Zehnte Geschichte

[673] Eine Sizilianerin nimmt einem Kaufmann alles, was er nach Palermo gebracht hat, mit meisterhafter Geschicklichkeit ab; dieser stellt sich darauf, als sei er noch mit viel größeren Warenvorräten als zuvor nach Palermo zurückgekehrt, nimmt ihr das Geld durch Borg wieder ab und läßt ihr nichts als Wasser und Werg.


Man braucht nicht zu fragen, wie sehr verschiedene Stellen in der Geschichte der Königin die Damen zum Lachen gereizt hatten. Keiner unter ihnen waren vor unmäßigem Gelächter weniger als ein dutzendmal die Tränen in die Augen gekommen. Als die Königin jedoch geendet hatte, nahm Dioneo, der wohl wußte, daß nun die Reihe an ihm sei, das Wort:

Anmutige Damen, es ist offenbar, daß Schlauheit und List desto mehr gefallen, je schlauer derjenige ist, der durch sie kunstvoll hinter's Licht geführt wird. Deshalb gedenke ich – so schöne Sachen ihr alle uns auch berichtet habt –, euch dennoch eine Geschichte zu erzählen, die euch um so viel mehr als jede[673] andere, die wir gehört haben, gefallen muß, als diejenige, welche in ihr betrogen ward, selbst eine größere Meisterin im Betrügen war als irgendein andrer von den Betrogenen, von denen ihr uns bis jetzt berichtet habt.

Es war und ist vielleicht noch heute in allen Städten, die Seehäfen haben, der Brauch, daß die Kaufleute, welche mit Waren dort ankommen, dieselben, sobald sie ausgeladen sind, in eine Niederlage bringen, welche an vielen Orten Dogana genannt wird und entweder von der Stadtgemeinde oder vom Landesherrn unterhalten wird. Hier übergibt der Kaufmann den dazu bestellten Beamten ein schriftliches Verzeichnis sämtlicher Waren und ihres Preises, worauf diese ihm einen Lagerspeicher anweisen, wo er seine Ware unterbringt und verschließt. Die genannten Zollwächter aber tragen auf Rechnung des Kaufmanns die gesamte Ware in das Zollbuch ein und erheben danach von dem Kaufmann die Gebühren, entweder für die ganze Ladung oder für einen Teil der Ware, so wie er diese aus der Dogana entnimmt. Aus diesen Zollbüchern unterrichten sich häufig die Makler über die Güte und den Betrag der Waren, die dort niedergelegt sind, sowie über die Namen der Kaufleute, die sie feilbieten, und mit denen sie dann, wie es sich trifft, Wechsel- oder Tauschgeschäfte, Verkäufe oder andere Arten von Umsatz abschließen.

Dieser Brauch bestand, wie an vielen andern Orten, auch zu Palermo in Sizilien, wo sich zu gleicher Zeit auch Weiber genug aufhielten und noch aufhalten, die ebenso liebreizend wie der Ehrbarkeit abhold sind. Wer sie nicht kennt, möchte sie wohl für vornehme und höchst ehrenwerte Damen halten. Wie sie aber einzig darauf bedacht sind, die Männer nicht nur zu rupfen, sondern völlig auszuplündern, so erblicken sie auch kaum einen fremden Kaufmann, ohne sofort zum Zollbuch zu laufen und sich daraus zu unterrichten, was er dort lagern hat und über wieviel er verfügen kann, und dann sind sie bestrebt, durch gefälliges und liebreiches Betragen oder durch zuckersüße Worte solche Kaufleute an sich zu locken und in ihre Liebesnetze zu ziehen. Schon manchen haben sie darin verstrickt und manchem ein gutes Teil ihrer Waren aus den Händen gelockt, vielen sogar alles. Ja, es hat selbst nicht an solchen[674] gefehlt, die Ladung und Schiff, Fleisch und Knochen bei ihnen gelassen haben, so sauber hat die betreffende Bartschererin das Schermesser zu führen gewußt.

Nun geschah es vor noch nicht langer Zeit, daß einer unserer jungen Florentiner, namens Niccolo da Cignano, der jedoch Salabaetto genannt ward, im Auftrage seines Dienstherrn mit soviel Wollenzeugen dorthin kam, wie ihm auf der Messe von Salerno übriggeblieben waren, wohl an die fünfhundert Goldgulden wert. Nachdem er den Zollwächtern das Verzeichnis der Waren übergeben und die Waren in einen Speicher geschafft hatte, begann er, ohne sich mit dem Verkauf allzusehr zu beeilen, bisweilen lustwandelnd in der Stadt umherzuspazieren.

