[319] Schwefelleber, kalkerdige.

(Ein Gemisch von gleichen Theilen feingepülverter Austerschalen und ganz reiner Schwefelblumen, zehn Minuten in Weissglühhitze erhalten, und in wohlverstopften Gläsern aufbewahrt. -Ich habe einen sehr kleinen Theil eines Grans millionfacher Verdünnung (mittels dreimaligen, stündigen Reibens mit jedesmal 100 Gran frischem Milchzucker) zur Gabe völlig hinreichend, oft noch zu gross, befunden.)


So starker Schwindel beim Fahren im Wagen, dass sie beim Aussteigen nicht allein stehen konnte.

Ohnmachtschwindel und eine Starrheit der Augen, als wenn er in Gedanken sässe, oder wenn einem, wie man sagt, die Augen vergehen.

Beim Kopfschütteln Schwindel und Kopfschmerz.

Früh beim Erwachen drückender Kopfschmerz.

5. Ziehen und Drücken in den Schläfen, am Tage.

In der rechten Gehirnhälfte ein scharfer Druck, von Zeit zu Zeit schärfer und schwächer.

Spannender Kopfschmerz über der Nase.

In der einen Gehirnhälfte ein anhaltender Schmerz, wie von einem in das Gehirn eingeschlagenen Pflocke oder stumpfen Nagel.

Beim Wiederaufrichten nach Bücken und bei jeder Bewegung Stiche im Kopfe, besonders nach Gehen in freier Luft.

10. Ein bohrender Schmerz auf einer kleinen Stelle in der Seite des Kopfs.[319]

Bohrender Schmerz in der rechten Schläfe bis oben in den Kopf hinein.

Die Haare gehn stark aus (n. 5 Tagen).

Es gehen die Haare auf dem Kopfe an einzelnen Stellen aus, und es werden kahle Flecke.

Ausschlagsblüthen, wie Quaddeln, auf dem Haarkopfe und im Genicke, die bloss bei Berührung weh thun wie wund, für sich aber nicht.

15. Viele Ausschlagsblüthen an der Seite der Stirne, am schlimmsten in der Stube, die in der Luft schnell besser werden.

Zwei unschmerzhafte, geschwülstige Erhabenheiten an der Stirne.

Nachts heftiges Kopfweh, als wenn es die Stirne herausreissen wollte, mit allgemeiner Hitze, ohne Durst.

Früh, schon beim Erwachen bis einige Zeit nach dem Aufstehn, Kopfschmerz in der Stirne, wie weh, fast wie zerschlagen, durch Bewegung der Augen vermehrt; zugleich ein ähnliches, stilles, aber sehr unangenehmes Weh im Unterleibe.

Innerer Kopfschmerz in der Stirne, wie Nadelstiche.

20. Von Mitternacht an (im Bette) bis Mittag Kopfweh, wie Blutschwär, in der Stirne, und beim Bücken und Husten wie Nadelstechen; äusserlich beim Befühlen that die Stirne auch weh wie Blutschwär und Nadelstechen, mehre Morgen.

Beim Niederlegen, Nachmittags, ein krampfhaftes Zucken in den Stirnmuskeln, was bloss durch Aufstehn verging.

Bohrender Schmerz in den Knochen des obern Theils der Augenhöhle.

(Im äussern Augenwinkel ein schneidender Schmerz.)

Blüthenausschlag auf den obern Augenlidern und unter den Augen.

25. Entzündung, Röthe und Geschwulst des obern Augenlides, mit mehr drückendem, als stechendem Schmerze.

Beim Erwachen sind die Augenlider verschlossen, dass sie sie lange Zeit nicht öffnen konnte.[320]

Die Augen werden böse, sie schwären die Nacht zu; er kann Abends bei Lichte nicht gut sehen, die Augen werden trübe und es setzt sich gleich Eiterschleim drin ab, Augenbutter genannt.

Ein böses Auge, entzündet und geschwollen; Röthe des Weissen.

Die Augen sind roth und thun drückend weh, besonders beim Bewegen.

30. Die Augäpfel thun drückend weh und bei Berührung wie zerschlagen.

Gelbheit des Gesichts, mit blauen Rändern um die Augen.

