[94] Bittersüss, Solanum dulcamara.

[94] Der aus den jungen Stengeln und Blättern dieser strauchartigen Pflanze vor ihrer Blüh-Zeit frisch ausgepresste Saft, mit gleichen Theilen Weingeist vermischt. Von der hell über dem Satze stehenden Flüssigkeit werden 2 Tropfen zu 98 Tropfen Weingeist gethan, das Glas mit zwei Armschlägen geschüttelt und sofort durch noch 29 Gläschen (zu zwei Dritteln mit 100 Tropfen Weingeist gefüllt) verdünnt und mit zwei Schüttel-Schlägen jedesmal potenzirt bis zur Decillion-Kraft-Entwickelung, womit ein oder zwei feinste Streukügelchen befeuchtet zur Gabe dienen.


Höchst wahrscheinlich, wie mir auch zum Theil schon Versuche gezeigt haben, gehört diese sehr kräftige Pflanze unter die Antipsosica, wie auch schon folgende ihrer reinen Wirkungen anzudeuten scheinen; doch werde ich noch genauere Bestätigungen hiervon zu erlangen suchen.

Auch in einigen epidemischen Fiebern wird man sie specifisch finden, so wie in akuten Verkältungs-Krankheiten mancher Art.

Ihre lange Wirkungs-Dauer zeigt sie schon in Versuchen bei gesunden Personen.

Die Namen der Mitbeobachter nebst ihren Verkürzungs-Zeichen sind folgende: G. A. Ahner [Ar.], Cubitz [Ctz.], Gross [Gss.], Müller aus Treuen [Mr.], Ein Ungenannter [Ng.] in der reinen Arzneimittellehre von Trinks und Hartlaub, und diese selbst [Ts. u Hb.], Rückert der ältere [Rt. d. ä.], Stapf [Stf.], Gust. Wagner [Wr.], Wilh. Wahle [We.][95]

Bittersüss.

Ein vorübergehender leichter Schwindel [Ng.]

Mittags vor dem Essen, beim Gehen schwindlich, als wenn alle Gegenstände vor ihm stehen blieben, und als ob es ihm schwarz vor den Augen würde.

Augenblicklicher Schwindel [Piquot, in Samml. br. Abh. f. pr. A. II. 4.]

Schwindel [Althof bei Murray, Appar. Med. I. S. 621.]

5. Da er früh aus dem Bette aufstehen wollte, wäre er fast gefallen vor Schwindel, allgemeiner Schwäche und Zittern am ganzen Körper (n. 24 St.) [Mr.]

Betäubung [Carrere, über das Bittersüss, v. Starke, Jen. 1786.]

Heftige Betäubung des Kopfs [Starke bei Carrere, a.a.O.]

Dummlicher, betäubender Kopfschmerz.

Kopfweh früh im Bette, welches sich beim Aufstehen verschlimmert [Mr.]

10. Kopfweh, Trägheit, Eiskälte des ganzen Körpers und Neigung zum Erbrechen [Mr.]

Schwere des Kopfs [Carrere, a.a.O.]

Schwere in der Stirne (n. 12 St.) [We.]

Schwere in der Stirne mehrere Tage lang, dabei oft Stiche von innen nach aussen in der Schläfe-Gegend [We.]

Schwere im Hinterkopfe, drei Tage lang [We.]

15. Schwere des ganzen Kopfs den Tag hindurch, als wären die Kopfbedeckungen angespannt, vorzüglich im Nacken, wo die Empfindung zu einer Art von Kriebeln ward [We.]

Schwerheit des Kopfes, mit herausbohrendem Schmerze in der Schläfe und in der Stirne, wie auf Nacht-Schwärmerei [Wr.][96]

Dummlichkeit im Kopfe, wie nach einem Rausche, die sich in freier Luft verlor [Wr.]

Dummlich und wüste im Kopfe, Abends gegen 6 Uhr [Ng.]

Dummlichkeit im Kopfe und leichtes Ziehen im linken Stirnhügel [Ng.]

20. Das dummliche Kopfweh dauerte 10 Tage lang [Ng.]

Taumeligkeit im Kopfe mit aufsteigender Wärme im ganzen Gesicht [Ng.]

Hitze im Kopfe [Carrere, a.a.O.]

Wühlendes Drücken im ganzen Umfange der Stirne [Gss.]

Heftiges Kopfweh wie ein Wühlen in der Mitte des Gehirns, im Vorderkopfe, wie Düsterheit und Empfindung, als wäre das Gehirn aufgetrieben, ein Schmerz, der schon früh im Bette entstand, und weder durch Ruhe noch Bewegung sich minderte oder erhöhete; doch war's beim Aufstehen schlimmer [Mr.]

25. Herausbohrender Kopfschmerz bald in der Stirne, bald in den Schläfen (n. 15 St.) [Wr.]

Vor Mitternacht bohrender Kopfschmerz von innen [We.]

Bohrender Kopfschmerz in der rechten Schläfe (n. 23 St.) [We.]

Das Kopfweh nimmt den ganzen Kopf nie ein, sondern nur eine ganz kleine Stelle, wo es sich als Druck wie mit einem stumpfen Instrumente artet [Gss.]

Den ganzen Nachmittag ein dumpfer Kopfschmerz, besonders am linken Stirnhügel [Ng.]

30. Ahends wurde der dumpfdrückende Kopfschmerz heftiger mit zunehmenden Schnupfen [Ng.]

Schmerzhaft betäubendes Drücken im linken Oberhaupte (n. 3 St.) [Ng.]

Drückend betäubender Kopfschmerz im Hinterhaupte vom Nacken herauf [Rt. d. ä.]

In den Schläfen ein Druck wie mit einem stumpfen Instrumente bald auf der rechten, bald auf der linken Seite [Gss.]

Dumpfes Gefühl in Stirn und Nasenwurzel, als wenn er ein Bret vor dem Kopfe hätte [Gss.][97]

35. Gegen Abend beim Gehen in freier Luft Kopfschmerz wie ein Herausdrücken [We.]

Abends ganz spät, herausdrückender Schmerz im linken Stirnhügel [Ng.]

Ruckweise herausdrückender Schmerz im Vorderkopfe, bei Bewegung schlimmer [Ng.]

Ziehender Druck im linken Stirnhügel (d. 6 Tag.) [Ng.]

Drückendes Ziehen in der linken Schläfe-Gegend, Nachmittags [Ng.]

