Amerika

1886–1887


Die Anker waren gelichtet, hinaus ging's auf der »Eider« aus dem herrlichen Hafen über den weiten Ozean in die geliebte Heimat. Während der ganzen neun Monate meines Aufenthalts in Amerika hatte mich die schaukelnde Schiffsbewegung kaum einen Tag ganz verlassen, was mir nun zugute kam, mich die neue Reise gar nicht empfinden ließ. Merkwürdig ist's überdies, daß sämtliche Rückfahrten von Amerika nach Europa leichter und besser zu überstehen sind als die Hinfahrten. Das Wetter war göttlich, der Ozean spiegelglatt, und sorglose Heiterkeit ließ uns die Reise nur zu schnell vorübergehen. Gesund, freudig von den Unsern begrüßt, kamen wir in Bremen und bald auch in Berlin an. Auf dieser kleinen Eisenbahnstrecke fiel uns der Kontrast zwischen dem amerikanischen und deutschen Verkehrsbetrieb recht unliebsam durch die Umstandskrämerei auf, die sich vom Hafen bis Berlin abspielte, gegen die die ganze Ozeanfahrt nicht in Betracht kam. – Woher kommt nun das eigentümliche Freiheitsgefühl, das einen jeden da drüben sofort anweht? Ich war doch auch in Berlin keine Gefangene? In der natürlichen Lebensweise des amerikanischen Volkes lag etwas Gesittetes; selbst der Ärmste fühlte sich als Gentleman, wollte als solcher behandelt sein und legte dadurch Wert darauf auch andere so zu behandeln. Man schrie und tobte nicht, wenn auch hier und da die merkwürdigsten Reklameaufzüge die Straßen passierten. Kein Polizist brauchte dabei einzuschreiten, man machte von selbst Spalier, ohne dazu gezwungen zu sein. Man erzog sich selbst. Der Zwang ist's ja auch, der die Gemüter erregt, den Trotz herausfordert. Jedes weibliche Wesen war jedem Manne ehrwürdig, sie waren im besten Sinne Ladies und benahmen sich auch so. Kein noch so eleganter Mann blieb in der Car sitzen, wenn eine Frau stand; sie mochte noch so arm sein, stets wurde sie behandelt, wie es der Anstand von Rechts wegen erfordert. Kein[131] Herr rauchte, keiner behielt den Hut auf dem Kopfe, selbst nicht im zugigen Lift, wenn eine Dame zugegen war. – So konnte auch jede elegante Dame einen Arbeiter, ja einen Bettler, um die Gefälligkeit bitten, sie bei Sturm oder Glatteis – was dort gar oft und plötzlich eintritt – ans Haus oder an einen Wagen zu bringen. Ich selbst war öfter in solcher Verlegenheit darauf angewiesen, und stets begegnete man mir mit Ehrfurcht und Freundlichkeit. So fand ich's auch wundervoll, daß schon kleine Knaben sich um Beschützer des weiblichen Geschlechtes aufwerfen, als sei es ihnen angeboren. Sich als Gentleman zu benehmen, ist ihr Adelsbrief. Davon weiß man in Europa nicht viel, denn Knaben und Männer, ob jung ob alt, aus jedem Stande sind eifrig bemüht, sich Damen gegenüber so flegelhaft als möglich zu benehmen, und leider muß man zugeben, daß viele Frauen nicht schuldlos daran sind. Schon die kleinsten Kinder erziehen sich in Amerika zur Selbständigkeit; sie lernen Gefahren kennen und nicht fürchten, weil sie vom frühesten Alter an, sich selbst überlassen, zusehen müssen, wie sie mit dem praktischen Leben fertig werden. Oft genug fuhr ich durch ganze Stadtteile, wo sich kleine Kinder von 5–7 Jahren vorne auf das Rettungsnetz der Lokomotive setzten, um ein Stück weit mitzufahren; sah auch 2–3jährige Kinder in den großen Städten allein die Trottoire entlang laufen, auf denen offene Keller- und Kohlenlöcher eine immerwährende Lebensgefahr für Alt und Jung bilden, der später auch die arme alte Rosa Fischer zum Opfer fiel. Jeder Erwachsene ist der natürliche Beschützer anderer schwächerer Geschöpfe, ob Mensch, ob Tier. Die Eltern können also unbesorgt sein um ihre Kinder, soweit die Möglichkeit des Schutzes überhaupt in Betracht kommt, und wie wohltuend dem weitdenkenden, wohlwollenden Menschen dieses Bewußtsein ist, brauche ich dem freundlichen Leser nicht erst mitzuteilen. – Vielleicht ist's auch die Arbeit, welche die Menschen erzog in einem Staate, den Tätigkeit und nicht Kastengeist gründete und noch verwaltet; dort, wo der Straßenkehrer, der Stiefelputzer im elendesten Anzuge sich ein Gentleman zu nennen und als solcher zu betragen das Recht hat. Wolle er sich das wahren! Warum schämt man sich bei uns der Arbeit, warum gibt unser Vaterland so gar keine Chance, einen begangenen Fehler auszuwetzen, und einem Offizier[132] am allerwenigsten? Müssen sie sich das Leben nehmen, anstatt die Schuld wieder gut zu machen? Die ungeheure Einwanderung schlechter, ausgestoßener Elemente anderer Nationalitäten wird nicht säumen, manchen Stein aus der Krone amerikanischer Gesittung zu brechen, und vielleicht sieht es heute drüben nicht mehr ganz so ideal aus, wie ich es damals kennen und lieben lernte. Immer aber, so hoffe ich, wird es in seiner menschlichen Entwicklung gesünder bleiben als das alte Europa.