Gilbliche Haut und Gesichtsfarbe.

Den Tag über fühlbare und sichtbare Röthe der Backen, ohne Durst und ohne Schauder, mehre Tage lang.

Abends (7 Uhr) Hitze im Gesichte.

35. Hitze im Gesichte in der Nacht und früh beim Erwachen.

Früh rosenartige Backengeschwulst (n. 48 St.).

Hitze, Röthe und Jücken der äussern Ohren, sechs Tage lang.

Beim Ausschnauben heftige Stiche im Ohre.

Abends bei Schlafengehen, bis zum Einschlafen, Sausen und Klopfen vor den Ohren.

40. Ziehender Schmerz in der Nase, welcher dann in die Augen übergeht und zu einem Beissen wird (früh).

Schmerz auf dem Nasenrücken beim Befühlen, wie wund.

Zerschlagenheitsschmerz in der Nasenspitze.

Gefühl von geschwürigen Nasenlöchern.

Er schnaubt geronnenes Blut aus der Nase.

45. Alle Morgen gehn etliche Tropfen Blut aus der Nase.

Nasenbluten, zwei Tage wiederholt.

Verlust des Geruchs.

Sehr feiner Geruch1.[321]

In der Mitte der Oberlippe ein spannender Schmerz.

50. Ein Geschwür am Lippenwinkel2.

Ausschlag im Lippenwinkel mit Hitzempfindung drin.

An der rechten Seite des Kinnes, nach der Unterlippe zu, Bläschen und Geschwüre von brennender Empfindung.

Ausschlagsblüthen am Kinne, über und unter den Lippen und am Halse, wie Quaddeln, die bloss bei Berührung weh thun, wie wund, für sich aber nicht.

Geschwulst des Zahnfleisches am hintern Backzahne, mit einem herausdrückenden Schmerze, als wenn ein junger Zahn da herauskommen wollte; am schlimmsten schmerzt es beim Drauffühlen und Draufbeissen.

55. Zucken im Zahnfleische.

Abends ziehendes Zahnweh im hohlen Zahne, als wenn allzu viel Blut auf den Nerven drängte.

Zahnweh, vorzüglich beim Essen.

Zahnweh (Abends 6 Uhr): der Zahn fängt an zu wackeln und schmerzt ziehend, ein Schmerz, der in der warmen Stube schlimmer, an der freien Luft besser wird, durch kaltes Wasser sich weder verschlimmert, noch bessert, und eben so wenig durch eine aufgelegte warme Hand, sich auch beim Reden nicht verschlimmert, sondern bloss beim Zusammenbeissen, und dann zuckt's drin.

Ein hohler Zahn wird wackelig und schmerzt beim Draufbeissen (n. 3 St.).

60. Im Halse, beim Schlingen und Gähnen, stechender Schmerz, als wenn ein Splitter drin stäke; beim Gähnen geht der Stich selbst nach dem Ohre zu.

Beim Tiefathmen sticht's im Halse.[322]

Beim Wenden des Kopfs sticht's im Halse bis in's Ohr.

Einzelne feine Stiche an den äussern Theilen des Halses und hinter den Ohren, wie Flohstiche.

Zerschlagenheitsschmerz der äussern Halsmuskeln mit innerm Halsweh; es schmerzt beim Schlingen wie von einer Geschwulst im Halse (n. 24 St.).

65. Früh Empfindung im Halse, wie von einem Schleimpflocke, der nicht los wolle - eine Art innerer Geschwulst im Anfange des Schlundes.

Gleich nach dem Abendessen ein Druck unter'm Kehlkopfe, als wäre ihm etwas im Halse stecken geblieben.

Beim Schlingen ist's ihm im Halse wie eine Geschwulst, worüber er wegschlucken müsste.

Rauh und kratzig im Schlunde, schon so für sich, am meisten aber schründet es beim Hinterschlingen fester Speisen.

So dämpfig und kratzig im Halse, wie von angebranntem Schweinefette, früh.

70. Kratzig im Halse: er ist ihr immer so voll Wasser, dass sie immer ausspucken muss.

Abends nach dem Essen muss er aus dem Halse viel Schleim ausraksen.