40. Kopfschmerz ziehend von beiden Schläfen nach innen zu [We.]

Drückendes Reissen in den Schläfen, absatzweise [Gss.]

Drückend pochender Schmerz in der linken Stirne, mit Drehendsein [Ng.]

Reissendes Zusammendrücken im Oberhaupte [Gss.]

Absetzendes Reissen in der linken Schläfe [Gss.]

45. Stiche im Kopfe, so dass sie böse darüber ward, Abends am meisten; im Liegen erleichtert.

Ein ganz langsames Stechen im Hinterhaupte wie mit einer Nadel, die man immer wieder zurückzöge [We.]

Tief im Gehirne heftiges Stechen im Vorderhaupte mit Uebelkeit [Mr.]

Absetzendes Drücken links auf dem Scheitel, wie mit einem stumpfen Instrumente in den Kopf hinein [Gss.]

Empfindung als wenn sich der Hinterkopf vergrössert hätte [We.]

50. Pressender Schmerz im linken Hinterhauptbeine [We.]

Kopfschmerz im Hinterhaupte, Abends im Bette [We.]

Langsam ziehender Schmerz durch das ganze Gehirn, besonders Abends (n. 1/4 St.)

Abends beim Essen ein ziehender Schmerz auf dem Schädel bis in die Nasenbeine, wo er zusammenziehend wird [We.]

Vom Stirnhügel zieht es herunter bis in die Nasenspitze in schnellen zuckenden Zügen [Gss.]

55. Ein leises Ziehen im linken Stirnhügel, besonders beim Vorbücken [Ng.][98]

Am Kopfe, gleich über dem linken Ohre ein betäubender Schmerz, als drückte jemand mit einem stumpfen Instrumente in den Kopf hinein [Gss.]

An der Stirne Buckel (Quaddeln), die beim Befühlen stechend schmerzen.

Drückend spannender Schmerz über dem rechten Auge (n. 3 St.) [Wr.]

Bohrender Schmerz über dem rechten Augenbraubogen von innen nach aussen [We.]

60. Zusammenziehender Schmerz am Augenhöhl-Rande [Gss.]

Drücken in den Augen sowohl beim Lesen als ausserdem, doch beim Lesen verschlimmert [Rt. d. ä.]

Wenn sie in der Sonne geht, ist's als wenn ihr Feuer aus den Augen sprühete; so auch in der Stube.

Funken vor den Augen [Piquot, a.a.O.]

Anfang von schwarzem Staare und solche Blödigkeit der Augen, dass er alle Gegenstände nahe und ferne nur wie durch einen Flor sah; das obere Augenlid war wie halb gelähmt, als wenn es herabfallen wollte [Mr.]

65. Trübsichtigkeit [Carrere, a.a.O.]

Augen-Entzündung (chemosis) [TodeStarcke, a.a.O.]

Unschmerzhaftes Drücken auf das linke Jochbein (sogleich) [Gss.]

Klingen in den Ohren [Rt. d. ä.]

Ohrenklingen.

70. Helles Ohrenklingen (n. 4 bis 8 Tagen.) [Stf.]

Eine Art Brickeln im linken Ohre und dann im rechten, als wenn sehr kalte Luft in das Ohr gegangen wäre [We.]

Reissen im linken Ohre mit untermischten Stichen von innen nach aussen; es trommelt und bubbert vor dem Ohre, er hört nicht gut darauf; beim Oeffnen des Mundes ein Knistern im Ohre, als ob etwas darin entzwei sei [Ts. Hb.]

Zwängender Schmerz im linken Ohre, dabei grosse Uebelkeit [Ts. Hb.]

Fürchterlicher Ohrenzwang die ganze Nacht hindurch; er kann davor nicht schlafen. Früh verlor[99] sich der Schmerz auf einmal, doch dauerte ein Rauschen vor dem Ohre noch einige Zeit fort [Ts. Hb.]

75. Im linken Ohre, ein kneipender Stich nach dem Trommelfelle zu [We.]

Feine Stiche im Gehörgange und der Ohr-Speicheldrüse [Rt. d. ä.]

Zwängen mit kleinen Stichen begleitet, im rechten Ohre [We.]

Flüchtiges Ziehen im äussern Gehörgange [Gss.]

Unterhalb des linken Ohres nach dem Aste des Unterkiefers hin ein klammartiges Zusammenziehen [Gss.]

80. Es erfolgte ein so heftiges Nasenbluten, dass das Blut an 4 Unzen betrug. Es war hellroth, floss sehr warm aus dem linken Nasenloche, bei einem Drucke in der Gegend des grossen sichelförmigen Blutbehälters, welcher Druck auch nach dem häufigen Bluten anhielt [Ng.]

Nasenbluten [Starcke, a.a.O.]

Im innern, linken Nasenflügel, ein Blüthchen mit Geschwür Schmerz [We.]

In beiden Nasenwinkeln Ausschlag, ein Blüthchen.

Ziehen und Reissen im ganzen Backen.

85. An den Backen, dicht an den Nasenflügeln, Jücken (n. 1/2 St.)

Ein feuchtender Ausschlag auf der Backe [Carrere, a.a.O.]

Am Innern der Oberlippe, am Vordertheile des Gaumens, auch äusserlich um den Mund herum, Blüthchen und Geschwürchen, welche bei Bewegung der Theile reissend schmerzen.

Zuckende Bewegungen der Lippen und Augenlider (bei kalter Luft) [Carrere, a.a.O.]

Unten am Kinne, ein Kneipen auf einer kleinen Stelle [Gss.]

90. Am Kinne, jückende Blüthen.

Ein ziehender Schmerz in den rechten Halsmuskeln [Mr.]

Stumpfheit der Zähne, als wären sie gefühllos [Mr.]

Es drückt im Halse, als wenn das Zäpfchen zu lang wäre.[100]

Halsschmerzen [Carrere, a.a.O.]

95. Speichelfluss [Carrere, a.a.O.]

Speichelfluss mit lockerm, schwammigem Zahnfleische [Starcke, a.a.O.]

Ausfluss des Speichels, was man Würmerbeseigen nennt.

Ausfliessung vielen zähen, seifenartigen Speichels [Starcke, a.a.O.]

Jückendes Krabbeln auf der Zungenspitze [We.]

100. Trockne Zunge [Carrere, a.a.O.]

Trockne rauhe Zunge [Carrere, a.a.O.]

Lähmung der Zunge, die sie am Sprechen hinderte (bei kaltfeuchter Witterung unter Bittersüss-Gebrauche) [Carrere, a.a.O.]

