Einundzwanzigstes Kapitel.

Jäger und Kammerjungfer.

Der Baron schaute in diesem Augenblick über seine Zeitung hinweg, dann ließ er die linke Hand, in der er sie hielt, langsam sinken und wandte den Kopf nach rechts und nach links, während er forschend durch das ganze Zimmer blickte. Dabei war der Ausdruck seines Gesichtes auf einmal ein ganz anderer geworden: das Auge, das sich gewöhnlich so affektirt und matt hinter den herabfallenden Augenlidern verbarg, blitzte unter den scharf zusammengezogenen Augenbrauen hervor; seine Lippen, die meistens halb geöffnet waren und von einem süßen Lächeln umspielt wurden, erschienen voll Spannkraft und Energie, und ließen, als sie sich leicht emporzogen, zwei Reihen schneeweißer Zähne sehen. – Er legte die Zeitung nieder, stützte die rechte Hand leicht auf den Tisch und erhob sich von seinem Stuhle, ohne das geringste Geräusch zu machen. Dann wandte er sich um, glitt durch den Salon nach dem Schreibtische des Grafen, wo sich in einer breiten Schaale von Bronze Bleistifte und alle möglichen Schreibmaterialien befanden. Dazwischen lag ein kleines Petschaft, dessen Griff aus[7] Gold in getriebener Arbeit bestand und reich mit Steinen besetzt war. Dieses Petschaft nahm der Baron geräuschlos aus der Schale fort, betrachtete es einen Augenblick, steckte es in die Tasche seines Rocks und ging dann ebenso leise wie er gekommen, zu seinem Stuhle zurück, auf welchen er sich wieder setzte. Nun nahm er abermals die Zeitung in die Hand, wandte den Kopf, wie vorhin beschrieben, rechts und links, um alle Ecken des Salons zu besichtigen und dann nahm sein Gesicht plötzlich wieder jenen weichen und schlaffen Ausdruck an, den wir bereits kennen.

Jetzt klingelte der Graf im Nebenzimmer und der alte Kammerdiener ging durch den Salon, kehrte aber gleich wieder dahin zurück, zündete eine Wachskerze an, nahm Siegellack und wühlte alsdann einige Augenblicke vergeblich in der Bronzeschaale. Er schien überrascht zu sein, blickte im Zimmer umher und ging dann in's Nebenzimmer, wo er unter der Thüre stehen blieb und seinem Herrn einige Worte sagte.

»Mein Petschaft muß da sein,« hörte man den Grafen antworten; »das kleine mit dem goldenen Griff, es liegt in der Bronzeschale.«

»Euer Gnaden verzeihen,« entgegnete der Kammerdiener, »es liegt nicht an seinem gewöhnlichen Platze.«

»Das müßte mit dem Teufel zugehen,« erwiderte der Graf. »Ich habe es gestern Abend noch da gesehen.«

Mit diesen Worten trat er in den Salon, ein Briefchen in der Hand; der Kammerdiener folgte mit dem brennenden Lichte.

»Jetzt bin ich vollkommen beruhigt hinsichtlich meines Odeurs,« sagte der Baron mit wichtigem Tone; »jener Fabrikant nennt es Rosensaft. Ich bitte Sie, Rosensaft! Dabei fällt mir gleich so 'ne schmutzige Brühe ein. Ah! coeur de rose ist eine schöne Erfindung.«

»Gewiß, gewiß!« entgegnete zerstreut und einigermaßen ärgerlich der Graf, denn er hatte ebenfalls vergeblich in der. Bronze[8] schale und auf dem ganzen Tische nach dem Petschaft gesucht. Er sah den Kammerdiener an; dieser zuckte die Achseln.

»Wer hat das Zimmer heute Früh in Ordnung gebracht?« fragte er mit heftigem Tone.

»Der Jäger, Euer Gnaden.«

»Wieder der Jäger! – Wann soll denn der Geschichte einmal ein Ende gemacht werden?«

»Es ist eigenthümlich,« sprach der alte Mann, »der Mensch hatte so vortreffliche Empfehlungen und wie sehr ich beständig aufgepaßt, ich habe nie etwas Unrechtes bemerkt.«

»Aber Sie werden mir nicht ableugnen können, daß seit einem halben Jahre, als der Mensch in meinen Diensten ist, jeden Augenblick aus diesem Salon Etwas verschwindet.«

»Leider!«

»Haben Sie sonst auf Jemand von den Leuten Verdacht, auf George vielleicht oder auf Karl?«

»Gott soll mich bewahren!«

»Nun, also bleibt's an dem Jäger hängen, und der Sache soll ein Ende gemacht werden; ich will's!«

»Aber, gnädigster Herr, man kann ihm Nichts beweisen.«

»Das braucht's auch gar nicht; ich will gewiß nicht sein Unglück; man zahlt ihm einen halbjährigen Lohn, sagt ihm, er habe mir nicht convenirt und gibt ihm meinetwegen ein erträgliches Zeugniß.«

Der alte Mann nickte mit dem Kopfe.