Es war ihr immer, als wenn Wasser im Schlunde in die Höhe käme, wie wenn man Saures gegessen hat.

Ausfluss wässerigen Speichels aus dem Munde, wie Würmerbeseigen, welches den folgenden Tag um dieselbe Stunde wiederkommt.

Zusammenlaufen des Speichels aus dem Munde, mit Brecherlichkeit.

75. Früh bitter-schleimiger Geschmack im Munde.

Es schmeckt bitter im Munde; auch die Speisen schmecken bitter.

Bitter hinten im Halse, doch schmecken die Speisen richtig.

Es schmeckt ihr wie Erde im Halse, obwohl die Speisen ziemlich natürlich schmecken.

(Verlust des Geschmacksinns.)[323]

80. (Es ekelt ihn alles an, vorzüglich Fett.)

(Er hat zuweilen Appetit nach etwas, bekommt er's aber, so mag er's nicht.)

Er hat nur zu sauern und stark schmeckenden (pikanten) Dingen Appetit.

Mehr Durst, als Hunger.

Aufstossen.

85. Brennen im Halse beim Aufstossen.

Uebelkeit, öfters des Tags.

Früh Uebelkeit und Brecherlichkeit, im Sitzen und Stehen, die beim Liegen aufhört.

Früh-Erbrechen.

Saures Erbrechen, Nachmittags.

90. Drücken im Magen, nach wenigem Essen.

Spannen über die Herzgrube: er muss sich aufknöpfen und kann das Sitzen nicht vertragen.

Ein aus dem Unterleibe heraufsteigender harter Druck, welcher sich in der Herzgrube festsetzt und nur durch abgehende Blähungen erleichtert wird.

Es ist ihm im Leibe alles so fest, wie Stein, und es drückt unter der Herzgrube.

Aufgebläheter Unterleib, gespannter Bauch.

95. Aufgetriebener, dicker Bauch, ohne Blähungen.

Ziehender Schmerz im Oberbauche und zugleich über dem Kreuze (sogleich).

Leibweh, wie ziehender Schmerz.

Zusammenziehender Leibschmerz.

Raffen in der Gegend des Nabels, von beiden Seiten des Unterleibes her, nach der Mitte zu, welches zuweilen bis zur Herzgrube heraufsteigt, und Uebelkeit und ängstliche Hitze in den Backen erregt, anfallsweise - fast wie von Verkältung oder von Bewegungen zum Monatlichen (n. 3 St.).

100. Wirbelnde Empfindung über dem Nabel.

Krämpfe im Unterleibe (n. 3 Tagen).

Bauchkneipen, wie von Verkältung.

Heftige Stiche in der linken Bauchseite, gleich unter den Ribben.[324]

Ein sehr unangenehmes, obgleich stilles Weh im Unterleibe, fast wie von Zerschlagenheit, vom Früh-Aufwachen an bis einige Zeit nach dem Aufstehn, zugleich mit einem ähnlichen Kopfweh in der Stirne.

105. (Er fühlt viel Leerheit in den Gedärmen.)

Mehre Tage, gegen Abend, Schneiden im Leibe, ohne Durchfall.

Leibschneiden.

Jeden Morgen ein mit unangenehmer Empfindung begleitetes Herumgehen der Blähungen im Unterleibe, besonders in den Bauchseiten; eine Art Kolik.

Kollern im Unterleibe.

110. Blähungsabgang die Nacht.

Die Drüsen im Schoosse werden schmerzhaft für sich schon und noch mehr beim Befühlen; sie schmerzen, als wären sie geschwollen.

Bubonen, Eitergeschwüre der Schoossdrüse.

Bei vielem Noththun doch sehr schwieriger Abgang zu wenigen, nicht harten Kothes.

Oeftere Stuhlgänge, auch die Nacht; es geht sehr wenig fort, und doch mit Pressen und Stuhlzwang und Mattigkeit.

115. Durchfall blutigen Schleims, mit Poltern wie hinten im Rücken (ohne Leibweh).

Dreimal durchfälliger Stuhlgang, und dabei eine weichliche Uebelkeitsempfindung im Unterleibe, mit Kollern darin.