Lähmung der Zunge nach langem Gebrauche [Linne, Dis. de Dulcamara. Upsal. 1753.]

Lähmung der Zunge [Gouan, Memoires de la Soc. de Montpellier.]

105. Viel Aufstossen [Mr.]

Sehr scharriger Schlund mit beständigem Ausrachsen eines sehr zähen Schleims [Ng.]

Viermaliges Aufstossen mit Kratzen in der Speiseröhre und Soodbrennen (n. 9 St.) [Ng.]

Leeres Aufstossen mit Schütteln wie vom Ekel [Ng.]

Oefteres leeres Aufstossen [Gss.]

110. Mit Schlucksen verbundenes Aufstossen [Gss.]

Fader, seifenartiger Geschmack im Munde und daher Appetit-Mangel [Starcke, a.a.O.]

Beim Essen wiederholtes Aufstossen, so dass ihm die Suppe gleich nach dem Hinterschlingen wieder in den Hals heraufkömmt [Gss.]

Hunger mit Widerwillen vor jeder Speise.

Er hat guten Appetit, und es schmeckt ihm auch recht gut, doch wird er, unter vielem Kollern und Poltern im Leibe, bald satt und voll [Gss.]

115. Beim Essen, im Bauche wiederholtes Kneipen und Aufgetriebenheit [Gss.]

Uebelkeit [Althof, bei Murray, Appar. med. I. S. 621. – Linne, a.a.O.]

Uebelkeit und Ekel [Carrere, a.a.O.][101]

Uebelkeit, Erbrechen, Hitze und Angst [Starcke, a.a.O.]

Ekel mit Schauder, als wollte Erbrechen kommen [Ng.]

120. Grosse Uebelkeit wie zum Erbrechen, mit einem Frösteln [Ts. Hb.]

Wirkliches Erbrechen blossen, zähen Schleims, jedoch von der Arznei nichts (n. 1/2 St.) [Ng.]

Es kömmt ihm so warm in die Höhe und dann erfolgt Erbrechen von Schleim, des Morgens.

Würgen [Althof, a.a.O.]

Gefühl von erhöheter Wärme im Schlunde [Rt. d. ä.]

125. Erbrechen [Linné, a.a.O.]

Nach einer mässigen Mahlzeit, Aufgetriebenheit des Unterleibes, als sollte er zerplatzen [Gss.]

Gefühl von Auftreibung in der Herzgrube mit einem unangenehmen Leerheits-Gefühle im Unterleibe [Ng.]

In der linken Seite, unterhalb der kurzen Ribben, plötzliches Zusammenziehen, fast wie Schneiden [Gss.]

Beim Schlafengehen beständiges Kneipen in der Magen-Gegend, bis zum Einschlafen (d. 2. T.) [Ng.]

130. Unruhe im Bauche, wie eine Aufblähung desselben, mit öfteren Aufstossen nach blosser Luft (d. 3. T.) [Ng.]

Spannender Schmerz rechts neben der Herzgrube, als wenn er sich verhoben und sich Schaden gethan hätte [We.]

Ein empfindlich drückender Schmerz in der Herzgrube, als wenn er da einen Stoss mit einem stumpfen Instrumente bekommen hätte, der beim darauf Drücken noch schmerzhafter wird (n. 35 St.) [Ar.]

Links neben der Herzgrube ein stumpfer Stich, der schnell verschwand, kurz darauf wiederkam und dann nur allmälig verging (n. 1/4 St.) [Ar.]

Ein stechender Schmerz in der Herzgrube (n. 91/2 St.) [Ar.]

135. In der Nabel-Gegend ein stechender Schmerz, der nicht durch darauf Drücken verging (n. 1 St.) [Ar.][102]

Unter den Ribben, rechter Seite, stumpfe Athem versetzende Stiche [Gss.]

In der linken Bauch-Seite, absetzende, stumpfe Stiche; beim darauf Drücken mit dem Finger just auf die schmerzende Stelle, thut es weh und das Stechen wird ärger [Gss.]

Kurze, stumpfe Stiche links neben dem Nabel, Abends [Ng.]

Stumpfe Stiche schnell hinter einander auf einer kleinen Stelle links im Bauche herauswärts, die ihm den Athem versetzen; drückt er mit dem Finger darauf, so thut die Stelle weh; es ist, als wollte sich da von innen etwas durchdrängen [Gss.]

140. Einzelne pulsirende Stiche unter den linken kurzen Ribben, beim Sitzen, die durch Aufstehen vergingen (n. 6 Tagen) [Ar.]

Kneipend stechender Schmerz rechts neben dem Nabel, der durch darauf Drücken nicht verging (n. 41/3 Tag) [Ar.]

Links über dem Nabel, ein feines Kneipen an einer kleinen Stelle im Bauche [Gss.]

Heftiges Bauchkneipen, als wenn ein langer Wurm in den Eingeweiden auf und ab kröche und nage und kneipe (n. 31 St.) [Ar.]

Stumpfes Kneipen im Bauche, als wenn Durchfall entstehen wollte (n. 2 St.) [Ng.]

145. Gleich unter dem Nabel, ein kneipender Schmerz beim krumm Sitzen; dehnte er sich aber aus, so verminderte er sich und hörte dann bald auf (n. 41/4 Tag) [Ar.]

Ganz früh, ein kneipender Schmerz um die Nabel-Gegend herum, als sollte er zu Stuhle gehen, doch ohne Drang [Ar.]

Flüchtiges Kneipen und Schneiden im Bauche und der Brust, wie von aufgestauchten Blähungen [Gss.]

Bauchweh (sogleich).

Bauchweh wie von Verkältung.

150. Knurren im Bauche (sogleich).

Bei jedem Vorbücken ein Herumgiessen in den Gedärmen wie von genommener Purganz [Ng.][103]

Knurren im Bauche, als wollte Stuhlgang erfolgen, mit etwas Kreuzweh [Ng.]

Leibweh, als wenn er sich erkältet hätte (n. 23 St.)

Leibweh, wie von nasskalter Witterung zu entstehen pflegt [We.]

155. Es geht ihm kneipend und schneidend und wühlend im Leibe herum, als sollte Durchfall erfolgen [Gss.]

Schon des Morgens, ohne etwas genossen zu haben, flüchtiges Kneipen und Schneiden im Bauche mit Leib-Aufgetriebenheit [Gss.]