»Wie Sie selbst sagten, kann man ihm Nichts beweisen, also wollen wir auch seiner Zukunft nicht hinderlich sein. Aber mir ist es unheimlich, daß hier alle Augenblicke so was vorfällt.«

Der Graf hatte etwas heftig und laut gesprochen, während er sich an dem Schreibtische im Salon niedergelassen, um besser in der Bronzeschale suchen zu können, so daß sich sogar der gleichmüthige Baron veranlaßt sah, aufzustehen und näher zu kommen.[9]

»Ja, was ist denn vorgefallen, mein bester Graf?« fragte er, indem er sich in dem Spiegel über dem Kamin Haar und Bart zurecht strich und dann an dem Feuer seine Fußspitzen wärmte. »Sie sind ja wahrhaftig ganz aufgeregt!«

Der Graf wollte von dem Petschaft sprechen, doch der Kammerdiener sah ihn bittend an. »Ach!« sagte er mit verdrießlichem Tone, »ich bin mit einem meiner Leute nicht zufrieden, mit meinem Jäger, ich muß ihn fortschicken, was mir sehr unangenehm ist. Es ist überhaupt so schwer, ordentliche Leute zu bekommen.«

»Das weiß Gott!« entgegnete der Baron, indem er sich umwandte und die Hände auf den Rücken legte. »Aber da fällt mir was ein. Vor ein Paar Tagen wurde mir Jemand empfohlen, von sehr guter Hand und dringend empfohlen, ein Mensch, der schon längere Zeit in W. in den besten Häusern diente, und obendrein ein gelernter Jäger. Für seine Ehrlichkeit und Treue kann man garantiren; wenn Sie's mit dem versuchen wollten!«

»Warum nicht, auf Ihre Rekommandation! – Er soll sich bei meinem Kammerdiener melden, ich nehme ihn an.«

»Schön,« sagte der Baron mit seinem sanftesten Lächeln; »da haben wir einmal wieder ein gutes Werk gethan.« – Er trat an den Tisch, stützte sich mit der linken Hand darauf und schlug mit einem Finger der Rechten auf die Bronzeschale, daß sie einen hellen Klang von sich gab. – »Aecht? – Antik?« fragte er.

»Ich habe sie von einem Bekannten erhalten, der sie in Pompeji erbeutet. – Aber Teufel! Es ist schon drei Viertel auf Elf. – Lassen Sie meinen Wagen vorfahren,« sagte er zu dem Kammerdiener, der sich verdrießlich entfernte. »Jetzt muß ich siegeln und habe mein Petschaft verloren. Ah, Baron!« rief er aus, »Sie können mir helfen.« Dabei fielen seine Blicke auf die goldene Uhrkette des Anderen, an welcher sich eine Menge Kleinigkeiten, unter Anderem auch ein orientalischer Ring mit einem Carniol befand, auf den einige arabische Buchstaben geschnitten waren.[10] »Leihen Sie mir einen Augenblick Ihren Ring, um meinen Brief damit zuzusiegeln, es ist ja kein Wappen darauf. – Also kann es Sie in keiner Weise kompromittiren,« setzte er lachend hinzu.

Der Baron zuckte mit der Hand nach seiner Uhrkette und sein gleichmüthiges, lächelndes Gesicht war im Begriff, einen ganz anderen Ausdruck anzunehmen. Wie aber ein geschickter Equilibrist sich noch in dem Momente, wo er fallen will, kräftig und gewaltsam in's Gleichgewicht hinein schwingt, so auch der Baron. Seine Finger, welche hastig die Uhrkette, wie um sie zu verbergen, ergreifen wollten, glitten jetzt leicht daran herunter und blieben an dem bewußten Ringe hängen. »Ah! Sie wollen mit meinem Talisman siegeln, bester Graf!« sagte er alsdann mit seinem gewöhnlichen freundlichen Lächeln. »Nehmen Sie sich in Acht! Sie wissen doch, daß diese mysteriös geschnittenen Steine nur für den heilbringend sind, der sie besitzt, und daß, wenn sich ein Anderer derselben bedient, zum Beispiel wie Sie, lieber Graf, jetzt zum Siegeln, dies für den Empfänger von unangenehmen Folgen sein kann!«