Er war von heller Gesichtsfarbe, blond und auffallend hübsch, auch war er von schlankem Wuchse, und so geschah es bald, daß eine von jenen Bartschererinnen, die sich Madonna Jancofiore nennen ließ und bereits über seine Vermögensumstände im Bilde war, ihr Auge auf ihn warf. Er bemerkte dies, und da er sie für eine große Dame hielt, der er seiner Schönheit wegen zu gefallen glaubte, so gedachte er diese Liebe gar vorsichtig zu verfolgen, und ohne jemand ein Wort davon zu sagen, begann er vor ihrem Hause vorüberzugehen. Als sie das bemerkte, entflammte sie ihn erst einige Tage lang gehörig mit ihren Augen, dann tat sie, als verzehre sie sich vor Verlangen nach ihm, und endlich sandte sie ihm heimlich eine Frau, welche die Kunst des Kuppelns von Grund auf verstand.

Diese erzählte ihm nach vielen Umschweifen schier mit Tränen in den Augen, wie er durch seine Schönheit und Anmut ihre Gebieterin so gefesselt habe, daß sie weder bei Tag noch bei Nacht Ruhe fände, und wie sie daher, wenn es ihm nur genehm sei, nichts so sehr begehre, als sich mit ihm in einem Bade heimlich zusammenzufinden. Darauf zog sie aus ihrer Tasche einen Ring hervor und überreichte ihm diesen im Auftrag ihrer Herrin. Als Salabaetto dies hörte, dünkte er sich der glücklichste Mensch, der je gelebt. Er nahm den Ring, berührte damit seine Augen, küßte ihn, steckte ihn an den Finger und erwiderte der guten Frau, wenn Madonna Jancofiore ihn liebe, so werde ihr das reichlich vergolten werden; denn er liebe sie[675] mehr als sein eigenes Leben und sei bereit hinzukommen, wo es ihr angenehm sei, und zu jeglicher Stunde.

Bald nachdem die Botin mit dieser Antwort zu ihrer Gebieterin heimgekehrt war, wurde dem Salabaetto das Bad angegeben, in welchem er sie am folgenden Tag nach der Vesper erwarten sollte. Ohne jemand auf der Welt etwas davon zu sagen, begab er sich zu der bezeichneten Stunde eilig dorthin und fand das Bad schon von der Dame bestellt. Es währte nicht lange, so kamen zwei schwer beladene Sklavinnen; die eine trug eine schöne und große Baumwollmatratze auf dem Kopf, die andere aber einen großen Korb voll Wäsche. Die Matratze breiteten sie in einer Kammer des Bades auf einem Bettgestell aus, legten ein paar feine mit Seide besetzte Laken darüber, dann eine schneeweiße Decke von feiner zyprischer Leinwand und endlich zwei wunderschön gearbeitete Kopfkissen. Dann entkleideten sie sich, stiegen in das Bassin und wuschen und kehrten dies auf das sorgfältigste.

Nicht lange darauf erschien die Dame, der zwei andere Sklavinnen folgten. Sobald es sich tun ließ, begrüßte sie den Salabaetto auf das zärtlichste, seufzte wiederholt tief auf und sagte unter vielfachen Umarmungen und Küssen: »Ich weiß nicht, wer außer dir mich hierzu hätte bringen können; allein du, grausamer Toskaner, hast Feuer in meine Seele geworfen.«

Nach diesen Worten stiegen sie beide, wie sie es verlangte, entkleidet in das Bad und zwei der Sklavinnen mit ihnen. Hier wusch sie nun den Salabaetto, ohne ihn von einer andern berühren zu lassen, eigenhändig mit einer Seife aus Moschus und Gewürznelken gar sorgsam und behaglich; dann ließ auch sie sich von den Sklavinnen waschen und reiben. Als dies geschehen war, brachten die Sklavinnen zwei weiße und feine Tücher, aus denen ein solcher Rosenduft hervordrang, daß alles, was dort war, Rosen zu sein schien. In das eine Tuch ward von der einen Sklavin Salabaetto, in das andere von der zweiten die Dame gewickelt. Dann wurden sie auf den Schultern der Mädchen in das vorbereitete Bett getragen. Nachdem hierauf der Schweiß vorüber war, zogen die Sklavinnen die Tücher weg, so daß sie nun nackt auf dem Laken blieben. Nun wurden silberne Fläschchen von erlesener Arbeit aus dem Korbe genommen,[676] das eine voll Rosenwasser, das andere voll Orangenblüten-, das dritte voll Jasminwasser, das vierte mit noch anderem wohlriechenden Wasser gefüllt, und mit all diesen Wassern wurden sie ganz besprengt. Dann brachten die Sklavinnen Schachteln mit Backwerk und köstliche Weine, an denen sie sich ein wenig stärkten.

