190. Die Brosamen auf dem Tisch.

[771] Der Güggel het einisch zue sine Hüendlene gseit »chömmet weidli i d'Stuben ufe, go Brotbrösmele zämmebicke ufem Tisch: euse Frau isch ußgange, go ne Visite mache.« Do säge do d'Hüendli »nei nei, mer chömme nit: weist, d'Frau balget amme mit is.« Do seit der Güggel »se weiß jo nüt dervo, chömmet er[771] numme: se git is doch au nie nit Guets.« Do säge d'Hüendli wider »nei, nei, sisch uß und verby, mer gönd nit ufe.« Aber der Güggel het ene kei Ruei glo, bis se endlig gange sind und ufe Tisch, und do Brotbrösmeli zämme gläse hend in aller Strenge. Do chunt justement d'Frau derzue und nimmt gschwind e Stäcke und steubt se abe und regiert gar grüseli mit ene. Und wo se do vor em Hus unde gsi sind, do säge do d'Hüendli zum Güggel »gse gse gse gse gse gse gsehst aber?« Do het der Güggel glachet und numme gseit »ha ha han is nit gwüßt?« Do händ se chönne goh.

Quelle:
Jacob und Wilhelm Grimm: Kinder- und Hausmärchen. München 1977, S. 771-772.
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