»Sind Sie denn wirklich abergläubisch, Baron?« fragte der Graf und hob eine Stange Siegellack an das brennende Licht, während er den Brief vor sich hinlegte. – »Uebrigens,« fuhr er lächelnd fort, »ist mir am Wohl und Wehe des Empfängers oder der Empfängerin nicht viel gelegen, und wenn also Ihre Befürchtungen wirklich wahr wären, so könnte es derjenigen, welche diesen Brief erhält, am Ende Nichts schaden, wenn dieser Brief einige Dornen auf ihren Pfad streute.«

»Coeur de rose!« sagte der Baron, indem er sich höchst verwundert stellte, »da führen Sie ja eigenthümliche Korrespondenzen. Ich will nicht hoffen, daß der Brief an Jemand aus der Gesellschaft geht!«

»Seien Sie ganz unbesorgt, Baron! Glauben Sie denn, ich würde mich in dem Fall eines Ihrer Siegel bedienen? Ah! das wäre indiscret! Dieses Schreiben geht an ein ganz obscures Wesen,[11] von dessen Existenz Sie gar keine Ahnung haben; eine stille Wittwe, die hie und da meine gewissen kleinen Privatangelegenheiten arrangirt. – Aber jetzt geben Sie Ihren Ring her, mein Siegellack ist flüssig.«

»Armer Talisman!« sagte der Baron mit affektirter Wehmuth, während er die Kette loshakte und den Ring seinem Bekannten darbot; »ein Abdruck von dir scheint mir da in schöne Hände zu kommen. – Coeur de rose! das hätte sich die reizende Griechin, die ihn mir verehrt, gewiß nicht träumen lassen.«

Der Graf siegelte rasch und sorgfältig das Villet, dann betrachtete er aufmerksam die sonderbaren für ihn unleserlichen Schriftzeichen und versetzte: »So, der Abdruck ist schön gelungen; meinen herzlichen Dank! – Jetzt muß ich aber eilen, sonst komme ich zu spät in's Schloß und das wäre entsetzlich. – Kann ich Sie mitnehmen?«

Der Baron sann eine Sekunde nach. »Besuch auf dem Kastellplatz,« murmelte er, »dann in der Königsstraße, in der hohen und breiten Straße, – ja, ja, bester Graf, ich nehme einen Sitz in Ihrem Wagen an! Sie lassen mich an der Ecke des Kastellplatzes entspringen.«

»Schön,« erwiderte Graf Fohrbach; »gehen Sie nur voraus; ich folge in der Sekunde.«

Während nun der Baron in das Vorzimmer ging, sich dort den Paletot anziehen ließ, einen dicken Cachemir um den Hals schlang, den Hut aufsetzte und nach dem Wagen schritt, eilte der Graf in sein Arbeitskabinet, wo der Maler saß und sagte diesem: »Adieu, lieber Arthur, ich muß in den Dienst. Bleiben Sie hier, so lange Sie wollen; Sie wissen, wo Cigarren und Pfeifen sind. Aber wenn Sie fortgehen, erzeigen Sie mir, dem Freunde, eine Gefälligkeit. Werfen Sie diesen Brief auf die Stadtpost, aber heute Morgen noch; es liegt mir Alles daran, daß er im Laufe des Tages an seine Adresse gelangt, besonders aber, daß meine[12] Dienerschaft die Adresse nicht sieht. Ich stehe zu allen Gegendiensten bereit.«

»Mit großem Vergnügen,« entgegnete Arthur, indem er das Billet neben sich legte. »Wenn ich für meine Person die Adresse lesen darf und es mir nicht zu sehr aus meiner Route liegt, so werde ich ihn selbst besorgen, wenn es Ihnen recht ist.«

»Natürlicher Weise!« entgegnete der Graf lachend, während er fort eilte; und er sagte noch unter der Thüre: »aber wenn Sie ihn selbst überbringen, so nehmen Sie sich in Acht; Sie könnten da in ein Kreuzfeuer von schönen Augen hineinkommen, das selbst einem Maler gefährlich werden dürfte. – Adieu!«

Damit eilte er fort, ließ sich im Fluge den Mantel umwerfen und traf den Baron schon an der Gartenthüre neben dem kleinen Coupé stehend. Beide setzten sich ein und der Wagen schoß mit einer außerordentlichen Geschwindigkeit davon.