Salabaetto glaubte nicht anders als im Paradiese zu sein. Schon tausendmal hatte er das Mädchen angeblickt, das in der Tat äußerst schön war, und konnte die Zeit nicht erwarten, bis die Sklavinnen fortgingen und er sie in seine Arme schlösse. Nachdem diese auf Geheiß der Dame eine brennende Kerze in dem Gemach zurückgelassen und sich dann entfernt hatten, umarmte sie den Salabaetto und er sie, und zur großen Lust des jungen Mannes, der meinte, sie verzehre sich in Liebe zu ihm, weilten sie lange beieinander.

Als es aber der Jancofiore Zeit schien sich zu erheben, kleideten sie sich mit der Hilfe der zurückgerufenen Sklavinnen wieder an und stärkten sich abermals mit Wein und Konfekt. Dann wuschen sie sich Gesicht und Hände abermals mit duftendem Wasser. Die Dame aber sprach zu Salabaetto, der nun Abschied nehmen wollte: »Wäre es dir angenehm, so wäre es mir eine große Freude, wenn du diesen Abend zum Essen und zur Nachtherberge zu mir kämst.« Salabaetto, der von ihren Reizen und ihrer kunstvollen Liebenswürdigkeit ganz bestrickt war und sich fest überzeugt hielt, daß sie ihn liebe wie ihr eigenes Herz, erwiderte: »Madonna, jeder Eurer Wünsche ist mir sehr angenehm, und darum gedenke ich nicht nur diesen Abend, sondern immerdar zu tun, was Euch gefällt und was Ihr mir befehlen werdet.«

Das Mädchen kehrte nach Hause zurück, ließ sein Gemach mit Sachen und Geräten ausschmücken, ein prächtiges Abendessen zurichten und erwartete dann Salabaetto. Sobald es etwas dunkel geworden war, begab er sich dorthin, wurde fröhlich empfangen und speiste in großer Lust und wohlbedient zu Abend. Als sie danach in das Schlafgemach traten, wehte ihm ein wunderbarer Duft von Aloeholz entgegen, und er sah das reiche, mit zyprischen Vögeln geschmückte Bett und an den Haken viele schöne neue Kleider. Alle diese Dinge zusammen[677] und jedes für sich ließen ihn glauben, seine Geliebte sei eine große und reiche Dame. Obwohl er über ihren Lebenswandel allerlei Nachteiliges verlauten gehört hatte, wollte er dies doch um keinen Preis der Welt für wahr halten, und selbst wenn er zugegeben hätte, daß sie vielleicht den einen oder andern angeführt habe, so hätte er doch um nichts in der Welt geglaubt, dergleichen werde auch ihm widerfahren. So schlief er denn diese Nacht zu seiner größten Lust bei ihr und entbrannte noch mehr als zuvor. Als der Morgen erschien, schlang sie ihm einen schönen und zierlichen Gürtel von Silber mit einer hübschen Geldtasche um und sprach: »Mein süßer Salabaetto, erhalte mir deine Gunst, und so wie ich selbst dir stets zu Willen bin, so ist auch alles, was du hier siehst und was ich sonst vermag, zu deinem Dienst bereit.« Salabaetto umarmte sie voller Freude, küßte sie und verließ dann ihr Haus, um dahin zu gehen, wo die übrigen Kaufleute zu verkehren pflegten.

Während er nun in solcher Weise ihre Gunst öfter genoß, ohne daß es ihn das mindeste gekostet hätte, und von ihren Reizen immer mehr bestrickt wurde, geschah es, daß er seine Wollzeuge gegen Barzahlung verkaufte und erheblich dabei verdiente. Dies erfuhr die Schöne zwar nicht von ihm, wohl aber von andern sogleich, und als Salabaetto eines Abends wieder bei ihr war, fing sie an mit ihm zu kosen und zu scherzen, ihn zu küssen und zu umarmen, und zeigte sich dabei so heftig für ihn entflammt, daß es schien, als werde sie vor Liebe in seinen Armen vergehen. Dann wollte sie ihm auch zwei schöne silberne Becher verehren, die sie besaß, allein Salabaetto wollte sie nicht annehmen, da er, die einzelnen Geschenke zusammengerechnet, schon so viel von ihr erhalten hatte, daß es an die dreißig Goldgulden ausmachte, ohne daß er sie je hätte bewegen können, auch nur den Wert eines Groschens anzunehmen.

