zahne, mit Geschwulst der Wange, die bei Berührung spannend schmerzt (n. 7 T.) (Sr.).

Zahnweh in hohlen Zähnen, dumpf greifend, bei nasser, regnichter Witterung, bei fünf Versuchs-Personen (Sr.).

Zusammenziehendes Greifen in einem hohlen Zahne (n. 4 T.). (Sr.).

135 Reißen und Greifen in einem oberen hohlen Zahne, welcher länger zu seyn scheint, daß sie nicht darauf beißen oder die Zähne zusammenbringen kann; dabei das Zahnfleisch entzündet und geschwollen, als wenn ein Zahngeschwür entstehen wollte; Abends verbreitete sich der Schmerz auch in die unteren Zähne und verging erst beim Einschlafen (n. 4. T.) (Sr.).

Reißen aus den hohlen Zähnen bis in den halben Kopf, wenn sie dieselben mit der Zunge anrührt, oder kaltes Wasser in den Mund nimmt (Sr.).

Drücken in den hohlen Zähnen, bei schlechter Witterung (n. 40 T.).

Dumpf drückendes Bohren in einem hohlen Zahne, Abends in kühler Luft (d. ersten Tage.) (Sr.).

Drückend wühlender Zahnschmerz, nach jedem Abendessen und Frühstück sich einstellend, und durch Tabakrauchen gebessert; mehre Tage lang (n. 40 T.) (Sr.).

140 Ziehschmerz in den Zähnen.

Stechendes Zahnweh in einem untern linken hohlen Backenzahne, mit Stechen im linken Ohre und Kopfweh in der Stirne, Abends (n. 14 T.) (Sr.).

Feines, aussetzendes Stechen in allen Zähnen, am meisten in einem hohlen Backenzahne, links unten (d. 2. T.) (Sr.).

Krabbeln und Kitzeln in den obern und untern Schneide-Zähnen und darauf Speichel-Zusammenlaufen im Munde (n. 7 T.) (Sr.).

Ein Stückchen eines hohlen Zahnes brach ihr von selbst ab (n. 6 T.).(Sr.).

145 Die Zähne sind wie zu lang (d. ersten Tage.) (Sr.).

Das Zahnfleisch der oberen Zähne blutet, ohne sonstige Schmerzen (n. 6 T.) (Sr.).[289]

Geschwulst des Zahnfleisches, drei Tage hindurch, mit Drücken in den hohlen Zähnen, bei schlechter Witterung (n. 40 T.) (Sr.).

Entzündete, hohe Geschwulst an der äußern Seite des Zahnfleisches, die stark schmerzt (Zahnfleisch-Geschwür), unter dumpfen Schmerzen in einem hohlen Zahne, mit Geschwulst der Wange und ganzen linken Gesichtsseite, bis unter das Auge, wo dieselbe zu einer wässerichten Blase erhoben ist (Riechen an Chamille beseitigte die Schmerzen) (n. 36 T.) (Sr.).

Im Munde schleimig (d. ersten Tage.) (Sr.).

150 Schwämmchen im Munde (n. 4 W.) (Sr.).

Ein Schwämmchen im Innern der Backe, welches beim Essen blutet (n. 30 T.) (Sr.).

Schwämmchen auf der Zunge (n. 33 T.) (Sr.).

Auf der Zunge rothe Bläschen, als wenn die Haut abgezogen wäre; sie schmerzen bei jeder Bewegung der Zunge, und wenn etwas Gesalzenes oder Scharfes darauf kommt (n. 5 W.) (Sr.).

Trockenheit der Zunge, Nachmittags (d. 3. T.) (Sr.).

155 Krampf in der Zunge, wie Steifigkeit und Eingeschlafenheit, daß der Athem dadurch gehemmt wurde (Sr.).

Der Gaumen des Säuglings ist wie in Runzeln zusammengezogen, und er schreit öfters beim Saugen (n. 4 W.) (Sr.).

Die Schleimhaut des Gaumens ist vorn wie verbrannt zusammengeschrumpft, und schmerzt vorzüglich beim Kauen, einige Tage lang (n. 6 T.) (Sr.).

Im Halse Trockenheit (d. 5. T.) (Sr.).

Rauh im Halse, als wäre ein Reibeisen darin (Sr.).

160 Brennen im Halse, das ihn zum Speichel-Schlucken nöthigt, wobei es schmerzt (d. 9. T.) (Sr.).

Viel Schleim sammelt sich im Halse, den er ausrachsen muß (Sr.).

Zäher Schleim im Halse, der sich schwer löst (n. 18 T.) (Sr.).

Zäher, weißlicher Schleim im Rachen, der sich erst nach vieler Anstrengung ablöst, viele Tage lang (n. 5 T.) (Sr.).

Viel zäher Schleim im Halse, den er mit solcher Anstrengung ausrachsen muß, daß es zum Erbrechen kommt (n. 6 T.) (Sr.).

165 Schleim-Rachsen, früh; der Schleim geht leicht weg, in Klümpchen (Sr.).[290]

Grünen, lockeren Schleim rachst er aus dem Halse aus (n. 12 T.) (Sr.).

Ein mit Blutstreifen überzogenes Stückchen Schleim wird ausgerachst (n. 9 T.) (Sr.).

Der Geschmack im Munde ist fade und lätschig (n. 5 T.) (Sr.).

Bitter im Munde; wenn sie etwas ißt oder Speichel schluckt, ist ihr alles bitter (d. 2. T.) (Sr.).

170 Sie hat keinen Geschmack, wenn sie etwas ißt, einige Wochen lang (n. 8 T.) (Sr.).

Durst, früh; er muß viel trinken (n. 14 T.) (Sr.).

Appetit zum Essen viel geringer, als sonst (n. 5 T.) (Sr.).

Wenig Hunger und geringer Appetit (d. ersten 5 Wochen.) (Sr.).

Verminderung des Hungers und Appetits, oft jedoch Hunger, ohne wirklichen Appetit (n. 5 T.) (Sr.).