Jedes zehnte Haus ist eine Kirche oder ein Kirchlein, und Hunderte von Sekten glauben verschieden. Niemand wehrt ihnen, und nie habe ich gehört, daß sie streiten müßten um ihr gutes Menschenrecht, zu glauben, was ihnen zu glauben nottut. Der Amerikaner ist frei in diesen und vielen anderen Dingen, denen ich hier leider nicht näher treten kann, weil es zu weit führen würde. Die oberen Zehntausend mögen es überall, auch in Europa, sein, viele Hunderttausende aber schleppen mit Rücksicht auf Verhältnisse, Fortkommen, Kinder und Verwandte die lebenslängliche Lüge mit sich herum, die ihnen gleich Fesseln anhaftet. Sie können, dürfen sich niemals von ihr befreien und binden schon in der Wiege ihre Kinder an die Sklavenkette, die sie zu unfreien Menschen macht, wie es die Väter waren.


Meine erste Sorge war, Hülsen zu sehen, mich mit ihm auszusprechen und meine Schuld zu tilgen. Mit aufrichtiger Teilnahme sah ich, wie leidend er war, wie er sich verändert hatte. Daß er sich herzlich freute, mich wiederzusehen, weiß ich bestimmt, aber auch, daß er wenig Interesse mehr hatte für seine Tätigkeit, die ihm schon seit längerer Zeit durch andere erleichtert oder ganz abgenommen worden war. Ich mußte ihm viel erzählen, und es schien, als habe sich in unserem Verkehr nichts geändert. Zum Schluß sagte ich ihm, daß ich meine Konventionalstrafe von 13500 Mark nur unter der Bedingung vollständiger Freiheit zu hinterlegen gedächte. Hülsen antwortete mir wörtlich: »Sie können sie ruhig bezahlen, liebe Lilli, Sie werden vollständig frei. Und was die da in dem Kartellverband ausgemacht haben, berührt uns nicht und hat[133] gar nichts auf sich. Aber für den Fall, daß Sie nicht frei würden, gäbe ich Ihnen das Geld wieder zurück.« »Na, na,« sagte ich, »das glaube ich nicht, denn was die königliche Kasse geschluckt hat, gibt sie nicht wieder; das kennt man schon!« Hülsen lachte noch herzlich und wiederholte, daß ich nach Zahlung der Konventionalstrafe vollständig und bestimmt frei sei. So ging ich denn im guten Glauben daran – ich hatte keine Ursache, Hülsens Worte zu bezweifeln – und erlegte an der Kasse im königlichen Schauspielhause die große Summe, das Gehalt eines ganzen Jahres, wofür ich z.B. im letzten einundachtzig mal gesungen hatte.