Endlich, nachdem sie ihn durch solche Beweise ihrer Liebe und Freigebigkeit gehörig verliebt gemacht hatte, trat eine ihrer Sklavinnen ein und rief sie, früherer Abrede zufolge, aus dem Zimmer. Sie verließ deshalb das Gemach, verweilte eine kurze Zeit und kam dann weinend zurück, warf sich auf das Bett und stieß die schmerzlichsten Wehklagen aus, die je von einem Weibe ausgestoßen wurden. Salabaetto nahm sie verwundert in[678] seine Arme, begann mit ihr zu weinen und rief: »Weh mir, Herz meines Leibes, was ist Euch so plötzlich zugestoßen? Was ist die Ursache dieses Schmerzes? Ach, sagt sie mir, meine Seele.«

Nachdem das Mädchen sich lange hatte bitten lassen, sprach es: »Oh, mein süßer Herr, ich weiß nicht, was ich tun, noch was ich sagen soll. Soeben empfange ich Briefe von Messina, und mein Bruder schreibt darin, daß ich ihm innerhalb von acht Tagen tausend Goldstücke schicken müsse, sollte ich auch verkaufen und verpfänden, was ich habe, wo nicht, so würde ihm der Kopf abgeschlagen. Nun weiß ich nicht, was ich anfangen soll, um dieses Geld so schnell aufzutreiben. Hätte ich auch nur vierzehn Tage Zeit, so fände ich schon Mittel, es von einem Ort her zu bekommen, wo ich noch viel mehr zu erhalten habe, oder ich verkaufte eine von unseren Besitzungen. Aber da nun beides so schnell nicht geht, so möchte ich lieber tot sein, als diese traurige Nachricht bekommen haben.« Und als sie dies gesagt hatte, fuhr sie mit Weinen fort, als hätte der Kummer sie ganz überwältigt.

Salabaetto, dem die verliebte Glut einen großen Teil der notwendigen Einsicht geraubt hatte und der ihre Tränen für wahr, ihre Worte aber für noch wahrer hielt, antwortete: »Madonna, ich kann Euch freilich nicht mit tausend, aber doch mit fünfhundert Goldgulden dienen, wofern Ihr glaubt, sie mir binnen vierzehn Tagen zurückgeben zu können. Es ist ein Glück für Euch, daß ich eben gestern meine Zeuge verkauft habe. Wäre das nicht, so könnte ich Euch fürwahr nicht einen Groschen borgen.« »Weh mir«, erwiderte hierauf das Mädchen, »so hast du also Mangel an Geld gelitten? Oh, warum hast du nichts von mir gefordert! Denn habe ich auch nicht tausend, so hatte ich doch hundert oder zweihundert, um sie dir zu geben. Nun aber hast du mir allen Mut genommen, den Dienst anzunehmen, den du mir anbietest.«

Salabaetto, den diese Worte nur noch mehr betörten, entgegnete: »Madonna, ich möchte nicht, daß Ihr es darum unterließet; denn wäre ich so in Not gewesen, wie Ihr es seid, so hätte ich Euch wohl um Geld angesprochen.« »Oh, mein Salabaetto«, erwiderte das Mädchen, »jetzt erkenne ich wohl, daß deine Liebe zu mir wahrhaft und vollkommen ist, da du mir, ohne zu erwarten,[679] daß ich darum bitte, mit einer so großen Geldsumme in einer solchen Not edelmütig zu Hilfe kommst. Fürwahr, schon ohne dies war ich völlig die deine; nach dieser Tat aber werde ich es noch mehr sein und nie vergessen, daß ich dir das Leben meines Bruders schulde. Aber Gott weiß es, nur ungern nehme ich das Geld an, wenn ich bedenke, daß du Kaufmann bist und Kaufleute allerwege Geld zu ihren Geschäften brauchen. Doch da die Not mich einmal drängt und ich die gewisse Hoffnung habe, es dir schnell wiederzugeben, so will ich es annehmen und dir für diesen Vorschuß, wenn ich keinen schnelleren Weg finden sollte, alle meine Sachen hier verpfänden.« Und mit diesen Worten sank sie weinend Salabaetto um den Hals. Er begann sie nun zu trösten, und nachdem er die Nacht über bei ihr gewesen war, brachte er ihr, um sich in vollem Maße als freigebiger Diener zu erweisen, ohne eine weitere Aufforderung abzuwarten, blanke fünfhundert Goldgulden, die sie mit lachendem Herzen und weinenden Augen hinnahm, während Salabaetto sich mit ihrem bloßen Versprechen begnügte.

Sobald die Schöne das Geld hatte, fing für ihren Umgang mit Salabaetto ein veränderter Kalender an, und während ihm früher der Zutritt in ihr Haus jedesmal freigestanden hatte, wenn er es wünschte, begannen jetzt Hindernisse dazwischenzutreten, derentwillen es ihm unter sieben Malen kaum einmal gelang, Eingang zu finden, und auch dann empfing ihn weder derselbe Willkommen noch dieselbe Zärtlichkeit und Freude wie sonst.