175 Er hat wenig Appetit, besonders zum Nachtessen (n. 8 T.) (Sr.).

Abends hat sie wenig Appetit, einige Wochen hindurch (n. 8 T.) (Sr.).

Kein Appetit zu Mittag (d. 12. T.) (Sr.).

Er ißt sehr wenig (Sr.).

Die Suppe schmeckt zu Mittag nicht und erregte Schweiß (d. 8. T.) (Sr.).

180 Ekel gegen das Essen, zu Mittag, mit Kälte, ziehendem Kopfweh und Leibschmerzen, was sich nach dreimaligem Durchfalle gab (n. 20 T.) (Sr.).

Zum Tabakrauchen keine Lust mehr (d. 2. T.) (Sr.).

Nach dem Tabakrauchen Gefühl, wie zum Durchfalle (d. 6. T.) (Sr.).

Vermehrter Appetit zum Frühstücke (n. 4 T.) (Sr.).

Viel Appetit, Abends.

185 Verlangen auf saure Getränke (d. 14. u. 15. T.) (Sr.).

Während der Mahlzeit eine Unruhe des ganzen Körpers, mit Uebelkeit, so daß er nur mit Zwang essen konnte; Ausstrecken nach rückwärts verschaffte ihm Erleichterung (n. 20 T.) (Sr.).

Während des Essens, Uebelkeit (d. 19. T.) (Sr.).

Nach jedem Essen, Blähungs-Auftreibung (n. 5 T.) (Sr.).

Nach dem Essen, das ihm sehr gut schmeckte, stark aufgebläht, unbehaglich, unwohl und verdrießlich; Abends, beim Gehen im Freien etwas erleichtert (n. 41 T.) (Sr.).[291]

190 Nach dem Abendessen, aufgetriebner Unterleib (d. 5. T.) (Sr.).

Nach Genuß von Aepfeln mit Schöpsenfleisch, Vollheit im Magen, mit Verdrießlichkeit und übler Laune, und einer Vollheit im Kopfe, als wenn sich das Blut mit Gewalt hineinpreßte (d. 19. T.) (Sr.).

Nach Genuß von Birnen, besonders, früh, oder Vormittags, Druck in der Herzgrube, mit Unbehagen (Sr.).

Gleich nach dem Essen, Schmerz im Leibe, wie zum Durchfalle, der nach dem Mittagsschlafe vergeht (d. 2. T.) (Sr.).

Nach dem Mittagessen, Kollern im Leibe und Durchfall (d. 3. T.) (Sr.).

195 Gleich nach Tische, Durchfall, mit Schwäche in den Gelenken und Beinen, was nach dem Gehen sich bessert (d. 1. T.) (Sr.).

Bald nach dem Frühstücke, Schneiden im rechten Hypochonder, quer durch den Bauch nach abwärts, darauf Durchfall, und zwar plötzliches Entleeren auf einmal (d. 3. T.) (Sr.).

Nach dem Frühstücke, Durchfall, 4 Mal nach einander (d. 4. T.) (Sr.).

Schlucksen, nach dem Essen (n. 8 T.) (Sr.).

Arges Schlucksen, daß der Hals davon rauh wird.

200 Der Säugling schluckst sehr oft (Sr.).

Uebelkeit und wenig Appetit (d. 4. T.) (Sr.).

Uebelkeit und Unwohlseyn, wie zum Ohnmächtigwerden, früh (d. 6. T.) (Sr.).

Oft so übel und flau, Nachmittags (n. 12 T.) (Sr.).

Uebelkeit im Magen, mit Schmerz im Brustbeine, von 3 Uhr Nachmittags bis Abends, mehre Tage hinter einander (n. 5 T.) (Sr.).

205 Uebelkeit mit zeitweisem Drange zum Erbrechen (d. 5. T.) (Sr.).

Uebelkeit früh, mit Brechreiz; nach dem Mittagessen vergehend (d. 6. T.) (Sr.).

Uebelkeit zum Erbrechen, im Fahren (d. 1. T.) (Sr.).

Uebelkeit, gleich nach dem Erwachen, mit großem Reize zum Erbrechen, was aber nicht erfolgen will, bis er etwas Wasser trinkt, worauf er mit vieler Anstrengung eine große Menge Schleim und zuweilen etwas Bitteres erbricht (n. 17 T.) (Sr.).[292]

Uebelkeit mit nachfolgendem Schleim-Erbrechen, unter Hitze und schnellem, fieberhaften Pulse (n. 23 T.) (Sr.).

210 Erbrechen sauren Schleimes, nach dem Frühstücke (von Cacao) (d. 2. T.) (Sr.).

Im Magen, Schmerz, wie bei schlechter Verdauung, bei äußerem Drucke auf die Herzgrube (d. 2. T.) (Sr.).

Schmerz in der Magen-Gegend, nach Heben von etwas Schwerem; der Schmerz ging bis in das Kreuz, wo er stechend wurde, und so, daß sie sich die ganze Nacht nur unter Schmerzen wenden konnte; früh war es besser (2 Tage vor der Regel.) (d. 13. T.) (Sr.).

Drücken im Magen, nach jedem Essen (d. ersten Tage.) (Sr.).

Druck in der Herzgrube, der sich beim Gehen verlor (Sr.).

215 Drückendes Stechen in der Herzgrube, mit Brustbeklemmung, die ihn zum tief Athmen nöthigt, was er aber nicht kann, wegen scharf zusammenkneipenden Schmerzes in der rechten Brustseite (Sr.).

Zusammenziehender Schmerz in der Magengegend, alle Tage, von 4 Uhr früh, bis 12 Uhr Mittags, ein Zusammenwickeln, das dann in den Rückgrat übergeht und da Stechen macht; mehre Tage hindurch (Sr.).

Zusammenziehen in der Herzgrube (d. 6. T.) (Sr.).

Im Hypochonder der linken Seite, wie ein starker Druck mit der Hand, beim Fahren auf einem Wagen ohne Federn (Sr.).

Im linken Hypochonder, nach dem Mittagsschlafe, ein Druck von der letzten Ribbe bis zum Hüftbeine, der sich bei äußerem Drucke vermehrt, bis Abends (d. 2. T.) (Sr.).