Zuckendes Schneiden und Kneipen hie und da im Bauche, das flüchtig vorübergeht [Gss.]

Ein drehender, wühlend kneipender Schmerz um die Nabel-Gegend herum (n. 10 St.) [Ar.]

Ein herausdrängender Schmerz links unter dem Nabel, als wenn da ein Bruch entstehen wollte [Mf.]

160. Ein nagend pochender Schmerz gleich über dem Nabel [Gss.]

Bald in der linken, bald in der rechten Leistendrüse drückender Schmerz.

Geschwulst der linken Leistendrüse, wie eine Wallnuss gross.

(In der Leistenbeule, arges Brennen (und etwas Stechen dabei) bei der mindesten Bewegung; beim Befühlen auch Brennen mit Stichen vermischt.)

Anschwellung der Schoossdrüsen [Carrere, a.a.O.]

165. Geschwollene, harte Schoossdrüsen von der Grösse einer weissen Bohne, doch ohne Schmerzen [We.]

Kneipender Schmerz in der Nabel-Gegend und über der linken Hüfte, der ihn zu Stuhle zu gehen nöthigt; nach Abgang einiger Blähungen geht aber trotz des starken Drückens nur wenig und harter Koth ab, doch liess der Schmerz dann etwas nach (n. 21/2 Tag) [Ar.]

Unterleibsschmerz, als wenn Durchfall entstehen wollte, aber nach Abgang einer Blähung hörte das Bauchweh auf [We.]

Abends im ganzen Unterbauche Kneipen, mit Anregung zum Stuhle; nachdem er schon vorher den Nachmittag seinen gewöhnlichen, doch sehr harten[104] und beschwerlichen Stuhlgang gehabt hatte, bekam er einen starken, feuchtern Stuhl, und zuletzt viel, ganz dünnen, sauerriechenden Stuhl, worauf er sich erleichtert, aber matt fühlt [Gss.]

Sehr leise Kälte-Empfindung am Rücken, bei Knurren im Leibe und Schmerz in der linken Leiste, bei Berührung nicht vermehrt (n. 12 St.) [Ng.]

170. Spannung in der Gegend des Schambeines, beim Aufstehen vom Sitze.

Weicher, in kleinen Stücken erfolgender Stuhlgang [We.]

Schleimiger, abwechselnd gelber und grünlicher Durchlauf [Carrere, a.a.O.]

Weisser, schleimiger Durchfall [Carrere, a.a.O.]

Schleimiger Durchfall mit Mattigkeit [Carrere, a.a.O.]

175. Weicher Stuhlgang (sogleich).

Mehrere Nachmittage hinter einander Dünnleibigkeit mit Blähungen (n. 3 Tagen.)

Ordentlicher Stuhlgang, jedoch mit etwas Pressen (n. 3/4 St.) [Ng.]

Es trieb ihn schnell zu Stuhle und er konnte es kaum aufhalten, obgleich nur wenig und harter Koth abging (n. 1/2 St.) [Ar.]

Es nöthigte ihn, unter Uebelkeit, öfters zum Stuhle und doch konnte er den ganzen Tag nichts ausleeren (n. 1/2 St.) [Mr.]

180. Es kneipt im Leibe und er muss zu Stuhle, ist aber ganz hartleibig und es geht nur wenig ab bei starkem Drücken (n. 8 St.) [Ar.]

Druck im Unterleibe und Bauchweh vor dem Stuhle, bei demselben nicht, nachher wiederkehrend unter Kollern im Leibe [Rt. d. ä.]

Schwerer, trockner, seltner Stuhlgang [Carrere, a.a.O.]

Plötzlich ein ungeheures Pressen auf den Mastdarm, dass er kaum den Stuhl aufhalten kann und wenn er auf den Stuhl kömmt, geht erst nach einer Weile, bei starkem Drücken, sehr harter Koth langsam und mit flüchtigem Kneipen und Schneiden hie und da im Bauche, ab [Gss.][105]

Seltner, träger und harter Stuhl; wenn es ihm auch Noth thut, so ist doch kein Drang im Mastdarme und nur mit grösster Anstrengung geht sehr dicker, harter Koth langsam ab [Gss.]

185. Viel Abgang von Blähungen [We.]

Blähungen vom Geruche des stinkenden Asants [Mr.]

Trüber, weisslicher Urin [Carrere, a.a.O.]

Häufiger Abgang eines erst klaren und zähen, dann dicken und milchweissen Urins [Carrere, a.a.O.]

Urin erst hell und zähe, dann weiss, dann trübe, dann hell, mit weissem, klebrichtem Satze [Carrere, a.a.O.]

190. Trüber, übelriechender Harn und übelriechender Schweiss [Carrere, a.a.O.]

Urin röthlich und brennend [Carrere, a.a.O.]

Urin mit schleimigem, bald rothem, bald weissem Satze [Carrere, a.a.O.]

Trüber Harn [Carrere, a.a.O.]

Trüber, weisslicher Harn [Carrere, a.a.O.]

195. Pulsirende in der Harnblase nach aussen zu [We.]

Harnstrenge, schmerzhaftes Uriniren [Starcke, a.a.O.]

Brennen in der Mündung der Harnröhre, während des Harnens.

Flechtenartiger Ausschlag auf den grossen Schamlippen [Carrere, a.a.O.]

Hitze und Jücken an den Zeugungs-Theilen und Reiz zum Beischlafe [Carrere, a.a.O.]

200. Vermehrung und Beförderung des Monatlichen [Carrere, a.a.O.]

Verstärkter monatlicher Blutabgang [Carrere, a.a.O.]

Verminderte Stärke der Monatreinigung [Carrere, a.a.O.]

Mehrere, selbst bis 25 Tage verspätigte Monatzeit [Carrere, a.a.O.]

Stockschnupfen mit Eingenommenheit des Kopfs und einmaligem Niessen [Ng.]

205. Sehr trockne Nase, Abends [Ng.]


Niesen [We.]

Kurzer Kotz-Husten, der sich durch tief Athmen zu erzeugen scheint [Gss.][106]

Blutspeien [Carrere, a.a.O.]

Durch die linke Brust-Seite zieht in Absätzen ein sehr empfindlicher, wellenartiger Schmerz, fast wie reissender Druck [Gss.]