Unterdessen war die Frist, in der er sein Geld wiedererhalten sollte, nicht nur herangekommen, sondern um einen, ja um zwei Monate überschritten, und als er nun mahnte, wurden ihm schöne Worte statt der Bezahlung zuteil. Da sah denn Salabaetto die Hinterlist des betrügerischen Weibes wohl ein und erkannte seine Torheit. Allein, zugleich begriff er auch, daß er in dieser Sache nichts durchsetzen könne, als was ihr selbst beliebte, weil er weder Schrift noch Zeugnis darüber besaß. Andererseits schämte er sich auch, sich bei irgend jemand darüber zu beklagen, zum Teil weil er vorher gewarnt worden war, zum Teil weil er nur den Spott erwarten konnte, den seine[680] Einfalt verdient hatte, und so beweinte er denn, über die Maßen traurig, seinen Unverstand für sich allein. Indes hatte er von seinen Kaufherren mehrere Briefe bekommen, daß er das gelöste Geld in Wechsel eintauschen und ihnen diese schicken möge. Damit nun sein Fehltritt nicht sofort offenbar werde, wenn er dies unterließe, beschloß er eilig abzureisen, bestieg ein kleines Schiff und begab sich damit nicht nach Pisa, wo er hin sollte, sondern nach Neapel.

Hier war zu dieser Zeit unser Landsmann Pietro dello Canigiano Schatzmeister der Frau Kaiserin von Konstantinopel, ein Mann von großer Einsicht und scharfem Verstand und ein enger Freund Salabaettos und seiner Familie. Diesem, als einem höchst zuverlässigen Manne, erzählte nun Salabaetto nach einigen Tagen unter Wehklagen, was er getan habe und welches Unglück ihm begegnet sei, und bat ihn zugleich um Rat und Hilfe, damit er dort sein Leben fristen könne, indem er versicherte, daß er nie mehr nach Florenz zurückzukehren gedenke. Unzufrieden mit dem Geschehenen antwortete ihm Canigiano: »Übel hast du getan, übel hast du dich benommen, schlecht hast du deinen Herrn gehorcht. Allzuviel Geld auf einmal hast du für dein Vergnügen ausgegeben. Doch was ist zu tun? Geschehen ist es nun einmal, und wir müssen uns nach anderem Rat umsehen.«

Und als ein verschlagener Mann hatte er bereits ersonnen, was zu tun war, und teilte dies dem Salabaetto mit. Diesem gefiel die Sache, und er schickte sich sofort an, sein Glück damit zu versuchen. Etwas Geld hatte er noch, und Canigiano lieh ihm einiges dazu, und nun packte er eine Menge Ballen, die wohl gebunden und verschnürt wurden, kaufte an die zwanzig Ölfässer, füllte diese und kehrte, nachdem alles verladen war, damit nach Palermo zurück. Hier übergab er das Verzeichnis der Ballen und ebenso den Preis der Fässer den Zollwächtern, ließ alles auf seine Rechnung schreiben, brachte es in den Magazinen unter und sagte, bis andere Waren ankämen, die er noch erwarte, wolle er nichts von diesen Sachen anrühren.

Hiervon bekam Jancofiore bald Nachricht, und da sie hörte, daß allein die Waren, die er bereits mitgebracht hatte, wohl[681] zweitausend Goldgulden oder mehr wert sein möchten, das ungerechnet, was er noch erwartete, welches mehr als dreitausend wert sei, so schien es ihr, daß sie bis dahin erst den schlechteren Treffer gezogen habe. Sie beschloß daher, ihm seine fünfhundert Gulden wiederzugeben, um ihm hernach ein gutes Teil der fünftausend abzunehmen, und somit schickte sie nach ihm. Salabaetto, der nun gewitzigt war, ging hin. Die Schöne stellte sich, als wisse sie nichts von dem, was er mitgebracht habe, bezeigte ihm unsägliche Freude und rief: »Solltest du böse auf mich geworden sein, weil ich dir dein Geld nicht zur rechten Zeit wiedergab?« Salabaetto fing an zu lächeln und antwortete: »In der Tat, Madonna, es verdroß mich ein wenig, da ich mir das Herz aus dem Leibe risse, um es Euch zu geben, wenn ich glaubte, daß Euch damit ein Gefallen geschähe. Aber nun sollt Ihr hören, wie sehr ich auf Euch erzürnt bin. Meine Liebe zu Euch ist so mächtig und groß, daß ich den größten Teil meiner Besitzungen habe verkaufen lassen. Schon habe ich so viel Ware mit hierher gebracht, daß sie wohl über zweitausend Gulden wert ist, und aus dem Westen erwarte ich noch andere, welche mehr als dreitausend gelten wird. Damit will ich nun in dieser Stadt ein Lager einrichten und hierbleiben, um immer in Eurer Nähe sein zu können, da ich mich in Eurer Liebe glücklicher fühle, als meiner Meinung nach sich je irgendein anderer Verliebter in der seinen gefühlt hat.«