220 Druckschmerz im linken Hypochonder, als läge ein Stein daselbst, während des Tanzens; bei fortgesetztem Tanzen verging es (n. 15 T.) (Sr.).

Empfindlicher Druck in der Milzgegend (d. 1. T.) (Sr.).

Druck und zuweilen Brennen, mit Gefühl im linken Hypochonder, beim Tiefathmen, als zöge etwas aus der Milz-Gegend in die Brust herauf, was sich beim Ausathmen wieder herunter senkte (n. 6 T.) (Sr.).

Schneiden im linken Hypochonder, im Schnellgehen, als wenn ein hartes, scharfes, bewegliches Stück da wäre, mit Gefühl im Unterleibe, als wenn da lauter harte Stücke wären, die unter einander gingen (d. 6. T.) (Sr.).[293]

In der Nieren-Gegend, Drücken und Stechen, beim Umwenden vermehrt (n. 3 T.) (Sr.).

225 Stiche in der rechten Lenden-Gegend, beim Bücken vermehrt, früh, beim Spazieren; beim Niedersetzen ließ es nach (d. 1. T.) (Sr.).

Bauchweh, einige Mal den Tag über, als sollte Durchfall erfolgen (Sr.).

Schwäche im Unterleibe (d. 4. T.) (Sr.).

Grimmendes Bauchweh, mit Schauder und Gänsehaut (n. 6 T.) (Sr.).

Kneipen im Leibe zu verschiedenen Zeiten (Sr.).

230 Kneipendes, zusammenziehendes Leibweh über dem Nabel, daß sie sich zusammenkrümmen mußte, wovon es aufhörte; täglich, früh, 5 Minuten lang (n. 8 T.) (Sr.).

Kneipen im Leibe, mit Durchfall (n. 20 T.) (Sr.).

Blähungs-Erzeugung und öfterer Abgang derselben (Sr.).

Viel Blähungen (Sr.).

Starkes Kollern im Leibe, Nachts, durch Blähungs-Abgang von oben nach unten erleichtert (Sr.).

235 Zum Stuhl öfteres Nöthigen, mit Kollern im Leibe und durchfälliger Ausleerung (d. ersten Tage.) (Sr.).

Oefterer Drang zum Stuhle, mit Kneipen im Bauche und leichter breiichter Ausleerung (Sr.).

Drang zum Stuhle, früh, mit zuerst hartem, dann durchfälligem Abgange, unter Brennen im After (d. 1. T.) (Sr.).

Oefterer, sehr leichter Stuhl, alle Tage (d. ersten Tage.) (Sr.).

Alle Stunden ging er ein Mal zu Stuhl, der weich, schleimig und ohne alle Beschwerden war (d. 3. T.) (Sr.).

240 Weiche Stühle (d. ersten 3 Tage.) (Sr.).

Sehr weicher Stuhl, früh, Abends ordentliche Ausleerung (n. 7 T.).(Sr.).

Weicher, lichtgelber, schleimiger Stuhl, täglich 3 Mal, mit Mattigkeit und Schwäche (d. ersten Tage.) (Sr.).

Durchfall, 2, 3 Mal, ohne Schmerz (1 St. n.d. Einnehm.) (Sr.).

Durchfall, 6 Mal von früh bis Nachmittags 2 Uhr, ohne Schmerz (d. 5. T.) (Sr.).

245 Durchfall, ohne Schmerz, 2 Mal den Tag, mit nachfolgender Schleim- und Blut-Entleerung (d. 16. T.) (Sr.).[294]

Durchfall mit Kollern im Leibe (d. ersten Tage.) (Sr.).

Durchfall gegen Mittag, mit Kollern und Knurren im Leibe (d. 4. T.) (Sr.).

Durchfall-Stuhl, Nachmittag, mit vielen Winden, nachdem früh harter da gewesen (d. 5. T.) (Sr.).

Das Kind führt 3 Mal täglich ab, zuletzt wie gelbes Wasser (Sr.).

250 Die Erstwirkung des Borax ist Weichleibigkeit, darauf ein paar Tage kein Stuhl, später hart und ein Mal täglich (Sr.).

Harter Stuhl, mit Anstrengung (n. 16 T.) (Sr.).

Hartleibigkeit und Ausleerung, wie Schafslorbeeren, 10 Tage lang (n. mehren Tagen.) (Sr.).

Grüner Stuhl bei einem Säuglinge, mit vorgängigem Schreien (n. 6 T.) (Sr.).

Abgang von Spulwürmern.

255 Vor dem Stuhle, der Nachmittags sehr leicht erfolgte, verdrießlich, mißmuthig, träge, unzufrieden; nach demselben heiter, zufrieden mit sich und der Welt, und froh in die Zukunft blickend (n. 20 T.) (Sr.).

Mit dem Stuhle ging 4 Mal früh blasser Schleim ab, ein Mal auch unwillkürlich (d. 14. T.) (Sr.).

Beim Stuhle, zäher, klebriger, gelblicher Schleim (d. 18. 19. T.) (Sr.).

Brauner Schleim im After, nach dem Stuhle (d. 9. T.) (Sr.).

Röthlicher, flüssiger Schleim, beim Stuhle, als wenn er mit Blut gefärbt wäre (n. 21 T.) (Sr.).

260 Blut- und Schleim-Abgang vom After (d. 9. T.) (Sr.).

Im After eine geschwollene Ader, wie eine Federspule, weich anzufühlen und ohne Schmerz (n. 23 T.) (Sr.).

Jücken im After, Abends (d. 7. T.) (Sr.).

Jücken im After, wie von Hämorrhoidal-Schleim (n. 16 T.) (Sr.).

Zusammenziehen im Mastdarme, mit Jücken (n. 40 T.) (Sr.).

265 Bohrend stechende Schmerzen im After und im Kreuze (n. 15 T.) (Sr.).

Stiche im Mastdarme, Abends (d. 2. T.) (Sr.).

