160. Rätselmärchen.

[674] Drei Frauen waren verwandelt in Blumen, die auf dem Felde standen, doch deren eine durfte des Nachts in ihrem Hause sein. Da sprach sie auf eine Zeit zu ihrem Mann, als sich der Tag nahete und sie wiederum zu ihren Gespielen auf das Feld gehen und eine Blume werden mußte, »so du heute vormittag kommst und mich abbrichst, werde ich erlöst und fürder bei dir bleiben;« als dann auch geschah. Nun ist die Frage, wie sie ihr Mann erkannt habe, so die Blumen ganz gleich und ohne Unterschied waren. Antwort: »dieweil sie die Nacht in ihrem Haus und nicht auf dem Feld war, fiel der Tau nicht auf sie als auf die andern zwei, dabei sie der Mann erkannte.«

Quelle:
Jacob und Wilhelm Grimm: Kinder- und Hausmärchen. München 1977, S. 674.
Lizenz:
Kategorien:
Dieser Text als Ebook
Jacob und Wilhelm Grimm
EAN 9783869510408, 796 Seiten

Kostenlos für Kindle!
Kinder- und Hausmärchen
Ausgewählte Ausgaben von
Kinder- und Hausmärchen
Ausgewählte Kinder- und Hausmärchen
Kinder- und Hausmärchen I. Nr. 1-86: BD 1
Kinder- und Hausmärchen: Die handschriftliche Urfassung von 1810
Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm
Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm: Vollständige Ausgabe auf der Grundlage der dritten Auflage [1837]