210. Betäubender, stumpfer Stich unter dem rechten Schlüsselbeine in die Brust hinein [Gss.]

Links über dem Schwerdknorpel (bei vorgebücktem Sitzen) ein schmerzliches Drücken, wie mit einem stumpfen Instrumente; nachher kömmt es auch bei aufrechter Stellung des Körpers in langen Absätzen und artet sich wie tief in die Brust hinein dringende Stösse [Gss.]

Aeusserliches Spannen und Ziehen am vordern Theile der Brust [Ng.]

Absetzender Schmerz in beiden Seiten unterhalb der Achseln, als stiesse man die Fäuste von beiden Seiten gewaltsam da ein [Gss.]

Ein zuckender Schmerz in der rechten Achselgrube (n. 3 Tagen) [Ar.]

215. Ein pulsirender Schmerz in der linken Achselgrube, durch Bewegung verschwindend (n. 9 St.) [Ar.]

Zucken und Ziehen unter dem Brustbeine [Gss.]

Absetzendes Drücken unter der ganzen Fläche des Brustbeins [Gss.]

Beim tief Athmen, Spannen auf der Brust [We.]

Oben unterm Brustbeine auf einer kleinen Stelle absetzendes Klemmen [Gss.]

220. Beklommen auf der Brust [We.]

Schmerzhaftes Stechen auf dem Brustbeine (n. 1/2 St.)

Auf das Brustbein ein stossähnlicher, mehr stumpfer Stich (n. 8 St.) [Ar.]

Stumpfstechender Schmerz in der rechten Seite in der Gegend der dritten Ribbe, besonders beim darauf Drücken. Hierauf zog sich der Schmerz in's Kreuz, und stieg dann hinauf bis zwischen die Schultern: ein Stechen am innern Rande des linken Schulterblattes beim Athemholen [Ts. Hb.]

In der linken Ribben-Seite langsam absetzende stumpfe Stiche [Gss.][107]

225. Mitten auf dem Brustbeine, ein stechend reissender Schmerz, der durch die ganze Brust bis zum Rückgrate im Sitzen ging und beim Aufstehen verging (n. 7 Tagen) [Ar.]

Ein wühlender Schmerz in der rechten Brust-Seite, durch darauf Drücken vergehend (n. 81/2 St.) [Ar.]

Wehthun in der Brust, wie Wühlen, oder als hätte er sich Schaden gethan (verhoben) [Gss.]

In der rechten Seite, zwischen der vierten und sechsten Ribbe, ein plötzlich entstehender und schnell verschwindender, schmerzhafter Stich (n. 81/2 St.) [Ar.]

In der linken Brust-Seite in der Gegend der fünften und sechsten Ribbe ein schmerzhafter Stich wie von einem etwas stumpfen Messer (n. 61/2 St.) [Ar.]

230. Stechender Schmerz in der linken Brust-Seite, in der Gegend der sechsten Ribbe [Ar.]

Heftiges Stechen in der Brust bald auf der rechten, bald auf der linken Seite; er musste viel husten und warf einen zähen Schleim aus (n. 4 Tagen) [Ar.]

Ein tief schneidender Schmerz in der linken Brust-Seite, dicht unter dem Schlüsselbeine, der durch darauf Drücken verging (n. 30 St.) [Ar.]

Kneipender Schmerz in der ganzen Brust, der durch Einathmen verstärkt ward (n. 14 St.) [Ar.]

Brustbeklemmung wie nach vorgebücktem Sitzen [We.]

235. Grosser Beklemmungs-Schmerz in der ganzen Brust, vorzüglich beim Aus- und Einathmen [Ar.]

Es ist, als wollte es links aus der Brust herausdrängen [Gss.]

Herzklopfen; starker, äusserlich fühlbarer Pulsschlag des Herzens, besonders Nachts.

Starkes Herzklopfen; es war ihm, als fühlte er das Herz ausser der Brusthöhle schlagen [Stf.]

Ein wühlend stechender Schmerz links neben dem Kreuzbeine (n. 10 St.) [Ar.]

240. Kreuzschmerzen wie nach langem Bücken [We.]

Ueber dem linken Beckenkamme, ein wühlender Schmerz, der durch darauf Drücken verging (n. 6 St.) [Ar.][108]

Beim gekrümmten Sitzen (nach einer kleinen Fussreise), bei jedesmaligem Einathmen in beiden Lenden ein stumpfer Stich herauswärts – eine Art Herausdrängen [Gss.]

Ueber der linken Hüfte, dicht neben den Lendenwirbeln, Schmerz als wenn er da vorher einen Stoss bekommen hätte (n. 1/2 St.) [Ar.]

In der Lende über der rechten Hüfte, ein tief schneidender Schmerz, der durch darauf Drücken verging, nachher aber bald wieder zurückkehrte und dann nur allmälig von selbst verschwand (n. 4 Tagen) [Ar.]

245. Schmerz, als sollte der Leib in der Lenden-Gegend über den Hüften abgeschnitten werden; für Schmerz bewegt er sich hin und her, ohne still sitzen zu können, doch ohne Linderung [Gss.]

In der Lende über der linken Hüfte, ein wühlend stechender Schmerz, der beim Gehen verging, im Sitzen aber wieder kam (n. 41/3 Tag) [Ar.]

Dicht neben den Lendenwirbeln, über der rechten Hüfte, ruckweise, starke, einzelne Stiche, wie mit einer Gabel (n. 6 Tagen) [Ar.]

Hinten auf der linken Seite in der Lende, gleich über der Hüfte, bei jedem Athemzuge ein stumpfer Stich herauswärts [Gss.]

Einzelne schmerzhafte Stiche beim Athemholen in der Mitte des Rückgrats (n. 29 St.) [Ahner, a.a.O.]

250. Absetzende, stumpfe Stiche, wie ein empfindliches Pochen, im Rücken links neben dem Rückgrate [Gss.]

Absetzender Druck links gleich neben der Wirbelsäule im Anfange des Rückens, oben in der Nähe des Nackens, früh bei der Rückenlage im Bette [Gss.]

Eine angenehm kitzelnde Empfindung am äussern Rande des rechten Schulterblattes [Ar.]

In der Mitte des rechten Schulterblattes ein kitzelnder Stich [Ar.]

Ziehend reissender Schmerz am äussern Rande des rechten Schulterblattes (n. 6 Tagen) [Ar.][109]

255. Ziehendes Reissen in der rechten Achsel, über dem rechten Hüft-Gelenk und über und unter dem rechten Knie-Gelenk [Ts. Hb.]

Absetzend reissende Stösse auf die äussere Seite des linken Schulterblattes [Gss.]