Harndrang, ohne daß sie einen Tropfen lassen konnte, unter Schneiden in den Geschlechtstheilen und Aufgetriebenheit in beiden Hüften, zwei Stunden lang, Abends (d. 1. T.) (Sr.).[295]

Heftiger Drang zum Urinieren, Nachts, mehre Male (n. 25 T.) (Sr.).

Sehr heftiger, eiliger Harndrang, daß er den Urin fast nicht aufhalten konnte (d. ersten Tage.) (Sr.).

270 Oefteres Harnen (d. ersten Tage.) (Sr.).

Der Säugling harnt beinahe alle 10, 12 Minuten, und oft weint und schreit er, ehe der Harn kömmt; längere Zeit hindurch (n. 6 T.) (Sr.).

Heißer Harn, beim Säuglinge (n. 4 T.) (Sr.).

Scharfer Geruch des Harns (d. ersten Tage.) (Sr.).

Scharfer, auffallender Gestank des Harns (d. ersten 2 W.) (Sr.).

275 Nach dem Harnen, brennendes Spannen in der Harnröhre (Sr.).

Nach dem Harnen, Schründen in der Harnröhre (d. 15. 20. 30. T.) (Sr.).

Nach dem Harnen schmerzt die Spitze der Harnröhre, wie wund (Sr.).

Längs der Harnröhre, schründender Schmerz, besonders beim Befühlen (n. 26 T.) (Sr.).

Dunkelblaues Fleckchen an der Mündung der Harnröhre, als wenn die Haut weg wäre, mit beißendem Schmerze beim Harnen (n. 24 T.) (Sr.).

280 Die Oeffnung der Harnröhre ist wie mit Gummi verklebt (Sr.).

Gegen Beischlaf ganz gleichgültig (d. ersten 10 T.) (Sr.).

Ganz gleichgültig gegen Beischlaf (d. ersten 5 W.) (Sr.).

Während gutmüthigen Haltens seiner Hände auf einer kranken Person ward es ihm wohllüstig zu Muthe, ohne Verlangen zum Beischlafe (d. 3. T.) (Sr.).

Oefterer Reiz in den Geschlechtstheilen, ohne Verlangen nach Beischlaf (d. ersten Tage.).

285 Wohllüstige Stimmung (n. 5 W.) (Sr.).

Spannende Ruthe-Steifigkeit, früh beim Erwachen (d. 4. T.) (Sr.).

Pollution mit Traum, als übe er den Beischlaf aus, wobei der Same sehr schnell kommt, worüber er erwacht (Sr.).

Bei der Samen-Ergießung während einer Pollution, schneidende Schmerzen in der Harnröhre, und der Same so dünn, daß er glaubt, er harne (Sr.).

Nach einer Pollution, Drängen zum Harnen, und beim Uriniren, Schneiden in der Harnröhre (Sr.).[296]

290 Beim Beischlafe entgeht ihm der Same sehr schnell, und in den Geschlechtstheilen bleibt ein fortwährender Reiz (n. 5 W.).

Er muß beim Beischlafe lange warten, ehe der Same kommt (n. 5 W.).

An der Ruthe, am Rande der Stelle, wo früher ein Schanker war, stechender Wundheits-Schmerz, vorzüglich beim Berühren (n. 24 T.) (Sr.).

Das Monatliche erschien einen Tag früher, ohne alle Beschwerde (n. 4 T.) (Sr.).

Monatliches 4 Tage zu früh, ohne alle Beschwerde; nur den Abend vorher und des Morgens vor dem Eintritte Schwere auf der Brust mit Athemversetzung und stärkeres Ohrensausen (n. 26 T.) (Sr.).

295 Monatliches 3 Tage zu früh, ohne alle Schmerzen (n. 7 Wochen.) (Sr.).

Das 6 Wochen ausgebliebene Monatliche kam sogleich auf Borax, dauerte einen Tag und verschwand wieder; jedoch war der Eintritt so stark, daß er mehr einem Blutfluß ähnelte (Sr.).

Regel 4 Tage zu früh und sehr stark, mit Grimmen im Leibe, Brechübelkeit und Schmerz vom Magen bis in's Kreuz, der bis Mitternacht anhielt, wo ein starker Schweiß erfolgte, auf den sie einschlief (d. 8. T.) (Sr.).

Regel 2 Tage sehr gering, den 3ten aber sehr stark, mit blaßrothem Blute, bis zum 6ten Tage, unter Mattigkeit, daß sie kaum stehen konnte (Sr.).

Ausbleiben der Regel, 54 Tage lang, ohne Beschwerden, sie kömmt dann ohne Schmerzen, nur Anfangs etwas blaß, Nachmittags aber röther und häufiger, hörte den 3ten Tag bei Nacht auf, und kam den 4ten wieder zurück. (Drei Wochen nach dem Einnehmen hätte sie kommen sollen.) (Sr.).

300 Die Regel bleibt im zweiten Monate nach dem Einnehmen aus, kam aber, nachdem sie in der 6ten Woche abermals eine Gabe Borax erhalten, den andern Tag zum Vorschein, unter Kneipen im Leibe (Sr.).

Bei der Regel, Klopfen im Kopfe und Sausen in den Ohren (Sr.).

Bei der Regel, krampfhaft drängender und stechender Schmerz im Schooße.[297]

Nach der Regel, am 2ten Tage, Drücken, wie von einem Steine in der rechten Ribbengegend, bis zum Schulterblatte, von wo der Schmerz krampfhaft bis in den Magen und das Kreuz ging, mit nachfolgendem Erbrechen (Sr.).

Weißfluß, weiß, wie Schleim, ohne sonstige Beschwerden, 14 Tage nach der Regel (n. 5 W.) (Sr.).

305 Weißfluß, wie Eiweiß, mit Empfindung, als flösse warmes Wasser herab, mehre Tage lang (n. 12 T.) (Sr.).

Weißfluß, dick wie Kleister und weiß von Farbe, 5 Tage lang (n. 4 T.) (Sr.).

Eine Frau, die 14 Jahre unfruchtbar blieb, und wegen eines langwierigen, wund fressenden Weißflusses, außer mehren Mitteln, endlich Borax erhalten hatte, wurde schwanger und der Weißfluß besserte sich (Sr.).