Um weiteren Schädigungen der Bühnen durch Kontraktbrüche vorzubeugen, waren Intendanten und Direktoren im Frühjahr zusammengekommen, ein Kartell zu bilden, um Kontraktbrüchige zu boykottieren. Hülsen war als Vorsitzender dabei beteiligt und hatte mich trotzdem meiner vollständigen Freiheit versichert, ich weiß auch bestimmt, daß er diese Versicherung gehalten hätte, wenn er am Leben geblieben wäre. Aber er starb nicht lange darauf, und die Unterlassungssünde, daß Hülsen es mir nicht schriftlich gab – ich sein Wort nicht schriftlich verlangte – machte sich leider bald bemerkbar. Als ich zum Besuch meiner Schwester nach Wien fuhr und Jahn mich sah, lud er, der ebenfalls in den Kartellverband getreten war, mich sofort zu einem Gastspiel ein, das ich, obwohl es mir nicht um singen zu tun war, auf sein vieles Bitten schließlich annahm. Aber schon nach wenigen Tagen sagte er mir, daß er auf Erkundigungen hin mich nicht singen lassen dürfe, es aber durchzusetzen hoffe, widrigenfalls er aus dem Verbande zu treten gedächte. Das ging natürlich nicht, das Gastspiel mußte unterbleiben. Sobald ich in Berlin zurück war, eilte ich zum Rechtsanwalt, trug ihm die Sache vor, weil ich zu klagen wünschte, und was glaubt man, das er mir antwortete? »Daß die Klage von niemand angenommen und ich den Prozeß – von dem er abriete – nicht gewinnen würde; auch selbst dann nicht, wenn ich Hülsens Worte von der versprochenen Freiheit beschwören könnte. Es sei mit Bestimmtheit anzunehmen, daß man mich von Galgen schneiden würde, sobald man meiner bedürfe, und bis dahin müsse[134] ich mich gedulden; die Zeit des Grolls würde vorübergehen und alles sich schließlich in Wohlgefallen auflösen«. Ich verstand sehr gut, daß man ein gerade meinetwegen ins Leben gerufenes Kartellgesetz nicht meinetwegen sofort wieder umstoßen würde, obwohl ich fest auf Hülsens Freiheitszusicherung gebaut hatte. So mußte ich es dabei bewenden lassen und einer stärkeren Macht entgegenharren, der das erlösende Wort zu sprechen gelang, was keiner Justiz im Deutschen Reiche nach Ausspruch des Rechtsanwalts gelingen sollte.


Schwere Stürme beunruhigten unsere zweite Reise nach New York, wohin uns die »Eider« wieder trug, und auf der sich diesmal auch Albert Niemann befand, den man auf meinen Rat hin gekapert hatte, und der für ein so empfängliches Publikum, wie das New Yorks, gerade gut genug war. Als Siegmund trat er auf und wurde gefeiert wie wohl kaum je in Deutschland. Als er Wagners tiefstes Werk, den Tristan, gleich einem Propheten, Amerika verkündete, Marianne Brandt und ich teilnehmen durften an der Verkündigung, da blähte sich mein Herz vor Stolz. Und nichts gab es auf der ganzen Welt für mich, was größere Empfindungen in mir hätte auslösen können, wie diese Tristanvorstellungen mit Niemann in New York, wo das Publikum wie trunken, entrückt, ohne sich des Endes bewußt zu werden, trotz allem Enthusiasmus und Beifalls noch minutenlang stumm und regungslos auf seinen Plätzen blieb. – Seidl fühlte mit uns, trug sein Orchester auf Flügeln der Anbetung für seinen Meister und ließ jedes Instrument aussprechen, was er an Lehren und Kenntnissen vom Schöpfer ererbt hatte. Emil Fischer, Adolf Robinson – Marke und Kurvenal, Alvary – Steuermann, waren die Unsern, vereint, in liebendem Verständnis und glühender Verehrung der Majestät des Meisters zu huldigen. Mir wurde jeder Tristanabend mit Niemann zum neuen Erlebnis.