Hierauf entgegnete das Mädchen: »Sieh, Salabaetto, alles was dir recht scheint, ist mir willkommen, da ich dich mehr liebe als mein Leben. Besonders willkommen aber ist mir, daß du mit der Absicht zurückgekehrt bist, hier zu weilen, weil ich hoffe, so noch manche frohe Stunde mit dir zu verleben. Doch ich will mich noch ein wenig bei dir entschuldigen, daß du damals, ehe du fortgingst, einige Male hast zu mir kommen wollen und nicht konntest und andere Male, wenn du kamst, nicht so freundlich empfangen wurdest, wie du es gewohnt warst, und überdies auch noch deswegen, daß ich dir nicht zur versprochenen Frist dein Geld zurückgab. Du mußt wissen, daß ich zu jener Zeit in großem Schmerz und in tiefer Betrübnis war, und wer in dieser Stimmung ist, kann dem Geliebten, wie sehr er ihn auch liebe, nicht immer ein freundliches Gesicht machen[682] und so aufmerksam gegen ihn sein, wie dieser es wohl wünschte. Und dann mußt du auch wissen, daß es einer Frau recht schwer fällt, tausend Goldgulden aufzutreiben. Alle Tage setzt man uns Lügen vor und hält nicht, was man uns versprochen hat, und so sind wir denn genötigt, auch andern gegenüber zu lügen. Hierin allein und nicht in irgendeinem andern Unrecht liegt der Grund, daß ich dir dein Geld nicht wiedergab. Doch bald nach deiner Abreise bekam ich es, und wäre mir nur bekannt gewesen, wohin ich es hätte schicken sollen, so sei überzeugt, ich hätte es dir gesandt. Aber da ich es nicht wußte, so habe ich es dir aufbewahrt.«

Und nun ließ sie eine Börse herbeiholen, in der dieselben Goldstücke enthalten waren, die er ihr gebracht hatte, gab sie ihm in die Hand und sprach: »Zähle, ob es fünfhundert sind.« Nie war Salabaetto froher gewesen. Er zählte sie, fand richtig fünfhundert, steckte sie zu sich und sprach: »Ich sehe nun wohl, Madonna, daß Ihr die Wahrheit sagt. Ihr habt alles getan, was Euch oblag, und ich sage Euch: sowohl deshalb als auch um der Liebe willen, die ich für Euch hege, könnt Ihr keine Summe, die ich zu schaffen vermag, zu welchem Zweck es auch sei, von mir begehren, ohne daß ich Euch sofort damit diente. Und wie ich dazu bereit bin, das mögt Ihr selber erproben.«

Auf diese Weise wurde den Worten nach die frühere Liebe unter ihnen wiederhergestellt, und Salabaetto begann von neuem vertrauten Umgang mit ihr in aller Zärtlichkeit zu pflegen, wobei sie ihm abermals die größte Gunst und Ehre von der Welt antat und ihm ihre grenzenlose Liebe bewies. Salabaetto jedoch, der ihren Trug durch seinen Trug bestrafen wollte, trat eines Tages, da sie zu ihm geschickt hatte, damit er bei ihr speise und über Nacht bleibe, so trübsinnig und traurig bei ihr ein, als wolle er sterben. Jancofiore umarmte und küßte ihn und fing an, ihn zu fragen, was dieser Trübsinn bedeute. Eine lange Weile ließ er sich bitten. Dann sprach er: »Ich bin ein verlorener Mann. Das Schiff, auf dem sich die Ware befand, die ich noch erwartete, ist von Seeräubern aus Monaco genommen worden. Es soll nur für zwölftausend Goldgulden wieder freigegeben werden, von denen auf mich tausend entfallen, und ich habe nicht einen Heller, denn die fünfhundert,[683] die Ihr mir zurückgabt, habe ich sogleich nach Neapel geschickt, um sie in Linnen anzulegen, die man hierher senden soll. Und wollte ich in diesem Augenblick auch die Ware verkaufen, die ich hier habe, so erhielte ich, da jetzt nicht die rechte Zeit ist, kaum den halben Preis dafür. Außerdem aber bin ich hier noch nicht bekannt genug, um jemand zu finden, der mir aus dieser Verlegenheit hülfe. Darum weiß ich nicht, was ich tun oder was ich sagen soll. Und dennoch, schicke ich nicht bald das Geld, so werden die Waren nach Monaco gebracht, und ich bekomme nimmermehr etwas davon zurück.«

Die Schöne war über diese Nachricht sehr bekümmert, da ihre ganze Hoffnung ihr damit vereitelt schien. Indes überlegte sie, welchen Weg sie einzuschlagen habe, daß die Waren nicht nach Monaco gingen, und sagte dann: »Gott weiß, wie leid mir das um deinetwillen tut. Aber was hilft es, sich darüber zu grämen? Hätte ich das Geld, so borgte ich es dir sogleich; aber ich habe nicht so viel. Freilich ist hier jemand, der mir neulich mit den fünfhundert Gulden aushalf, die mir fehlten, doch er verlangt hohen Zins dafür, und zwar nicht weniger als dreißig vom Hundert. Wenn du von diesem das Geld nehmen wolltest, so müßte man ihn durch ein gutes Pfand sicherstellen, und ich für meinen Teil bin bereit, ihm um deinetwillen alle diese Sachen und meine Person selbst für soviel zu verpfänden, wie er darauf leihen will, nur um dir zu dienen. Aber wie willst du für das übrige Sicherheit geben?«