Leichte Empfängniß, während des Borax-Gebrauches, bei 5 Weibern beobachtet (Sr.).

In der Gebärmutter-Gegend, Stechen (d. 2. T.) (Sr.).

310 An der Klitoris ein Auseinanderspannen und Stechen, Nachts (d. 6. T.) (Sr.).

Niesen, mit großer Schmerzhaftigkeit, er muß suchen, es zu unterdrücken, da es ihn dabei heftig in die rechte Brustseite stach, 3 Wochen lang (n. 6 T.) (Sr.).

Niesen und Fließschnupfen (d. ersten Tage.) (Sr.).

Fließschnupfen mit argem Kriebeln in der Nase (n. 16 T.).

Abgang vielen grünlichen, dicken Schleimes aus der Nase (Sr.).

315 Im Kehlkopfe, Reißen, 2 Stunden lang, Abends (d. 3. T.) (Sr.).

Rauher Hals, früh.

Rauhheit im Halsgrübchen, mit ziehendem Stechen daselbst, beim Husten und Niesen, und mit Erleichterung nach Schleim-Rachsen (d. 11. T.) (Sr.).

Reißen von der Kehle bis in die Brust, zum Husten reizend (n. 5 W.) (Sr.).

Kitzel im Halse, zum trocknen Husten reizend (n. 4 W.) (Sr.).

320 Kratzen im Halse, und daher trockner Husten (n. 9 T.) (Sr.).

Trocknes Hüsteln, bei einem Kinde (Sr.).

Trockner, cachektischer Husten, wie bei alten Leuten, besonders früh, beim Aufstehen, und Abends, beim Niederlegen,[298] mit Stechen in die rechte Brustseite und rechte Weiche; Waschen der Brust mit kaltem Wasser verschaffte die meiste Erleichterung, aber nach Weintrinken mehrten sich die Schmerzen; 12 Tage lang (n. 3 W.) (Sr.).

Husten mit Kratzen im Halse und Brust-Drücken (d. 1. T.) (Sr.).

Hüsteln und heftiger Husten, mit geringem Auswurfe von schimmlichtem Geschmacke und eben solchem Geruche aus der Brust, bei jedem Hustenstoße; Abends (d. 3. T.) (Sr.).

325 Nacht-Husten.

Husten mit Schleim-Auswurf, am meisten früh, mit Schmerz in der Leber-Gegend, der auch außer dem Husten noch bis Mittag fortwährte (d. 4. T.) (Sr.).

Blutstreifen im Schleime, beim Aushusten eines weißen Schleimes, der sich schwer lösete (n. 18 T.) (Sr.).

Beim Husten muß er die rechte Brustseite und Weiche mit der Hand drücken, wodurch die Schmerzen erträglicher werden (d. ersten 3 Wochen.) (Sr.).

Bei jedem Hustenstoße, Stechen in der rechten Brust, in der Gegend der Brustwarze; Abends (d. 3. T.) (Sr.).

330 Bei jedem Husten und Tiefathmen, Stechen in der Brust (n. 7 T.) (Sr.).

Athmen erschwert (n. 18 T.) (Sr.).

Der Athem ist erschwert; es nöthigt ihn zum Tiefathmen, was er aber nicht kann, wegen Stichen in der Brust (d. ersten Tage.) (Sr.).

Alle drei bis fünf Minuten muß er einen schnellern, tiefern Athemzug thun, dem jedes Mal ein Stich in die rechte Brustseite mit einem stillen Schmerz-Seufzer und langsamen Ausathmen folgt (n. 7 T.) (Sr.).

Beengung der Brust, mit zusammenschnürender Beklemmung des Athems beim Treppensteigen; er muß darauf tief athmen, und dabei giebt es ihm jedes Mal einen empfindlichen, ziehenden Stich in die rechte Brustseite (d. 6. T.) (Sr.).

335 Kurzäthmigkeit, nach Treppensteigen, daß er kein Wort sprechen kann, und, wie er spricht, giebt es ihm jedes Mal einen Stich in die rechte Brustseite, eben so beim Laufen und jeder erhitzenden Körper-Anstrengung (n. 8 T.) (Sr.).

Athem-Versetzung, beim Liegen im Bette; er muß aufspringen[299] und nach Luft schnappen, wobei es ihn jedes Mal in die rechte Brustseite sticht (n. 7 T.) (Sr.).

Bei jedem Athemzuge, Stechen in die linke Brustseite, wie mit einem Messer (d. 2. T.) (Sr.).

Bei jedem Versuche zu athmen zieht es ihr die Brust zusammen (d. 14. 15. 17. T.) (Sr.).

Beim Tiefathmen, Gefühl, als zöge etwas mit brennendem Drucke vom linken Hypochonder in die Brust, und senkte sich beim Ausathmen wieder herab (Sr.).

340 Auf der Brust, eine Schwere, daß sie zeitweise keinen Athem hat (n. 6 W.) (Sr.).

Beängstigung auf der Brust, Abends im Bette (d. 1. T.) (Sr.).

Drücken in der Brust (Sr.).

Drückendes Klemmen kommt beim Gebücktsitzen aus der Herzgrube in die Brust; es benimmt ihm den Athem und sticht in der Lunge (n. 7 T.) (Sr.).

Stechender Druck auf dem Brustblatte, nach dem Mittag-Essen, durch tief Athmen sehr vermehrt (n. 40 T.) (Sr.).

345 Stiche in der Brust, beim Gähnen, Husten und tief Athmen (n. 7 T.) (Sr.).

Stechen in der Brust, wie von versetzten Blähungen (d. ersten Tage.) (Sr.).

Stiche, wie mit feinen Nadeln, aus dem Rücken in die Brust, Abends (n. 8 T.) (Sr.).

Stechen in der linken Ribbengegend, mit Wehthun im Innern der Brust (Sr.).

Stechen zwischen den Ribben der rechten Seite, daß er vor Schmerzen nicht auf dieser Seite liegen kann, mit empfindlichem Ziehen und Athem-Versetzung, daß er nach Luft schnappen muß; legt er sich auf die schmerzhafte Seite, so wecken ihn die Schmerzen gleich aus dem Schlafe (d. ersten 4 Wochen.) (Sr.).