Täglich ein Paar Mal gelindes Laxiren, vorher einiges Kneipen, dann kommt eine Blähung vor dem Laxirstuhle und etliche Blähungen hinterdrein.

Mehre Tage lehmfarbiger Stuhlgang.

Grünlicher Stuhlgang.

120. Ein Knötchen über dem After und Gefühl von Anschwellung daselbst.

(Brennen am After.)[325]

Schon beim Lassen ist der Urin molkig trübe und legt einen weissen Satz zu Boden (n. 12 St.).

Urin beim Lassen ganz blass und hell, beim Stehen trübe, dick, und setzt einen weissen Satz ab.

Dunkelgelber Harn: er brennt beim Abgehen.

125. Beim Harnen kommen die letzten Tropfen Urin blutig.

Viel Harnabgang (n. 4 Tagen).

Er darf die Nacht nicht mehr harnen, wenigstens wacht er dazu auf3.

Verhinderter Harnabgang: er muss eine Weile warten, ehe der Urin kommt, und dann fliesst er langsam heraus, viele Tage lang.

Der Urin brennt an den äussern Theilen der Geschlechtstheile und frisst die innere Fläche der Vorhaut an und macht sie geschwürig.

130. Die Harnröhröffnung sieht roth und entzündet.

Jücken äusserlich an der männlichen Ruthe und am Fleischbändchen der Eichel.

Ein Stich in der Gegend des Fleischbändchens.

Stechender Schmerz in der Vorhaut.

Aeusserlich an der Vorhaut entstehen Geschwüre, die den Schankern ähnlich sehen.


135. Oefteres Niessen (sogleich).

Ohne dass das Kind einen Schnupfen hat, schnaubt es viel aus der Nase, was einen übeln Geruch hat.

Schnupfen und viel Speichelausspucken.

Schnupfen und Kratzen im Halse.

Wie Schnupfenfieber; innerlich frostig und verdriesslich.

140. Kitzel im Halse und dämpfig zum Husten.

Kratziger, scharriger Husten.

Wenn das geringste Glied kühl wird, kommt gleich[326] Hustenanstoss, wie von Verkältung und Ueberempfindlichkeit des Nervensystems.

(Am meisten beim Gehen quält ihn der Husten.)

Tag und Nacht Husten.

145. Husten in Niessen endigend.

Husten Abends und früh.

Trockner, tiefer Husten, von Athembeengung (Dämpfung) beim Athemholen; bei diesem tiefen Husten schmerzt's in der Brust herauf wie wund.

Dämpfiger Husten; Husten, dessen Anreizung nicht Kitzel, sondern Athembeengung ist.

Husten, und beim Tiefathmen der stärkste Husten, welcher ihn zum Brechen zwingt.

150. Trockner Husten bei Schlafengehen, Abends (n. 4 Tagen).

Abends Anstösse von trocknem Husten.

Abends plagt sie der Husten sehr.

Trockner, fast ununterbrochner Husten von einem Reize oben in der linken Seite des Halses, welcher beim Reden und Bücken am schlimmsten ist, Abends spät immer mehr steigt und dann plötzlich aufhört (n. 2 St.).

Nach Zubettegehen, die Nacht von 11 bis 12 Uhr, heftiger Husten (mit Schleimauswurfe).

155. Husten weckt sie früh aus dem Schlafe öfters auf.

Von Zeit zu Zeit heftige Hustenanfälle, wie zum Ersticken oder zum Erbrechen.

Husten, welcher zum Brechen reizt.

Gewaltsamer, tiefer Husten von etlichen Stössen, welcher schmerzhaft an den Kehlkopf anstösst und Brechwürgen hervorbringt.

Erst in der Herzgrube Gefühl, wie von einem harten Körper, dann Bluthusten, dann stinkender Schweiss - dann Schwäche im Kopfe (n. 48 St.).

160. Blutiger Brustauswurf, bei ärgerlicher Laune und Mattigkeit.

Aller drei, vier Stunden ein starker Hustenanfall mit viel Auswurf; der Husten weckt aber die Nacht nicht aus dem Schlafe.[327]

Husten mit Auswurf.

Zäher Schleim auf der Brust (n. 5 Tagen).

Kurzäthmigkeit.