Obwohl mir der Fidelio gleich allen dramatischen Rollen allein zustand, überließ ich den ersten Fidelioabend doch Marianne Brandt, meiner langjährigen Kollegin, und nahm erst die zweite Fideliovorstellung für mich in Anspruch. Als Brandt, Niemann und ich[135] im Prophet wieder nebeneinander standen (als Fides, Johann und Berta), war uns, als seien wir in Berlin und ich keine Stunde von dem Schauplatz meiner langjährigen Tätigkeit getrennt gewesen. –


Der 20. April traf mich schon wieder in Kopenhagen zu drei Konzerten, denen König Christian und Königin Luise beiwohnten, die mich für den 2. Mai zu einem Hofkonzert einluden. Ein Hofkonzert en famille, sozusagen, da außer dem liebenswürdigen Kronprinzenpaar (die Kronprinzessin war eine Tochter des unvergessenen König Karls XV. von Schweden, der meine Sympathie mit meinen Erinnerungen gleich entgegenflog), Prinz Karl mit Gemahlin, des Königs Enkel Prinz Georg von Griechenland (mir alle vom König vorgestellt), als einzige Fremde außer mir nur noch ein auf der Hochzeitsreise befindliches japanisches Prinzenpaar anwesend war. Die himmelblauen Augen der Königin mahnten mich sofort an die Lobhymne, mit der ein mir bekannter Diplomat die wundervollen Augen ihrer Tochter, der Kaiserin Maria (Dagmar) von Rußland, besang. Sie war ausnehmend liebenswürdig und gab sich so natürlich, wie ich es nie vorher an einer Königin wahrgenommen hatte. Der König überreichte mir im Laufe des Abends die Medaille für Kunst und Wissenschaft, am Danebrogbande zu tragen, und rief die Königin herzu, mir sie gleich anzustecken, was sie auch sofort in Angriff nahm. Der König schien seinen Verlust Schleswig-Holsteins nicht vergessen zu haben, er war sehr ernst in diesem Punkt. Aber er erzählte mir viel Interessantes aus dem Leben seiner Tochter Dagmar, die heldenhaft tapfer an der Seite des Zaren sein Leben zu beschützen wußte. Überall ging sie zuerst hin, trank aus jedem Glase und aß von jeder Schüssel zuerst, die man dem Kaiser anbot. Sie lebte in unaufhörlicher Angst um ihres Gatten, des Kaisers Leben, ein verzweifeltes Dasein, dem ihre Liebe und Tapferkeit wunderbarerweise so lange standhielt. Auch noch um eine andere Tochter hatte Frau Sorge ihnen Schweres auferlegt, die aber von ihrer Krankheit bald wiederhergestellt war. Die Königin, die sich ihren – wie sie mir sagte – »sehr intelligenten« Gästen nach Tische eine Weile gewidmet hatte, trat auf[136] den König zu, den sie bat, sie ihres Amtes ein wenig zu entheben, da sie sich nun auch einmal mit Frl. Lehmann unterhalten wolle. Sie suchte nach Gefallen alle Lieder aus, die ich ihr auch wiederholen mußte, und spät schied ich, vom Kronprinzen geleitet, aus dem entzückenden Kreise mit dem Versprechen, bald wiederzukehren.