Salabaetto erkannte leicht die Ursache, die jene trieb, ihm diesen Dienst zu leisten, und er zweifelte nicht, daß sie selbst es sei, die das Geld vorschießen wolle. Das war ihm ganz nach Wunsch. Er dankte ihr daher zuerst und sagte dann, daß in seiner Not der unmäßige Zins ihn nicht abschrecken werde. Dann fügte er hinzu, daß er, um jenen durch die Waren sicherzustellen, die er in der Dogana habe, dieselben auf den Namen dessen werde umschreiben lassen, der das Geld vorstrecke. Den Schlüssel aber zu den Magazinen wolle er selbst aufbewahren, teils um die Waren vorzeigen zu können, wenn es gefordert würde, teils damit ihm nichts berührt, vertauscht oder verwechselt werden könne.

Das Mädchen erwiderte hierauf, das sei wohlgesprochen und[684] die Sicherheit vollkommen hinreichend. Als daher der nächste Tag gekommen war, schickte sie zu einem Makler, zu dem sie volles Vertrauen hatte, besprach die Sache mit ihm und übergab ihm tausend Goldgulden, welche der Makler sogleich dem Salabaetto überbrachte und bei der Dogana auf seinen Namen umschreiben ließ, was Salabaetto dort lagern hatte. Und nachdem sie nun Verschreibung und Gegenverschreibung mit beiderseitigem Einverständnis gewechselt hatten, ging ein jeder seinen übrigen Geschäften nach.

Salabaetto aber bestieg sobald wie möglich mit seinen fünfzehnhundert Goldgulden ein Schiff und kehrte zu Pietro dello Canigiano nach Neapel zurück, von wo er gute und vollständige Abrechnung nach Florenz an seine Handelsherren, die ihn mit den Tuchen fortgeschickt hatten, sandte. Nachdem er alsdann Pietro und jeden andern, dem er etwas schuldig war, bezahlt hatte, machte er sich mit dem Canigiano von dem Gewinn, den er durch die Überlistung der Sizilianerin davongetragen hatte, manchen guten Tag. Von hier aber begab er sich, da er nicht länger Kaufmann bleiben wollte, nach Ferrara.

Als Salabaetto in Palermo nicht mehr zu finden war, fing Jancofiore sich zu wundern an und schöpfte allmählich Verdacht. Nachdem sie wohl zwei Monate gewartet hatte und ihn immer noch nicht wiederkommen sah, ließ sie durch ihren Makler die Magazine aufbrechen. Zuerst untersuchte man die Fässer, die voll Öl sein sollten, und fand sie mit Seewasser gefüllt. In jeder Tonne aber schwamm ungefähr ein Nösel Öl obenauf beim Spundloch. Dann öffnete man die Ballen und fand diese, mit Ausnahme von zweien, die Stoffe enthielten, mit Werg gefüllt. Kurz, alles Vorhandene war nicht über zweihundert Gulden wert. Nun erkannte Jancofiore wohl, daß sie betrogen sei, und beklagte lange die fünfhundert Goldgulden, die sie zurückgegeben, noch viel mehr aber die tausend, die sie ihm geborgt hatte, wobei sie oftmals ausrief: »Um mit Toskanern umzugehen, muß man gut auf beiden Augen sehn!« Und so hatte sie denn den Schaden und den Spott zugleich und fand, daß der eine so klug sein könne wie der andere.[685]

Als Dioneo seine Erzählung beendet hatte und Lauretta sah, daß die Frist, die ihrer Herrschaft gesetzt war, zu Ende ging, lobte sie den Anschlag des Pietro Canigiano, der sich als so erfolgreich erwies, und die Schlauheit des Salabaetto, der in dessen Ausführung sich ebenso geschickt gezeigt hatte, nahm dann den Lorbeerkranz vom Haupte und setzte ihn auf Emilias Stirn, indem sie würdevoll sagte: »Madonna, welch gnädige Königin wir an Euch haben werden, weiß ich nicht; aber eine schöne haben wir gewiß. Macht also, daß Eure Handlungen Eurer Schönheit entsprechen.« Und damit nahm sie ihren Sitz wieder ein.