165. Oefteres Tiefathmen.

Im Brustbeine Stechen beim Athmen und Gehen.

In der Brustseite, nach dem Rücken zu, stechender Schmerz.

Zwei Ausschlagsblüthen am Brustbeine, welche empfindlich weh thun, wie Wunden, und Eiter in der Spitze haben.

Ein Schwär an der letzten rechten Ribbe, welcher auch für sich schon Stiche giebt und bei Berührung sehr schmerzhaft ist.

170. Eitergeschwür der Achselhöhl drüse.

Oft wiederholter Kreuzschmerz.

Arger Kreuzschmerz, wie ein Durchschneiden; sie konnte nicht stehen, liegen, gehen, bei Bewegung wie in Ruhe (n. 14 Tagen).

Früh im Bette Ziehen im Kreuze und im ganzen Rücken herum; nach dem Aufstehen that der ganze Rücken bei Bewegung weh, sie konnte sich kaum rühren; dabei Mattigkeit in den Gliedern, Abneigung vor Essen und Arbeit, bei Schauder, Frost und Durstlosigkeit.

Ein aus Zerschlagenheit und scharfem Drucke zusammengesetzter Schmerz im Kreuze und den Lendenwirbeln, vorzüglich aber in der Zusammenfügung des heiligen Beins mit den Beckenknochen, welcher im Gehen eine Art Hinken verursacht, auch im Stehen, Sitzen und Liegen schmerzt und selbst in die Untergliedmassen hinabstrahlt.

175. In der Lende und den Sitzbeinen Schmerz, wie verrenkt, beim Sitzen und beim Wenden des Körpers im Gehen.

Die Nacht spannender Rückenschmerz, am schlimmsten beim Wenden des Körpers.

Einige heftige Stiche im Rücken.

Schmerz zwischen den Schulterblättern.

Feines Reissen in der linken Achsel.[328]

180. Hie und da etwas Zucken im linken Arme.

(Nachts Eingeschlafenheit des Arms, auf welchem er gelegen hatte.)

Zerschlagenheitsschmerz in den Oberarmröhren.

In der Ellbogenspitze schmerzt es bloss bei Bewegung wie zerstossen oder drückend, nach starkem Gehen; im Freien verging's.

Ziehender Schmerz in den Beugeflechsen der Vorderarme (nicht in den Gelenken).

185. Ziehend reissender Schmerz in den Streckflechsen der Finger und den dazu gehörigen Muskeln des Vorderarms.

Nach Mitternacht Schmerz im Innern des Vorderarms und über dem Handrücken, drückend, bohrend und wie wund, beim Befühlen schmerzhafter, am Tage weniger.

Schmerz in der Handwurzel.

Auf der Hand und Handwurzel ein kleiner, grieseliger Ausschlag mit Jücken.

Geschwulst der rechten Hand.

190. Heisse Geschwulst und Röthe der einen Hand, welche bei Bewegung einen unerträglichen Verstauchungsschmerz verursacht, der sich bis in den Arm erstreckt.

Beim Anstemmen der ausgespreizten Finger überknicken sie; eine Art leichter Ausrenkbarkeit.

Die Gelenke der Finger sind geschwollen und schmerzen gichtisch.

Nadelstiche in dem einen Finger.

Zwei Blutschwäre auf der einen Hinterbacke.

195. Ein rother, jückender Knollen oben an der linken Hinterbacke.

Wundheit in der Falte zwischen dem Hodensacke und dem Oberschenkel.

Ein kriebelnder Schmerz im Beine, der es ganz krumm zog; der meiste Schmerz beim Gehen und Stehen.

Zerschlagenheitsschmerz in den vordern Muskeln der Dickbeine.

Die Nacht hindurch schmerzhafte Spannung in den[329] Ober- und Unterschenkeln, die nicht schlafen lässt.

200. Jählinger Mattigkeitsschmerz im Schenkel während des Gehens, so dass es ihm unmöglich ist, weiter zu gehen.

Im rechten Schenkel reissender Schmerz (sogleich).

An der äussern Seite des Kniegelenks und in dem Ober- und Unterschenkel reissender Schmerz, auch in der Ruhe, wie von allzugrosser Ermüdung und Strapbaze.