350 Es zieht sogleich stechend in die rechte Brustseite, wenn er den Arm nach aufwärts hebt (n. 7 T.) (Sr.).

Der ziehend stechende Schmerz in der rechten Brustseite geht in die rechte Weiche herunter, wo es dann beim Schlucksen, Niesen, Husten und Gähnen heftig schmerzt (n. 3 W.) (Sr.).

Ziehschmerz auf einem kleinen Flecke in den Zwischen-Ribben-Muskeln, der sich beim Beugen auf die linke Seite in einen Schmerz, wie von einem heftigen Schlage verwandelt (Sr.).[300]

Ziehschmerzen in den rechten Zwischenribben-Muskeln, wenn er sich nach vorn und rechts beugt (n. 6 T.) (Sr.).

Wenn er sich beim Brustschmerz die schmerzhafte Seite mit der Hand hält, wird derselbe etwas erträglicher (Sr.).

355 Bei ausgestrecktem, ruhigen Liegen auf dem Rücken ist es ihm in der Brust etwas besser (Sr.).

Am meisten lassen die Brustschmerzen beim langsamen Herumgehen im Zimmer nach, und es ist ihm da am leichtesten (Sr.).

Schwäche in der Brust, mit Trockenheit im Halse (d. 9. T.) (Sr.).

Gefühl, als wenn das Herz auf der rechten Seite wäre und abgequetscht werden sollte (d. 7. T.) (Sr.).

Im großen Brustmuskel, Schmerz, wie von hartem Lager, mit Wehthun beim Befühlen, Nachts (d. 3. T.) (Sr.).

360 In der linken weiblichen Brust ein Greifen und zuweilen Stechen, und wenn das Kind ausgetrunken hat, muß sie die Brust mit der Hand zusammendrücken, weil ihr dieselbe von der Leerheit wehthut (Sr.).

Zusammenziehende Schmerzen in der linken Brust, wenn das Kind in der rechten trinkt (d. ersten Tage.) (Sr.).

Die Milch in den Brüsten vermehrt sich (n. 4 T.) (Sr.).

Es fließt sehr viel Milch aus der Brust, so daß das Bett naß wurde (n. 32 T.).

Die Milch, die aus den Brüsten fließt, wird käsicht und gerinnt (d. ersten Tage.) (Sr.).

365 Am Steißbeine heftiges Jücken und Kriebeln, daß er es ohne Kratzen nicht aushalten kann; nachher Schleim-Abgang vom After (n. 32 T.) (Sr.).

Kreuzschmerz, beim Sitzen und Bücken, wie von Druck (d. 3. T.) (Sr.).

Kreuzschmerzen beim Spazieren (d. 1. T.) (Sr.).

Kreuzschmerzen, mit vielem Schleim-Abgange beim Stuhle (d. 19. T.) (Sr.).

Dumpfer Kreuzschmerz beim Bücken (n. 6 T.) (Sr.).

370 Dumpfes Drücken im Kreuze (d. 7. T.) (Sr.).

Brennen im Kreuze, während des Sitzens (d. 5. T.) (Sr.).

Im Rücken, Druckschmerz, auf beiden Schultern (Sr.).

Im Nacken, rheumatisch ziehender Schmerz, der von da in die linke Achsel und dann in das Schulterblatt geht, Abends, beim Gehen im Freien (n. 41 T.) (Sr.).

In der Achselgrube der linken Seite, ein Schwär.[301]

375 An der Achsel und zwischen den Schultern, ziehend reißender Schmerz, daß sie sich nicht bücken kann, acht Tage lang (n. 5 Wochen.) (Sr.).

Stiche, wie mit Nadeln in der rechten Achsel, augenblicklich (Sr.).

Am Oberarme brennender Schmerz, eine Hand breit um das ganze Glied herum (d. 2. T.) (Sr.).

In der Handfläche, Stechen, mit Gefühl in der ganzen Hand, bis über das Hand-Gelenk, als wäre der Arm eingeschlafen; Abends (d. 2. T.) (Sr.).

Reißen und Brechen in der rechten Vorderhand, wie rheumatisch (n. 15 T.) (Sr.).

380 Gefühl auf der Haut der Hände, als hätten sich Spinnweben angelegt (Sr.).

Zwei harte, Warzen ähnliche Verhärtungen an der innern Handfläche, nachdem sie mit einem Stocke etwas stark ausgeklopft (n. 30 T.) (Sr.).

Jücken hie und da auf den Handrücken, mit Reiz zum Kratzen, als wenn Flöhe gebissen hätten (Sr.).

In der Daumenspitze, klopfender Schmerz, Tag und Nacht; Nachts oft aus dem Schlafe weckend (d. 2. u. 3. T.) (Sr.).

Lange Eiterung einer Stelle unter dem Daumen-Nagel, wohin sie sich mit der Nadel gestochen hatte, mit Schmerzhaftigkeit bei Berührung ( Sr.).

385 Starkes Jücken auf den Gelenken der Fingerrücken, daß er heftig kratzen muß (Sr.).

Brennen, Hitze und Röthe der Finger, bei geringer Kälte, wie von Erfrierung (n. 24 T.) (Sr.).

Eiterbläschen mit rothem Hofe auf dem mittelsten Finger der rechten Hand, mit Geschwulst und Steifheit des Fingers, der auch nach dem Aufgehen des Bläschens noch lange fort eiterte und schmerzte (n. 30 T.) (Sr.).

Auf dem Hinterbacken bildet sich ein Ais (Freßblase?.) (n. 15 T.) (Sr.).

Flechten-Ausschlag auf dem Hinterbacken des Kindes (n. 4 W.). (Sr.).

390 Im Oberschenkel des rechten Beines, nahe bei der Scham, ein Brennen, das sich beim Husten und Auflegen der Hand vermehrt (d. 3. T.) (Sr.).