Emilia, die nicht so sehr über ihre Erhebung zur Königin wie darüber ein wenig schamrot geworden war, daß sie sich um dessentwillen öffentlich rühmen hörte, was Frauen vorzüglich zu besitzen wünschen, glich in ihrem Antlitz jungen Rosen in der Morgenröte. Doch nachdem sie die Augen niedergeschlagen hatte, bis jene Röte wieder verschwunden war, besprach sie mit dem Seneschall die für die Gesellschaft zu treffenden Vorkehrungen und begann darauf folgendermaßen zu sprechen:

»Anmutige Mädchen, nachdem die Stiere einen Teil des Tages hindurch, unters Joch gezwungen, gearbeitet haben, sehen wir deutlich, daß sie am Abend von diesem gelöst werden und frei, wohin es ihnen gefällt, in den Büschen zur Weide umhergehen dürfen. Auch sehen wir, daß die Gärten, in denen verschiedene Pflanzen grünen, nicht weniger schön, sondern viel schöner noch als der Hain sind, in dem nur Eichen wachsen. Aus diesen Gründen meine ich: wenn wir erwägen, wie viele Tage wir nun schon von bestimmten Gesetzen eingeschränkt erzählt haben, so wird uns, die wir den gleichen Drang in uns fühlen, ein solches Umherschweifen nicht nur nützlich, sondern auch erwünscht sein, um in der Freiheit für das wiederkehrende Joch Kräfte zu sammeln. Darum denke ich denn das, was morgen im Verlauf eurer ergötzlichen Erzählungen gesprochen werden soll, nicht auf eine bestimmte Aufgabe zu beschränken, sondern will, daß jeder erzählt, was ihm gefällt. Ich bin fest überzeugt, daß die Verschiedenheit der Gegenstände, welche vorgetragen werden, uns nicht weniger erfreuen wird als das Erzählen eines einzigen. Haben wir so getan, dann mag, wer nach mir die[686] Herrschaft antritt, uns neu Gestärkte mit größter Sicherheit wieder ins gewohnte Joch spannen.«

Nachdem sie dies gesagt hatte, gab sie allen Urlaub bis zur Stunde des Mahls. Jeder lobte die Rede der Königin als weise und verständig, und nachdem man aufgestanden war, gab sich der eine dieser, der andere jener Lustbarkeit hin. Die Damen brachten die Zeit bis zur Stunde des Mahls damit zu, Kränze zu flechten und allerlei Kurzweil zu treiben, die jungen Männer aber mit Spiel und Gesang. Als die Essenszeit gekommen war, speiste man neben dem schönen Springbrunnen fröhlich und mit Lust. Nach dem Mahl vergnügte man sich auf herkömmliche Art mit Liedern und Tänzen.

Endlich aber gebot die Königin, um der Sitte ihrer Vorgänger zu folgen, daß Panfilo, obgleich mehrere noch gern von ihren eigenen Liedern eines gesungen hätten, allein einen Gesang anstimmen sollte. Dieser begann nun bereitwillig so:


Weil, Amor, ich dein eigen,

Schenkst du an Freud und Lust und allem Guten

So viel, daß ich frohlock in Feuersgluten.


Das Übermaß des Glückes und der Lust,

Die jetzt zuteil mir werden,

Allein durch Amors Macht,

Es findet keinen Raum in meiner Brust:

Es redet in Gebärden,

Im Mund, der freudig lacht

Und – obwohl schweigend – sagt,

Daß, wer sich Liebe ließ so hoch gemuten,

Sich selig preist, ob Flammen ihn umfluten.


Nicht können diese Fülle meiner Lust

Aussprechen meine Lieder,

Nicht grüb in Erz sie Stahl;

Könnt ich's, müßt ich sie bergen in der Brust.

Erführ es jemand wieder,

So würde Lust zur Qual.

Mein Glück ist solcher Zahl,[687]

Daß hundert Zungen, wenn sie nimmer ruhten,

Die Wonne nicht erzählten dieser Gluten.


Wer glaubte wohl, daß ich mit diesem Arm

Die an mein Herz gezogen,

Die glühend ich gefaßt,

Daß Wang an Wange, Lipp an Lippe, warm

Sich küssend festgesogen

Zu süßer Liebesrast.

Und weil's denn niemand faßt,

Will ich mich freun der seligen Minuten,

Verschließend in die Brust des Glückes Fluten.


Panfilos Lied war zu Ende, und obgleich alle den Endreim mitgesungen hatten, war doch keiner darunter, der nicht mit besonderer Aufmerksamkeit – und vielleicht mit größerer als sich geziemt hätte – auf die Worte des Gesanges gelauscht und zu erraten versucht hätte, was das sei, wovon jener gesungen hatte, daß er es verbergen müsse. Und obschon man auf vielerlei verfiel, traf doch keiner die Wahrheit. Doch als die Königin den Gesang des Panfilo beendet sah, auch bemerkte, daß die Damen und Herren gern zur Ruhe gingen, gebot sie, daß jeder sich zum Schlafen zurückziehe.[688]

Quelle:
Boccaccio, Giovanni: Das Dekameron. München 1964, S. 673-689.
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