»Da fällt mir eben ein,« sagte der Baron, der sich jetzt in seine Ecke geschmiegt hatte, »Sie könnten mir einen kleinen Dienst erzeigen, Graf Fohrbach, und ich bin überzeugt, keine Fehlbitte zu thun, da heute Ihr Herz gegen mich von Dankbarkeit erfüllt sein muß. Bedenken Sie, daß ich Ihnen einen vortrefflichen Jäger verschafft, und daß ich Sie mit meinem Talisman siegeln ließ. Coeur de rose! Das sind keine Kleinigkeiten!«

»Sie wissen, bester Baron, daß ich mir auch ohne das ein Vergnügen daraus machen würde, Ihnen nützlich sein zu können. Wovon handelt es sich?«

»Ich komme mir ordentlich als Dienerschafts-Kommissionär vor,« entgegnete gutmüthig lachend Herr von Brand. »Ich habe, wie gesagt, den Jäger plazirt, jetzt habe ich noch eine vortreffliche Kammerjungfer zu vergeben, für die ich eine gute Stelle suche, wo möglich im Schlosse. Es ist ein sehr braves und empfehlenswerthes Geschöpf.«

»Ist sie jung und hübsch?«[13]

»Ah! mein lieber Graf, Ihre Frage könnte mich beleidigen! Ich versichere Sie, ich sehe blos auf die inneren Eigenschaften dieses Mädchens. Aber um tugendhafte Bedenken Ihrerseits zu beschwichtigen, versichere ich Sie, daß die erwähnte Person gerade nicht zu jung und auch gerade nicht zu hübsch ist, so – so wie ich glaube; aber sie kann einer Toilette assistiren wie keine und spricht französisch.«

»Das wird sich machen lassen,« meinte Graf Fohrbach, »und wenn Ihnen wirklich ein Gefallen damit geschieht, Baron, so können Sie Ihrer Empfohlenen sagen, sie sei schon so gut wie plazirt. Und Sie wünschen, daß sie in's Schloß kommt?«

»Gerade daran wäre mir etwas gelegen; – sie soll eine sehr brave Person sein.«

»Ich werde mit der Frau von B. gelegentlich davon sprechen. Aber hier ist der Kastellplatz, wo ich Sie absetzen soll.« – Er zog bei diesen Worten heftig an der Schnur, die zum Kutscher draußen führte, worauf der kleine Wagen fast augenblicklich stille hielt.

»Meinen doppelten Dank!« rief der Baron lachend, nachdem er ausgestiegen; »für die Kammerjungfer und die Fahrt.«

»Und meinen gleichfalls,« entgegnete der Graf, »für den Jäger und den Talisman.«

Und der Wagen rollte davon.

Der Herr von Brand blieb an der Ecke des großen Kastellplatzes stehen; es war dies, wie schon der Name besagt, ein weiter Raum in der Nähe eines alten Schlosses, in welchem sich Archive und Möbelmagazine befanden. Dies alte düstere Gebäude war mit Thürmen flankirt, und hatte eine Menge ein- und ausspringender finsterer Winkel, von denen einige dazu dienten, das herabstürzende Regenwasser aufzufangen, weßhalb sich auf dem Boden derselben große zusammengekittete Steinplatten mit einer vergitterten Oeffnung versehen befanden, durch welche alle Feuchtigkeit ablief.[14]

Heute Morgen, wo der Frost der letzten Tage von einem starken Thauwetter verdrängt worden war, wo es ziemlich heftig regnete und der Schnee auf den Dächern mit außerordentlicher Geschwindigkeit schmolz, stürzte das Wasser in kleinen Fällen aus den seltsam geformten Dachrinnen hervor in jene Winkel hinab, um alsdann durch die erwähnte Oeffnung sprudelnd und schäumend unter der Erde zu verschwinden.

Der Baron schritt um das alte Kastell herum bis zur hinteren Seite, wo sich zwischen einem Thurme und einem riesenhaften Kamin der dunkelste dieser Winkel befand. Hier öffnete er behutsam Paletot und Rock, nahm das uns bekannte Petschaft aus letzterem heraus und ließ es auf den Steinboden niederfallen, so daß es alsbald von der Fluth des Regen- und Schneewassers in den Schooß der Erde hinabgeschwemmt wurde. Darauf lächelte er eigenthümlich, knöpfte Rock und Paletot wieder zu, schob die Hände in die Taschen und verschwand in einer engen Straße, die auf den Kastellplatz mündete.

Quelle:
Friedrich Wilhelm Hackländer: Europäisches Sklavenleben, 5 Bände, Band 2, in: F.W.Hackländer’s Werke. Stuttgart 31875, S. 7-15.
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