Brennender Schmerz am linken Oberschenkel, eine Hand breit um das ganze Glied herum (n. 8 T.) (Sr.).[302]

Flüchtiges Reißen im Knochen des rechten Oberschenkels, von der Mitte desselben bis hinunter und dann wieder herauf, von früh bis Mittag, und Abends wieder (d. 7. T.) (Sr.).

Im Unterschenkel des linken Beines, Taubheits-Gefühl mit Hitz-Empfindung.

Rothlauf-Entzündung und Geschwulst am linken Unterschenkel und Fuße, nach starkem Tanzen, mit Reißen, Spannen und Brennen darin, und erhöhtem Brennschmerze bei Berührung; beim Drucke mit dem Finger verschwindet die Röthe auf Augenblicke (d. 17. T.) (Sr.).

395 In dem Fuße, wo der Rothlauf war, spannt es auf dem Fußrücken, so daß ihr das Stehen beschwerlich fällt; im Gehen ist sie nicht gehindert (n. 22 T.) (Sr.).

Schmerz im Gelenke des linken Fußes und der Zehen desselben, beim Auftreten, als wenn sie etwas drückte (n. 20 T.) (Sr.).

Stechen in der Fußsohle, bei zwei Personen auf gleiche Weise (d. 2. T.) (Sr.).

Gefühl von Schwere in den Füßen, beim Treppensteigen, Abends (d. 1. T.) (Sr.).

Jücken an den Knöcheln der Füße (d. 2. 9. 10. T.) (Sr.).

400 In der Ferse Schmerz, wie wund getreten (Sr.).

Eiterung einer Stelle an der Ferse, die sich mit dem Schuhe aufgerieben (Sr.).

An den großen Zehen, besonders am Ballen, empfindlich drückender Schmerz, besonders beim Auftreten (n. 41 T.) (Sr.).

Brennen, Hitze und Röthe der Zehen, bei geringer Kälte, wie nach Erfrierung (n. 24 T.) (Sr.).

Entzündung und Jücken am Ballen der kleinen Zehe, wie von Erfrierung (n. 15 T.) (Sr.).

405 Entzündetes Blüthchen auf dem Rücken der kleinen Zehe, das wie ein Hühnerauge schmerzt (n. 15 T.) (Sr.).

In den Hühneraugen häufiges Stechen, besonders bei Regenwetter (d. ersten Tage.) (Sr.).

Bohrendes Stechen in den Hühneraugen, durch Daraufdrücken erleichtert (d. ersten 5 Wochen.) (Sr.).

Unheilsamkeit der Haut; kleine Verletzungen schwären und eitern (Sr.).

Neigung alter Wunden und Geschwüre zur Eiterung (Sr.).[303]

410 Weißliche Ausschlags-Blüthen von der Größe des Hanfsamens, mit rothem Hofe, auf der Brust, dem Halse, bis gegen den Nacken (n. 6 W.) (Sr.).

Bei der Rothlauf-Entzündung am Unterschenkel, erst Kälte, Frost-Schauder und Durst, mit Speise- und Gall-Erbrechen, dann Schwere im Kopfe und Klopfen in den Schläfen, mit unruhigem Schlafe Nachts, nur wie Schlummer, und später (am 6ten Tage.) Nasenbluten (Sr.).

Alle Abende Appetitlosigkeit, Uebelkeit, Ziehen im Kopfe vom Scheitel bis in die Schläfe, und Ziehen im Unterleibe gegen den Schooß zu; mehre Tage lang (n. 5 Wochen.) (Sr.).

Unruhe im Körper, die ihn nicht lange auf einer Stelle sitzen oder liegen läßt (d. 1. T.) (Sr.).

Der Säugling wird blaß, beinahe erdfahl, das vorher kernichte Fleisch schlaff und welk; er weint viel, verschmäht die Brust, und schreit aus dem Schlafe oft ängstlich auf (d. ersten 2 Wochen.) (Sr.).

415 Kraftlosigkeit in den Gelenken (d. 5. T.) (Sr.).

Sie fühlt sich ganz schwach und kraftlos (n. 5 W.).

Schwäche, besonders im Unterleibe und den Schenkeln (d. 4. T.) (Sr.).

Abgeschlagen, matt und träge, mit Schwere in den Füßen (d. ersten Tage.) (Sr.).

Ameisenlaufen und Zittern der Füße, mit Uebelkeit und Neigung zur Ohnmacht; im Freien vergehend (d. 14. T.) (Sr.).

420 Nach einem starken Gespräche, Unruhe im Körper, Uebelkeit und Betäubung mit Schwindel (d. 3. T.) (Sr.).

Während des Nachdenkens bei der Arbeit, Zittern am ganzen Körper, besonders in den Händen, mit Uebelkeit und Schwäche in den Knieen (d. 8. T.) (Sr.).

Matt, faul, verdrießlich, durstig, nach dem Mittagsschlafe, mit Hitze beim Gehen im Freien und Schweiß am Kopfe und im Gesichte, bei Eingenommenheit des Kopfes, Drücken in der Stirn und den Augen, die bei Berührung wie wund schmerzen; dabei Neigung zum tief Athmen, und bei demselben Stechen in den Zwischenribben-Muskeln, unter hartem, flüchtigen Pulse (Sr.).

Schläfrigkeit zu Mittage, und tiefer, 2stündiger Schlaf (d. 8. T.) (Sr.).

Das Kind an der Brust schläft mehr, als sonst, wacht aber öfter auf (d. ersten Tage.) (Sr.).[304]

425 Abends sehr schläfrig und müde.

Abends zeitig schläfrig, und früh langer Schlaf, 4 Wochen lang (n. 8 T.) (Sr.).

Früh, Unausgeschlafenheit.

In der Abend-Dämmerung schläfrig, wie er sich aber zu Bette legte, verging ihm der Schlaf ganz, obwohl er den Tag über starke Bewegung gehabt und die Nacht vorher nur wenig geschlafen hatte (n. 7 T.) (Sr.).

Sehr munter, Abends.

430 Spätes Einschlafen und zeitiges Erwachen, früh (n. 6 T.) (Sr.).

Unruhiger Schlaf, sie konnte nicht einschlafen und warf sich im Bette herum (n. 21 T.) (Sr.).

