Dreiundzwanzigster Auftritt

[190] PONCE schließt die Türe ab, geht nach dem Bild. Wie nur der Kerl das Bild herausbrachte – verdammt! er hat es nur heraus gewaschen. Das Porträt war nur mit schwarzer Wasserfarbe überzogen – du bist doch ein hübsches Mädchen – und es waren Tage, wo ich dich liebte – aber du wolltest keine Nacht für mich erschwingen, – es ist besser so – nie will ich [191] dir Rechenschaft über meine Untreue geben – ich müßte dein Teuerstes, deine Keuschheit, zu geringe anschlagen. Wie! die Unterschrift – Porporino pinxit – ei, du feiner Schelm! er rührt sich in der Liebe. Auch ich! auch ich! Vorhang fällt.

Quelle:
Clemens Brentano: Werke. Band 4, München [1963–1968], S. 190-191.
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