Geschwulst des Kniees.

Es schmerzt in der Kniekehle drückend bei Bewegung.

205. Grosse Müdigkeit in den Füssen, vorzüglich beim Steigen.

Steifigkeitsempfindung im Gelenke des Unterfusses, zugleich mit einem Gefühle von Taubheit und Bollheit daran.

Abends, nachdem er etwas unruhig geschlafen und sich im Bette gewendet hatte, bekam er auf der äussern Seite des Fusses, auf der er, ohne Schmerzen zu empfinden, gelegen hatte, einen halbstündigen Schmerz zum Schreien, wie von einem heftigen Stosse oder Schlage; bloss Draufgreifen und Hinstreichen mit den Fingern linderte ihn, aber kein Bewegen (n. 36 St.).

Schmerz im Unterfusse, vorzüglich im Gelenke, wie unterköthig.

Ein reissender Schmerz im Fusse, die Nacht.

210. Ziehend brennender Schmerz in den Füssen bis an die Knöchel, Abends im Bette.

Brennender Schmerz in den Füssen, besonders auf dem Fussrücken, früh im Bette.

Fussgeschwulst um die Knöchel mit Schweräthmigkeit.

Beim Gehen Stich in der Achillsenne, und beim Liegen im Bette Reissen darin.

Einige Stiche auf dem Fussspanne.

215. Kriebeln in der Fusssohle.[330]

Reissen in der grossen Zehe, schlimmer beim Gehen, als im Stehen.

Ein starker Stich an der grossen Zehe hin.

Das bisher unschmerzhafte Hühnerauge fängt bei geringem äussern Drucke an, brennend zu schmerzen, gemischt mit einer stichartigen Empfindung.

Der Nagel der rechten grossen Zehe schmerzt heftig (einfach oder geschwürartig) bei geringem Drucke.

220. An den Zehen ein brennendes Jücken.

Kriebeln in den Zehen und Fingerspitzen (n. 24 St.).

In den Gelenken, bei Ruhe und Bewegung, Stiche.

Ziehender und lähmiger Schmerz in den Gliedmassen, nämlich in den fleischigen Theilen der Arme, vorzüglich aber der Ober- und Unterschenkel.

Aufgesprungene Lineamente und Schrunden in den Händen und Füssen.

225. Selbst kleine Wunden und geringe Beschädigungen am Körper fassen Eiter, schlagen zum Unheil und werden zu Geschwüren (unheilsame, süchtige Haut).

Das Geschwür blutet bei selbst gelindem Abwischen.

Der leidende Theil entzündet sich (n. 3 St.).

Das Geschwür verursacht Nachts Brennen und Klopfen.

Die Warze entzündet sich: es sticht darin, als wenn sie schwären wollte.

230. Im Geschwüre einzelne starke Stiche (beim Lachen) (n. 4 St.).

(Fein stichlichtes Jücken.)

Brennendes Jücken am Körper, vorzüglich früh beim Aufstehen; nach dem Kratzen entstehen weisse Blasen, welche weisse Tropfen von sich geben und bald darauf vergehen.

Ausschlagsblüthen hie und da am Körper, eine Erbse gross.[331]

Nesselblasen, z.B. am Handgelenke.

235. Fressender Schmerz im Geschwüre.

Ein jückendes Fressen im Geschwüre.

Beim Gehen in freier Luft ein Zittern in den Knieen, Aengstlichkeit und Hitze im ganzen Körper; die Fusssohlen brannten.

Nach Tische ward er beim Gehen in freier Luft matt; es lag ihm in allen Gliedern und dehnte ihn drin, als wenn er ein Wechselfieber bekommen sollte; bei weiterm Gehen befiel ihn ein kalter Schweiss; Abends drauf im Bette konnte er vor Hitzgefühl nicht einschlafen; erst um 2 Uhr kam er in Schlaf.

Aeusserste Erregbarkeit und Empfindlichkeit der Nerven, z.B. an der Nasenscheidewand.

240. Gegen Abend, bei geringem Schmerze, plötzlich starke Ohnmacht.

Gegen Abend grosse Schlafmüdigkeit mit häufigem, starkem, fast konvulsivem Gähnen; er kann sich kaum enthalten, sich niederzulegen.