Steifheits-Schmerz in den Nackenmuskeln beim Drehen des Kopfs auf eine von beiden Seiten [Gss.]

In den Nackenmuskeln Steifigkeit [Rt. d. ä.]

Schmerz im Genicke, als hätte der Kopf eine unrechte Lage gehabt [We.]

260. In den Nackenmuskeln schnürender Schmerz, als würde ihm der Hals umgedreht [Gss.]

Im ganzen rechten Arme ein dumpfer heftiger Schmerz, wie von einem erlittenen Schlagflusse, mit Blei-Schwere, Unbeweglichkeit und Kälte-Empfindung verbunden; der Arm war eiskalt anzufühlen, die Muskeln waren selbst in der Ruhe wie gespannt; der Arm war fast gänzlich gelähmt, er konnte ihn nicht von selbst biegen, ihn nicht aufheben und nicht eine Schreibfeder halten; bei dem Bestreben dazu fühlte er einen scharfen Schmerz wie von Zerschlagenheit im Ellbogen-Gelenke, welches auch beim Befühlen schmerzlich weh that, wie zerschlagen (n. 1/2 St.), dieselbe Eiskälte des rechten Arms kam den folgenden Morgen, nach 24 Stunden wieder [Mr.]

Wenn sie die Arme vorwärts oder hinterwärts bringen wollte, so konnte sie es nicht, weil dann Rucke in den Armen entstanden.

Wenn sie den Arm krumm machte und rückwärts bog, so zuckte es im Fleische des Oberarms; wenn sie ihn ausstreckte, so zuckte es nicht, dann wurden aber die Finger steif, dass sie sie nicht zumachen konnte.

Abends im Bette und früh nach dem Aufstehen, Schmerz im Oberarme.

265. Brennendes Jücken äusserlich am rechten Oberarme, das zum Kratzen nöthigte; die Stelle war roth und ein pläschen darauf, von brennender Empfindung [Wr.]

Der linke Arm schmerzt lähmig, wie von einer Quetschung, fast nur in der Ruhe, bei Bewegung[110] wenig, beim Befühlen ist er unschmerzhaft; doch hat der Arm seine gehörige Kraft.

Eine lähmige Empfindung im rechten Oberarme, die durch starke Bewegung desselben verging (n. 41/2 Tag) [Ar.]

An der äussern Seite des rechten Ellbogens ein fressender, nagender Schmerz, in kurzen Absätzen [Gss.]

Ein ziehender Schmerz im rechten Vorderarme (n. 31/2 Tag) [Ar.]

270. Dumpfes Ziehen vom linken Ellbogen bis zur Handwurzel, besonders bei der Pronation bemerkbar, Abends (d. 9. T.) [Ng.]

In der linken Ellbogenröhre ein wiederholtes, empfindliches Ziehen [Gss.]

Ein plötzlich ruckend kneipendes Reissen in der Mitte des linken Vorderarms (n. 12 St.) [Ar.]

Im rechten Vorderarme, vom Ellbogen-Gelenke nach der Handwurzel zu, ein langsam herabziehender, drehend bohrender Schmerz, der durch Bewegung des Arms verging, in der Ruhe aber sogleich wieder zurückkehrte (n. 4 St.) [Ar.]

Der linke Vorderarm kraftlos, wie gelähmt, mit einer lähmigen Empfindung im Ellbogen-Gelenke (n. 36 St.) [We.]

275. Unangenehmes Jücken auf der Mitte des rechten Vorderarms, das zu kratzen nöthigte und davon verging, aber bald wieder zurückkehrte (n. 35 St.) [Ar.]

In der Ellbogenbeuge, rothe Ausschlags-Blüthen, Früh und Abends in der Stubenwärme sichtbar, die ein feinstechendes Jücken verursachten, und nach dem Kratzen Brennen, zwölf Tage lang.

Auf der rechten Handwurzel ein Stich, wie mit einer stumpfen Spitze, der durch Bewegung verging (n. 1 St.) [Ar.]

Zittern der Hände bei kaltfeuchter Witterung unter Bittersüss-Gebrauche [Carrere, a.a.O.]

Vorzüglich auf den Händen flechtenartiger Ausschlag [Carrere, a.a.O.]

280. Viel Schweiss der hohlen Hände [We.]

Die Hände werden mit einer Art Warzen bedeckt, dergleichen er sonst nie hatte (n. 21 Tagen) [ Stf.][111]

Auf dem Handrücken eine Röthe, welche brennend schmerzt, wenn er in freier Luft beim Gehen warm wird.

Im linken Daumballen, klammartiges Ziehen, dass er sich kaum den Daumen zu bewegen getraut [Gss.]

Klammartig zuckender Schmerz im ersten Gliede des rechten Mittelfingers [Gss.]

285. Einzelne, kleine Stiche auf dem rechten Hinterbacken (n. 81/3 Tag) [Ar.]

Ziehend reissender Schmerz in der linken Hüfte (n. 14 St.) [Ar.]

Ziehend kneipender Schmerz in der rechten Hüfte (n. 26 St.) [Ar.]

Ziehend stechender Schmerz im linken Hüft-Gelenke bis in den Schooss bloss beim Gehen, bei jedem Tritte, mit dem Gefühle, als wollte sich der Kopf des Hüftknochens ausrenken; starkes Ausstrecken minderte den Schmerz, mit der Empfindung, als würde das Schenkelbein dadurch wieder eingerenkt; doch blieb einige Zeit ein Zerschlagenheits-Schmerz in den Theilen zurück, der ihn wie lahm zu gehen nöthigte (vierzehn Tage lang). [Ctz.]

Schmerz im Oberschenkel.

290. Stechend reissender Schmerz im ganzen rechten Oberschenkel, der nicht durch darauf Drücken verging [Ar.]

Feinstechender Schmerz auf der Hinterseite des linken Oberschenkels, dicht am Knie, wie mit Nadeln (n. 81 St.) [Ar.]

Immerwährender, bald stechender, bald pochender, bald kneipender Schmerz in beiden Oberschenkeln, der beim Gehen verschwand, dann aber in Müdigkeit ausartete; beim Sitzen kehrte er sogleich wieder (n. 31/2 Tag) [Ar.]

Ein ziehend reissender Schmerz in beiden Oberschenkeln, der beim Gehen verschwand, aber in Müdigkeit ausartete und beim Sitzen sogleich zurückkehrte (n. 12, 14 St.) [Ar.]