Wie denn alles an die Reihe kam, so konnte endlich Colonel Mapleson seinen lang gehegten Wunsch, mich in dramatischen Rollen zu hören, in Erfüllung gehen sehen. Sobald er mich in Europa wußte, lud er mich Ende Juni nach London zum Gastspiel ein, dem ich auf die Versprechung einer großartigen Stagione hin auch Folge leistete. Ehe ich als Fidelio auftrat, war Mad. Patti als Traviata angezeigt, der Alfredo aber hatte abgesagt. Mapleson wandte sich an mich, ob Berlin nicht einen Alfredo aufwiese, und ich konnte ihm mit gutem Gewissen Paul Kalisch empfehlen, um so mehr, als ich wußte, daß er die Rolle während seiner italienischen Karriere mit Mad. Patti bereits gesungen hatte. Paul Kalisch kam; wer aber nicht einmal zur Probe erschien, war Frau Patti; es mußte also auch ohne Probe gehen.

Am Abend des ersten Fidelio stellte es sich heraus, daß mein italienischer Florestan ganz unmöglich war, und da Paul Kalisch firm italienisch sprach, bat man ihn, den Florestan schnell zu übernehmen, eine schwere, aber herrliche Aufgabe, deren er sich mit großem Geschick und Fleiß entledigte. Und hier, nach der dritten Fidelio-Vorstellung war's, wo wir uns verlobten; wir hätten keine würdigere Gelegenheit zu finden vermocht.

Noch sollten Norma, Donna Anna und andere Rollen folgen, aber schon während der Proben begann das alte pekuniäre Leiden Maplesons, und täglich verließen Mitglieder die Gesellschaft, für die andere eingestellt und ausprobiert werden mußten. Obwohl mich Mapleson dringend bat auszuharren, riß mir doch endlich die Geduld; ich machte kurzen Prozeß und ging meiner Wege. Leid tat mir nur der alte Meister Arditi, der sich so herzlich gefreut hatte, die Norma noch einmal mit mir zu dirigieren.

Mapleson mußte wohl für seine »großartige Stagione« mit dem Jubiläum der Königin Victoria gerechnet haben. So großartig[137] sich aber auch der Festzug und die sich drängenden Hoffestlichkeiten gestalteten, fürs Theater, welches der Hof nicht besucht, zeigte demzufolge auch das schaulustige Publikum so gut wie gar kein Interesse, und so ließ Colonel Maplesons große Hoffnung ihn gerade hier am meisten im Stich.

Der Boykott drängte mich nun mit aller Macht aufs italienische Gebiet, insofern, als ich nicht nur in London sang, sondern auch an der Nationaloper in Budapest, wo deutsch nicht nur verpönt, sondern überhaupt unmöglich war und noch ist, unter Intendant Graf Keglevich und Kapellmeister Erkel September-Oktober acht Gastspiele absolvierte. Außer Fidelio, der hier wie in London mit Rezitativen gemacht wurde, gaben wir auch Norma, Lucretia Borgia und Merlin, zu dem Goldmark selbst erschienen war. Auf der Probe machte ich den lieben Freund darauf aufmerksam, daß ich einige unbedeutende Tonänderungen mir zu machen erlaubt hätte, und bat ihn, nachdem ihm dies sehr unangenehm zu sein schien, es sich erst anzuhören. Nach der Probe kam er aber, mir zu sagen: »Sie dürfen ferner alle beliebigen Änderungen treffen in meinen Opern; wer es so ausgezeichnet versteht, dem darf man freie Hand lassen.« Wie glücklich machte es mich für ihn, daß wir auch hier einen so großen Erfolg seiner Oper verzeichnen durften.

Quelle:
Lehmann, Lilli: Mein Weg. Leipzig 1913, S. 128-138.
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