Abends so müde, dass er sitzend einschlief.

Früh so müde beim Aufstehn aus dem Bette, nach gutem Schlafe; es ist ihr alles so schwer.

Unruhiger Schlaf; er kann nicht einschlafen.

245. Schlaflosigkeit nach Mitternacht.

Eine Uebermenge von Gedanken lässt ihn nach Mitternacht (von 1 bis 3 Uhr) nicht schlafen.

Nach dem Essen, beim Einschlummern, heftiges Erschrecken.

Vor Mitternacht sprang er aus dem Schlafe auf, voll Aengstlichkeit, rief um Hülfe, und es war, als wenn er keinen Athem kriegen könnte.

Nachts sind die Schmerzen am schlimmsten.

250. Im nächtlichen Fieber, vorzüglich im Froste, sind die Schmerzen am schlimmsten.

Die Körperseite, worauf er die Nacht liegt, schmerzt ihn nach und nach unleidlich; er muss sich umwenden.

Träume voll Zank.

[332] Träume von Feuersbrunst; er wollte stürzen u.s.w.

Er träumte gleich beim Einschlafen, und träumte viel und ängstlich fort, ohne aufzuwachen.

255. Frostschauder.

Oeftere Schauder bis auf den Haarkopf, wo die Haare dann gleichsam wehthaten.

Schüttelfrost, eine Stunde lang (n. 10 Minuten).

Alle Abende (um 6, 7 Uhr) starkes Frieren, ohne Hitze drauf.

Abends (8 Uhr) starker Frost mit Zähneklappen, eine Viertelstunde lang, mit Kälte der Hände und Füsse, dann Hitze mit Schweiss, vorzüglich an Brust und Stirne, mit geringem Durste.

260. Früh sehr bittrer Geschmack im Munde, dann nach einigen Stunden Fieber von erst Frost mit Durste, und nach einer Stunde viel Hitze mit unterbrochnem Schlafe; diess Fieber kehrte den Tag noch zweimal zurück.

Nächtliche, trockne Wärme (Hitze) des Körpers, bloss mit schweissigen Händen, die die Entblössung nicht vertragen.

Schweiss im Bette von der Mitternacht an, dann fror sie im Bette, und auch nach dem Aufstehen Frost, alle Morgen.

Schweiss um Mitternacht, vorzüglich auf dem Rücken.

Nachtschweiss.

265. Schweiss, gleich vom Abende an, im Bette, vorzüglich am Kopfe, so dass der Schweiss wie Perlen auf dem Gesichte stand.

Heftiger, sauerriechender Schweiss die Nacht.

Vor Mitternacht Schweiss im Bette.

Heftiger, klebriger Nachtschweiss.

Nachtschweiss am ganzen Körper, während des Wachens.

270. Früh starker Schweiss am ganzen Körper.

Früh starker, anhaltender Schweiss bloss am Kopfe.

Er schwitzt sehr leicht bei jeder, selbst geringen Bewegung.[333]

Das Geringste brachte ihn auf, bis zur grössten Heftigkeit; er hätte jemand ohne Bedenken morden können.

Er war ärgerlich, und hatte eine solche Gedächtnissschwäche, dass er sich auf alles drei, vier Minuten lang besinnen musste, und während der Arbeit waren ihm die Gedanken oft auf einmal weg.

275. Sehr ärgerlich: es verdross sie jede Kleinigkeit (nach etlichen Stunden).

Aergerlich über Kleinigkeiten.

Aeusserst verdriesslich und eigensinnig.

Gemüth traurig, viele Stunden lang; sie musste heftig weinen.

Traurig, niedergeschlagen, bänglich.

280. Abends eine zweistündige, fürchterliche Angst; er glaubte, er müsse zu Grunde gehen, und war traurig bis zur Selbstentleibung.

Sehr hypochondrisch.

Früh im Bette nach dem Erwachen, bei Bewusstseyn, hatte er eine phantastische Erscheinung von einer Verstorbenen, worüber er erschrak, und eben so deuchtete ihm auch, ein Nachbar-Haus brennen zu sehen, und er erschrak darüber.[334]

Beobachtungen Andrer.