Hie und da Ziehen im Fleische der Oberschenkel. Beim Befühlen waren die Theile empfindlich [Ng.][112]

295. Eine ziehende Empfindung auf der Vorderseite des rechten Oberschenkels (n. 36 St.) [Ar.]

Ein ziehend reissender Schmerz an der Hinterseite des rechten Oberschenkels von seiner Mitte an bis in's Kniegelenke (n. 5/4 St.) [Ar.]

Eine ziehend lähmige Empfindung auf der Vorderseite des rechten Oberschenkels (n. 81/3 Tag.) [Ar.]

Stechend reissender Schmerz vom Knie-Gelenke an bis herauf am Oberschenkel, während des Gehens im Freien [Rt. d. ä.]

Brennend jückende Empfindung äusserlich auf den Oberschenkeln, die zum Kratzen zwingt (n. 7 St.) [Wr.]

300. Einschlafen der Schenkel und Schwäche derselben [Carrere, a.a.O.]

Grosse Abgeschlagenheit der Kniee, wie nach einer bedeutenden Fussreise (d. 3. Tag.) [Ng.]

Zucken der Beine [Carrere, a.a.O.]

Reissen im Knie-Gelenke, beim Sitzen [Rt. d. ä.]

An der innern Seite des Kniees taktmäsiger, wellenförmig drückender Schmerz [Gss.]

305. Auf der äussern Seite des rechten Unterschenkels, Jücken, was sich in einem jückenden Stich endigte (n. 1/4 St.) [We.]

An der äussern Seite des linken Unterschenkels, Jücken, was durch Kratzen verging, aber bald wieder kam (n. 1/4 St.) [We.]

Klammartig ziehender (fast schneidender) Schmerz durch den linken Unterschenkel herab [Gss.]

Aufgedunsenheit und Geschwulst des Unterschenkels und der Wade (doch nicht des Unterfusses) mit spannendem Schmerze und Empfindung von äusserster Müdigkeit gegen Abend.

Gelindes Reissen im rechten Schienbeine aufwärts, früh (d. 2. Tag.) [Ng.]

310. Schmerz im Schienbeine, wie von Ermüdung durch einen starken Gang (n. 36 St.) [We.]

Es zieht sich an der Hinterseite der linken Wade ein Schmerz herab, als ob ihn jemand innerlich ritzte (n. 1/2 St.) [Ar.]

Reissender Schmerz in der Hinterseite der linken Wade, der durch Bewegung des Fusses verging (n. 1/2 St.) [Ar.][113]

Ein plötzlicher Stich wie von einer Nadel in der linken Wade und darauf Gefühl, als liefe aus der Stelle warmes Blut oder Wasser herunter [Ar.]

Taubheits-Empfindung in der Wade, Nachmittags und Abends.

315. Schmerzhafter Klamm in der linken Wade beim Gehen (n. 9 St.) [Wr.]

Brennen in den Füssen.

Er wachte die Nacht auf über einen argen Klamm am innern rechten Fussknöchel, er musste aus dem Bette aufstehen, und umhergehen, worauf es sich gab.

Ziehendes Reissen neben dem innern Knöchel des rechten Fusses (n. 12 St.) [Ng.]

Reissen im linken Beine, vom äussern Knöchel gegen den Vorderfuss [Ng.]

320. Ein schneidender Schmerz in der Mitte der rechten Fusssohle, der nicht durch Auftreten verging (n. 27 St.) [Ar.]

Pulsirend reissender Schmerz in der grossen und zweiten Zehe des linken Fusses [We.]

An den Zehen, absetzendes, stechendes Brennen [Gss.]

Kleine Zuckungen an den Händen und Füssen [Carrere, a.a.O.]

Konvulsionen zuerst in den Gesichtsmuskeln, dann am ganzen Körper [Fritze, Annal. d. K. F. III. S. 45.]

325. Klamm Schmerz hie und da in den Gliedern, besonders den Fingern [Gss.]

Die Zufälle scheinen vorzüglich gegen Abend gern einzutreten [Ng.]

Starkes Zittern der Glieder [Carrere, a.a.O.]

Stumpfe Stiche hie und da in den Gliedern und am übrigen Körper, gewöhnlich herauswärts [Gss.]

Gliederschmerz.

330. An verschiedenen Theilen des Körpers Schmerzen, als wenn diese Theile verkältet wären [We.]

Brennendes Jücken hie und da, schnell hin und her laufend, wie Ungeziefer; er muss heftig kratzen, wonach es sich anfangs vermehrt, dann aber vermindert; am Tage ist das Jücken wenig[114] fühlbar; nur die Nacht und am heftigsten von 12 bis 3 Uhr; er erwacht nach kurzem Schlafe über dieser Empfindung (n. 14 Tagen.) [Stf.]

Jückend kneipende Stiche an verschiedenen Theilen des Körpers [We.]

Heftiges Jücken am ganzen Körper [Carrere, a.a.O.]

Stechendes Jücken an verschiedenen Theilen des Körpers [Carrere, a.a.O.]

335. Ein stark jückender Ausschlag rother Flecken mit Bläschen [Carrere, a.a.O.]

Ausschlag an den Armen und Oberschenkeln, wie weisse Knoten (Quaddeln) mit rothem Hofe umgeben; bloss die Quaddeln jückten stichlicht und nach dem Reiben entstand Brennen.

Kleine Ausschlags-Blüthen an Brust und Unterleib, mit mässigem Jücken [Stf.]

Ausschlag einer flechtenartigen Borke über den ganzen Körper [Carrere, a.a.O.]

Hellrothe, spitzige Hügelchen auf der Haut, die sich nach 5, 6 Tagen mit Eiter füllten [Starcke, a.a.O.]

340. Rothe, erhabne Flecken wie von Brennnesseln [Carrere, a.a.O.]

Rothe Stellen am Körper [Carrere, a.a.O.]

Rothe, flohstichartige Flecken [Carrere, a.a.O.]

In der Haut Trockenheit, Hitze und Brennen [Carrere, a.a.O.]

Trockenheit und Hitze der Haut, verstopfter Stuhl und schmerzhafte Urinverhaltung, bei weichem, vollem, langsamem Pulse mit springenden Schlägen [Carrere, a.a.O.]

345. Jählinge Geschwulst des Körpers und Aufgedunsenheit der Glieder, welche zuweilen schmerzhaft oder mit Gefühl von Eingeschlafenheit begleitet ist [Starcke, a.a.O.]

Magerkeit.

Lässigkeit; er vermeidet Bewegung.

Müdigkeit.

Lässigkeit, Schwere und Müdigkeit in allen Gliedern, die zu sitzen und liegen zwingt (n. 12 St.) [Wr.]

350. In allen Gliedern ein grosses Zerschlagenheits-Gefühl, fast den ganzen Tag anhaltend [Ar.][115]

Schwere in den Oberschenkeln und Armen [Rt. d. ä.]

Grosse, anhaltende Schwäche [Carrere, a.a.O.]

Anfälle von jählinger Schwäche, wie Ohnmacht.

Er muss sich niederlegen.

355. Den ganzen Tag ist er sehr schläfrig und muss viel gähnen [Ar.]

Starke Schläfrigkeit, Trägheit, Gähnen [Mr.]

Oefteres, starkes Gähnen [Gss.]

Unruhe, Zucken, Schlaflosigkeit [Carrere, a.a.O.]

Schlaflosigkeit [Carrere, a.a.O.]

360. Unruhiger Schlaf, von verworrenen Träumen unterbrochen, mit häufigem Schweisse im Schlafe [Wr.]

Unruhiger, unterbrochner, ängstlicher Schlaf, voll schwerer Träume [Starcke, a.a.O.]

Abends, als er eben einschlafen wollte, fuhr er wie von Schreck hoch in die Höhe [Gss.]

Schlaf mit starkem Schnarchen bei offenem Munde (sogleich).

Nach Mitternacht, Aengstlichkeit und Furcht vor zukünftigen Dingen.

365. Schreckhafte Träume, die ihn zum Bette herauszuspringen nöthigten (die erste Nacht) [Wr.]

Nach 4 Uhr früh ward der Schlaf sehr unruhig, er mochte sich legen wie er wollte [Ar.]

Herumwerfen im Bette die ganze Nacht, mit Dummheit des Kopfs [We.]

Unruhiger Schlaf; er warf sich unbehaglich im Bette herum [Stf.]

Er wachte sehr früh auf und konnte nicht wieder einschlafen; er dehnte sich unter grosser Müdigkeit und legte sich von einer Seite auf die andre, weil die Muskeln des Hinterkopfs wie gelähmt waren und er nicht darauf liegen konnte [We.]

370. Sie wacht früh auf wie von einem Rufe und sieht eine sich immer vergrössernde Gespenster-Gestalt, welche in der Höhe zu verschwinden scheint.

Gegen Morgen, eine Art Wachen mit geschlossenen Augen [We.][116]

Gegen Morgen kein Schlaf und doch in allen Gliedern so müde, wie gelähmt, wie nach ausgestandener grosser Hitze [We.]

Schlaflosigkeit, Blutwallung, Stechen und Jücken in der Haut [Carrere, a.a.O.]

(Nachts ohne Schlaf, wegen Jücken am vordern Theile des Leibes von der Brust an über den Unterleib und die Dickbeine, wie Flohstiche; dabei war er heiss und duftete, ohne nass zu seyn; der Duft war von unangenehmem Geruche.)

375. Schütteln wie von Uebelkeit und Frost zugleich, mit Kälte-Empfindung und Kälte am ganzen Körper; er konnte sich am heissesten Ofen nicht erwärmen; dabei von Zeit zu Zeit Schauder und Schütteln (sogleich) [Mr.]

Doppelt dreitägiges Fieber [Carrere, a.a.O.]

Es ist ihm frostig und unbehaglich in allen Gliedern [We.]

Oefteres Frösteln, Schwere des Kopfs, allgemeine Ermattung (nach Verkältung beim Bittersüss-Gebrauche) [Carrere, a.a.O.]

In freier Luft, vorzüglich in Zugluft, Frösteln am Rücken ohne Durst [Ng.]

380. Gegen Abend ein Frösteln über den Rücken, den Nacken und das Hinterhaupt, mit dem Gefühle, als sträubten sich die Haare am Kopfe (d. 3. Tag.)

Mehre Abende gelindes, aber unangenehmes Frösteln, vom Rücken über das Hinterhaupt [Ng.]

Das Frösteln am Rücken gegen Abend dauerte über 10 Tage fort, täglich wiederkehrend [Ng.]

Trockne Hitze die Nacht.

Heisse, trockne Haut, Blutwallung [Carrere, a.a.O.]

385. Brennen in der Haut des ganzen Rückens, als sässe er an einem heissen Ofen, mit Schweiss im Gesichte und mässiger Hitze [We.]

Hitze, Unruhe [Carrere, a.a.O.]

Heftiges Fieber mit starker Hitze, Trockenheit der Haut und Phantasiren, täglich; alle 15, 16 Stunden wiederkehrend [Carrere, a.a.O.]

Hitze und Gefühl von Hitze über den ganzen Körper, besonders in den Händen; der Puls ebenmässig[117] langsam, aber voll; dabei Durst, nachher Frösteln [Rt. d. ä.]

Hitze des Körpers, Brennen im Gesichte, Verstopfung des Leibes [Carrere, a.a.O.]

390. Allgemeiner Schweiss, vorzüglich im Rücken.

Fünf- und mehrtägiger Schweiss [Carrere, a.a.O.]

Schweiss über und über die Nacht, am Tage unter den Achseln und in den hohlen Händen [Carrere, a.a.O.]

Früh, starker Schweiss über und über, am meisten aber am ganzen Kopfe (n. 20 St.)

Uebelriechender Schweiss und zugleich reichlicher Abgang durchsichtigen Urins [Carrere, a.a.O.]

395. Unruhe [Carrere, a.a.O.]

Irrereden [De Haen, Ratio medendi, IV. S. 228.]

Erhöheter Schmerz die Nacht mit Delirien [Carrere, a.a.O.]

Phantasiren, Delirien, eine Art Wahnwitz [Starcke, a.a.O.]

Früh sehr ungedultig; er stampfte mit den Füssen, wollte alles wegwerfen, fing an zu phantasiren; nachgehends Weinen [Starcke, a.a.O.]

400. Sehr missgestimmt, zu gar nichts aufgelegt, mehre Tage lang [Ng.]

Nachmittags eine eigne Gemüthsstimmung, als müsste er sich mit Jedem zanken, ohne sich dabei zu ärgern [Ng.]

Quelle:
Samuel Hahnemann: Reine Arzneimittellehre. Bd. 1, Dresden, Leipzig 31830, S. 94-118.
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