Unruhiger Schlaf mit Durst und Kälte (d. 1. T.) (Sr.).

Unruhige Nächte, er konnte nicht gut schlafen wegen Wallungen nach dem Kopfe, Unruhe im Körper, Kollern im Leibe und Durchfall (d. ersten Tage.) (Sr.).

Nachts muß er einige Male zum Harnen aufstehen (n. 34 T.) (Sr.).

435 Er kann nur auf der linken Seite schlafen, denn, so wie er sich auf die rechte kehrt, wecken ihn ziehend stechende Schmerzen in den Zwischenribben-Muskeln der rechten Seite auf (n. 7 T.) (Sr.).

Er wacht vor Mitternacht auf und kann dann vor 2 Uhr früh nicht mehr einschlafen (Sr.).

Nachts 1 Uhr wachte er auf und konnte dann vor Gedanken-Fülle nicht mehr einschlafen, bis 4 Uhr früh (d. 9. T.) (Sr.).

Ungewöhnlich zeitiges Erwachen, früh um 3 Uhr; sie konnte dann wegen Hitze im ganzen Körper, besonders im Kopfe, und Schweiß an den Schenkeln unter 2 Stunden nicht wieder einschlafen (d. 11. u. 12. T.) (Sr.).

Er erwacht früh 4 Uhr und ist ganz munter, so daß er mit Heiterkeit zur Arbeit geht (n. 5 W.) (Sr.).

440 Das Kind schreit aus dem Schlafe oft ängstlich auf und greift mit den Händen um sich (Sr.).

Das fünfjährige Kind wirft sich umher, schreit die ganze Nacht, bis 4 Uhr früh, oft aus dem Schlafe auf, und ist dann am Morgen in einer weinerlichen Stimmung (d. 4. T.) (Sr.).

Der Säugling schreit oft aus dem Schlafe auf und umklammert[305] die Mutter mit Aengstlichkeit, als habe er schreckhaft geträumt.

Aergerliche Träume (Sr.).

Traum von Halsweh und andern Krankheiten.

445 Wohllüstige Träume (n. 30 T.) (Sr.).

Sie träumt, sie übe den Beischlaf aus, es erfolgt aber kein Wohllust-Gefühl (n. 4 T.) (Sr.).

Schauder über den ganzen Körper, die Nacht und den folgenden Tag, mit klopfendem Kopfschmerz im Hinterhaupte, wie von einem Geschwüre (d. 2. T.) (Sr.).

Frösteln im ganzen Körper, besonders im Rücken, ohne Durst, mit lätschigem Geschmacke, Rauhheit der Kehle, Stiche in der Brust beim Athmen, Mattigkeit, Abgeschlagenheit, Dehnen und Strecken der Glieder, unter zusammengezogenem schnellen Pulse; dabei Hitze, Schwere und Betäubung im Kopfe, und Brennen der Augen, mit Empfindlichkeit derselben gegen das Licht (d. 23. T.) (Sr.).

Frost-Schauder, Nachts, von 2 bis 4 Uhr, mit Zittern, Speise-Erbrechen, Reißen im Oberschenkel mit Schmerz in den Knochen desselben, als ob sie zerbrochen wären; dann, nach Schlaf, Hitze und Durst; darauf, früh, 1/2 9 Uhr, bitteres Erbrechen, und darnach Schweiß mit Verminderung des Durstes (d. 2. T.) (Sr.).

450 Kälte mit Kopfweh und nachfolgender Hitze ohne Durst; beim Gehen im Freien hörte der Kopfschmerz auf, und sie befand sich dann ganz wohl (d. 14. T.) (Sr.).

Kälte, jeden zweiten Tag, Nachmittags, mit Durst und Schlaf; darauf, beim Erwachen, Hitze, mit drückendem Schmerze in der Leisten-Gegend, ohne nachfolgenden Schweiß (n. 38 T).

Kälte, Nachmittags, von 2 bis 6 Uhr (nach Durst, Vormittags); dann, bis zum Einschlafen, Hitze mit drückendem Schmerze im linken Hypochonder (n. 5 W.) (Sr.).

Kälte, gleich nach Tische, mit mehr Durst, als Appetit zu Mittage und zurückziehendem Spannen rings um die Hypochondern und schnell in den Kopf steigende Hitze beim tief Athmen; dann Abends 6 Uhr Hitze, bei der er sich legen mußte, 10 Uhr, dann Schweiß und nach dem Schweiße Durst; 4 Tage lang (n. 15 T.) (Sr.).

Bald Kälte, bald Hitze, oft mit Schweiß im Gesichte, während es ihm kalt den Rücken herunter läuft, unter Dehnen[306] und Strecken in den Gliedern, mit Mattigkeit und Schläfrigkeit, daß er sich Nachmittags legen muß, jedoch ohne schlafen zu können; beim Spazieren schleppt er die Füße nur so nach und ist verdrießlich und wortkarg (Sr.).

455 Fliegende Hitze, öfters früh, mit Uebelkeit und Brechreiz (d. 2. T.) (Sr.).

Hitze im Kopfe, Abends, beim Schreiben, mit Durst und Gefühl, als sollte Schweiß kommen (n. 7 T.) (Sr.).

Hitze, wenn sie die Hände unter der Bettdecke einhüllt, sobald sie sie aber herausstreckt, wird ihr kalt (n. 5 T.) (Sr.).

Hitze, Abends im Bette, und Schweiß, sobald er aber aufsteht, friert es ihn (n. 17 T.) (Sr.).

Schweiß im Morgenschlafe, beim Anziehen wird es ihm aber kalt und er bekommt trocknen Husten mit Rauhheit auf der Brust, wie nach Verkältung (n. 15 T.) (Sr.).

460 Nacht-Duften.

Quelle:
Samuel Hahnemann: Die chronischen Krankheiten. 5 Bände, Bd. 2, Dresden, Leipzig 21835, S. 280-307.
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Geschichten aus dem Biedermeier. Neun Erzählungen

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Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.

434 Seiten, 19.80 Euro

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