Früh im Bette dumpfes Kopfweh, was sich nach dem Aufstehen minderte (Ernst Stapf, in einem Aufsatze).

Geschwulst der linken Backe, zwei Tage lang (Fr. Hahnemann).

Starke Geschwulst der Oberlippe, die beim Angreifen, sehr schmerzt, ausserdem aber nur spannt, drei Tage lang (Fr. Hahnemann).

Viele kleine Blüthchen im Nacken und an beiden Seiten des Halses, aber nicht schmerzhaft (Fr. Hahnemann).

(5) Zahnweh (n. 1 St.) (Fr. Hahnemann).

Kratzig im Halse, drei Tage lang (Fr. Hahnemann).

Unerträglicher Durst auf Wein (den sie sonst stets verabscheute); dieser Durst ward mit gewässertem Weine nur auf kurze Zeit gestillt (n. 1 St.) (Stapf, a.a.O.).

Ungemein starker Durst von früh bis Abends (Fr. Hahnemann).

Weichlich, brecherlich (Stapf, a.a.O.).

(10) Husten mit Schleimauswurf, den ganzen Tag; ein scharriger Reiz in der Luftröhre, vorzüglich aber im Halse erregt ihn (Fr. Hahnemann).

Ein herüber und hinüber ziehender Kreuzschmerz beim Gehen am ärgsten (Fr. Hahnemann).

Frostigkeit: sie sucht die Ofenwärme (Stapf, a.a.O.).

In der freien Luft drückt sie ein unangenehmes, schmerzhaftes Gefühl, wie ein Schauder, ganz nieder; sie muss vor Frost krumm gehen (Stapf, a.a.O.).

Fieber: brennende Hitze mit fast unauslöschlichem Durste, peinigenden Kopfschmerzen und leisem Irrereden, von Nachmittags 4 Uhr an, die Nacht durch, drei Abende nach einander (A.H. Hinze, in Hufel. Journ. d. pr. A. 1815. Sept. S. 77. 79.).

(15) Fieber mit starkem, öfters wiederholtem Erbrechen[335] eines grünen, höchst scharfen Wassers und zähen Schleims, unter fortwährenden Uebelkeiten (Hinze, a.a.O.).

Starker Schweiss Tag und Nacht (Fr. Hahnemann).

Fußnoten

1 Scheint Heilwirkung zu seyn.

2 Welches Belladonna hebt, so wie viele andre von Schwefelleber entstandne Beschwerden, wo die Symptome einander in Aehnlichkeit entsprechen.

3 Heil-Gegenwirkung des Organism's.


Quelle:
Samuel Hahnemann: Reine Arzneimittellehre. Bd. 4, Dresden, Leipzig 21825, S. 319-336.
Lizenz:
Ausgewählte Ausgaben von
Reine Arzneimittellehre
Reine Arzneimittellehre
Reine Arzneimittellehre
Reine Arzneimittellehre. 6 Bde.
Reine Arzneimittellehre: Volume 4
Reine Arzneimittellehre, Volume 5 (German Edition)

Buchempfehlung

Mickiewicz, Adam

Pan Tadeusz oder Die letzte Fehde in Litauen

Pan Tadeusz oder Die letzte Fehde in Litauen

Pan Tadeusz erzählt die Geschichte des Dorfes Soplicowo im 1811 zwischen Russland, Preußen und Österreich geteilten Polen. Im Streit um ein Schloß verfeinden sich zwei Adelsgeschlechter und Pan Tadeusz verliebt sich in Zosia. Das Nationalepos von Pan Tadeusz ist Pflichtlektüre in Polens Schulen und gilt nach der Bibel noch heute als meistgelesenes Buch.

266 Seiten, 14.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Große Erzählungen der Spätromantik

Große Erzählungen der Spätromantik

Im nach dem Wiener Kongress neugeordneten Europa entsteht seit 1815 große Literatur der Sehnsucht und der Melancholie. Die Schattenseiten der menschlichen Seele, Leidenschaft und die Hinwendung zum Religiösen sind die Themen der Spätromantik. Michael Holzinger hat elf große Erzählungen dieser Zeit zu diesem Leseband zusammengefasst.

430 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon